Prolog

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Verängstigt saß sie auf einem Plastikstuhl in einem ihr nur allzu bekannten Polizeirevier. Das junge Mädchen rutschte unruhig auf der unangenehmen Sitzfläche umher und sah sich, etwas nervös, um. Polizisten wuselten überall umher und keiner schien sie eines Blickes zu würdigen. Ihre Augen blieben an einer Frau hängen, die mit einem weiteren Polizisten redete und in ihre Richtung blickte. Die Erwachsenen waren nah genug, sodass sie ihre Konversation belauschen konnte.

"...Sie heißt Londyn. Erinnerst du dich noch an sie? Sie war immer mit ihrer Mutter, Helen Johns, hier." „Ich erinnere mich, ja... Wieso ist ein achtjähriges Mädchen alleine auf einer Polizeiwache?", fragte die Frau mit einem besorgten Blick. "Es gab eine Meldung wegen Ruhestörung und häuslicher Gewalt, sie wurde vor 20 Minuten hierhergebracht."

Die Frau blickte mit einem mitleidigen Blick zu Londyn.

"Wir sollten sie zu Verwandten bringen oder ins Waisenhaus. Sie kann nicht die ganze Nacht hier bleiben. Außerdem haben wir niemanden der auf sie aufpassen könnte. Alle unsere Einsatzkräfte sind beschäftigt", meinte der Polizist nachdenklich und ließ seinen Blick wieder zu Londyn schweifen, die ihn aufmerksam beobachtete. Er hatte sich seine Schirmkappe unter den Arm geklemmt und nahm die Akten entgegen, die die Frau ihm hin hielt. Der Mann hieß Leon und war Anfang 30. Er selbst hatte zu Hause zwei Kinder und konnte sich nicht vorstellen, seine Kinder jemals auch nur ansatzweise so zu behandeln, wie es Londyns Eltern mit ihr gemacht hatten. Mit einem ernsten Blick schlug der Polizist die Akten auf und schluckte, als er sah was in den Akten stand: Londyns Eltern wurden mehrfach gesehen, wie sie das arme Mädchen schlugen oder verweigerten ihr Verpflegung. Außerdem wurden sich mehrfach wegen Beamtenbeleidigung und Wiedersetzung der Justiz angeklagt.

Leon drehte sich wieder zu der jungen Frau, die ihn aufmerksam beobachtet hatte: „Sie braucht dringend einen Platz zum Schlafen."
„Nicht nur das. Londyn ist bestimmt traumatisiert und braucht jemanden dem sie vertraut und mit dem sie reden kann. Ich habe mich bereits erkundigt und ihre Großeltern angerufen, die sich glücklicherweise bereit erklärt haben auf die kleine Maus aufzupassen." Der Polizist nickte und seufzte dann kurz, als er sieht, wie hilflos die kleine Londyn dasaß.

Die Frau nickte noch einmal kurz ihrem Kollegen zu und ging dann langsam auf das Mädchen zu, dass aufmerksam jede Bewegung ihrs gegenüber zu studieren schien. Mit großen, wachsamen Augen sah das Mädchen zu der Frau hoch. "Hey, ich bin Lisa und du bist Londyn, stimmt's?" Kurz sah das Kind verängstigt aus, doch dann straffte es selbstbewusst die Schultern und sah zu Lisa auf: „Ja, das bin ich! Schön dich kennenzulernen. Warte! Darf ich denn DU zu dir sagen?" Jetzt lachte ihr Gegenüber und nickte, um Londyn zu signalisieren, dass sie sie duzen könnte.

Plötzlich ging mit einem lauten Knarzen die Glastür des Reviers auf und hinein trat ein älteres Paar, ein Mann und eine Frau. Sie schauten sich kurz irritiert um, doch als ihr Blick an Londyn hängen blieb, schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Mit schnellen Schritten näherten sie sich nun und als das junge Mädchen das Paar erblickte, sprang sie aufgeregt auf und fiel ihren Großeltern um den Hals. Diese nahmen Londyn, dankbar dafür, dass man ihr geholfen hatte, in den Arm.

Nun näherte sich Lisa wieder vorsichtig und sagte mit sanfter Stimme: „Ich unterbreche Sie nur ungern, aber wäre einer von Ihnen so lieb mich zu begleiten. Es müssen noch einige Papiere unterzeichnet werden." Nun wandte sich Londyns Großvater an die junge Polizeibeamtin: „Ich habe den Rechtsschein mitgebracht." Er kramte kurz in seiner Tasche und seufzte erleichtert auf als er einen leicht zerknitterten Schein in seinen Händen hielt. Diesen übergab er stolz der Beamtin, die diesen sofort überprüfte. Mit einem breiten Lächeln wand sie sich wieder an die Familie. „Es freut mich sehr zu hören, dass sie das Gerichtsverfahren gewonnen haben."

Nach einer weiteren Stunde, die die Familie auf der Polizeiwache verbracht hatte, durften sie endlich nach Hause. Glücklich nahm Londyn die Hand ihrer Großmutter und zog sie eifrig zu dem dunkelblauen Mercedes, der nur einen Meter entfernt von der Wache stand.

Dort angekommen entsperrte Pops (so nennt Londyn ihren Opa, ihre Oma nennt sie Nana) das Auto und das kleine Kind sprang schwungvoll auf die Rückbank. Gekonnt schnallte sie sich an und schaute dann in ihre geöffnete Hand, in der eine Anstecknadel lag, die die nette Polizistin von eben ihr geschenkt hatte. Noch bevor Londyn etwas Anderes denken konnt, fielen ihr auch schon die Augen zu.

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Okay Leute!
Erstens: vielen Dank, dass ihr unser Buch lest, das bedeutet uns sehr viel
Zweitens: bitte habt Geduld mit uns 😂 das ist unser erstes Buch und außerdem schreiben wir es zusammen haha

Wir hoffen nur, dass ihr Spaß an der Geschichte findet und Vorschläge und Anmerkungen etc. sind natürlich auch erwünscht.
Lg Eure ahnungslosen Amateurautorinnen

P.s: Wir werden versuchen das Buch so regelmäßig wie möglich zu updaten, aber manchmal wird das, dank Schule, sehr schwierig werden alsooooo ja das wars haha 😂

Nothing but butterflies // Tom Holland ffHistorias para obsesionarse. Descúbrelo ahora