Teil7

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Die Woche verging relativ schnell, die Mädchen aus Musik und die Neue hatten sich mir vorgestellt. Es stellte sich heraus dass die Neue, die mit den dunkelbraunen Haaren und den braun, grünen Augen, welche Jake wirklich ähnlich sah, auch seine Schwester ist. Sie heißt Cecilia, und ist 16, sie hat die Schule gewechselt da sie anscheinend, auf der alten Schule für Hochbegabte nicht mehr zu Recht kam. Sie war eigentlich ganz Nett, aber ich hatte mit ihr und den anderen zwei Mädchen die übrigens Louise, und Alina heißen, nicht allzu viel Worte gewechselt. Louise und Alina, waren so wie Cecilia sehr hübsch, die drei schienen auf ihre Art und Weiße perfekt. Louise hatte blonde Haare mit einem rot Stich, ich war mir wirklich nicht sicher ob ihre Haare nun blond oder doch rot waren, es war genau, so ein zwischen Ding, zudem hatte sie wirklich krasse Augen, sie hatte helle bernsteinbraune Augen. Alina hatte braune Haare, dunkelbraune Augen, und Sommersprossen, welche ihr Gesicht erst perfekter machten. Ich hatte hingegen einfach nur dunkelblonde wellige Haare, und blaue Augen, ein Gesicht was man überall auf der Welt sehen konnte, wirklich nichts Besonderes. Im Gegensatz zu den Dreien war ich wirklich Nichts. Und es wunderte mich auch nicht, dass sie sich nicht allzu viel Mühe machten ein Gespräch mit mir zu beginnen. Ich saß grade neben Marius und Jake saß mir gegenüber so wie immer. Neben Jake saß Ben und dann David. Marius saß Ben gegenüber und Luis saß David gegenüber. Neben Luis auf meiner Bank saß Louise, was namentlich ganz gut passte. Louise saß Cecilia gegenüber, am Tischkopf saß Alina. An unserem Tischende würden zwar auch noch 3 Plätz frei sein, aber diese blieben leer. Ich freute mich schon auf das Ende der letzten Schulstunde, dann wär endlich Wochenende. Bei dem Gedanken schaufelte ich mir die Nudelsuppe in den Mund und entschloss den Gesprächen wieder zu folgen. „Machst du morgen bei dem Wettbewerb mit Jake?", fragte grade Louise. Redeten sie über den Skateboard Wettbewerb? Jake nickte ihr zu und sah mich dann an ehe er begann zu sprechen. „Man hat dabei ja nichts zu verlieren.", arrrghh. Die ganze Woche machte er es nun schon so! Ständig spricht er mich indirekt auf das Thema an und versucht mich zu überreden. „Kannst du das endlich lassen?!", fauchte ich genervt. „Ich weiß nicht was du meinst", sagte er ganz unschuldig und grinste. Genervt verdrehte ich die Augen. Marius neben mir machte ein komisches Geräusch und ich sah ihn fragend an. Er räusperte sich und redete dann: „Na ja, aber kommst du zu schauen? Ich könnte Unterstützung gebrauchen.", sagte er grinsend. Ich schmunzelte. „Ja wieso nicht? Ben machst du auch mit?", ich richtete mich somit mit meiner letzten Frage an Ben und er nickte. „Und wann geht's los? Und wo genau ist das?", fragte ich nun jetzt in die Runde. „Morgen um ein Uhr geht's los, und dauert eben so lange bis jeder dran war, an unserem neuen Skate Park.", antwortete mir Ben. Ich nickte und aß dann meine Suppe, die Jungs verfielen wieder ein Gespräch und die Mädchen ebenfalls. Ich beteiligte mich so wie der Rest der Woche nicht wirklich. Es war für mich noch immer komisch. Waren sie jetzt meine Freunde? Oder saß ich hier nur aus Mitleid. Weil mich ja sonst keiner ausstehen konnte. Mögen sie mich eigentlich überhaupt? ‚Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht' -Jean Paul Sartre Eine Zeit lang hatte ich mich an diesen Satz geklammert und mich immer wieder daran erinnert. War meine Furcht unbegründet? Würden sie mich nicht ein wenig mögen, würden sie mich nicht hier haben wollen, würden sie mich wohl kaum eine ganze Woche lang bei sich sitzen haben wollen. Oder nicht? Ich beschloss meine Sorgen beiseite zu schieben. Manchmal war es besser, sich keine Sorgen zu machen und einfach den Moment zu genießen. Als sich mit Sorgen zu überschütten, und unglücklich zu sein. Sorgen zerfressen einen. Und es war sicherlich nicht etwas, was ich wollte. Plötzlich wurde ich unter dem Tisch am Schienbein getreten, verärgert, aber doch lächelnd sah ich auf. Jake grinste. „Also kommst du heute auch mit an den Strand?", fragte er mich. Meine Mundwinkel gingen nach oben, ohne, dass ich es beeinflussen konnte. „Gerne.", antwortete ich, ich hatte nicht mal überlegt, überrascht über mich selbst, runzelte ich die Stirn. Die Machos betrachteten mich genau so überrascht. Luis hatte sich sogar nach vorne gelehnt damit er mich so ansehen konnte wie die anderen Machos, gefolgt von Louise, die mich an grinste. Auch Cecilia und Alina grinsten. „Jetzt schaut nicht alle so, sonst überleg ich mir das nochmal", sagte ich und lachte. Sie fingen alle an zu lachen, als es dann gongte. „Also bis heute um 3 am Strand.", grinste Cecilia. „Da wo wir immer sind.", fügte Jake hinzu. Ich nickte verstehen, und ging dann zu meinem Unterricht nach dem ich mich allgemein, mit einem ‚Bis Dann' von allen verabschiedet hatte. „Uns zwei hast du noch nicht los.", grinste Jake plötzlich neben mir, wie auch Ben an der anderen Seite neben mir. Ach stimmt, ich hatte jetzt zwei Stunden Sozialkunde mit den Beiden. „Wär auch zu schön gewesen", sagte ich lachend, „Sagt mal? Die Puppen kommen heute aber nicht oder?", sie schüttelten beide den Kopf, und ich atmete erleichtert aus. „Hey, Jake? Üben wir heute Abend für morgen nochmal?", fragte Ben Jake. Er nickte. „Wieso macht ihr beide da eigentlich mit?", fragte ich nun. „Zum Spaß, und um zu sehen wie andere Fahren können, ich finde du solltest noch immer mitmachen.", sagte Jake. Er will auch nicht damit aufhören oder? „Du bist mir zu hartnäckig Jake.", sagte ich nun leicht gereizt. „Werde ich nicht ablegen können, also?", fragte er nun erneut. „NEIN!! Verdammt, nerv mich nicht damit!", er ging nicht darauf ein sondern grinste nur dämlich. Es machte ihn Spaß mich zu provozieren. Arschloch!! Genervt schlug ich ihm auf die Brust. Die zwei Stunden Sozialkunde gingen schnell zu Ende und ich machte mich auf den Weg nach Hause.

Skatergirl - mit dem Herz aus NarbenWhere stories live. Discover now