Montagmorgen am 31.1

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>>Du hast den falschen Lack genommen, Mensch Patrick ich hab dir drei Mal gesagt, dass es RAL 9010 und nicht dieser hier RAL 9016 ist !<< wütend rede Ich auf meinen Azubi ein.
>> RAL 9010 ! Du verwechselt die Lacke, aber auch den hier laut Plan steht ..<< mit dem Blatt vor mir  wedelnd >>...... 9016 . << rief Patrick verzweifelt

>>Ja du schlauer Fuchs, den Möbelkorbus mit RAL 9016 und die Fronten mit RAL 9010, da schau doch auf die Bemerkung vom Christian ( unseren  Chef)<< sagte ich gereizt

>>Oh<<stutzte Patrick
>>Ja oooooh, und was machen wir jetzt irgendeine Ahnung, hmm?<< rief ich verzweifelt aus.

>>Wenn wir es keinen erzählen ,wem fällt so was auf, dass ist ein minimaler Unterschied bei Weißtönen! <<sagte Patrick belustigt

>>Mir und der Kundschaft und unseren Chef und allen anderen die mit unseren Werksplänen zu tun haben << zischte es aus mir hervor
>>Mensch Patrick es ist Montagmorgen  kurz nach sieben. Ich hab für so was jetzt noch keinen Nerv. Mein Wochenende war Scheiße genug, sodass ich mich jetzt auf die Arbeit konzentrieren soll. Sag du mir jetzt wie  das den jetzt weitergehen soll? Ständig machst du Fehler und ich kann's wieder ausbaden. Du bist jetzt im zweiten Ausbildungsjahr zum Schreiner und kannst  immer noch nicht richtig  Pläne lesen!.Reiß dich Mal zusammen!.<<Wütend stapfte ich an ihn vorbei aus dem kleinen Lackierraum .Was ziemlich lustig ausgeschaut haben musste, weil ich mit 1,76 einfach gegen ihn wie ein Schlumpf ausgesehen haben muss. Er mit seinem knappen zwei Meter.
Auf dem Weg ins Büro überlegte ich fieberhaft was ich jetzt zu meinen Chef sagen sollte, warum ich mit dem Auftrag immer noch nicht fertig bin.
Schon wenn ich drüber nachdenke ihm  gegenüber zu stehen wird mir schon schlecht. Das hat seit dem Tag angefangen als ich ihm sagte das ich demnächst Kündigen werde . Seit dem Tag hat er mich auf dem Kieker (das ist jetzt aber ein anderes Problem das ich später lösen will)

Mit angespannten Muskeln klopfte ich an der Bürotüre. >>Her rein<< kam es aus dem Mund meines Chefs Christian. Mit gesenkten Blick huschte ich ins Büro. Wie üblich sahs  der Senior Chef direkt an der Türe und sein Sohn ihm schräg an einen separaten Schreibtisch gegenüber.

>>Na was ist, verlaufen oder? <<fragt Christian mit einem Grinsen
>>Nein, genau zu dir wollte ich!<< sagte ich selbstsicher
Ich wollte gerade mein Problem schildern mit der verwechselten Farbe als der Senior Chef Franz das Telefon vor sich  auf den Schreibtisch warf und einmal gescheit Fluchte .
Ich blieb reglos stehen und blickte Ihn nur gespannt an.
>>Verdammt, Ich hab den Auftrag für Schmidt vergessen. Die Baustoffe werden in einer halben Stunde geliefert. Ich dachte die kommen erst Kalenderwoche  5<<
>>Die haben wir ab dieser Woche!<< erschrocken blickte ich auf, denn ich fasste nicht das es von mir kann.
Da fing die Schimpftiraden schon an
(Das erspart ich euch jetzt, da ich sie so gut es geht verdrängt hab)
......
>> OK, Elisabeth du fährst, nimmst Patrick und David mit, fährst zu den Schmidts hier im Ort, du weißt ja wo die wohnen und hilfst Abladen. Kannst gleich anfangen mit Dämmen und auch gleich Innenausbau, alles andere bleibt jetzt vorerst liegen, die ganzen Aufträge von euch Drei . Dieser Kunde hat Vorrang, wenn der zufrieden ist, bin ich es auch.<<Mit einem Faustschlag auf dem Tisch um sich zu beruhigen unterstrich Franz  seine Aussage.
Mit einem Nicken war ich schon aus der Türe verschwunden, denn der Rest würde eh nachher nochmal übers Handy auf der Baustelle besprochen werden, wenn ich vor Ort war.
Ich sagte es kurz zu meinen Kollegen, richtete noch mein Handwerkzeug her da ich eh nicht wusste was mich genau vor Ort erwartete, nahm ich sehr viel mit was mir viel Zeit kostete aber da wir keinen eingerichteten Werkzeug Sprinter/ Bus hatten müsste man eben auf alles vorbereitet sein .
Ich rief meinen zwei Kollegen Sachen zu die sie noch mitnehmen sollten.
>>Habt ihr an die Handkreissäge gedacht <<
>>Und die Holzböcke dazu<<
>>Staubsauger, Besen und Schaufel<<
>>Vergesst die großen Eimer nicht<<
Nach 20 Minuten panisches Herrichten hatte ich vorerst alles dabei und ging zufrieden noch Mal kurz ins Büro um mir die Pläne abzuholen die Christian in der Zwischenzeit ausgedruckt hat und mir  Franz eigentlich geben sollte was ich von meinen anderen  zwei Kollegen dem Felix und Markus  mitbekommen habe aber da ich ja nicht mehr als ein >>Guten Morgen << oder einen blöden Kommentar wert bin musste ich mir diese Pläne/Papiere selber holen
>>Hast du jetzt alles ,dann schau das endlich Land gewinnst!<< rief mir Franz schon entgegen ich schnappte mir die Zettel und ging ohne noch einen Gruß zum Abschied

Unten auf der Treppe kam mir Markus ein Kollege von mir entgegen und meinte >>Der ist ja wieder freundlich zu dir <<
>>Tja, wenn Sie was verbocken da bist du schnell wieder beliebt .<<sagte ich mit einem Schulterzucken, schnappte mir den Sprinterschlüssel, rief noch tschüss durch die Werkstatt und lief direkt auf den Sprinter zu in dem meine zwei Lieblingskollegen schon sitzen und auf mich warten.
Ich starte den Sprinter und düste los,auf dem Weg erklärte ich meinen zwei Kollegen einmal Patrick (Azubi) und einmal David (Geselle neu im Betrieb , Ungar schlecht in Deutsch) was uns auf der Baustelle erwarten würde und warum die Chefs so super zu sprechen sind auf mich ,denn ich hab noch nicht allen gesagt das ich in acht Tagen aufhören werde.
Genau in dem Moment als ich wieder über unsere Baustelle zusprechen komme ,blitzt es....

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