Der erste Schnee

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Es war der Morgen des 11. Dezembers. Ich stand auf aus meinem Bett und schaltete mein Radio ein. Ich hörte nur noch das Wort „Schnee".

„Schnee?", murmelte ich leise vor mich hin und ging zum Fenster. Tatsächlich, es lag Schnee. Ich ging zum Kamin und machte ein Feuer, denn es war doch recht kalt geworden im Haus. Nachdem ich mich aufgewärmt hatte und mich warm angezogen hatte, merkte ich, dass ich keine passende Kleidung für den Winter hatte. Ich hätte doch vorsorgen sollen. Ich schaute in meine Schränke und fand nichts passendes. Einiges war noch in der Waschmaschine. Schnell holte ich meinen rosa Serafino-Mantel hervor. Jetzt noch eine Hose. Nur wo liegt eine passende? Zu meinem Bedauern musste ich feststellen, dass meine Hosen in der Wäsche waren. Das einzig passende war somit mein schwarzer Minirock, der eher nicht für den Winter geeignet ist. In einer Schublade meiner Kommode fand ich noch eine schwarze Stretchleggings. Ich zog mich soweit an. Jetzt noch Socken. Auch da fand ich nix. Ebenfalls alles in der Wäsche.

„Ich sollte mal unbedingt meine Waschmaschine anschalten und bessere Kleidung kaufen", sagte ich zu mir. Gut, also gab es keine Socken. Schuhe? Da hatte ich gerade nur meine schwarzen Riemchenschuhe parat. Barfuß und offene Schuhe, man, das wird ein Spaß. Ich nahm noch mein Barett und meine Eichel-Pochette und machte mich auf den Weg. Kaum war ich aus dem Haus raus, stand ich schon Knöcheltief im Schnee. Das war eine Eiseskälte. Ich musste aber zum Servicecenter. Melinda wollte mich nämlich sprechen. Sie hatte mich gestern gefragt, ob ich heute Zeit hätte und ich hatte eingewilligt. Ich stapfte also durch den Schnee dort hin. Ich öffnete die Tür vom Servicecenter und stand halb erfroren da. Melinda und Tom Nook schauten mich geschockt an.

„Lilli, was ist denn mit dir passiert?", fragte Melinda mich besorgt.

„Ich... Ich hatte nicht die passende Kleidung da", antwortete ich ihr mit zittriger Stimme. Sie lief schnell ins Hinterzimmer und holte eine Decke für mich und Tom machte mir einen warmen Tee. Ich setzte mich an die Heizung. Da war es so schön warm, aber meine Füße dagegen waren noch eisig kalt.

Melinda schaute mich an und sah auch mein ungeeignetes Schuhwerk: „Ach Lilli. Deine Schuhe sind aber nicht das richtige für Schnee. Kein Wunder, dass du so extrem frierst. Zieh sie mal aus damit deine Füße es auch mal warm bekommen." Ich tat, was sie sagte. Schnell war mir wieder warm. Melinda und ich besprachen nun, wie wir unsere Insel weihnachtlich gestalten könnten. Ich schlug ihr vor, die Pinien im nördlichen Wald mit Lichterketten zu schmücken. Melinda gefiel die Idee.

„Gut, so machen wir's!", strahlte sie. Dann redeten wir noch ein bisschen. Nach circa zwei Stunden ging ich auch weiter in die Schneiderei. Der Weg dorthin wurde wenigstens vom Schnee befreit. Dennoch war es kalt. Ich lief schnell zur Schneiderei. Dort angekommen, machte ich mich drin direkt auf die Suche nach angemessener Kleidung. Nachdem ich alle Artikel zusammen hatte, bezahlte ich und ließ diese mir nach Hause liefern. Dann ging ich zu Schlepp und Nepp. Sie hatten aber nichts besonderes im Angebot. So ging ich wieder weiter. Kaum raus aus dem Geschäft, fiel eine ordentliche Ladung Schnee vom Dach auf mich. Das war sehr unangenehm und kalt. Ich zitterte. Schnell ging ich nach Hause, um mich aufzuwärmen. Auf dem Weg dorthin wurde ich aber von Sophie aufgehalten. Doch als ich mich zu ihr drehte und sie mich halb erfroren dastehen sah, machte sie sich große Sorgen. Sie begleitete mich nach Hause und sagte, dass sie mir später Tee und eine Wolldecke vorbeibringen würde. Ich bedankte mich bei ihr. Als ich drin war, schlüpfte ich sofort wieder in meinen Pyjama rein. Der war wenigstens warm. Die anderen Sachen hing ich im Nebenzimmer zum Trocknen auf die Heizung. Anschließend kuschelte ich mich in mein Bett. Dann kam Sophie vorbei und brachte mir die versprochen Sachen. Ich bedankte mich nochmal ganz herzlich bei ihr. Daraufhin ging sie wieder weiter. Schnell machte ich mir auch einen schönen warmen Tee. Den Rest vom Tag verbrachte ich im Haus.

Am nächsten Morgen stand ich wie gewohnt auf. Ich ging durch den Schnee zum Briefkasten und merkte erst dort, dass ich noch im Pyjama war. Ich stand also barfuß in meinen Schlafsachen im Schnee. Ich nahm meine Post und eilte zur Haustür zurück. Jedoch war die zu und ich kam nicht rein. Das war ganz und gar nicht gut. Meine Schlüssel lagen drin und mein Nookphone auch. Ich fror extrem. Ich rannte durch den Schnee zum Servicecenter. Kaum stand ich drin, schüttelte Melinda nur noch den Kopf. Bevor sie aber was sagen konnte, schilderte ich ihr meine Situation. Sie informierte Resetti von der Notrettung. Melinda begleitete mich zu meinem Haus zurück. Dort trafen wir auch schon auf Resetti. Ich erklärte ihm, wie es dazu kam, daraufhin öffnete er die Tür. Mir war das ganze mehr als nur peinlich gewesen. Ich bedankte mich bei den Beiden und ging beschämt in mein Haus. Ich hoffte nur, dass ich mir keine Erkältung eingefangen habe. Das wird sich ja zeigen.

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