~Prolog~

185 8 0
                                        

Pov. Amaya:

Lautlos streife ich durch die schmalen dunklen Gassen Musutafu's, in dem Wissen dass meine 4 Begleiter nicht weit hinter mir sind. Ebenso lautlos wie ich, sodass ich sie überhaupt nicht Wahrnehmen würde, wüsste ich nicht um ihrer Anwesenheit.

Wir laufen in schweigen gehüllt unsere übliche Route, wobei wir ab und zu auch ein paar bekannten Gesichtern  begegnen, jedoch beachten wir die anderen heute nicht. Ich hatte einen anstrengenden Tag bestehend aus neun Stunden Schule, drei Stunden Training und verschiedenen häuslichen Pflichten hinter mir weshalb ich nicht in der Stimmung für längere Gespräche war. Besonders nicht mit den Labertaschen, die sich hier in der Gegend um diese späte Uhrzeit herumtrieben.

Als wir einige Zeit später endlich an meinem Stammplatz ankamen ließ ich mich seufzend auf dem kalten Stein nieder und betrachtete die Stadt, die auch jetzt noch hell erleuchtet war. Von dem Dach dieses alten, verfallenen Hochhaus am Rand der Stadt hatte man einen guten Ausblick auf das Einkaufsviertel der Stadt.

Jedesmal machte mich der Anblick traurig und doch kam ich immer wieder hierher. Zu viele schöne Erinnerungen binden mich an diesen Ort, um ihn nicht mehr zu besuchen.

Leise, sich nähernde Schritte rissen mich aus meinen Gedanken. Irritiert schaute ich in Richtung Treppenhaus, wo die Schritte herkamen. In all den Jahren die ich Nachts hier oben verbrachte war ich an diesem abgelegenen Ort nie jemandem begegnet und das machte mich neugierig, doch ich blieb auch wachsam, da man nie wissen konnte wann man einem Schurken begegnete.

Der Lautstärke seiner Schritte und der Vibration des Bodens nach, müsste der unbekannte Besucher gleich die letzte Treppe erreicht haben. Ich hatte mich nicht getäuscht, schon einen Moment später schoben sich schwarze Haare gefolgt von schwarzen halb geschlossenen Augen, die von ungesund aussehenden Augenringe hervorgehoben wurden. Auch sein restliches Äusseres war nicht wirklich beeindruckend. In seiner dunklen Kleidung mit dem langen grauen Schal sah er aus wie ein Obdachloser, einzig sein Geruch wies darauf hin, dass er das keinesfalls war, denn er roch nach Tannenzapfen und Männershampoo. Es war ein sehr angenehmer Geruch, der mich sehr beruhigte. In ihm befand sich keine Spur von Blut oder Aggressivität, er war also kein Schurke, da war ich mir sicher.

Sofort löste ich mich aus der defensiven Haltung die ich automatisch eingenommen hatte und legte mich wieder an den Rand des Daches. Auch meine Begleiter beruhigten sich wieder und setzten sich wieder auf ihre Plätze, den Fremden jedoch immer noch Misstrauisch musternd. Ich wusste genau, würde der Unbekannte auch nur eine falsche Bewegung machen, würden sie ohne zu zögern angreifen um mich zu schützen. Doch das empfand ich dieses mal als unnötig, daher signalisierte ich ihnen mit einem kurzen beruhigenden Miauen, dass alles in Ordnung war und sie sich entspannen könnten.

Scheinbar erkannte unser unerwartete Besucher, dass keine Gefahr von uns ausging und setzte sich neben mich an den Rand des Gebäudes und schaute still auf die unter uns liegende Stadt.

Wir saßen nun schon eine Weile so neben einander, als der Fremde sich plötzlich ohne mich anzusehen zu Wort meldete. "Der Ausblick von hier oben ist wunderschön", seufzte er eher zu sich als zu mir. Trotzdem gab ich ein bestätigendes Miauen von mir um ihm meine Zustimmung mitzuteilen.

Nachdenklich musterte er mich einige Momente, bis er schliesslich lächelte. "Darf ich?", fragte er und hob seine Hand um mich zu streicheln, wartete aber auf meine Erlaubnis, die er nach kurzem überlegen meinerseits auch bekam. Langsam und ganz vorsichtig streckte er seine Hand nun aus und begann mich hinter meinem rechtem Ohr zu kraulen, was mir ein leises schnurren entlockte, welches mir unheimlich peinlich war. Gott sei dank konnte ich in Katzengestalt nicht rot werden, dafür zuckte jedoch mein Schwanz unkontrolliert hin und her, was ihn lächeln lies.

Ich genoss die Streichel-Einheit sehr, da ich vor zwei Jahren das letzte mal gestreichelt wurde. Das lag daran, dass die meisten Leute Angst hatten, wenn sie mich in meiner Katzen-gestalt herumlaufen sahen, was ich auch gut verstehen konnte. Savannah-katzen wie ich eine bin sind leicht mit jungen wilden Raubkatzen verwechselbar und selbst wenn man erkannte was für einer Rasse ich angehörte hielt man lieber Abstand, da wir für unseren starken Jagdinstinkt und unsere Kraft bekannt sind.

"Das gefällt dir, was?", wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Zustimmend nickte ich und lehnte mich weiter gegen seine Hand. "Wie wäre es, wenn wir uns morgen wieder hier treffen und ich dich wieder streichel? Ich muss mich nämlich jetzt auf den Weg zurück machen. Also, was hälst du davon?", fragte mich mein neuer Freund.

Ich fand es zwar schade aber er hatte Recht, es war schon früher morgen und ich musste nachher noch in die Schule. Also nickte ich bestätigend und stand auf.

Seit diesem Tag, trafen wir uns jeden Abend auf dem Dach, wo wir einfach nur gemütlich schmusten und uns unterhielten. Ich erfuhr, dass mein neuer Freund Shouta Aizawa hieß und ein Profiheld, bekannt unter dem Namen Eraserhead. Er wusste inzwischen auch, dass ich eigentlich ein Mensch mit einer Neko-quirk war, da ich eines Tages einfach mal gescheit mit ihm reden wollte, statt immer nur zustimmend zu miauen oder ablehnend zu schnauben. Anfangs hat er sich ziemlich erschreckt, aber inzwischen waren wir beste Freunde.

~Kapitel ende~

Wortzahl~(863)

Für alle die es nicht verstanden haben eine kleine Erklärung:

1. Die Hauptfigur ist ein junges Mädchen mit Neko-quirk

2. Ihre Begleiter sind 4 Savannahkatzen, die ein Effekt ihrer Quirk sind und sie immer Begleiten.


Ich hoffe der Prolog hat euch gefallen, Verbesserungstips und Kritik sind bei mir immer willkommen. Ebenso hilfreich wäre es für mich, wenn ihr mich auf Rechtschreibfehler hinweisen würde, damit ich sie verbessern kann.

Damit habe ich soweit alles gesagt, was ich loswerden wollte. Danke fürs Lesen und viel Spaß solltet ihr die Geschichte weiter lesen.


Bnha~Aizawa x oc~NekōfukuNơi câu chuyện tồn tại. Hãy khám phá bây giờ