Plötzlich verschwimmt wieder alles und in meinem Kopf kreisen die Gedanken. Über mich? Was meint er damit? Warum ich? Was hat er vor? Ich nehme alles nur gedämpft war, bis ich Jaysons Stimme klar sagen höre: "Nane geht's im Moment nicht so gut. Sie ruft zurück." Ich merke, dass sich die Starre auflöst. Ein Teil von mir will Jay aufhalten. Er soll nicht auflegen. Der andere ist ihm so dankbar. Wenn sich meine Starre nicht aufgelöst hätte, würde vielleicht ein ziemlich großes Geschäft platzen. Jay kommt mit dem Handy in der Hand auf mich zu. Aufgebracht fragt er mich, was sein Vater mir gesagt habe. Ich schaue ihn nur stumm an. Warum kann ich genau in diesem Moment nichts sagen? Es ist doch nichts schlimmes! Und er soll sich doch keine Sorgen machen! Doch ich sehe sie in seinen Augen. Ich sehe seine Sorge um mich. Ich könnte stundenlang in diese Augen sehen. Schon verliere ich mich in ihnen. "Nane? Alles in Ordnung?", reißt mich Jays Stimme aus den Gedanken. Ich nicke langsam. Er kommt näher auf mich zu. "Wirklich?", fragt er skeptisch. "Ja", antworte ich leise. Mein Körper bewegt sich von allein auf ihn zu. Ich umarme ihn einfach so, muss mich dafür sogar auf meine Zehenspitzen stellen. Ich schließe die Augen und atme seinen wunderbaren Duft ein. Ich flüstere leise ein "Danke" in sein Ohr. Eigentlich müsste er mich jetzt wegschieben, nach dem was er neulich gesagt hat. Doch stattdessen legt er seine Arme um mich. Und ich verstehe die Welt nicht mehr! Erst mag er mich nicht, dann wird er romantisch, danach soll ich alles vergessen und jetzt mag er mich doch, oder wie? "Gern geschehen", flüstert er mir zu und wir lösen die Umarmung. Er gibt mir mein Handy zurück. "I...ich muss jetzt leider gehen." Ich wende mich ab und laufe beinahe nach Hause. Noch nie habe ich mich so sehr darauf gefreut endlich dort sein zu können.
Ich schließe die Tür auf und sehe als erstes Alberts besorgten Blick. Langsam trete ich ein und mache die Tür zu. Doch kaum habe ich sie geschlossen, kommt ein großer, bedrohlicher Schatten auf mich zu. Ich merke, wie ich einen Kloß im Hals bekomme, doch ich schlucke ihn runter. "Wo zur Hölle warst du Nane Gray?", fragt mein Vater langsam, aber laut... sehr laut. "I...ich...", beginne ich zu antworten. Doch mein Vater unterbricht mich:" Habe ich dir erlaubt raus zugehen?" "Nein", sage ich kleinlaut. Langsam kommen mir Tränen hoch. Doch mir fällt wieder ein, warum ich überhaupt freiwillig nach Hause gekommen bin. Ich atme einmal tief durch. "Nein, es wurde mir nicht erlaubt raus zu gehen. Doch es ist mir egal! Diese Unterhaltung können wir später gern fortsetzen, doch jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür! Ich muss jetzt verhandeln, egal ob du mitkommst, oder nicht!",sage ich laut zu ihm und drängle mich an ihm vorbei zu dem "Meetingzimmer". Dort rufe ich Mr. Lorring an und bitte ihn um eine Telefonkonferenz. Er stimmt glücklicherweise zu, nachdem er sich vergewissert hat, dass es mir wieder gut geht. Mein Vater steht in der Tür, doch lasse mich nicht stören, sondern schalte mein Handy einfach auf Lautsprecher. Lasset die Verhandlung beginnen.
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Hey Leute, erstmal Sorry, dass ich schon ewig nicht mehr geschrieben habe. Doch vielen vielen Dank für über 1000 Reads! Nochmal Dankeschön^^