„Tommy, komm her!“, rufe ich durch den Flur des Krankenhauses. Niall läuft zu ihm und fängt ihn auf, schmeißt ihn in die Luft und dreht sich mit ihm auf dem Arm.
Eine Frau kommt den Gang entlang.
„Einen sehr liebevollen Vater hat Ihr Sohn da! Sie können stolz auf Ihren Mann sein!“, sagt sie lächelnd und ich werde rot.
„Danke. Ja, er liebt seinen Sohn sehr…“, sage ich und betrachte die beiden.
„Das sollte ein Vater! Kinder brauchen einen Vater! Schönen Tag noch!“ Die Frau winkt kurz zu Tommy, dann geht sie.
„Schönen Tag noch!“, murmle ich und sehe zu Niall, der mit unsrem Sohn auf den Schultern wiederkommt.
„Ganz schön schwer, dein Sohn!“, ächzt er gespielt und ich lächle.
„Da weißt du wenigstens mal, was ich immer schleppen muss!“, sage ich und sehe zur Tür, hinter der mein Vater untersucht wird.
„Schatz, dein Vater wird schon nichts haben…“ Niall lässt Tommy runter und legt mir die Hand auf den Arm.
„Niall, ich… Ich weiß. Aber ich kann nicht ruhig bleiben, wenn… so was passiert.“ Ich sehe zu meinem Sohn herunter, der seine Arme um mein Bein geschlungen hat.
Die Tür geht auf und meine Mutter kommt raus. Dahinter kommt mein Vater.
„Geht es dir besser?“, frage ich erleichtert und er nickt, hebt seine Hand und lacht.
„Alles wieder gut, nur ein Schnitt!“ Er nimmt seinen quengelnden Enkel mit verzerrtem Gesicht auf den Arm und Tommy fängt an, mit seinen Ohren zu spielen.
„Wollt ihr einen Spaziergang am Strand machen?“, schlägt meine Mutter vor und wir stimmen zu.
Eine Weile später gehen wir am Kiesstrand von Brighton entlang.
„Wunderschönes Wetter heute!“, sagt meine Mutter und ich muss ihr zustimmen. Ich gucke zu ihr und sie lächelt mich an. Mein Vater hat Tommy auf dem Arm, lässt ihn aber gerade runter.
Tommy zeigt auf ein paar Möwen und rennt auf sie zu. Niall rennt ihm hinterher, und natürlich fliegen die Vögel sofort weg. Tommy fängt an zu weinen und ich muss lachen.
„Du kannst wirklich stolz auf deine beiden Jungs sein!“, meine Mutter legt mir verträumt den Arm um die Schultern. Ich nicke. Ja, ich bin wirklich stolz!
„Niall ist ein toller Junge! So was solltest du nicht weggeben!“, sagt mein Vater und ich sehe ihn an.
„Ich hatte es ehrlich gesagt nicht vor, Dad! Ich liebe Niall, da gebe ich ihn so schnell nicht her!“ Ich muss schmunzeln.
„Ich hatte ehrlich gedacht, dass er dich hängen lässt. Jetzt im Nachhinein tut mir das auch leid, aber weißt du, er ist berühmt, er ist ständig unterwegs und… Ja…“ Mein Vater sieht zu meinem Freund, der glücklich meinen Sohn durch die Luft wirbelt.
„Tja… Niall ist eben anders…“, sage ich nur und betrachte ihn.
„Wie… wäre es denn, wenn ihr euch in ein Café setzt und wir uns um Tommy kümmern? Dann habt ihr freie Zeit zusammen und… ja…“ Mein Vater lächelt mich an und ich sehe ihn an.
„Willst du mich loswerden?“, frage ich belustigt, und er lacht.
„Nein, nein, ich will nur nett sein!“, lacht er und Niall kommt auf uns zu, Tommy sitzt auf seinen Schultern.
„Wir können ihn fragen…“, sage ich und komme ihm entgegen. „Hey Niall, meine Eltern haben vorgeschlagen, dass wir uns noch in ein Café setzen und die sich um Tommy kümmern… Was hältst du davon?“
Er sieht zu meinem Vater, setzt sich seine Cap ab und fährt sich durchs Haar.
„Ähm… klar, warum nicht?“ Er lächelt und nimmt meine Hand. Tommy rennt zu meiner Mutter und wird hochgenommen.
„Okay, dann lassen wir euch mal alleine… Viel Spaß, wir sehen uns zuhause irgendwann?“, fragt mein Vater und nimmt die Hand meiner Mutter. Ich sehe zu meinem Freund und nicke, dann winke ich. Sie verschwinden zur Straße hin und ich sehe Niall an.
„Sollen wir wirklich in ein Café gehen?“, fragt er und streicht mein wehendes Haar aus meinem Gesicht.
„Mir ist es eigentlich recht egal…“, sage ich und lächle ihn an.
Er sieht mir in die Augen und streicht über meine Hand.
„Habe ich dir schon mal gesagt, wie hübsch du bist?“, fragt er und ich nicke.
„Habe ich dir schon mal gesagt, dass du meine Traumfrau bist?“, fragt er weiter und ich nicke. Ja, das hat er. Und er ist auch mein Traummann!
„Und… Habe ich dich schon mal gefragt, ob…“ Er geht auf die Knie. „…ob du meine Frau werden willst?“ Er sieht in meine Augen und holt eine Schachtel aus seiner Jackentasche.
~~~~~~~~~~~~~~~~~Niall~~~~~~~~~~~~~~~~~~
„…ob du meine Frau werden willst?“ Sie sieht zu mir runter, ihre Hand ist immer noch in meiner. Mit meiner freien Hand krame ich die Ringschachtel raus, die schon die ganze Zeit unangenehm gedrückt hat.
„Niall, du…“ Lissi sieht mich erstaunt an, ihre Wangen sind gerötet und in ihren Augen stehen Tränen.
Ich öffne die Schachtel und halte ihr den Ring hin. Sie lässt meine Hand los und will nach dem Ring greifen, aber ich ziehe die Schachtel zu mir. Sie wird rot und ich lache leise.
„Du willst den Ring also haben?“, frage ich grinsend und nähere mich ihrem Gesicht.
„Und was wäre, wenn?“, fragt sie schelmisch grinsend und meine Lippen sind nur noch einen Zentimeter von ihren entfernt.
„Dann stecke ich ihn dir mal an, meine zukünftige Mrs. Horan!“, flüstere ich und gebe ihr einen kurzen Kuss. Ich merke, dass sie eigentlich noch mehr gewollt hätte, aber anstatt dessen stecke ich ihr einfach mal den Ring an. Es ist ein silberner Ring mit einem Lapislazuli drin. Nix Großes, aber ich meine, nur weil ich reich bin, muss ich ihr ja nicht die größten Diamanten schenken… Zumindest noch nicht jetzt…
„Das ist wunderschön, Niall!“, sagt meine Verlobte und eine Träne rollt über ihre gerötete Wange. Ich lache und wische sie weg.
„Deswegen musst du doch nicht weinen!“, sage ich und küsse ihre Nasenspitze. Sie guckt runter und zieht die Nase hoch.
„Ich… heule vor Freude, Niall! Weil wir heiraten und… weil ich gerade einfach so glücklich bin!“, lacht sie und ich nehme ihre Hand. Sie sieht mich an und gibt einen Kuss auf die Lippen.
„Du bist eben das Wunderbarste, was mir passiert ist!“, sage ich und halte unsre verschränkten Hände hoch und betrachte ihre Hand mit dem Ring. „Und der Ring steht dir super!“
„Das beweist mal wieder, was für einen tollen Geschmack du hast, Niall! Danke, du bist… unbeschreiblich!“
„Ich weiß… Ich weiß…“, seufze ich und sie schubst mich zur Seite.
„Egoist!“, lacht sie und ich ziehe sie zu mir.
„Ich weiß, aber selbst bei einem Egoisten gibt es immer etwas, was an erster Stelle kommt… Und das bist eben du!“, flüstere ich in ihr Ohr und sie grinst.
„Hmm, eventuell beruht das auf Gegenseitigkeit…“, grinst sie und ich schubse sie.
„Ich weiß, dass du mich liebst und begehrst… Du kannst mir nix vormachen!“, murmle ich und wir gehen weiter.
„Sollen wir noch in ein Café?“, fragt meine frisch Verlobte und sieht mich an.
„Alles klar!“, sage ich und wir steuern das nächste Café an.
Wir setzen uns recht weit in eine versteckte Ecke, damit wir unsre Ruhe haben.
„Was darf ich Ihnen bringen?“, fragt der Kellner und sieht uns an.
„Haben Sie Champagner?“, frage ich, bevor Lissi irgendwas sagen.
„Ja, wir haben…“ Der Kellner denkt kurz nach, dann zählt er einige Sorten auf.
„Wir nehmen eine Flasche des besten Champagners, den Sie haben!“
Lissi sieht mich an und ich lächle sie an.
„Ich wusste ehrlich nicht, dass ich so einen verrückten Freund habe!“, sagt sie leise und ich muss lachen.
„Tja… Unentdeckte Seiten habe ich!“, schmunzle ich und nehme die Flasche Champagner in Empfang.
„Ich mache das schon, danke!“, sage ich zum Kellner und er verschwindet.
Ich lasse den Korken knallen und schütte meiner Verlobten ein, dann mir selber. Die Flasche stelle ich in den vorgesehenen Topf.
„Prost! Auf… dich und mich?“, fange ich an, aber sie ergänzt: „Auf die Familie und die Liebe!“
Wir lassen die Gläser klirren und trinken einen Schluck, sehen uns dabei aber in die Augen.
Wow!
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Leutiiiis…
Ich weiß nicht, was ich sagen soll…
Letztes Kapitel habe ich EINEN Kommentar von meinem Bby bekommen, wieso nicht von euch anderen? Ihr lest es doch, warum könnt ihr dann nicht voten, oder kommentieren? Es dauert doch jetzt nicht soo lange und es macht mich einfach immer happy!
Ich weiß, dass ich kaum update, aber in letzter Zeit war es ein wenig schwer für mich und bald bin ich wieder zuhause, dann habe ich hoffentlich auch mehr Zeit.
Bitte lasst einen Kommi da, oder wenigstens ein Vote… Ich meine, ihr lest es ja nicht, weil es so schlecht ist, oder? XD Naja, hoffentlich versteht ihr das ein bissl…
Schönen Nikolaustag noch :*
Xoxo Michelle