Schwitzend schreiben

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Ich bin praktisch geboren für Griechenland, mein Storch war vermutlich Legastheniker oder so ähnlich, auf jeden Fall fühl ich mich hier pudelwohl, wie man so schön sagt.
Palmen, unfreundliche, bärtige Kellner mit Klischeenasen, im Schatten liegend schwitzen, Straßen, die so eng sind, dass zwei nebeneinander fahrende Autos unmöglich erscheinen und man trotzdem, oder gerade deshalb, mit dem Bus vom Flughafen zur Unterkunft fährt.
Die Hügel erscheinen in der hitzigen Ferne wie von Nebel umhüllt, österreichische Hochsommertemperaturen werden hier zum Bierkühlen verwendet. Während ich hier schwitze bearbeitet meine Urlaubsgefährtin ihre ästhetischen Bilder, Bäume zäumen meinen Balkon, verlieren aber so dermaßen kläglich das Duell mit der Sonne, dass man ihnen selbst bei 40° nicht böse sein kann. Aus irgendeinem Grund bekommt man im ganzen Ort keinen normalen Gyros, die "grünste Insel Griechenlands" macht das aber mit meterhohem Oleander und krummen Olivenbäumen wieder wett. Das Meer ist so klar, dass man die einzelnen Steine im sandigen Boden erkennen kann, und während ich gerade diesen Satz schreibe bemerke ich, dass mich Philo fotografiert und jetzt hab ich den Faden verloren.
Bis später, Antío

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