Für diesen Gedanken hätte ich mir am Liebsten selbst eine runter gehauen. Wir waren Freunde und nicht mehr. Doch du willst mehr ,witzelte die miese Stimme in meinem Kopf. Ich seufzte. ,,Was ist?", fragte Mats. ,,Nichts, ich freue mich nur das wir uns vertragen haben. Aber wir sollten langsam mal Frühstücken."
Nach dem Frühstück fuhren wir zum Training und langsam stieg bei allen Beteidigten die Nervosität. Morgen würden wir ins Stadion fahren, denn Abends würde die Jungs das erste Spiel gegen Portugal bestreiten.
,,Julian Augen auf!", schrie Jogi den jungen Schalker an. Der verdrehte die Augen und wurde zu einer Pause auf die Bank geschickt. ,,Jule komm mal wieder ein bisschen runter.", sagte ich ruhig zu ihm. ,,Was willst du denn jetzt?!" Da war aber wer zickig! ,,Ich weiß das du nervös bist, aber das ist kein Grund mich so anzufahren!" Als Antwort bekam ich einen Mittelfinger gezeigt. ,,Julian?! Soll ich jetzt weinen?", lachte ich ihn aus.
Bald lief Julian wieder auf den Platz und Thomas kam zu mir. ,,Hey Klene!" ,,Hey! Alles klar?" ,,Klar, und du hast dich wieder mit Mats vertragen?" Ich nickte nur. ,,Wurde ja Zeit. Wenn ihr nicht zusammen sein könnt ist irgendwas falsch. Ihr Beiden seid in den letzten Tagen rumgelaufen wie Falschgeld!", lachte Thomas und ging wieder. Na toll. War es so offensichtlich, das ich Mats so sehr brauchte? Aber anscheinend brauchte auch er mich, sonst hätte Thomas nicht in der Mehrzahl gesprochen. Eine Weile grübelte ich noch, bis die Trainer alle zusammen rief , um die morgige Aufstellung bekannt zu geben. ,,Also beim Spiel morgen will ich, das ihr von Anfang an 100 Prozent gebt. Ich möchte das wir gleich ein Statement setzten, dass wir was können und wir nicht zu unterschätzen sind. Ist das klar? Darum spielen morgen: Manu, jérome, Mats, Per, Benni, Philip,Sami, Mesut, Toni, Mario und Thomas. Ruht euch heute noch aus. Wir brauchen morgen 100% fite Spieler." So fuhren wir zurück zum Campo.
Am Nachmittag wollten Mats, Erik, Thomas, Manu und ich schwimmen gehen. Gerade war ich auf dem Weg zum Pool, als ich ein Gespräch durch ein halb offenes Fenster hörte. Es war eindeutig Julians Stimme, die da sprach. ,,Ich spiele morgen nicht... Nein du brauchst nicht her fliegen, wenn ich eh nicht spiele... Heute Abend kommt ein Teil der Spielerfrauen... Wenn ich nicht spiele, kannst du dir das Geld ruhig sparen... Ich bin nicht wütend.... Ich zicke auch nicht... Ja tschau!" Anscheinend hatte er mit seiner Freundin telefoniert. Ich stieß das Fenster ein wenig weiter auf und schwang mich hindurch ins Zimmer. Verdutz sah mich Julian an. ,,Wir haben auch Türen hier.", sagte er und grinste gezwungen. ,,Du brauchst mir nichts vormachen Julian. Ich hab dein Gespräch eben gehört. Du solltest dich bei ihr entschuldigen." ,,Warum belauscht du mich? Und was geht es dich an, dir bin ich nur gut genug, wenn Matsispatzi mal nicht so will wie du!", schrie er. Warum war er denn so wütend? Das ging jetzt schon den ganzen Tag so. ,,Julian ich will dir mal eins sagen: Ich bin nichd irgendein Tölpel, den du mit anschreien los wirst. Du bist einer meiner Besten Freunde. Falls dir das nicht reicht, tut es mir leid. Trotzdem bist du mir unglaublich wichtig und ich will dich auch nicht verlieren, aber so geht das nicht. Nur weil du morgen nicht spielen darfst, kannst du deine Wut nicht an mir oder deiner wundervollen Freundin auslassen. Ruf sie an und sag ihr sie soll her kommen. Ein bisschen Ablenkung tut dir gut." Innerlich klopfte ich mir für diese Ansprache auf die Schulter. Jule sagte nichts und so schwang ich mich wieder aus dem Fenster. Beim Weggehen konnte ich ein leises ,tut mir leid' hören.
Am Pool angelangt standen da schon 4 Jungs lachend am Pool. Ich legte meine Sachen auf eine Liege und rief:,, Wer zuletzt im Wasser ist wird getaucht." Natürlich war der kleine Erik der Letzte und weinte fast, nachdem er von uns allen getaucht wurde. ,,Meine Haare! Das hat eine Stunde gedauert, eh die so lagen!", nörgelte er rum. Wir lachten und Erik zog langsam von dannen. Thomas kam auf die glorreiche Idee Wasseekatchen zu spielen. Sogleich wurde er von Manu auf seine Schultern gezogen. ,,Dann musst du wohl hier hoch.", sagte Mats und deutete auf seine Schultern. Also sprang ich auf und Mats berührte meine Oberschenkel. Es war ein elektrisierendes Gefühl...welches ich nicht zulassen durfte.
Am Ende gewannen Thomas und Manu, denn ich konnte absolut nichts gegen Thomas ausrichten. Danach lagen wir noch entspannt auf unseren Liegen und genossen die warme Sonne.
Es tut mir schrecklich leid, dass schon wieder so spät ein Update kommt. Aber ich versuche jetzt regelmäßiger zu posten, versprochen:)
Dieses Kapitel ist mal wieder für @henny13. My dear :*
Ich hoffe das Kapitel gefällt euch.
Tschau ihr Süßen
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Der Weg ist auch das Ziel
FanfictionHey ich heiße Anne Maier und ich bin Sportpsychologin. Gerade bin ich auf dem Weg, um das größte Abenteur meines Lebens zu beginnen: Die WM in Brasilien mit der ganzen Nationalmannschaft. Die Handlung der Personen ist von mir frei erfunden und ich m...
