Julian
Meine Freundin war jetzt über eine Stunde schon weg , sie wollte doch nur ein Shampoo kaufen und zurück kommen
An ihr Handy ging sie nicht ran , ich lief jetzt schon eine halbe Stunde nur mit einem Handtuch um den Hüften und klitschnassen Haaren nervös durch unsere gemeinsame Wohnung
Ich wusste nicht was ich machen sollte und zog mich fürs erste mal an , und zwar eine blaue Jeans und ein graues Adidas Shirt
Es war jetzt 12:05 und Clara war um 10:43 los gegangen, also so langsam kamen mir leichte Zweifel auf
Ich zog mir schnell eine Kappe an und nahm meine Sonnenbrille damit mich weniger Leute erkannten , ich verließ schnell die Wohnung und ging genau den selben weg ab wie Clara gehen musste um die Drogerie zu erreichen
Es war Mittagszeit und auch Mittagssonne , viele turtelnde Pärchen waren in Restaurants am Essen , junge Familien waren am spazieren und Rentner waren Enten am füttern
Schweißgebadet betrat ich den Drogeriemarkt und gang jeden Gang genau ab Haushaltsmittel , Pflege & Parfum ,Tier , Gesundheit, Ernährung sogar die Babyabteilung
Nirgends war meine Geliebte zu finden , ich ging an die Kasse um dort nach zu fragen
Dort traf ich auf eine stark tätowierte Frau mit blauen Haaren
„Entschuldigen sie bitte , hat eine junge braunhaarige Frau mit blauen Augen heute morgen so gegen elf , hier ein Shampoo gekauft"
Ich war noch nicht mal fertig indem ich Clara beschrieb , da schüttelte die Verkäuferin schon ratlos ihren Kopf „Ne garnicht , heute morgen waren die meisten Kunden mit Kind , Jugendlich oder männlich, tut mir leid"
Gekränkt verließ ich den genannten Laden , mir runtergezogenen Mundwinkeln bummelte ich zurück zu der Wohnung
Ich schmiss die Sonnenbrille und Mütze in den Flur und auch die Schuhe ließ ich unordentlich mittendrin stehen
Setzte mich auf den Stuhl wo ich noch eben mit der Liebe meines Lebens gefrühstückt habe hin , da ist nach hause gesprintet bin weil ich dachte Clara wäre in der Zeit wo ich weg war , nachhause gekommen , war ich etwas geschwitzt und zog mein T-Shirt aus
Die Jeans war mit zu unbequem und tauschte sie gegen eine schwarze Jogginghose ein
Oberkörperfrei ging ich auf den Balkon und setzte mich auf den nächsten Stuhl
Meine Gedanken überrumpelten mich und machten mir leichte Kopfschmerzen
Was sollte ich tun?
Für die Polizei ist es zu früh
Den Weg bin ich vergeblich angegangen
Und erreichten konnte ich Clara auch nicht
Voller Sorge würde ich noch durchdrehen, und dann kam auch noch der Höhepunkt, eine unbekannte Nummer rief mich an
J:Draxler?
?: Hallo Herr Draxler, hier ist das Hôtel-Dieu , ihre Freundin Clara Christin Huber wurde bei uns eingeliefert wurden , sie war kurzzeitig bewusstlos.
In meine Augen schossen die Tränen und wurden glasig
J:Was ?Wieso?
K: Das darf ich ihnen leider nicht am Telefon sagen , kommen sie bitte Vorort hier in
Blitzschnell rannte ich ins Schlafzimmer und zog mir ein hellblaues Shirt an , was etwas spannte
Aber ich hatte keine Zeit zu verlieren, da ich vorhin meine Haare aber nicht geföhnt hatte , waren meine sehr gelockt zog ich meine Kappe von vorhin an , nahm meine Sonnenbrille , zog meine Schuhe an und stieg in mein Auto
Mit pochenden Herzen fuhr ich los und düste über die Autobahn
Meine Gedanken waren nur bei Clara , wie konnte ihr das überhaupt passieren , warum war sie bewusstlos und wer ist bitte dafür verantwortlich?
Das Radio schaltete ich aus da es mich nur noch mehr beunruhigte , meine Hände glitten an meinem Lenkrad auf und ab
Ich atmete tief durch , setze die Sonnenbrille ab und war heilfroh angekommen zu sein
Als ich den Eingang des Krankenhauses betrat desinteressierte ich mir meine Hände
Sofort packte mich der unangenehme Geruch des Krankenhauses
„Hallo , ich wurde benachrichtigt dass meine Freundin hier hin eingeliefert wurden ist" sagte ich zu dem Mann an der Anmeldung nachdem , eine junge schwangere Frau sich angemeldet hatte
„Wie ist denn ihr Name , und der Name der Freundin"
„Julian Draxler und sie heißt Clara Christin Huber"
„Wann wurde sie geboren?" fragte er mich
Mit meinen Blicken löcherte ich ihn , warum er das wissen wollte
„Ich muss Sie das fragen , damit ich sicher gehen kann das sie auch wirklich kennen"
„Achso , am 7.6.1995"
„Okay sie ist im Zimmer 068 im siebten Stock, aber fragen sie bitte nochmal eine Krankenschwester ob sie zu Frau Huber ins Zimmer dürfen"
„Dankeschön"
Ich nahm erst garnicht den Aufzug denn das warten dauerte mir zu lange , eilig lief ich den Treppen hoch und war gespannt was mich erwarten würde als ich im Stockwerk ankam
Krankenhäuser sind ja wirklich unheimlich und erst recht wenn meine Freundin hier auf Station liegt
An den Seiten des langen weißen Ganges standen Wägelchen mit Medikamenten und teilweise schon das Abendessen, mein Gott bekommen die Patienten früh essen , dachte ich mir
Es standen auch hier und da mal frische Betten mit Folie überzogen an den Seiten
„Liegt hier eine Frau Huber?" fragte ich rasch eine Krankenschwester die aus einem Zimmer gehuscht kam
„Ja, da vorne links"
„Darf ich zu ihr?"
„Wer sind sie denn?"
„Ihr Freund"
„Ja , es kommt gleich eh mal jemand mach ihr gucken , kann ihnen aber nicht sagen ob sie wach ist , sie ist zwar bei Bewusstsein aber vielleicht schläft sie"
„Okay"
Mit schnellen Schritten näherte ich mich dem Zimmer , angespannt und mit gläsernen Augen drückte ich sanft die Türklinke runter
In das Zimmer schien die Sonne , aber in meinem Herzen stürmte es , ich war am zittern und am weinen
Clara lag dort im Bett an der Fensterseite , die andern zwei Betten waren nicht besetzt, ihre Augen waren geschlossen, ihr Gesicht blass fast weiß, ihre Lippen sahen trocken aus
In ihren Nasenlöchern war getrocknetes Blut , sie hatte Nasenbluten , auf der Wange hatte die eine kleine offene Wunde , die Haare waren offen nicht mehr im Pferdeschwanz gebunden
Vorsichtig hob ich die Bettdecke an , ihre Klamotten trug sie nicht mehr sondern so ein Gewandt aus dem Krankenhaus
Eine Nadel für die Infusion steckte in ihrer Hand die auf der Matratze lag , die andere Hand klemmte unter ihrem Kinn
Fürs erste konnte ich keine weiteren Verletzungen sehen , da ich diesen Kittel den sie trug nicht anheben wollte und sie nicht erschrecken
Ich nahm mir einen Stuhl und setze mich neben ihr Bett
Mit meiner warmen Hand streichelte ich ihr über die Stirn und danach über ihre Finger , wo der Tropf dranhing
Fühlte nur noch so etwas wie Kälte die durch mit durchzog , warum hat es sie getroffen und nicht mich
Und das schlimmste war , ich bin das schuld das sie hier liegt , wäre sie nicht allein gegangen , könnte ich sie jetzt zwischen einem blauem Himmel und tummelten Franzosen lachen sehen
Aber jetzt sah ich sie zwischen Infusionen und auf einem Krankenbett leiden
Meine Tränen tropfen auf ihre Matratze und dann ging die Tür auf
„Herr Draxler, ist sie wach?" fragte eine Schwester
Schnell wischte ich mir meine Tränen weg und drehte mich um
„Nein noch nicht"
„Okay drücken sie bitte den roten Knopf sobald wie aufgewacht ist"
„Was ist mit ihr passiert"
„Das erzähle ich ihnen wenn Frau Huber wach geworden ist"
„Und wo sind ihre Klamotten und Wertsachen?"
„Ah genau. Die haben wir erstmal weg gelegt, ich bring ihnen die Sachen"
Sie verließ das Zimmer nich grade sehr ruhig denn sie knallte die Tür zu , wie ich damals die Toilettentür in der Disco
Schaute dann hoch zum Tropf und sah das er auch bald fertig war , ich hol ihre Hand liebevoll an und gab ihr einen Kuss auf die Finger , denn das Pflaster von der Infusion bedeckte ihren ganzen Handrücken
Wenig später kam die Krankenschwester zurück , mit ihrer Tasche und Klamotten die sie trug
Dankend nahm ich sie an und die Schwester zog weiter
Als erstes durchsuchte ich ihre Handtasche, Claras Handy war da und auch in ihrem Portmonee fehlte weder Geld noch ihre Kreditkarte
So langsam kam es mir wirklich unheimlich vor , denn keiner wusste was passiert sei und ich fand auch nirgends ein gekauftes Shampoo
Das heißt Clara kam nie am Drogeriemarkt an , erst dachte ich die Verkäuferin heute morgen konnte sich nicht an sie erinnern aber sie hatte recht , Clara war nie dort
Nachträglich befasste ich mich ihren Klamotten , auf ihrem Kakigrünen T-Shirt waren Bluttropfen zu sehen , wahrscheinlich durch das Nasenbluten und durch die Schramme auf ihrer Wange
Ihr cardigan den sie getragen hatte war sauber und fehlerfrei , dasselbe ging für ihre Schuhe
Danach nahm ich die schwarze Leggings in die Hand , in den Schritt konnte ich noch etwas leicht nasses spüren , wusste aber nicht was es genau war , vielleicht wollte ich es auch garnicht wissen
Ihre Sachen lag ich beiseite und setzte mich wieder auf den Stuhl vor ihr Bett
Streichelte ihr über die Finger und Stirn
Nach einer weile bemerkte ich dann das sie ihre blauen Augen versuchte langsam zu öffnen
Da ihr Gesicht so blass war stichten ihre himmelblauen Augen ganz klar hervor und fielen einem so nur noch mehr in den Vordergrund
„Schatz, kannst du mich hören?" sagte ich zu ihr als sie grade wieder ihre Augen schließen wollte
Tief schaute sie mir in die Augen und konnte dann sehen das Tränen aus ihren Augen kullerten
Mit meinem Daumen wischte ich sie weg und wollte sie wieder wegziehen
Clara hielt meine Hand fest , mit der Hand die noch neben unter ihrem Kinn klemmte
„Lass mich nie wieder alleine" flüsterte sie schwach zu mir
„Nie wieder, versprochen"
Doch ich musste auch auf die Krankenschwester hören , also drückte ich den Kopf und wenig später kam die Krankenschwester ins Zimmer
„Frau Huber , wo soll ich anfangen sie hatten mehr als Glück" sagte sie
Clara blinzelte mehrere mal damit sie nicht sofort wieder einschlief
„Wie fühlen sie sich?" fragte die Schwester erneut
„Mir tut alles weh"
„Frau Huber sie wurden verprügelt, sie können froh sein das sie keine Hirnblutung oder Milzblutung erlitten haben. Sie müssen den Täter anzeigen, ich komme gleich nochmal und dann ziehe ich ihnen die Nadel denn ihre Infusion ist fertig"
Mit offenem Mund und Tränen in den Augen schaute ich sie an nachdem die Schwester verschwunden war
„Wer hat dir das angetan"
Sie fing an zu zittern und ich streichelte ihr über ihren Arm
„Nils"
Als dieser Name in meine Ohren trank musste ich mich stark zusammenreißen um nicht sofort aufzustehen , ihn zu suchen und dem Mistkerl eine reinzuhauen
Ich konnte es nicht fassen wieso er , ihr das angetan hat , wieso hat er denn nicht mich geschlagen , ich hätte mich wehren können und es wäre nur halb so schlimm gewesen
„Was hat er mir die gemacht?" fragte ich meine Freundin dann , nachdem mich meine Gedanken losließen
„Ich weiß nur noch das wir bei Nils angekommen sind , er mich sofort am Handgelenk gepackt hat und mich mit voller Wucht gegen seine Spiegelkommode im Flur knallte. Danach trat er auf mich ein , während er mich anschrie ,ich hatte aber Schwierigkeiten ihn zu verstehen da er extrem laut schrie und es irgendwann in seiner Wohnung schallte. Ich war die ganze Zeit damit beschäftigt meinen Kopf zu schützen und als er schließlich meine Rippen getroffen hatte , blieb mir kurzzeitig die Luft weg. Danach wurde mir übel als er mit mehreren festen Tritten meinen Bauch traf. Ich erinnere mich noch das ich dann meine Hände um den Bauch schlang und meinen Kopf losließ, doch dann traf sein Fuß mein Kopf und ich knallte gegen die nächste Tür. Ich wusste nicht mehr wo der Hauptschmerz war und weinte. Wenn ich meinen Kopf schützte widmete er sich meinem Bauch zu , und wenn ich meinen Bauch schütze trat er gegen meinen Kopf. Und plötzlich war es vorbei , er verließ die Wohnung und ich saß dann wie ein Häufchen Elend in seiner Wohnung. Ich hatte das Gefühl mich übergeben zu müssen und schnappte mehrere Male nach Luft. Dann wollte ich seine Wohnung verlassen , er wohnte im dritten Stock oder so . Ohne Aufzug . Mir wurde schwindelig und plötzlich wie ich die Mamortreppe im Treppenhaus am runtergehen war , gaben meine Kniee nach und ich viel voll mit meiner Nase und Wange auf die Treppe und purzelte hinunter. Vor Schmerzen fing ich schrecklich an zu weinen und presste meine Hände um meinen Bauch. Dann spürte ich nach eine warme Flüssigkeit in meiner Hose und ab da weiß ich nur noch das es endgültig mir schwarz vor Augen wurde."
Claras Stimmte zitterte und umso mehr sie sich dem Ende näherte wurde sie leiser
Ich fand es so unfassbar stark von meiner Freundin, es so zu erzählen ohne Pause und in Tränen auszubrechen
Doch ich konnte mich nicht so beherrschen wie sie , meine Augen wurden glasig und mit meiner Hand bildete ich eine Faust und drückte sie ganz stark zu um die Aggressionen die ich gegenüber Nils bekam etwas zu hindern
„Hat er sonst noch was gemacht?" fragte ich sie
„Nein nichts" antwortete Clara
Sie streckte sich und versuchte sich hinzusetzen , doch an ihrem Gesichtsausdruck konnte ich sehen das ihr alles weh tat
„Schatz du musst liegen bleiben, ich weiß nicht ob du dich setzen darfst"
„Ich will hier raus" knatschte die und fing an zu weinen
Meinen Arm legte ich um sie und gab meiner Freundin einen Kuss auf die Stirn
Es war furchtbar sie nicht näher an mich ziehen zu können , dann war auch noch die Infusion im Weg
„Müssen die , die Nadel auch gleich wieder aus meiner Hand ziehen" fragte das Engelsgesicht mich und deutete mich mit ihrem blauen Augen auf ihre Hand
„Ja"
„Aber ich hab doch so Angst vor Nadel" sagte sie und knirschte mit den zähen
Sanft lächelte ich „Ich bin doch da"
Noch bevor sie etwas sagen konnte betrat sie Schwester das Krankenzimmer
„So Frau Huber ich werde ihnen jetzt die Infusion entfernen"
Clara fuhr mit ihren Hand durch ihr Gesicht und atmete tief aus
Die Krankenschwester stellte sich auf die eine Seite des Bettes und ich auf die andere
„Guck zu mir" versuchte ich Clara die Angst zu nehmen , streichelte ihre linke Hand
Während die Krankenschwester die Nadel aus der Vene des rechten Handrückens zog
Christin drückte meine Hand so sehr das es schon anfing weh zu tun , sie verzog ihr Gesicht
Doch nach einer Minute war der Zugang aus ihrer Hand entfernt und die Schwester wollte das Zimmer verlassen
„Moment" rief Clara ihr hinterher und die Krankenschwester setzte ihren Fuß zurück ins Zimmer
„Kann ich mich hinsetzen?"
„Natürlich, wenn ihnen nicht weh tut , sie haben außer ein paar Prellungen keine inneren Verletzungen, sie müssen die Nacht aber hier bleiben denn der Arzt will morgen früh sie untersuchen um zu gucken ob sich ihr Zustand wieder verbessert und stabilisiert hat . Denn sie waren ja einige Zeit bewusstlos"
„Wer hat den Krankenwagen eigentlich gerufen?" wollte ich dann noch wissen
„Ein älterer Mann der auch im Haus wohnte und zurzeit zu Hause war , er hörte etwas im Treppenhaus fallen und dann hat er sie dort liegen gesehen , sie hatten Nasenbluten und ihrer Wange blutete aber da waren sie schon bewusst los"
Clara sah sie entsetzt an und so wirklich erinnern konnte sie sich nicht mehr „Ich hab nur noch eine warme Flüssigkeit in meiner Hose gespürt"
Verlegen guckte uns die Pflegekraft an „Sie haben Urin abgelassen , das kommt bei einigen Patienten vor , man hat dann keine Kontrolle mehr über seinen eigenen Körper. Wenn was sein sollte oder die Schmerzen haben , drücken sie bitte den Kopf. Gleich bekommen sie auch Abendessen"
Somit verließ die Krankenschwester das Zimmer und schloss leise die Tür
„Oh Gott wie peinlich" sagte Clara und klemmte sich das Kopfkissen in den Rücken und setzte sich
„Was'n" fragte ich dann neugierig nach
„Gestern hatten wir unser einjähriges und ein Tag später mach ich mir in den Hose" lachte sie
Es war wirklich toll sie lachen zu sehen , denn wenn ich mir ihren Kratzer auf der Wange ansah und die Decke anhob erzählte mir ihr Körper andere Geschichten
„Ist doch nicht schlimm , mit 22 war ich mal so besoffen das ich es auch nicht mehr auf Klo schaffte"
Sie fing an zu lachen und dann zog sie ihre Augenbraun hoch und musterte mich
„Schönes T-Shirt" murmelte meine Freundin
Frech grinste ich „Danke"
Denn das hellblaue Shirt was ich trug spannte extrem , durch den Stoff konnte meine Nippel sehen und Ansätze von meinem Sixpack
„Das ist meins , du Dulli" machte mir Clara deutlich
„Oh hahaha" lachte ich
„Also eigentlich ist es Lias aber sie hatte es mir geschenkt weil ich es so schön fand , aber das kann ich ja jetzt vergessen so wie du das ausgeleiert hast" kommentierte Clara
„Kannst du bitte nach Hause fahren und mir meine Sachen bringen?" fragte sie mich dann
„Natürlich ,was brauchst du"
„Kannst du mich vielleicht erstmal küssen , bevor ich dir das aufschreiben" lächelte meine Freundin schmutzig
Ich beugte mich zu ihr vor und gab ihr einen innigen leidenschaftlichen schönen Kuss
Danach gab ich ihr mein Handy und in meine Notizen schrieb sie dann was sie brauchte
Zu Verabschiedung gab ich ihr dann nochmal einen Kuss und ging zum Auto
Ihre schmutzigen Sachen nahm ich schon mit nach hause für die Waschmaschine
Ich fuhr los über die Autobahn , stand einmal kurz im Stau da es einen Unfall gab
Parkte mein Auto vor unserer Haustür und lief hoch in die Wohnung
Clara hatte mir nicht viel aufgeschrieben da sie ja nur eine Nacht bleiben würde
Als erstes ging ich ins Schlafzimmer nahm frische Unterwäsche, eine Jogginghose , zwei T-Shirts und eine Strickjacke
Dann im Bad noch Haargummis , eine Bürste und Zahnpasta inklusive ihre Zahnbürste
Und am Ende der Liste stand dann noch „Gummibärchen aus dem Vorratsschrank"
Ich wusste garnicht das wir welche zu Hause hatte aber Hauptsache Clara hatte etwas süßes
Dann nahm ich noch ihrer Hausschuhe und verließ die Wohnung , mit der Hoffnung das ich nichts vergessen hatte
Aber ich wollte ihr noch eine Überraschung machen , schnell besorgt ich diese und fuhr zurück zum Krankenhaus
Nahm die gepackte Tasche in die Linke und den gekauften Rosenstrauß in die rechte Hand
Mit vollem Händen ging ich hoch in ihr Zimmer und sah das sie Abendessen bekommen hatte
Was Clara nur angewidert anguckte
„Hier der ist für dich mein Schatz" sagte ich zu meiner Freundin, knallte die Tasche auf den Boden und hielt ihr den Rosenstrauß hin
Mit Tränen in den Augen schaute sie mich gerührt an „Dankeschön" und formte ihre Lippen zum Kussmund
Liebevoll küsste ich sie und ging nochmal kurz zu einer Krankenschwester um nach einer Vase zu fragen
Diese füllte ich im Badezimmer was in Claras Zimmer war mit Wasser und stellte den Strauß auf die Fensterbank
„Wir müssen Nils anzeigen" meinte ich dann zu ihr
„Auf jeden Fall , aber das machen wir zusammen. Wehe du gibst dich in den Nähe von ihm und schlägst ihn oder sonst was. Ich rede dann kein Wort mehr mit dir"
„Versprochen" grinste ich sie an
„Das essen ist hier ganz schlimm"
„Oh die Gummibärchen hab ich vergessen" neckte ich sie
Ihre Mundwinkel fielen nach unten
„Nein Quatsch" sagte ich und nahm ihr den Wind aus den Segeln
„Blödmann" klang Clara und haute mir gegen meinen Oberkörper
„Und das T-Shirt hast du immer noch an , bald kann ich es wegschmeißen" sagte sie dann noch
„Ups" lachte ich
„Willst du deinen Vater mal anrufen und ihm Bescheid sagen"
„Auf gar keinen Fall" und Clara riss die Augen auf
„Warum"
„Ich hatte 2014 meinen ersten Autounfall und hatte mir das Bein gebrochen , Monate davor hatte mein Vater nicht getrunken und dann hatte er wieder angefangen und jetzt ist es ein gutes Jahr nicht mehr abhängig und ich will es nicht riskieren. Er hatte drei Frauen in seinem Leben , zwei Töchter und eine Frau. Jetzt hat er nur noch mit"
Ich konnte Clara verstehen und hätte wahrscheinlich genauso gehandelt
Wir zwei machten nicht mehr viel , ich mein was könnten wir sich groß machen , ich ging nur noch runter an die Anmeldung und meldete ihr Fernsehen für eine Nacht an
Und um 20 Uhr wurde ich nachhause geschickt
Küssend und schwerherzend verabschiedete ich mich von ihr
Und als ich im Auto saß fiel es mir doch sehr schwer sie dort allein zu lassen
Der Beifahrersitz war frei , dort saß keiner der schlief , der wie ein kleines Mädchen aus dem Fenster guckte oder der einfach mal so hundert Bonbons in meinem Auto verteilte
Und als ich in der Wohnung angekommen bin musste ich weinen , denn es war nicht so wie es immer war
Letztens wie ich um drei Uhr Nachts vom feiern mit Presnel und den Jungs nach Hause kam , brannte im Badezimmer Licht weil Clara es vergessen hatte aus zu machen, in der Küche lag ein Messer mit Nutella beschmiert und auf unserem Bett lag Clara , tief schlafend und im Fernsehen lief lautstark Tom und Jerry
Doch jetzt war alles ruhig, die Wohnung war dunkel und kalt , nirgends lag ein Messer mit Nutella beschmiert und auch der Fernseher war aus
Ich zog mit mir tränenden Augen und in Unterhose ins Bett und merkte wie abhängig ich von Clara war
Auf meiner Brust war kein Gewicht und ich konnte keine Tritte spüren die ausversehen in meine Hoden gingen
Gegen meine Willen und mit pochendem Herzen schlief ich um 02:30 ein
So jetzt habt ihr erfahren was mit Clara passiert ist
Ich muss sagen ich hab das Kapitel sehr oft umgeschrieben, mal hatte sie doch eine Hirnblutung , dann doch eine Milzblutung
Aber ich hab mich jetzt doch dafür entschieden das es sie doch nicht so hart getroffen hab
Trotzdem ist mir das Schreiben des Kapitels sehr nah gegangen💘