Feuerteufel (Loki FF)

By rj_sam

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New York stand einem neuen, skrupellosen Killer gegenüber. Den Feuerteufel. Diesen Namen gab das FBI ihm nich... More

1_A wie Agent
2_Schaulustige Augen
3_Loki
4_Ausgebrannt
5_Blaze of Glory
6_Flammenkuss
7_Himmel
8_Legenden
9_Ich sehe dich
10_Kälte
11_Lodernde Flammen
12_Gesucht - Gefunden
13_Teufelstanz
14_Farbspiel
15_Gone Baby
16_Ich bin hier
17_Göttlich
18_Prinzen und andere Probleme
19_Des Pudels Kern
20_Alles auf Anfang
21_Motelgeschichten
22_Brüder und ihre Gespräche
23_Getrennt
24_Y
25_Beweisstück
26_Avocado und Tomaten
27_Glassplitter
28_Kohlrabenschwarz
29_ Desinfektionsmittel, Erbrochenes und Tod
30_Novocaine
31_Eine Portion Speck und Vergangenheit bitte
32_Ländliche Gefühle
33_Altes Blut
34_All Hallow's Eve
35_Die kleine Nuss und das Orakel
36_Federleichter Verrat
37_Göttliche Hilfestellung
38_Midgards Götter
39_Eifersucht und Liebe
41_Polnischer Kleintransporter
42_Gelbe Flammen
43_Meins, Deins, Unseres
44_Sterben müssen wir alle
45_Die 4 F's
46_Unheil und Unfug
47_das verlassene Herz
48_Hochzeit
49_Für Immer
50_Ende

40_Feierlichkeiten

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By rj_sam


Gedankenverloren lag sie im Bett und spielte mit der kleinen Kette, die Loki ihr vor einigen Tagen am Markt gekauft hatte. Vertieft blickte sie in den Stein und ließ ihre Gedanken baumeln. Natürlich hatte sie seine Worte gestern gehört. Auch wenn er scheinbar dachte, sie hätte es nicht. Der Gott hatte ihr seine Liebe gestanden und sie hatte nicht reagieren können. Kurzzeitig war sie wie gelähmt gewesen, ehe er sie wieder geschickt aus der Reserve gelockt hatte. Somit hatte sie nicht einmal die Chance gehabt, ihn zu sagen, dass sie ebenfalls diese Gefühle hegte. Das würde sie allerdings noch nachholen. Am besten heute Abend.

Mit einem leisen Seufzen ließ sie den Stein wieder in ihr Dekolleté fallen und rollte den Kopf herum. Loki lag neben ihr. Sein Gesicht war tief im Kissen versteckt und seine Arme waren unter diesem vergraben. Sein Rücken hob und senkte sich gleichmäßig, er wirkte so unglaublich friedlich. Lauernd rutschte sie näher, rollte sich über ihn und blieb auf seinem Rücken liegen. Genau diesen übersäte sie nun mit leichten Küssen. Zärtlich streichen ihre Fingerspitzen über seine kühle Haut. Langsam begann er sich unter ihr zu regen. Sie stoppte ihr Tun und wartete einen Moment. Loki brummte leise auf und hob sachte den Kopf. Harley konnte sich ein Grinsen nicht mehr verkneifen und legte ihren Kopf zwischen seinen Schulterblättern ab. Dabei konnte sie sein Herz hören, welches langsam immer schneller schlug.

„Guten Morgen" hörte sie ihn sagen. Seine Stimme klang verschlafen und rau.

„Morgen" antwortete sie. Umständlich drehte er sich auf den Rücken, dabei schob er sie kurz auf die Seite, ehe er sie wieder zu sich zog. Harley kletterte erneut über ihn und stemmte sich etwas in die Höhe um ihn direkt ansehen zu können. Seine Augen glitzerten noch vor Müdigkeit und auch in seinen Zügen konnte man den Schlaf lesen. Seine Hand wanderte ihren Arm entlang über die Schulter bis seine Fingerspitzen sanft über ihren Rücken fuhren. Eine Gänsehaut legte sich über ihren Körper. Bei seinem Blick begann sie erneut innerlich zu zittern, obwohl eine verräterische Hitze in ihr heranwuchs.

„Wir haben heute viel vor" erinnerte sie ihn. Leise stöhnte er auf, drückte sie an sich und zog die Decke streng über sie. Behutsam umklammerte er sie und murmelte:

„Wir bleiben einfach liegen, bis das Fest beginnt."

Selbst unter der Decke konnte sie sein verschmitztes Grinsen erkennen. Den schützenden Kokon, der Loki um sie gebaut hatte, riss sie schamlos nieder und kletterte aus dem Bett, was ihn ein enttäuschtes Grunzen entlockte. Davon ließ sie sich aber nicht beirren. Schnurstracks wanderte sie durch sein Gemach und sammelte ihre Sachen zusammen.

„Ich werde zu Helena gehen" ließ sie ihn wissen, streifte sich das Kleid provisorisch über und lief zu der Tür.

„Ich begleite dich."

______

„So so." Helena stand aufrecht vor ihnen und musterte die beiden skeptisch.

„Da seid ihr beiden schon eine Zeitlang zurück und erst jetzt lässt ihr beiden euch also Blicken?" Ihre Gesichtszüge verzogen sich zu einer mürrischen Miene. Loki nahm das alles gelassen, er setzte sein charmantestes Lächeln auf was er im Repertoire hatte und wippte leicht vor und zurück. Das Ping-Pong Spiel zwischen den beiden musste Harley nicht verstehen und das wollte sie auch nicht.

„Es gab viel zu tun" winkte sie ab.

„Das sehe ich" kurz ging ihr Blick wissend zwischen den beiden hin und her.

„Neben den fünf Göttern, die aller Hand Sonderwünsche verlangten, habt ihr beide mir auch so einige graue Haare beschert" schimpfte sie und klopfte sich das Mehl aus der Schürze. Bevor einer von ihnen auf ihre Aussage reagieren konnte, deutete die korpulente Küchenchefin auf den massiven Holztisch und Delegierte sie dorthin.

„Setzt euch, ich bring euch etwas zum Essen." Loki trat einen Schritt zur Seite und beugte sich halb vor um ihr den Vortritt zu lassen. Gespielt macht sie einen schlecht geführten Hofknicks und trat mit erhobenen Hauptes an ihm vorbei. Leise kichernd setzte sie sich auf den Hocker und wartete geduldig auf Helena. Aber man musste nicht sehr lange auf sie warten. Nach wenigen Sekunden kam sie mit einem Tablett wieder. Darauf fand man so allerhand Tropische Früchte, weißes Brot und süßen Wein. Frühstück für Champions.

Höflich bedankten sie sich und begannen zu essen. Helena ließ sich stöhnend ihnen gegenüber nieder.

„Ich habe gehört, was ihr vorhabt. Seid ihr dafür bereit?" Wollte sie wissen und ihre Züge wandelten sich. Eine mütterliche Besorgnis konnte man in den Tiefen Linien ihres Gesichtes erkennen, wobei Harley warm ums Herz wurde.

„Das sind wir" versicherte Loki, dabei war seine Aufmerksamkeit auf Harley gerichtet. Der Bissen von der Orange schmeckte in der nächsten Sekunde bitter und Fremd. Schlagartig verging ihr der Hunger. Bislang hatte sie den Gedanken an Heute Abend gut verdrängen können. Die Worte des Gottes hatten sie außerdem beflügelt wie ein Rausch. Diese hatten alles negative so weit es ging abgeschottet.

„Da ist wohl deine Liebste anderer Meinung" erfasste Helena die Situation und deutete unweigerlich auf sie. Die Hand die sich auf ihren Oberschenkel und dann auf ihre Hand schob, bemerkte sie zuerst gar nicht. Der Schwall an „was wäre wenn" Gedanken schwemmte sie einfach davon. Erst der gezielte Druck zog sie bestimmend aus dem Strudel heraus und katapultierte sie wieder in das Hier und Jetzt. Kurze Zeit starrte sie einfach nur auf seine Hand, die ihre umklammerte, ehe sie langsam den Kopf hob und ihn ansah. Eigentlich hatte sie nie wirklich etwas zu Verlieren gehabt in ihrem Leben. Natürlich, ihr eigenes Wohl lag ihr am Herzen, aber sonst hatte sie ihren Partner und das war es auch schon. Sie hatte keine Familie um die sie bangen musste, keine beste Freundin und auch nur bedingt eine flaue Liebe, die nie an das herankommen würde, was sie für Loki empfand. Genau das war der Wendepunkt. Nun hatte sie etwas zu verlieren, er war ihre Achilles Ferse. Zu allererst machte sie sich wegen ihn Sorgen, dann erst um sie. War das die Definition von Liebe? Hegte er ebenfalls diese Gedanken über sie? War es denn überhaupt wichtig das zu wissen? Sie wusste es schlicht und ergreifend nicht. Was sie wusste war, dass sie es verhindern musste, ihn zu verlieren. Komme was wolle.

„Ja sieh mal einer an. Dass ich das in meinen alten Tagen noch erleben darf" lachte Helena und klopfte sich zufrieden auf den Bauch. Gleichzeitig drehten Loki und sie den kopf herum. „Der Gott des Unfugs, verfallen. Ausgerechnet einem Menschenskind." Kicherte sie und schüttelte ihren Kopf. So schnell ihre Laune gekommen war, so schnell ebbte sie wieder ab. Die Ernsthaftigkeit kam schlagartig zurück. Drohend streckte sie einen Finger in die Luft und wippte diesen vor und zurück.

„Ich schwöre euch eines, dass ihr mir ja heil wieder kommt! Sonst mach ich euch die Hölle heiß" schimpfte sie und senkte den Finger.

„Und jetzt esst. Ihr müsst zu Kräften kommen."

_________

Das tragen des Kleides fühlte sich so Falsch an, wie der Abend der vor ihnen lag. Der Stoff, so weich und geschmeidig er auch verarbeitete wurde, fühlte sich kratzig an ihrer Haut an. Das Haar wollte nicht so, wie sie wollte und der Schmuck löste ein unangenehmes Jucken aus. Harley würde nun in allem den Wurm finden. Nichts würde ihr passen und nichts war gut. Das Wissen, was dieses eigentliche Fest beherbergen sollte, vergiftete einfach alles. Unwohl zupfte sie an einer widerspenstigen Strähne herum, bis sie es schließlich doch aufgab. Die Zeit wurde langsam knapp und ob die Strähne nun in ihr Gesicht hing, oder sauber nach hinten gesteckt war, würde auch keinen Unterschied zu ihrem Schicksal machen. Das Unbehagen in ihr nahm eine ganz neue Form an, die sich allmählich mit der Nervosität mischte und sich zu einen gefährlichen Cocktail mischte. Ihre Hand-Innenflächen waren benetzt mit kalten Schweiß, dafür waren ihre sonst so blassen Wangen gerötet und auch ein paar Hitzeflecken konnte man an ihren Hals erkennen. Trotz alledem verließ sie mit gespielt erhobenen Haupt ihr Gemach, welches sie in den letzten Tagen nur zum Umziehen besucht hatte und trat auf den Gang. Die Musik konnte sie von ihrer Position bereits vernehmen, deshalb ging ihr Blick zuerst in die Richtung der Feierlichkeiten. In der entgegengesetzten Richtung, lehnte Loki und nutzte den Moment der Unsichtbarkeit aus um sie zu Mustern. Das war wieder einer der Momente, in denen sie nicht sehen konnte, was seine Augen ihr offensichtlich zuriefen. Denn auch wenn für sie scheinbar nichts perfekt an ihr war, zeugte das Funkeln in seinen Augen, dass das für ihn anders war. Bewusst ließ er sie im Ungewissen. Es war der letzte Moment, vor dem Finale, dass er sie ganz alleine für sich hatte. Er nutzte jede Sekunde um alles zu verinnerlichen. Dabei vielen ihm auch die kleinen Details auf. Wie die geballten Hände und die Fingernägel, die sich in die Handflächen Bohrten. Das sichtbare Pochen an ihrer Halsschlagader, was ihm unteranderen verriet, wie nervös sie war und diese kleine, wilde Strähne, die sich über ihr Auge geschoben hatte um das Grau zu verstecken. Ihr erster Schritt war zaghaft, trotzdem bildete ihr Körper eine gerade, aufrichtige Linie. Doch dann blieb sie abrupt stehen und drehte sich zielgenau herum. Erst da bemerkte sie ihn. Er lehnte gegen die Wand und sie hatte keine Ahnung von den Gedanken in seinem Kopf, wie sollte sie auch. Aber sie hatte ihn gespürt, etwas zu spät aber immerhin. Seine Arme hatte er vor sich verschränkt, der Kopf war leicht gesenkt und er wirkte beinahe wie eine lauernde Katze zwischen den Säulen. Sein Gewand bestand aus einer Lederrüstung, aber nicht wie üblich seine grün schwarze, mit den goldenen Einsätzen. Dieses Mal überwog ein dunkles Petrolblau. Harley schwieg bewusst, die Angst vor dem Kommenden versiegelte ihre Lippen und das war auch in Ordnung. Nie hatte sie sich für ihre Angst geschämt, ganz im Gegenteil, erst wenn man Angst fühlte, konnte darin der Mut entstehen und wachsen.

Loki stieß sich von der Wand ab, auch er schien keine Worte zu finden. Er trat elegant nehmen sie und ergriff ihre Hand. Diese fädelte er um seinen Ellbogen und zog sie dann Richtung Feierlichkeiten, welche bereits voll im Gange waren. Kaum hatten sie den dekorierten Saal erreicht, umhüllte sie die ausgelassene Stimmung. Harley wurde einfach hineingesogen und bewegte sich gleichmäßig mit der Menge. Thor war auch erschienen. Bondye war scheinbar ein alter Freund von Heimdall. Mit seiner Hilfe hatte er es geschafft den Gott des Donners zurück zu holen. Jedoch konnten sie zu dem Zeitpunkt noch nichts wegen Frigga und Odin unternehmen. Thor war unterrichtet und eingeweiht, trotzdem stolperte er kurz aus der Rolle, als er das Menschenskind sah. Mit einem Kelch in der Hand, wie immer, rannte er auf sie zu und zog sie in seine berühmt berüchtigte Umarmung, sie sie immer wieder aufs Neue in Atemnot versetzte. Und wie immer, hatte Loki hier ein Wörtchen mit zu reden. Dieser zog sie recht schnell wieder von ihm weg und überschüttete seinen Bruder mit hasserfüllten Blicken. Doch Thor hielt dagegen, ohne darauf zu achten, war auch Loki in solch einer Umarmung gefangen und rang kurzzeitig nach Luft. Wenn Harley sich nicht getäuscht hatte und da war sie sich fast sicher, dass sie das nicht getan hatte, konnte sie auf seinen Lippen für eine Millisekunde ein ehrliches, vom Herzen kommendes Lächeln entdecken. Einen Moment ließ Harley den Blick durch die Runde gleiten, um zu prüfen, ob alle an ihrer Position waren. Die Fünf Götter aus den anderen Bereichen den Glaubens waren gut positioniert. Poseidon bemerkte ihren Blick und prostete ihr mit einer aufmunternden Geste zu. Da Harley kein Getränk in ihren Händen hielt, nickte sie ihm einfach nur zu und zwang sich zu einem Lächeln. Es war nur halb echt. Die Anspannung in ihr verbot ihr eine echt Freude zu fühlen um dieses jedoch so gut es ging zu minimieren, drehte sie sich wieder zu ihrem Gott und stellte sich eng an ihn. Dieser hatte sich bereits aus der Brüderlichen Umarmung befreit und tauschte ein paar Worte mit Thor aus, ehe er stoppte und sie kurz musterte. Dass er sie lesen konnte wie ein offenes Buch, war ihr bewusst, darum wunderte sie es auch nicht, als er beruhigend den Arm um sie legte und sie zu der reich gedeckten Tafel führte.

„Ein Becher" sagte er und reichte ihr einen Kelch gefüllt mit Wein.

„Um die Nerven zu beruhigen" sagte er mit einem kecken Zwinkern.

„Dafür reicht ein Becher nicht" murmelte sie gegen den Rand und trank einen kräftigen Schluck. Ein bis zwei Stunden musste sie noch irgendwie überbrücken, dann würde es losgehen. Heimdall hatte geschickt ein paar Brotkrümel verstreut und den Nilgram die Tore geöffnet. Zwar wusste sie, dass diese das gar nicht brauchten, aber sie wusste auch, dass sie bislang jede Chance genutzt hatte, wo Harley alleine gewesen war. Dieses Wissen, würde sie heute ausnutzen und beten, dass die Falle zuschnappen würde. Diese Wesen hatten Blut geleckt und sie wollten das zu Ende bringen, was sie in der Lagerhalle nicht geschafft hatten. Dadurch, dass die Wunden keinesfalls tödlich waren und nie wirklich eine Absicht dahinter steckte, ihr tatsächlich das Leben zu nehmen, war sie sich sicher, dass die Nilgram sie lebend haben wollten. Es waren viele wage Vermutungen, sie musst einfach auf ihr Glück hoffen.

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Fanfiction

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