Die Waffe der Meere

By sharoncuthalion

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Percy hat es geschafft- er ist aus der Vergangenheit zurück. Doch viel Zeit zum Erholen bleibt ihm nicht, den... More

INFORMATION
KAPITEL I
KAPITEL II
KAPITEL III
KAPITEL IV
KAPITEL V
KAPITEL VI
KAPITEL VII
KAPITEL VIII
KAPITEL IX
KAPITEL X
KAPITEL XI
KAPITEL XII
KAPITEL XIII
KAPITEL XIV
KAPITEL XV
KAPITEL XVI
KAPITEL XVII
KAPITEL XVIII
KAPITEL XIX
KAPITEL XX
KAPITEL XXI
KAPITEL XXII
KAPITEL XXIII
KAPITEL XXIV
KAPITEL XXV
KAPITEL XXVI
KAPITEL XXVII
KAPITEL XXVIII
KAPITEL XXIX
KAPITEL XXX
KAPITEL XXXI
KAPITEL XXXII
KAPITEL XXXIII
KAPITEL XXXIV
KAPITEL XXXV
KAPITEL XXXVI
KAPITEL XXXVII
KAPITEL XXXVIII
KAPITEL XXXIX
KAPITEL XL
KAPITEL XLI
KAPITEL XLII
KAPITEL XLIII
KAPITEL XLIV
KAPITEL XLV
KAPITEL XLVI
KAPITEL XLVII
KAPITEL XLVIII
KAPITEL XLIX
KAPITEL L
KAPITEL LI
KAPITEL LII
KAPITEL LIII
KAPITEL LIV
KAPITEL LV
KAPITEL LVI
KAPITEL LVII
KAPITEL LVIII
KAPITEL LIX
KAPITEL LX
KAPITEL LXI
KAPITEL LXII
EPILOG
INFORMATION

KAPITEL LXIII

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By sharoncuthalion

Percy

Der Wind zischte um Percys Ohren herum, eine Gänsehaut bildete sich auf seinen Armen.

Im gleichen Moment zischte einer der Blitze, die vorhin Percy getroffen hatten, an ihnen vorbei, verfehlte nur knapp. Ein weiterer segelte über ihren Köpfen hinweg.

„Wir dürfen nicht getroffen werden!", presste Percy eindringlich hervor.

„Festus, Slalommodus!", befahl Leo sofort und der Drache fing an, in so scharfen Kurven zu fliegen, dass Percy Angst hatte, in den Tod zu stürzen. Nach der nächsten Kurve wünschte er sich genau das.

Festus wurde immer schneller und schneller und brachte sie zumindest ein bisschen aus der Gefahrenzone. Die Blitze verschwanden, doch dafür fingen Punkte an, vor Percys Augen zu tanzen. Er vermutete, aus Erschöpfung.

„Wer, zum Hades, war das?", platzte Leo heraus, während er weiterhin Festus zu Höchstleistungen antrieb.

„Pontos.", brachte Percy hervor.

„Was?", das war Calypso, sie klang entsetzt. „Der Meeresgott? Der Protogonos?"

Er hatte zwar keine Ahnung, was ein Protogonos war, aber er gab ein knappes Ja zurück.

In der kurzen Zeit, in der er sie kennengelernt hatte, hatte er Calypso nie fluchen gehört, er hatte es auch nie für möglich gehalten. Doch nun stieß sie auf Altgriechisch Worte aus, die Percy noch gar nicht gekannt hatte.

„So kreativ das auch war, Sonnenschien, ich bin trotzdem entsetzt.", bemerkte Leo.

„Ich wusste gar nicht, dass du Fluchen kannst.", sagte Percy gleichzeitig. Dann sagte er: „Was ist mit Jimmy?"

Kurze Stille. „Er lebt.", antwortete Calypso. „Aber er ist schwach."

„Wir müssen uns beeilen.", erwiderte Percy.

„Ach, was du nicht sagst, du Schlauberger. Da wäre ich nie darauf gekommen. Irgendetwas anderes, dass du noch loswerden willst?", er konnte regelrecht sehen, wie Leo seine Augen verdrehte.

Percy schnaubte. „Wo, zum Hades, warst du?", fauchte er.

„Ich bin gestorben und zurückgekehrt. Ich habe doch gesagt, dass ich einen Plan habe. Das Heilmittel-...", gab Leo ein wenig pampig zurück, wurde dann jedoch von Percy unterbrochen.

„Es sind über zwei Jahre vergangen!", vielleicht war es Leo nicht ganz klar gewesen, wie viel Zeit vergangen war und vielleicht war es nicht ganz fair, es ihm in dieser Situation zu sagen. Aber Percy konnte die Wahrheit nicht zurückhalten. Er war noch immer geschockt über das Auftauchen des Halbgottes, konnte es nicht so recht glauben. Aber es war die Wahrheit.

„Was?!?", stotterte Leo entsetzt zurück.

„Jungs, wir haben ein Problem.", ertönte Calypsos Stimme. „Schaut nach vorne."

Beide folgten ihrer Anweisung und entdeckten, dass sich eine Wand aus blaugrüner Energie vor ihnen befand. Von weit her war ein wenig Geschrei zu hören. Es sah ein bisschen aus, wie die Energiewand, die Pontos in den Wald geschickt hatte, aber irgendwie unterschieden sie sich voneinander. Gleich darauf erfuhr er, warum.

Keine Angst. Das bin ich, ihr könnt hindurchfliegen. Dahinter seid ihr in Sicherheit.

Wieder hörte er Poseidons Stimme in seinem Kopf. Er wiederholte die Worte für Leo und Calypso.

„Wir können hindurchfliegen.", sagte er.

„Echt? Sieht für mich nicht danach aus.", stellte Leo fest.
„Vertraut mir, ok?"

Die Zustimmung kam sehr zögerlich, aber sie kam. Auf Festus Rücken rauschten sie der blaugrünen Wand entgegen.

Wappne dich, Percy. Sei' stark. Sobald ihr hinter der Schutzlinie seid, bist du unerreichbar für mich. Dann wird dich meine Energie verlassen.

Percy hatte gar keine Zeit mehr, die Worte richtig zu realisieren. Er fragte sich nur, was kommen würde.

Dann durchbrachen sie die Schutzlinie, wie Poseidon sie genannt hatte und das ohne Schwierigkeiten. Einfach so.

Für Percy fühlte es sich an, als hätte ihm jemand einen Schlag verpasst. Wie sein Vater ihm gesagt hatte, verließ ihn plötzlich jegliche Energie, auf einmal spürte er all die Verletzungen, die er sich zugezogen hatte, nur allzu deutlich. Er krümmte sich zusammen und stöhnte.

Sofort spürte er eine Hand auf seinem Rücken. „Percy! Was ist los?", wollte Calypso wissen.

„Mir geht es gut.", würgte er hervor und atmete stockend ein und aus, doch trotzdem hatte er das Gefühl, nicht genügend Luft zu bekommen. Ihm ging es ganz und gar nicht gut.

Anscheinend konnte Calypso eins und eins zusammenzuzählen, denn sie fing an, zu singen. Ihre Stimme war noch immer durchtränkt von Magie, von heilender Magie noch dazu. Es fühlte sich an, als würde eine kühle Flüssigkeit durch seinen Körper sickern, die den Schmerz ein wenig erträglicher machte.

Percy sah nach unten. Die Bäume des Waldes zogen unter dem Drachen vorbei, sie warfen tiefe Schatten und erschienen ihm sehr düster. Hin und wieder schien es, als würde er das Leuchten einer Fackel zwischen den Ästen erkennen können, aufgeregte Rufe waren zu hören.

Hatten die Camper den Drachen bereits entdeckt?

Vermutlich. Schwer zu übersehen war er nicht, wie er im orangefarbenen Himmel leuchtete.

Aber Percy machte sich darüber keine Gedanken mehr. Es schien ihm, als würde alles verschwimmen, nichts spielte mehr eine Rolle. Calypsos Gesang verschärfte und intensivierte sich, doch es half nicht wirklich. Eigentlich fast gar nicht. Die Schmerzen kehrten zurück, es fühlte sich an, als würde ein tonnenschweres Gewicht auf seiner Brust liegen, das seine Lunge zu zerquetschen drohte.

Er sackte ein wenig mehr ins ich zusammen. Unter ihnen konnte er nun die Hütten erkennen, das Camp zog immer schneller an ihnen vorbei. Percy wusste, wo Leo hinwollte: Zum Hauptgebäude.

Durch seine verschwommene Sicht konnte er erkennen, dass sich dort eine große Menschenmenge versammelt hatte. Wer dort alles war, konnte er nicht erkennen. Und wie er zuvor auch schon festgestellt hatte: Es interessierte ihn nicht mehr.

Annabeths Gesicht tauchte vor seinem inneren Auge auf, was dazu führte, dass sich ein Lächeln auf seine Lippen schlich.

Er spürte, wie die Schwerkraft an ihm zog und wie Festus in den Sinkflug überging. Sie kamen dem Boden immer näher.

Das war der Augenblick, in dem sich Percys Lider flatternd schlossen und sich die Welt um ihn herum auflöste.

Letztes Kapitel von Teil 2 🎉 Jetzt fehlt nur noch der Epilog ☺️

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