Break Through Chapter 1

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Schon seit einer Stunde sitze ich hier. Ich würde es ja gerne tun, aber ich kann es nicht. Ich kann mich einfach nicht überwinden, meinen Laptop herauszuholen und mit den Hausaufgaben zu beginnen. Genervt lasse ich mich nach hinten auf mein Bett fallen. Mit dem Hintergrundgedanken, dass in 3 Stunden Abgabe der Hausaufgabe ist, kann ich mich jedoch nicht entspannen. Seufzend stehe ich wieder auf und gehe ins Badezimmer um mich in der Dusche abzukühlen. Wer hält es auch für nötig, bei 31 Grad im Schatten Hausaufgaben aufzugeben? Es war naiv zu denken, dass sich mein Mathematik-Lehrer sich wenigstens heute die Hausaufgaben ersparen würde. Bevor ich in die Dusche stieg, betrachtete ich mich kurz im Spiegel. Mir fiel direkt mein dünner Körper auf, welcher durch meinen langen braunen Haaren kaschiert wird. Was einem nebenbei immer auffällt, sind meine Haselnuss braunen Augen, die im Klang meiner Sommersprossen funkelten. Ich bin sehr unzufrieden mit meinem Körper, aber mein Gesicht gefällt selbst mir. Nach dem Duschen ging ich umkleidet von einem Handtuch zurück in mein Zimmer, um mir Klamotten herauszusuchen. Ich beschreibe meinen Style selber als sehr unauffällig. An mir sieht man selten eng anliegende Kleidung, eher lockere. So war ich aber nicht immer, früher war ich glücklich mit all dem, was ich hatte. Ich bin auf Partys gegangen, war nicht so schnell scheu wie jetzt und war stolz auf meinen Körper. Nun bin ich die Außenseiterin, die niemand in seiner Nähe haben möchte, jedoch kommt mir das gerade Recht. Ich war wie so oft alleine Zuhause, weswegen ich mich dazu entschied meine Musik laut aufzudrehen und mein Zimmer aufzuräumen bevor ich mit meinen Hausaufgaben anfing. Über meinem Bett hingen alte Poster aus Magazinen, die schon längst keiner mehr liest, ein kleiner alter Schrank direkt gegenüber von meinem Bett mit all das Hab und Gut was mir noch geblieben ist, Lichterketten, die schon fast den Geist aufgegeben haben und eine kleine Topfpflanze auf der Fensterbank, die dem Raum keine Lebensfreude mehr geben vermag. Ich hielt es nie für nötig, mein Zimmer besonders schön einzurichten, da meine Eltern arbeitsbedingt jedes halbe Jahr in eine andere Stadt ziehen mussten. In meiner Familie ist es normal, Jura oder Medizin zu studieren. Meine Mutter hat das Juristische für sich entdeckt und ist seit mehreren Jahren hoch angesehene Richterin. Und mein Vater hat die Liebe zur Medizin gefunden. Ich hingegen liebe den Polizeialltag, jedoch versuchen mir meine Eltern diesen Wunsch seit Jahren auszuschlagen. Sie sind der Meinung, dass man als Polizist zu wenig Geld verdient und ich deswegen etwas anderes machen soll. Von außen scheint unsere Familie als perfekt, jedoch ist dies nicht der Fall. 

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