19- A little happy End

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Die Tage verstrichen, ohne das sich irgendetwas besonderes tat. Im Mittelpunkt stand das Klavier. Ich spielte so richtig gut. Das Musizieren ( Gott, wie altmodisch das klingt!!!) machte mit Maja, Flora, Lucas und Frau Kirani irre Spaß. Beas Laune hatte sich enorm verschlechtert. Sie hatte mir erzählt, sie wolle das alles regelrecht verdrängen und da hatte Sanjay eingewendet, dass wir ja diesen mega wichtigen Chat hatten und mega wichtige Ferien, in denen man sich ja immer treffen konnte.Klar, nichts würde mehr so sein wie früher, aber ich war gewappnet für diverse Neuanfänge. Ich hatte gelernt, robuster gegen alles neue zu sein und würde in Zukunft auch versuchen, dies durchzuziehen. Im Leben gab es immer Höhen und Tiefen, aber man hatte ständig Begleiter bei sich, die alles mit einem durchstanden, SOLANGE sie vorhanden waren. Man sollte also versuchen diese ständigen Begleiter nicht zu verlieren, sonst stand man am Schluss MUTTERSEELEN allein da. Es gab Philosophen, die sagten,man konnte nach dem Kalender leben oder nach seinem Leben. Als ich das zum ersten Mal gehört hab, dachte ich mir so: Wo war da der Unterschied?? Aber Claire hatte mir das so erklärt: Du kannst jeden Tag abschließen. Z.B. jetzt war Montag, morgen Dienstag usw. Aber du kannst die tollen Erlebnisse wie in einer Schatztruhe aufbewahren. Doch du kannst sagen: So, Montag beendet. Jetzt kommt Dienstag, auch vorbei. Das ist dann die Kalender Version.Zuerst hatte ich nur Bahnhof verstanden. Aber nach und nach bin ich draufgekommen. Und ich vermied es, nach der Kalender Version zu leben. Ich war gespannt, was mich noch alles erwarten würde. Wenn man die schlimmsten Dinge hinter sich gebracht hatte, war man irgendwie stolz auf sich. Ich dachte zurück an die erste Klavier- Stunde. Ich hatte durch Zufall was ganz wunderbares Neues entdeckt. Neue, tolle Sachen zu entdecken, das war schon was tolles. Wenn mal was ÜBERHAUPT nicht nach Plan verlief, ganz spontan und sich dann auch noch mega- toll auswirkte, dass war für mich was ganz besonderes. Ich habe gelernt, in den entscheidenden Situationen tapfer und cool zu bleiben. Darauf konnte ich mir sicher mächtig was einbilden, oder?

Das war's auch schon. Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Lesen. Und vielen Dank an alle, die mir diese tollen Ideen für das Buch gegeben haben. Ich denke, diejenigen fühlen sich gerade angesprochen...

ToughtfulWhere stories live. Discover now