Ich hab das so vermisst!

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POV Ben:

Langsam werde ich wach, aber irgendetwas ist anders als sonst. Ich öffne langsam meine Augen und muss mich erstmal orientieren. Jetzt weiß ich was anders ist. Ich liege in meinem Bett. Zu Haus. In Erfurt. Leylas Lockenkopf liegt auf meiner Brust, meine Hand auf ihrem Rücken und ich spüre wie sie langsam atmet. Endlich. Wie sehr ich mich die letzten Wochen nach diesem Moment gesehnt habe. Ich liege friedlich mit meiner Frau - oder besser gesagt Verlobten - im Bett. Wie früher, vor einiger Zeit, als wir noch nichts von dem ganzen Chaos das jetzt hinter uns lag, wussten. Es fühlt sich richtig an. So richtig hier zu liegen mit der Frau die ich liebe.
Einige Minuten lieg ich so da, beobachte Leyla, streichle über ihren Kopf und lasse meine Gedanken schweifen. Ich kann immer noch nicht glauben was da gestern passiert ist. Leyla hat mir einen Antrag gemacht und dann, dann hab ich es wirklich getan. Ich hab ihr tief in die Augen gesehen, bin runter auf mein Knie gegangen, hab den Ring aus meiner Tasche geholt der schon so lange mein Begleiter war und sie auch gefragt ob sie mich heiraten möchte. Wie gut sich das anfühlt! Deswegen weiß ich auch jetzt, dass es sich gelohnt hat. Die Gedanken die ich mir die letzten Wochen in Hamburg gemacht hab. Das Grübeln ob es das richtige ist sie nochmal zu fragen ob sie mich heiraten will. Nach unserer 'Nicht-Hochzeit' wusste ich wirklich nicht recht ob ich es nochmal wagen sollte. Aber als sie mich gefragt hat wusste ich es. Sie wollte es genauso sehr wie ich. Sie wollte mich. Uns. Uns zusammen als Familie mit Raya. Für immer.
,,Hey Schatz, Guten Morgen! Alles okay? Du siehst so gedankenverloren aus." sagt Leyla plötzlich mit etwas kratziger Stimme. ,,Guten Morgen schöne Frau, hast du gut geschlafen?" ,,Ja, ja das hab ich. So gut wie schon lange nicht mehr. Ich hab das so vermisst. Ich hab dich so vermisst!" ,,Ohh, ich kann dir gar nicht sagen wie sehr ich dich vermisst habe." sage ich und ziehe Leyla in einen langen gefühlvollen Kuss. ,,Ich liebe dich, Ben Ahlbeck!" ,,Und ich dich erst, Leyla Sherbaz!" ich streiche Leyla eine Locke aus dem Gesicht und lächle sie verliebt an. Sie ergreift dann das Wort ,,Also? Über was hast du denn gerade nachgedacht?" Ich sehe ihr in die Augen ,,Über gestern, die letzten Wochen, über dich. Über uns. Dich, mich und Raya. Ich kann dir nicht sagen wie froh ich über das alles bin, dass wir hier zusammen wieder liegen, Arm in Arm. Ich... ich wusste nicht ob du meinen Antrag annehmen würdest aber als du zuerst gefragt hast war ich mir sicher. Und was soll ich sagen? Du machst mich zum glücklichsten Mann der Welt indem du diesen Ring trägst und damit der ganzen Welt zeigst, dass du nur zu mir gehörst." bei meinen letzten Worten liefen mir ein paar Tränen über die Wange. Leyla streicht sie weg, sieht mir tief in die Augen und fängt unter Tränen auch an mir etwas zu sagen. ,,Mein Schatz, du machst mich zur glücklichsten Frau der Welt. Ich... ich... nach den letzten Wochen hätte ich mir nie vorstellen können wieder hier neben dir zu liegen. Dieses Gefühl das mich gerade durchströmt ist unbeschreiblich. Ich liebe dich so so sehr!" sie beugt sich zu mir rüber und fängt an mich langsam zu küssen. Wir liegen eine ganze Weile so da bis wir unterbrochen werden ,,Dada! Mama!" Raya kommt in unser Zimmer gelaufen und bleibt mit ausgestreckten Händen und ihrem Lieblings Kuscheltier vor unserem Bett stehen. Mit den Worten ,,Ach Schatz, komm her!" hebe ich Raya auf unser Bett hoch die mir sofort einen kleinen Kuss auf die Wange gibt und sich dann zwischen ihrer Mama und mir ins Bett kuschelt. Und so liegen Leyla, Raya und ich noch eine ganze Weile zusammen im Bett, als Familie so wie wir es eine viel zu lange Zeit nicht mehr getan haben.

Beyla OSWhere stories live. Discover now