Geschrieben von: thatoneboringkid - Charakter:
Eine geschmeidige Hand stützte sich auf das Geländer von einem Stein-Balkon in Paris, 19. Jahrhundert. Ihre roten Augen glühten verführend. Sie hatte sich schon lang genug zurückgehalten.
Für Victoria Fournier war es Zeit zu Abend zu essen.
Mit einem schnellen Schwung mit ihrem Bein über die kalte Brüstung. Sie fiel mehrere Meter in die Dunkelheit ihres klassisch west europäischen Gartens. Ihr ganzes Haus war kalt, hatte eine düstere Aura und egal wie viel man Lacht und fröhlich singt, weint und Tisch umwirft, das Haus saugt deine Gefühle aus wie eine Mücke jemandes Blut.
Ein paar Sekunden nachdem das Mädchen von den Büschen verschluckt würde raste ein Schatten in Richtung Innenstadt.
Der Schatten war angekommen, hatte sich hinter einen Tisch von einem geschlossenen Laden gesetzt und angefangen ihr Aussehen so gut wie möglich zu verändern.
Jetzt saß dort weder ein Schatten oder eine kalte junge Dame. Langsam stand Chloe auf.
Sie lief in die Taverne, ihre verwandelte Form war attraktiv. Sie passte perfekt zu den Schönheitsidealen Frankreichs, geschaffen für nur einen Grund.
Dominanz. Menschliche Unterwerfung.
Ihre schlanken Arme stoßen die Tür auf. Die Blicke vieler Männer lagen schon gierig auf ihren Engelsgleichen Rücken. „Hallo, ich hätte gerne ein Bier." Ein freundliches Lächeln, eine elende aufgezwungene Maske, die nur für das Überleben existiert legte sich automatisch auf ihr delikates Gesicht. Der Barkeeper nickte und bereitete ihr Getränk zu.
Ein betrunkener junger Mann setzte sich neben sie. Er begann zu ‚flirten'.
Sie spielte das Spiel mit und schaffte es ihm mit wenig Mühe aus der Taverne in eine halbwegs saubere Gasse.
„Deine Augen sind so schön~" sagte er ihn einem schwankenden Ton.
„Mir reichts." Sie drückte ihn stark gegen die Wand, was ihn verhalf einen ein bisschen klareren Kopf zu bekommen. „Chloe...?" sprach der 19-jährige ihren Decknamen aus. Er wurde rot.
„Deine Zeit ist zu Ende Martin. Lasse die Blume deiner Sünden im Licht der Hölle gedeihen, so das die frommen Seelen jauchzend weinen..." Sprach sie einen Verse aus einem germanischen Dichterbuch.
Sie lehnte sich nah an sein Gesicht und küsste ihn kurz. Ein schweres, physisch unmögliches Grinsen tauchte auf ihrem Mund auf. Ihre Fangzähne rissen sich an seinem Nacken fest. Das Blut schoss aus seinen Adern in ihren Organismus, die Dunkelheit ihres Fluches, das ewige Leiden der kannibalistischen Neigungen zeigte seine wahre Fratze.
Er konnte nicht schreien, sie hatte gleich dafür gesorgt das sein Kehlkopf zerschmettert wird.
Der Vampir lies die Knochen auf den Boden fallen, das Geräusch endgültig für den einen, alltäglich, für die Andere.
