Kapitel 4

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,,Sei still, sei einfach nur still verdammt! Jeden verdammten Tag muss ich dich ertragen, jedes Mal das selbe! Du nervst!"

,,Ich mache doch garnichts! Ich mache nichts!"

,,Du atmest!"

Cora schreckte hoch. Zitternd sah sie sich um und bemerkte wie der Angstschweiß aus allen Poren ihres Körpers trat. Dann ließ sie sich wieder in ihr Bett fallen und starrte an die Decke. Nur ein Traum...es hatte sich trotzdem wirklich angehört.

Diesmal hatte sie die Gesichter in ihrem Traum erkannt, was normalerweiße nicht der Fall war. Trotzdem konnte sie sich nicht erinnern wer der Junge war oder ob er in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielte. Zweifellos hatte sie ihn noch nie gesehen.

Blind griff sie nach ihrem Handy und sah auf die Uhr 6:33...Schlecht gelaunt kroch sie unter der Bettdecke hervor und streckte sich, Zeit für die Schule.

In der Küche traf sie auf ihre Mutter die gerade Tee machte. Diesen ekelhaften Kräutertee den ihre Mom unglaublich gern mochte, aber Cora nur so verabscheute.

,,Na mein Schatz? Möchtest du auch ein wenig Tee?"

,,Mhm... ja."

Ihre Mutter schüttete Tee in Coras Tasse und gab ihr diese. Cora rümpfte die Nase und begutachtete die grüne Flüssigkeit. Dann sah sie auf und sagte zu ihrer Mutter gewandt:,,Wusstest du dass wir neue Nachbarn haben?"

,,Oh, tatsächlich? Ich glaube Frau Scheitel hat davon schon mal etwas erwähnt..." Nachdenklich legte ihre Mutter den Zeigefinger an ihr Kinn und zog die Augenbrauen nach unten. Kleine Fältchen bildeten sich um ihre Nase.

Frau Scheitel war ihre Nachbarin, eine Frau um die 60, sie wusste immer das Neueste und so kam es, dass Coras Mutter mindestens einmal im Monat zu ihr runter ging und sich mit ihr, bei einem Gläschen Sekt über den neuesten Klatsch und Tratsch unterhielt. Auch andere Nachbarn besuchten sie öfters, sie war sozusagen die Zeitung des Hauses. Während Cora eine Menge Zucker in ihren Tee schüttete, damit dieser überhaupt schmeckte, meinte sie:

,,Ja eine Familie, gestern kam die Frau-sie heißt Anne- und ihr Sohn Raffael zu Besuch...hehe wenn man das so sagen kann, sie brauchten ein bisschen Salz." Augenzwinkernd beobachtete Cora die Mimik ihrer Mutter während diese ihr Butterbrot kaute.

,,Sie hat doch noch einen Sohn, der heißt Marcel, wird sicher in deine Klasse einsteigen." Bemerkte ihre Mutter. Cora nickte zustimmend und blickte etwas skeptisch drein. ,,Hoffentlich ist er nett, ich soll ihn laut Anne unterstützen, damit er sich nicht verirrt." Lächelnd nahm sie einen Schluck aus ihrer Tasse, schmeckte, trotz des vielen Zuckers immer noch scheußlich.

,,Na dann viel Spaß Cora." Ironie breitete sich im Gesicht ihrer Mutter aus und sie fing an leicht zu grinsen.

Plötzlich sprang ihre Mutter mit einem Blick auf die Uhr auf und rief:,,Ohjeee, schon zehn vor sieben! Ich muss los Cora, bis Später!" Cora hörte wie ihe Mutter hin und her hastete, ihr Portmonae griff und die Tür ins Schloss fiel. Jetzt saß Cora alleine da.

Naja, typisch Mom, dachte sie sich, verdrehte die Augen und stand auf. Dann schnappte sich Cora ihre jetzt wieder saubere Schultasche, ihre schwarze Daunenjacke und ihre Lieblingsmütze. An der Vorderseite zog sich ein Schriftzug entlang: "Stay cool."

Dann schlüpfte sie noch in ihre Winterstiefel und verließ die Wohnung. Leise summte Cora ein Lied vor sich hin und verschloss die Tür.

Plötzlich lag eine Hand auf ihrer Schulter. Die Berührung fühlte sich an als ob sich 1000 Ameisen an ihrem Arm zu schaffen machten.

,,Omg, ahhh" schrie sie und drehte sich um.

Mit rasendem Herzen und weit aufgerissenen Augen blickte sie auf einen Jungen. Dieses Gesicht kannte sie doch von irgendwo. ,,Oh mann du hast mich ganz schön erschreckt!" rief Cora aus und legte ihre Hand an die Brust.

Der Junge fing an schelmisch zu grinsen und richtete seinen Blick direkt in ihre Augen. Wieder ein Schock, kurz zuckte Cora zusammen. Ihre Angst verstärkte sich wieder und sie trat einen Schritt zurück. Das schien er zu bemerken und sein Blick wechselte von belustigt auf entschuldigend. ,,Ich hab dich wohl ziemlich doll erschreckt...die Angst spiegelt sich in deinen Augen wieder." Mit einem Grinsen auf seinem Gesicht blickte er sie aus grauen Augen an. "Oh ich bin Marcel" freundlich hielt er ihr seine Hand hin. Etwas zögerlich legte Cora ihre Hand in seine und schüttelte sie leicht. ,,Hey Marcel."

Hallihallo meine Freunde, ich würde mich super dolle freuen wenn einige mehr meine Geschichte lesen würden und auch was dazu sagen könnten. ich kann so ja nicht urteilen was ich zu ändern habe. Danke für eure Rückmeldung ~Crazy Hand

Wenn alles dunkel scheintWhere stories live. Discover now