Zögernd öffne ich ihren Kleiderschrank. Oh man das fühlt sich irgendwie total falsch an.
Das erste was ich drinnen erblickte waren Klamotten die ordentlich auf ihren Plätzen lagen.
Ich durchsuchte jeden Winkel, zwischen all den Kleidungsstücke und auf dem Kleiderschrank selbst.
Als ich mir sicher war jeden Winkel angeschaut und in jeder Tasche geguckt zuhaben drehte ich mich zu ihrem Nachtisch und suchte dort weiter.
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Seufzend drehte ich mich zu den ganzen Dingen um die ich gefunden hatte und gern mitnehmen würde.
An ein paar Kleidungsstücken hab ich mich auch vergriffen. Tja was soll ich sagen.
Ich habe alles auf dem Bett gelegt und sortierte Kleidung weg von Kisten oder Briefen usw.
Zuallererst griff ich nach einer kleinen schwarzen Schatule.
Als ich sie öffnete erblickte ich eine Kette mit einen Herzanhänger.
Als ich es rausholt um es mir genauer ansehen zukönnen, fiel mein Blick an den Rand des Anhängers.
Anscheinend könnte man die Kette öffnen. Hmmm.
Vorsichtig versuchte ich sie zu öffnen was mir auch eigentlich recht leicht fiel.
Mein Atem stockte. Tränen könnte ich nicht mehr zurück halten und meine Sicht begann zu verwischen.
Es war einfach wunderschön...
Es waren zwei Bilder drinne. Einmal ein Bild von Mom und mir als ich noch ein Baby war und dann noch eins das erst vor kurzem entstanden war.
Das Selfie das ich gemacht habe an dennen wir beide in die Kamera strahlten. Die Gravur vom Anhänger innen, ließ die Bilder noch wunderschöner wirken.
Ich legte mir die Kette um und wischte mir die Tränen weg.
Bestimmt war das ihr Geburtstags Geschenk an mich. Ja ich habe nächste Woche Samstag Geburtstag. Dann werde ich endlich 18...
Darauf würde ich um mein Leben kämpfen.
Nach dem ich mich einigermaßen wieder beruhigt hatte band ich meine Haare zu einen Messi Dutt zusammen und nahm mir die nächste Kiste. Sie war grün und groß.
Darin befanden sich Foto Albums.
Mir unbekannte Albums....
Sofort nahm ich einen raus und öffnete die erste Seite.
Darauf waren drei lachende Jungs zusehen und ein heulendes Baby im ihrer Mitte. Der älteste müsste vielleicht zehn sein.
Vielleicht sind das ja meine Brüder.
Schoss es mir durch den Kopf.
Mhhh...Ja das könnte sein. Jahre vor meiner Geburt.
Ich seufzte. Das Bild wurde anscheinend in einen Garten gemacht. Ja es sah schon schick aus. Echt schick...schick..Vielleicht ist mein Vater ja ein reicher Mann?
Wer weiß das schon.
Ich guckte mir alle Alben durch und stellte zuletzt fest dass es vor der Scheidung waren.
Ich habe auch Bilder von meinen Vater gefunden.
Ein attraktiver Mann muss man sagen.
Pechschwarze Haare, die ich eindeutig von ihm habe und warme blaue Augen.
Er sieht echt sympathisch aus. Ich freu mich wirklich ihn kennenzulernen.
Das ist ja echt komisch geworden.
Vorher gab es nur Mom und mich und bald werde ich zu meinen Vater ziehen.
Das Leben hat es echt nicht gut mit mir gemeint. Wer weiß ob es jetzt besser wird aber trotzdem ändert das nichts an den ganzen Sachen die jetzt mein Leben verändert haben.
Einzel Kind- Fünf Brüder
Mom- Dad
New York- LA
Seufzend ( Ich seufzte in letzter Zeit echt viel) guckte ich auf die Uhr um danach aufzuschrecken da es schon ein Uhr war.
Ich muss doch noch packen und alles!
Verdammte-
Und die Sachen von Mom ausmisten.
Oh man.
Ich guckte auf moms Bett. Da lagen noch ein paar Kisten rum aber die würde ich dann einfach aufmachen wenn ich bei Charles bin.
Ab an die Arbeit Tess und ja kein Trödeln!
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Nach anderthalbstündigen gepacke und geflenne war ich endlich fertig.
Es ist ja nicht so dass wir vieles Zeug besitzen würden.
Nachdenklich sah ich mich in meinen Zimmer um.
Die Wand an der ich Bilder angebracht hatte, sieht jetzt einwenig kahl aus.
Eigentlich ja nicht nur die eine Wand.
Das ganze Zimmer sieht so leer aus. Alles ist freigeräumt. Mein winziger Kleiderschrank ist jetzt hohler als davor, mein Nachtisch ist auch leer und mein Bett ordentlich.
Teilweuse zufrieden verließ ich zögernd das Zimmer und schaute mir mein Gepäck an. In meinen kleinen Koffer passen so gut wie alle Kleidungsstücke rein.
In den Koffer meiner Mutter, der etwas größer war als mein eigener, hab ich die vielen Kisten und etc von ihr und mein zweites Paar Schuhe gesteckt.
Ein paar Bilderrahmen und dekostücke hab ich auch noch rein bekommen.
Und dann noch mein Zuguterletzt kleinen Rucksack in den ich die persönlichen Sachen tat.
So z.b. meinen Pass, das Geld was ich gefunden hatte etc.
Plötzlich klingelte es an der Tür.
Schwerfällig nahm ich meine Beine in die Hand und öffnete die Tür.
Ein blonderschopf sprang mich an und fiel mit mir zusammen hin.
Stöhnend ließ ich meine Augen geschlossen, schubste dieses Troll von mir runter und blieb einfach mal mit ausgestreckten Armen und Beinen auf dem Flur Boden liegen.
Ich hörte unterdrücktes Lachen und sprach ohne meine Augen zu öffnen.
"Mach die Tür hinter dir zu, Jessica."
Das brachte sie aus mir unerklärlichen Gründen noch mehr zum Lachen.
Genervt öffnete ich meine Augen und blickte zu meiner Freundin die anscheinend aufgestanden ist und die Tür hinter sich zukickte.
Ich hatte irgendwie den Drang mitzulachen, aber irgendwie auch nicht.
Ich bin immernoch fertig wegen der Sache mit meiner Mom. Vielleicht bekommt man gerade von mir den Eindruck dass ich es schon akzeptiert hätte dass sie eben.....tot ist aber das hab ich nicht.
Ich bin nicht so der Gefühlsmensch.
Ich zeige meine Gefühle nicht so gerne und Rede darüber auch nicht mit Leuten.
Da fühle ich mich dann immer so schrecklich unwohl bei.
Aber Hand aufs Herz. Ich könnte mich jetzt in mein Zimmer unter mein Bett verstecken und dort heulend verrecken.
Denn ich würde meine Mom nie wieder in die Arme nehmen können.
Ich würde meine Mom nie wieder lachen hören.
Und dass alles wichtigste ich würde nie wieder mehr mit meiner Mom zusammen einen Freitag Abend verbringen können.
Ich würde meine Mom nur noch in meinen Erinnerungen an sie, sehen können.
Wieder schlucke ich den Kloß in meinen Hals runter und stand langsam auf.
Jessy hatte sich mittlerweile wieder beruhigt und schaute mich aus ihren großen blauen Augen besorgt an.
Ich stand einfach nur auf und lief in die Küche.
Schnell und leise bereitete ich meine lieblingssuppe vor und stellte dann fünf min später zwei dampfende Schüsseln auf dem Tisch.
Leise aßen wir zu Ende und gerade als ich dabei war die Küche wieder zu verlassen, sprach Jessy.
"Ähm...Tessibär Ich hab was für dich."
An der Hand zog sie mich zurück zum Esstisch sah mich abwartend an.
Ich schaute sie genauso abwartend an.
Sie schaute mich noch abwartender an.
Ich schaute sie fragend an und und zog eine Auogenbraue hoch.
Verwirrt sah sie mich an.
Genauso verwirrt sah ich sie an.
"Und was genau hast du?" Genervt sah ich sie an.
In ihren Augen blitzte Erkenntniss und sie wurde leicht rötlich im Gesicht.
Kopfschüttelnd sah ich ihr dabei zu wie sie peinlich berührt eine Box aus ihrer Disignertasche rausholte.
Ja Disignertasche. Unsere liebe Jessica kommt auch nicht vom schlechten Hause. Aber das ändert trotzdem nichts an unserem Verhältnis.
Den sie ist nicht so wie eine gewisse Vanessa und gibt damit an.
Bei den bloßen Gedanken an dieser Göre kriege ich schon schlechte Laune.
Meine Güte aber auch.
Verwirrt sah ich mir die rote Box an.
"Man Jessy wenn es teuer ist dann steck ich es dir zurück in den Arsch verstanden" drohend sah ich sie an.
Sie verdrehte bloß die Augen.
"Halt die Klappe und mach endlich auf."
Langsam entfernte ich das Papier und blickte einer goldenen Schachtel entgegen.
Nein. Nein das....Nein einfach NEIN!
"Nein" sprach ich auch schon meinen Gadanken laut aus.
"Ich hoffe du hast die Quitung noch."
Augenverdrehend schaute sie mich an.
"Jetzt hab dich nicht so wegen mir hast du kein Handy mehr und jetzt geb ich dir ein Neues."
"Aber..."
"Nein einfach NEIN Tess! Kein Aber! Und wenn schon dass ist allein als Eigennutz gedacht."
Hääääää was für Eigennut-
"Sonst kann ich dich nicht erreichen wenn du morgen nach LA fliegst! Verstehst du? Also hab ich hauptsächlich egoistisch gedacht. Na los ich hab schon alles eingestellt."
Aufgeregt schaut sie mich an.
Ja schon sie hat ja Recht, aber ich mag es nicht wenn man mir was kauft.
Da fühl ich mich immer so lächerlich und-
Jetzt nimm es doch und sei endlich leise!
Meine wundervolle innere Stimme.
Na Hallo aber auch, du kannst gleich wieder gehen.
Ergeben öffnete ich die Schachtel und holte das IPhone heraus.
Vorsichtig schaltete ich es an und erblickte ein Foto von mir und meiner allerbesten Freundin als Hintergrund Bild.
Wie süß hihih-
Hab ich da gerade etwa gehihit?
Oh shit ich bin wirklich krank, solch Geräusche gebe ich doch nicht von mir! Das-
Plötzlich wurde ich von der Seite umarmt.
"Na los, geh dich umziehen wir müssen doch noch zur..." kurz zögerte sie
"Beerdigung. Schon klar."
Mit deutlich schlechterer Laune stand ich auf und ging mich fertig machen.
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