Leave the past behinde

By Fantasyisaparadies

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Ein einziger Moment, kann dein ganzes Leben verändern... Mit dem Moment, als Riku Rajamaa, Musiker aus Leide... More

Prolog
Kapitel 1
Kaptiel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43
Kapitel 44
Kapitel 45
Kapitel 46
Kapitel 47
Kapitel 48
Kapitel 49
Kapitel 50
Kapitel 51
Kapitel 52
Kapitel 53
Kapitel 54
Kapitel 55
Kapitel 56
Kapitel 57
Kapitel 58
Kapitel 59
Kapitel 60
Kapitel 61
Kapitel 62
Kapitel 63
Kapitel 64
Kapitel 65
Kapitel 66
Kapitel 67
Kapitel 68
Kapitel 69
Kapitel 70
Kapitel 71
Kapitel 72
Kapitel 73
Kapitel 74
Kapitel 75
Kapitel 76
Kapitel 77
Kapitel 78
Kapitel 79
Kapitel 80
Kapitel 81
Kapitel 82
Kapitel 83
Kapitel 84
Kapitel 85
Kapitel 86
Kapitel 87
Kapitel 88
Kapitel 89
Kapitel 90
Kapitel 91
Kapitel 92
Kapitel 93
Kapitel 94
Kapitel 95
Kapitel 96
Kapitel 97
Kapitel 98
Kapitel 99
Kapitel 100
Kapitel 101
Kapitel 102
Kapitel 103
Kapitel 104
Kapitel 105
Kapitel 106
Kapitel 107
Kapitel 108
Kapitel 109
Kapitel 110
Kapitel 111
Kapitel 112
Kapitel 113
Kapitel 114
Kapitel 115
Kapitel 116
Kapitel 117
Kapitel 118
Kapitel 119
Kapitel 120
Kapitel 121
Kapitel 122
Kapitel 123
Kapitel 124
Kapitel 125
Kapitel 126
Kapitel 127
Kapitel 128
Kapitel 129
Kapitel 130
Kapitel 131
Kapitel 132
Kapitel 133
Kapitel 134
Kapitel 135
Kapitel 136
Kapitel 137
Kapitel 138
Kapitel 139
Kapitel 140
Kapitel 141
Kapitel 142
Kapitel 143
Kapitel 144
Kapitel 145
Kapitel 146
Kapitel 147
Kapitel 148
Kapitel 149
Kapitel 150
Kapitel 151
Kapitel 152
Kapitel 153
Kapitel 154
Kapitel 155
Kapitel 156
Kapitel 157
Kapitel 158
Kapitel 159
Kapitel 160
Kapitel 161
Kapitel 162
Kapitel 163
Kapitel 164
Kapitel 165
Kapitel 166
Kapitel 167
Kapitel 168
Kapitel 169
Kapitel 170
Kapitel 171
Kapitel 172
Kapitel 173
Kapitel 174
Kapitel 175
Kapitel 176
Kapitel 177
Kapitel 178
Kapitel 179
Kapitel 180
Kapitel 181
Kapitel 182
Kapitel 183
Kapitel 184
Kapitel 185
Kapitel 186
Kapitel 187
Kapitel 188
Kapitel 189
Kapitel 190
Kapitel 191
Kapitel 192
Kapitel 193
Kapitel 194
Kapitel 195
Kapitel 196
Kapitel 197
Kapitel 198
Kapitel 199

Kapitel 26

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By Fantasyisaparadies

Samu fühlte sich beinahe tiefen entspannt, als er am nächsten Morgen aufwachte. Was für eine Nacht. Es blieb nicht bei dem einen Mal. Der erste Schlaf, war mehr ein Schlummern, dem sie schnell wieder entkamen und sich wieder ihrem Verlangen hin gaben. Bis sie dann irgendwann, wahrscheinlich war der Tag schon am erwachen, doch in einen tiefen Schlaf abtauchten. Nicht verwunderlich, war es also, dass es jetzt schon gegen Mittag zu ging.
Samu drehte sich auf die Seite und Vivi zu, die immer noch zu schlafen schien. Sie wirkte so zierlich und vor allem unscheinbar. Doch gestern Nacht, wurde Samu etwas Besseren belehrt. Die Frau war eine Rakete. Es war die Krönung ihres gemeinsamen Urlaubs, der auch schon bald vorbei sein würde. Heute gegen Abend, ging es der Heimat schon ein bisschen näher. Sie wollten sich die restlichen Tage, wieder etwas an das mildere Klima gewöhnen. Deshalb ging die Reise in die Schweiz. Besser gesagt, ins malerische Luzern. In dessen schöne Stadt, die idyllisch am Vierwaldstättersee lag, hatte sich Samu auf einen Blick verliebt.
Gedankenverloren, liess Samu seine Finger durch Vivis blonde Haare gleiten, die wie ein Wasserfall über ihr Gesicht und ihre Schulter fielen. Weiter über ihren schmalen Rücken und an der Seite wieder hoch. Sachte strich er ihr die Haare aus dem Gesicht und hauchte Vivi einen Kuss auf die Stirn. Wohlig seufzend, reckte sich Vivi und blinzelte Samu verschlafen, jedoch mit einem bezaubernden Lächeln auf dem Gesicht an. „Guten Morgen Süsse!“, berührte Samu nun ihre Lippen.„Mmmm...das ist wahrlich ein guter Morgen, wenn ich so geweckt werde!“, schlang Vivi ihre Arme um Samus Hals und zog ihn näher an sich heran. Die Tatsache, dass sie beide nackt waren, drängte sich erst jetzt, als Vivi sich an Samu ran schmiegte, wieder in Samus Hirn und von da aus direkt in seine Lenden. Er brummte, legte seine grossen, feinen Hände an Vivis Hintern, um sie noch näher an sich heran zu ziehen. Diese warf den Kopf in den Nacken und keuchte auf. War dieser Herr eigentlich immer gleich bereit, wenn ihm eine Gelegenheit Geboten wird? Vivi vergrub ihre Finger in Samus verwuschelten Haaren und liess sich erneut von ihm verwöhnen. Mit gefühlt tausend Küssen, die auf ihrem Hals, ihrem Dekolleté und ihren Brüsten landeten. Doch nicht zuletzt, durch den strammen Kerl weiter unten, der sie schon wieder bis in die kleinste und hinterste Ecke ihrer, erneut feuchten Höhle, ausfüllte und beglückte. Vom Scheitel, bis zum kleinen Zeh.

Fest kuschelte sich Vivi an Samus Brust, die sich immer noch hastig hob und senkte und zeichnete kleine Kreise darauf. Samu liess seine freie Hand unter ihre Haare gleiten und kraulte ihren Nacken. So viel wusste er schon von Vivi, dass sie dies mochte.„Samu?“
„Ja Süsse?“
„Wann geht denn unser Flieger?“
Samu überlegte. „Um sechs.“, er langte nach seinem Telefon, welches auf dem Nachttisch lag. Gestern wollten ihn aber viele Leute erreichen. Gut, hatte er es komplett auf stumm geschaltet. Überhaupt war sein Telefon, in den letzten Tagen, mehr als Nebensache, was auch mal sehr gut tat. Schliesslich hatte er Urlaub. Die wusste seine Mutter, Mikko und auch Riku. Das Riku ihn erreichen wollte, erstaunte Samu am meisten. Was da wohl los war? Er würde sich später darum kümmern. Jetzt wollte er den Augenblick mit Vivi noch etwas auskosten.
„Also in etwas mehr als vier Stunden.“ Vivi klang leicht hektisch. Frauen...und Riku, dachte Samu und musste schmunzeln.
„Wir haben noch genügend Zeit, Süsse! Kein Stress.“ Samu hob Vivis Kinn an, damit er ihre Lippen mit seinen berühren konnte. So verwickelte er sie in eine kleine, harmlose Knutscherei. „Ich werde uns gleich mal was zum Frühstück besorgen, während du ja schon mal deinen Koffer packen kannst. In Ordnung?“
Vivi nickte. Einmal mehr fasziniert von diesem Mann, mit dem sie gestern eine unglaubliche Nacht verbracht hatte. Einfühlsam, rücksichtsvoll, liebevoll, zärtlich. Wahrscheinlich gäbe es noch viel mehr, wofür es jedoch keine Worte gab oder Vivi sie nicht finden konnte. Samu hatte sich mittlerweilen aus dem Bett geschält, um sich anzuziehen. Wobei ihn Vivi amüsiert beobachtete. Letzte Nacht, hatte sie wahrscheinlich jeden noch so kleinen Flecken, von diesem Prachtskörper berührt und gekostet.
„Bin gleich wieder da, Kleines!“ Samu gab Vivi einen Kuss. In der Tür drehte er sich noch einmal um und grinste schelmisch. „Vivi. Ich weiss ich bin total heiss, aber jetzt solltest du deine Träumerei beenden und aus den Federn kommen.“, kaum zu Ende gesprochen, erwischte ihn auch schon ein Kissen am Kopf. Mit einem schallenden Lachen, verliess Samu das Zimmer und Vivi liess sich seufzend in die Kissen sinken.
Kaum war Samu draussen, zückte er sein Telefon. Sich erst einmal bei der Mama melden, stand jetzt an. „Hey Mama! Ja, es geht mir gut. Ich bin doch im Urlaub.“, Mamas. Immer besorgt und vergassen darunter, was man ihnen erzählt hatte. Samu musste schmunzeln.„Was wolltest du denn? Wenn ich wieder zuhause bin, komme ich vorbei. Versprochen. Hab dich lieb!“, mit diesen Worten, beendete Samu das Telefonat. Das schlechte Gewissen schlich sich in Samu. Er wusste, dass er seine Familie, allen voran seine Mama, mehr als vernachlässigt hatte in letzter Zeit. Seine Mama war zwar stolz auf ihn und hatte ihn immer in allem unterstützt. Doch manchmal fiel es ihr auch schwer, wenn er so selten Zeit hatte. Sie würde, Samu gegenüber, jedoch nie etwas sagen. Doch er spürte es und konnte es, zwischendurch auch in ihrem Blick sehen, wie sie ihn ansah. Samu seufzte. Jetzt schnell was für das Frühstück einkaufen. Danach würde Samu noch Riku anrufen. Gesagt getan. Auf dem Rückweg, wählte Samu Rikus Nummer.
„Man Haber, seit wann gehst du nicht mehr an dein Telefon?“ - „Seit ich Urlaub und besseres zu tun habe.“ - „Aha“, war Rikus einziger Kommentar. „Du kannst froh sein, dass ich das Telefon gestern auf lautlos hatte.“, knurrte Samu. „Ach, hätte ich etwa in einer unpassenden Situation gestört?“ Riku musste es sich verkneifen, nicht laut los zu lachen. „Mehr als unpassend. Und wage es ja nicht zu lachen.“ Samus Stimme war ernst. Doch konnte Riku ein Schmunzeln daraus hören. „Dann nehme ich an, dass es dir gut geht?“ - „Mehr als das!“, grinste Samu. Und die gute Laune, war sogar durch das Telefon zu hören. Er war echt zu beneiden, dachte Riku. „Und was wolltest du, dass du mich in meinem Urlaub anrufst? Vermisst du mich etwa schon?“
– „Ach was, ich bin froh, habe ich ein bisschen Ruhe von dir.“, grinste Riku. „Haha, du Witzbold.“, zog Samu eine Schnute. Riku entwich ein schallendes Lachen, da er Samu vor sich sehen konnte. „Du Doofie, natürlich fehlst du mir! Aber ich freue mich umso mehr, dass es dir gut geht! Du klingst so erholt.“, auf Samus Gesicht, legte sich ein strahlendes Lächeln. „Ich vermisse dich auch, Rik.“ – „Das dachte ich mir schon. Aber deswegen habe ich nicht angerufen. Sondern im Auftrag von Mikko. Er hat dich nicht erreicht und da dachte er, dass du bei mir eher ran gehen würdest.“ – „Gut, dass er mich nicht erreicht hat.“, verdrehte Samu die Augen. „Was? Er auch?“ Riku konnte kaum mehr vor Lachen. „Ja, komm erhol dich mal wieder. Was wollte Mikko denn?“ – „Keine Ahnung. Er wollte, dass ich dir ausrichte, du sollst ihn zurück rufen.“ – „Einen Scheiss werde ich tun. Ich habe Urlaub. Und dies ohnehin nur noch ein paar Tage. Das kannst du unserem wehrten Manager ausrichten.“ – „Ok. Auf deine Verantwortung.“ – „Ja klar. Und was machst du so, die ganze Zeit?“, erkundigte sich Samu. „Mein neues Zuhause einrichten.“ – „Du bist umgezogen? Ohne mich?“, rief Samu aus. „Du bist ja nicht da. Und es ging alles ziemlich schnell. Aber du wirst der Erste sein, den ich zu mir einladen werde. Versprochen!“ – „Dann verzeih ich dir. Gleich wenn ich wieder Zuhause bin, komm ich vorbei.“, ein freudiges Gefühl, machte sich in Samu breit, bei dem Gedanken daran. „Mach das! Ich schick dir die Adresse.“ – „Sonst alles gut?“ – „Ja“ – „Rik?“ – „Alles gut Samu. Wirklich! Muss mich nur wieder daran gewöhnen, allein zu sein, in meinen eigenen vier Wänden. Aber das kommt schon.“ – „Es wird Zeit, dass ich wieder nach hause komme.“, seufzte Samu. Erst jetzt, da er Rikus Stimme hörte, spürte Samu, wie sehr ihm sein bester Freund fehlte. Es war, als würde einfach ein Teil von ihm fehlen. „Quatsch Samu. Ich bin doch kein kleines Kind mehr.“ Riku musste Schmunzeln. Er war einfach zu süss. „Ich weiss. Dennoch.“ - „Geniesse die restlichen Tage deines Urlaubs, mit deiner Süssen!“ – „Das werde ich! Bis bald, Rik!“, beendete Samu den Anruf. Kaum aufgelegt, klingelte das Telefon. Samu verdrehte genervt die Augen. „Hey Mikko, ich will nichts hören. Ich habe Urlaub.“, nahm Samu den Anruf entgegen. „Klare Ansage, Haber. Das hat dich doch sonst nie davon angehalten deinen Job zu tun.“ – „Dann ist es dieses Mal, halt mal anders. Denn dieses Mal, bin ich im Urlaub.“ – „Du bist nicht Zuhause?“ Mikkos Stimme klang erstaunt. „Allein? Wo?“ – „In Spanien. Und nein, nicht allein.“ Stille. „Sag nicht, mit der Kleinen aus dem Club?“ – „Genau, mit Vivi.“ –„Na dann. Das musst du wissen.“ – „Genau. Und du musst wissen, dass ich die letzten Tage meines Urlaubs, weiterhin ohne Arbeit geniessen will. Es sind ohnehin nur noch ein paar Tage. Deshalb muss das, egal was es ist, noch warten.“, wieder Stille. Mikko schien zu überlegen. „In Ordnung. Wenn ich gewusst hätte, dass du im Urlaub bist, hätte ich dich nicht angerufen. Riku hat mir ja auch nichts gesagt.“ –„Schon in Ordnung, Mikko. Ich melde mich, wenn ich wieder Zuhause bin.“ – „Mach das. Und nun wünsche ich dir noch einen schönen Rest deines Urlaubs.“ – „Mach ich. Danke! Bis bald, Mikko.“ Samu atmete tief durch. Jetzt aber schnell zurück zu seiner Süssen. Die wird sich schon wundern, wo er blieb.
„Vivi, ich bin wieder da!“, rief Samu, als er zur Tür rein kam. „Es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. Aber irgendwie wollten heute alle was von mir.“ Samu gab Vivi, die vor ihrem Koffer sass und versuchte, alles einigermassen zu verstauen, einen flüchtigen Kuss auf die Wange und ging in die Küche. Ein Grinsen huschte über sein Gesicht. Sie waren doch alle gleich. Und dieses fein säuberlich alles in den Koffer legen, kam Samu sehr bekannt vor. Waren diese Parallelen wirklich alle da oder zog er diese einfach immer wieder? Egal. Schob es Samu zur Seite. „Die können einfach nicht ohne mich.“, lachte Samu, als er seine Einkäufe auf den Tisch stellte.
„Das kann ich gut verstehen!“, kam Vivi ihm nach, schlang ihre Arme um seine Hüften und grinste zu ihm hoch.
„Ja? Kannst du?“, raunte Samu und liess seine Hände unter Vivis Haaren verschwinden. Diese nickte. Zu mehr, war sie schon nicht mehr im Stande. Denn Samus strahlend blauen Augen, zogen sie einmal mehr, in seinen Bann und liessen Vivi nicht mehr los. Doch seine warmen Lippen, gaben ihr den Rest. Vivi liess sich in den Moment fallen und gab sich Samu und seinen süssen Zärtlichkeiten hin. Erst das Knurren von ihrem und Samus Magen, unterbrach diesen, so dass sie sich von einander lösten und übers Frühstück her machten.

Wie im Fluge, vergingen auch die letzten gemeinsamen Tage mit Vivi. Das Wetter hielt sich, auch etwas weiter nördlich, weiterhin gut. So konnten sie die Tage und die Zeit, noch einmal so richtig geniessen, bis es hiess, Koffer packen und ab nach hause. Etwas wehmütig, waren beide, weshalb auch die Stimmung eher gedrückt war, an diesem Morgen.
„Ich gehe noch einmal kurz an den See, während du zu Ende packst.“ Vivi gab Samu einen Kuss.
Er hielt sie jedoch sanft am Arm zurück und musterte sie. „Alles in Ordnung?“
„Ja, alles gut. Mach dir keine Sorgen.“, ein leichtes Lächeln zierte ihre süssen Lippen.
„Ok. Ich komme nach. In Ordnung?“ Vivi nickte. Nachdenklich sah Samu Vivi nach. In Ordnung sah anders aus. Aber er musste ihren unausgesprochenen Wunsch, einen Moment alleine zu sein, respektieren. Er musste, da hatte Vivi recht, ohnehin noch Packen.
Vivi ging ein Stück und setzte sich dann an ihren, Lieblingsplatz, den sie bereits hatte. Hier würde Samu sie auch finden. Doch brauchte sie gerade ein bisschen Zeit für sich. Einfach, um nachzudenken. Über dieses und jenes. Vielleicht auch über sich und Samu. Sie beide. Wirklich Sinn, würde dies jedoch wahrscheinlich erst machen, wenn sie wieder ihren Verpflichtungen nach gingen, die sie für die nächsten Wochen und Monate trennten. Vivi redete es sich schon die ganze Zeit ein, dass sie es als Chance nehmen sollten. Und sie wusste, dass dies auch Samus Worte wären. Doch im Moment, machte es sie einfach nur nachdenklich und melancholisch. Ja, vielleicht auch ein bisschen traurig. Doch es war ja nicht das Ende. Es konnte sich, von nun an, auf beide Seiten hin bewegen. Eine fünfzig, fünfzig Chance. Für oder gegen sie beide.
Automatisch musste Vivi lächeln, als ihr Samus Duft in die Nase stieg. Gleich darauf seine Nähe spürte, als er sich hinter sie setzte und seine Arme um ihren Körper schlang. Dabei vergrub Samu sein Gesicht in Vivis süsslich duftenden Haaren. So sassen sie, ohne etwas zu sagen und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen und die ungeteilte Zweisamkeit. Es gab Augenblicke, da waren Worte überflüssig.
„Ich werde in nächster Zeit kaum Zuhause sein und daher auch keine Zeit für dich...uns...haben.“, unterbrach Vivi die Stille. Aus ihrer Stimme, konnte Samu die unterschiedlichsten Gefühle heraus hören. Unter anderem ein schlechtes Gewissen. „Da geht es dir wie mir.“ Vivi entwich ein Seufzen. „Was ist los, hmm?“
„Ach, ich weiss auch nicht.“
Samu setzte sich vor Vivi hin und hob ihr Kinn an, damit sie ihn ansehen musste. „Kleines, wir wussten doch von Anfang an, dass es andere als normal ablaufen und nicht ganz einfach sein würde. Sie es doch so. Dadurch, dass wir beide einen Job haben, der uns sehr einspannt, muss keiner auf den anderen warten.“
„Du hast Recht.“, nickte Vivi.
„Aber?“, sah Samu sie fragend an.
„Nichts. Wahrscheinlich ist es der Urlaubs Blues, der schon eingesetzt hat. Ich habe die Zeit mit dir einfach so sehr genossen und bin dir unendlich dankbar, hattest du diese, leicht verrückte Idee!“
Samu lächelte und strich Vivi ihre Haare hinter die Ohren. „Ich habe es auch sehr genossen! Du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr. Ich fühle mich so erholt, wie schon lange nicht mehr. Einfach, weil ich nur Samu sein konnte.“, er strich mit seiner Nasenspitze an Vivis Wange entlang zu ihrer Schläfe, wo er ihr einen Kuss hin hauchte und inne hielt.
„Für mich, bist du einfach nur Samu. Und wirst es immer sein.“
„Und darüber bin ich unendlich froh!“, berührte er Vivis Lippen und forderte einen Kuss von ihr, den sie ihm nur zu gerne schenkte. Ihre Zungen neckten sich, bevor sie einen schüchternen Tanz begannen zu tanzen. Um Luft zu holen, lösten sie sich von einander.
„Ich denke, wir sollten mal los, Süsse. Sonst verpassen wir unseren Flieger.“ Vivi nickte. Also stand Samu auf und zog sie mit sich hoch. Samu wollte es sich nicht nehmen lassen, mit dem Zug zum Flughafen zu fahren. Wer weiss, wie es das nächste Mal sein würde, käme er wieder mal hier hin. Ausserdem liebte er nun mal einfach die Unabhängigkeit. Und sobald sie auf Tour waren, wurde diese wieder mehr eingeschränkt.

Alles lief glatt. So hatten sie nach mehr als vier Stunden, schon wieder finnischen Boden unter den Füssen. Das Flugzeug, brachte sie nicht nur nach hause, sondern auch aus ihrem Urlaub, wieder in den normalen Alltag.
„Ich schreibe dir oder rufe dich an, falls es doch mal eine Lücke in meinem Terminplan gibt und es mit deinem überein stimmt.“, versprach Vivi, nachdem sie ihr Gepäck geholt hatten und draussen bei den Taxis standen. Da Vivi am anderen Ende der Stadt wohnte, entschied sie sich dafür, dass sie ein eigenes nahm. Es wäre für Samu sonst einen zu grossen Umweg gewesen. Ausserdem, würde es ihr sicher leichter fallen, sich schon hier von ihm zu verabschieden.
„Das klingt nach einer guten Idee! Ich werde es ebenso machen.“ Samu stand etwas unbeholfen da. Abschiede, waren ja auch immer eine doofe Situation.„Danke!“, flüsterte Vivi.
„Ich danke dir, Kleines!“ Samu liess, ein letztes Mal, seine Finger durch Vivis seidiges Haar gleiten. Bis seine Hände an ihren Wangen, ruhten. Vivi stellte sich etwas auf ihre Zehenspitzen, damit sie noch ein letztes Mal von Samus Lippen kosten konnte. Mit diesem letzten Kuss, trennten sich ihre Wege. Ohne weitere, grosse Worte. Die brauchte es auch nicht. Denn beide wussten, dass sie es einfach darauf an kommen lassen mussten, wie es weiter geht.
Samu sah noch kurz auf sein Telefon, als er endlich wieder Zuhause war. 'Willkommen Zuhause, Grosser!', liess ihn Rikus Nachricht augenblicklich grinsen. Auch von Mikko hatte Samu eine Nachricht bekommen. Und zwar, dass er sich noch drei Tage zusätzlich nehmen soll, um wieder hier anzukommen. Samu war erstaunt. Hatte es doch etwas gebracht, seinen Standpunkt mal klar zu sagen. Samu war froh darüber. Denn als erstes, musste er nach seiner Mama sehen und dann zu Riku. Heute war es dafür schon etwas zu spät. Ausserdem spürte Samu gerade, wie erschöpft er war. Länger als bis morgen, wollte er dann jedoch nicht warten. Es war höchste Zeit.

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