Es war ein kalter, stürmischer Nachmittag in der kleinen Stadt Dawntown. Der Regen platscht gegen die Scheiben der Reihenhäuser auf der Formstreet so laut, dass einige, fast schon alle Hunde der Nachbarschaft laut vor Angst bellen. Diese Geräusche passen wie die Faust aufs Auge zu dieser dunklen, höllischen Atmosphäre, welche zur kalten Herbstzeit hier oft herrscht. Die Einwohner der Stadt kennen dieses Phänomen schon, aber es ist dennoch immer wieder aufs neue gruselig anzusehen, wie sich der bewölkte, dunkel graue Himmel dem rissigen, überfluteten Asphalt anpasst. Da die Häuser der Formstreet ebenso wenig Farbe besitzen, konnte man meinen, man wäre in einer Geisterstadt. Die meisten Leute bleiben lieber im Haus vor dem Kamin, um sich vor der Kälte und dem Regen zu schützen. Die Straßen der Stadt waren Menschenfrei. Jedoch kann man einen schlanken Jungen mit einem schwarzen Kapuzenpulli und den Händen in den Taschen, der mittlerweile dank dem Regen dunkel blauen Jeans, den regnerischen Asphalt entlang gehen sehen. Der Name dieses Jungen ist Aster Janson. Trotz der Kapuze, welche er über das halbe Gesicht gezogen hat, kann man Tropfen seine Wangen hinunter laufen sehen. Diese waren jedoch Tränen. Er geht zum Ende der Straße, an welcher sich ein kleiner Spielplatz mit einer Bank befindet. Als er dort angekommen ist, setzt er sich hin, schaut weiterhin zum Boden und faltetet die Hände. Schließlich waren es nicht nur die Regentropfen, welche auf den nassen sand tropfen, sondern auch seine Tränen, welche immer mehr wurden. Er blickt hoch. "Wieso? Wieso mache laut euch immer ich die Fehler?", sagt Aster immer wieder vor sich hin. Er stößt einen lauten Schrei aus, doch der noch lautere Regen verstummt ihn.
2 Stunden zuvor
Das Haus der Jansons unterscheidet sich kaum von dem der anderen. Es hat die selbe blau-graue Farbe, schwarze Dachziegel und den gleichen Aufbau. Der Regen, welcher laut gegen die Fenster klopft, wirkte sich ebenfalls auf dieses düstere Bild aus. Von innen hört sich dieses Geräusch jedoch angenehm, fast sogar schon himmlisch an. Tage wie diesen liebt Aster genauso so sehr wie sein jüngerer Bruder Chris. Gemütlich liegt Aster mit lang gestreckten Beinen auf der Couch, während er durch die Programme im Fernseher zippt. Die Jalousie ist bereits unten, sodass nur noch der leicht brennende Kamin und das Licht des Fernsehers den raum erhellen. Die quietschende alte Holztür öffnet sich langsam und Aster zuckt zusammen. Durch den kleinen Spalt in der Tür hört man eine leise Stimme zu ihn sagen: "Hey Aster. Was schaust du denn gerade?". Es ist Chris, welcher laut Aster nur Streit ins Haus bringt. "Ich gucke was, was du lieber nicht sehen solltest. Davon bekommst du nur wieder Albträume und ich habe den Ärger an der Backe.", antwortet Aster genervt. Schließlich war es immer so. Es herrschte ständig Streit, bei welchem Chris der unschuldige war. Wie es auch anders zu erwarten war, rennt er ins Zimmer, schnappt sich die Fernbedienung und setzt sich auf den Klavierhocker neben der Couch. Aster wusste das es jeden Moment eskalieren wird und versucht sich die Fernbedienung zurück zu holen. Während er aufgestanden ist, schaut Chris gespannt den Horrorfilm weiter. Es dauert nicht lange bis die Eltern der beiden Jungs zurück kommen. Schließlich hat sein jüngerer Bruder gemerkt das Aster schon neben ihn steht, um nach der Fernbedienung zu greifen. Jedoch springt er schnell zur Seite um auszuweichen und landet mit dem Kopf gegen die Kante des Klaviers. Chris fiel zu Boden. Den Tränen nahe, spürt er etwas warmes an seinem Nacken. Er tastet langsam mit den fingern seinen Nacken ab und fühlt die schmierende Flüssigkeit an seinen Händen. "Du darfst jetzt nicht ausrasten Chris, verstehst du?", flüstert Aster mit sanfter Stimme seinem Bruder zu. Doch er ignoriert es und fing an zu schreien. Wie zu erwarten, hört Aster die Tür öffnen und ihre Eltern kamen reingerannt. Ihre Mutter ist mit offenen Mund auf Chris zugegangen um zu gucken was er hat. Neben Aster steht sein Vater welcher anfängt zu schreien: "Was hast du wieder gemacht, Aster?! Sieh ihn dir an! Er blutet dank dir! Warum bist du nur so ein Fehler...?". "Aber er ist doch zur Seite gesprungen. Ich wollte nur die Fernbedienung zurück holen. Ich habe nichts....". Aster spürt einen Schmerz auf der Wange. Sein Vater hat ihn gerade ins Gesicht geschlagen. Jetzt kommen selbst Aster die Tränen. Er weiß nicht ob es Angst, Trauer oder Hass ist, aber er wollte einfach nur noch weg.
Jetzt
Er sitzt auf der Bank im Regen, alleine und voller Trauer. Er denkt immer wieder an dieses eine Wort, welches sein Vater zu ihm sagte. "Fehler". Nun kommen ihm immer mehr Tränen in die Augen. Er schaut sich um, jedoch sieht er nichts, da seine Tränen ihn das sehen erschweren. Zudem kommt der Regen, welcher immer stärker wird. Es fängt an zu gewittern. Jetzt kann er dank dem Licht der Blitze, die Umrisse der Bäume sehen, jedoch sieht er immer noch verschwommen. Dennoch kann er sehen, wie einer der Umrisse immer näher kommt. Vielleicht hat er immer noch zu viele Tränen im Auge, denkt sich Aster. Er reibt sich die Augen, um besser sehen zu können, als er schließlich eine große Gestalt vor sich sieht. Es blitzt ein weiteres Mal. Eine knochige, Mumienähnliche Kreatur mit orange-leuchtenden Augen starrt ihn an. "Was zum...", fing Aster an. Die langen Strähnen der Kreatur peitschen ihm ins Gesicht. Ein weiteres Mal reibt er sich die Augen, doch dieses mal weil er nicht glauben will, was er vor sich sieht. Er will die Augen öffnen, als er einen brennenden Schmerz um seinen Hals spürt. Die Kreatur hat eine Art von Fleischklumpen voller Zähne aus ihren Mund wachsen lassen. Mit diesen überdeckt sie den kompletten Kopf von Aster. Er schreit so laut er nur kann, doch das Gewitter ist viel lauter bis es schließlich knackt. Asters Körper liegt Halsaufwärts ohne Kopf, alleine und ohne Leben blutübergossen auf der Bank im Regen. Wenig später in der Nacht hörte das Gewitter, so wie der Regen auf. Es scheint wie eine friedliche Nacht. Eine Nacht ohne Leid und ohne Leben.
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Unborn Devil
HorrorDie Geschichte einer Gruppe Jugendlicher nimmt während den bunten Herbsttagen, eine blutige Wendung - Was hat es mit dem Dämon auf sich, welcher sich mit dem töten amüsiert?
