GLAUB MIR ~Abgeschlossen

By cloudunsaved

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"Langsam zwängt auch er sich durch die Menschenmassen, dies ohne seinen Blick von mir abzuwenden. Ich bewege... More

Informationen
Prolog
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53.
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Epilog
Danksagung / Erklärung
Fortsetzungen & Spin-Offs
RELEASE: GLAUB MIR - TEIL 2

3.

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By cloudunsaved

LEONIE // HAMBURG

Raphael hat mich tatsächlich nach Hause gefahren, natürlich in seinem Maserati. Etwas unangenehm war es mir schon, da man in meinem Viertel nicht oft Sportwagen sieht. Wieder in meiner Wohnung habe ich mich wieder ins Bett geschmissen und wortwörtlich meinen Rausch ausgeschlafen. Mich wundert es ja wirklich, dass der ganze Kram nicht Retoure kam? Vielleicht lag es aber auch an der Fürsorge und der Pflege der Jungs.
Als ich den Abend Revue passieren lasse muss ich automatisch grinsen. Ich war wirklich mit den angesagtesten Rappern der Stadt in einer Bar, anschließend in einem Club und habe sogar noch bei einem von ihnen übernachtet? Und das, ohne uns wirklich zu kennen. Wäre ich nicht selbst dabei gewesen, würde ich es nicht glauben.
Raf und John sind heute im Studio und arbeiten an 'Palmen aus Plastik 2', ihrem zweiten Collaboalbum. Plötzlich piept mein Handy. Raphael hat mir seine Nummer geben, falls irgendwas ist und ich ihm meine. Jedoch ist er jetzt die Person die mir schreibt:

Raf: Heyooo ich hoffe du konntest deinen Rausch ausschlafen? Hast du Lust mal einen Kaffeetrinken zu gehen? Achso im übrigen schicke ich dir noch Johns Nummer, er hat darauf bestanden!!

Automatisch muss ich schmunzeln, einen Kaffee trinken? Soll das ein Date sein? Was auch immer es sein soll, ich sage zu:

Leonie: Heyy, nachdem ich mich Zuhause sofort hab ins Bett fallen lassen ja. Mir geht's wieder gut :P Kaffeetrinken klingt super :)

Nachdem ich die Nachricht abgeschickt habe, frage ich mich sofort ob es zu viele Smileys waren oder die Nachricht zu brav geschrieben war? All diese Gedanken werden jedoch von Rafs nächster Nachricht verschlungen:

Raf: Hole ich in 30 Minuten an :P

Fuck. Ich muss noch duschen und mich allgemein irgendwie zurechtmachen, damit ich nicht aussehe wie eine Alkoholeiche. In Blitzesschnelle hüpfe ich unter die Dusche, Seife mich ein, wasche meine Haare und rasiere mich. Viel Zeit bleibt mir jetzt nicht mehr groß zu überlegen was ich anziehe, also entscheide ich mich für eine zartrosa Jeans, ein weißes Shirt und ebenfalls zartrosa Sneakers. Ich schaffe es gerade noch so mich leicht zu schminken als es an meiner Wohnungstür klingelt. Ich nehme die Gegensprechanlage an und sage: " Ja Hallo?", ich weiß genau dass es Raf ist, aber aus Gewohnheit brauche ich immer erst eine Bestätigung über die alte Sprechanlage.
" Leonie ich bins, Raf!", höre ich seine tiefe Stimme, welche mir sofort Gänsehaut verpasst. " J-ja ich bin gleich unten", antworte ich etwas nervös und lächle. Unten angekommen lehnt Raf sich gekonnt an seinen Maserati. Verdammt. " Hey, du siehst toll aus! So ausgeschlafen", begrüßt er mich und schließt mich in einer feste Umarmung, für den ausgeschlafen Spruch bekommt er aber die Zunge rausgestreckt, woraufhin er grinst.
" Danke, du auch. Wie wars im Studio?", frage ich als wir uns in den Wagen setzen. Er nickt und antwortet: " Super! Wir haben sehr viel produziert und neue Songs geschrieben. Vielleicht magst du mal vorbeikommen? Normalerweise lassen wir niemanden ins Studio der nicht zur Bände gehört, vorallem keine Mädels", bietet er mir an und ich nicke zustimmend: "Wäre mir eine Ehre".
Wir fahren in eine Tiefgarage und machen uns anschließend auf den Weg in eine Eisdiele am Hafen. " Ich dachte mir, wir gehen doch lieber ein Eis essen. Wenn du magst?", fragt er und ich nicke. Wir setzen uns auf die Terrasse und schauen in die Karte. " Hat sich deine Chefin eigentlich nochmal gemeldet?", fragt er und ich lache bevor ich den Kopf schüttel und antworte: " Nein, ich bin mal gespannt wie das morgen auf der Arbeit wird....wahrscheinlich will sie alles wissen". Wir beide beginnen zu lachen, bevor wir bestellen und beginnen uns über allen möglichen Kram zu unterhalten. Ich lerne Raphael mit jedem Wort immer mehr kennen und lausche ihm gespannt.
Er erzählt mit von seiner Kindheit, Umzügen, dem Leben auf der Straße, seinem Weg nach Berlin und wie er die Jungs kennengelernt hat. " ...ja und jetzt sind die Jungs meine Brüder", beendet er seine kurze Biografie und lächelt. " Wow! Du hast in deinem Leben schon echt viel erlebt...kann ich nicht gerade behaupten", antworte ich und er lacht kurz. Dann möchte er, dass ich etwas aus meinem Leben erzähle: " Na gut, aber erwarte nicht, dass es so spannend ist wie deins! "
Ich erzähle ihm von meiner Geburt in München, meinem Umzug nach Osnabrück, meiner nicht besonders spektakulären Schullaufbahn und schließlich meinem Jurastudium, auf das ich praktisch schon mein Leben lang vorbereitet wurde. " Aber willst du das wirklich? Dein Studium meine ich?", fragt er anschließend. Gute Frage, also ja klar. "Ja, ich meine wies o sollte ich es sonst tun? ", ich erkenne an seinem Blick, dass er mir nicht glaubt. Aber für mich stand nie etwas anderes zur Auswahl, ich würde schon immer darauf vorbereitet und kenne es nicht anders....

"Wollen wir noch ein bisschen spazieren?", fragt Raf und ich nicke, woraufhin er zahlt und wir den Hafen entlang laufen. Es ist still zwischen uns, niemand weiß so Recht was er noch fragen soll. Aber seine Nähe tut mir gut, auch wenn ich mit den "bösen Jungs" bereits eher schlechte Erfahrungen gemacht habe. Bei dieser Art böser Jungs fühle ich mich wohl, denke ich zumindest. " Das klingt jetzt vielleicht total bekloppt, aber in dieser kurzen Zeit in der wir uns jetzt kennen bist du mir unglaublich wichtig geworden. In meinem Job ist es schwer Leuten zu vertrauen, da man nie weiß welche Absichten sie haben. Bei dir ist das aber anders, dir kann ich vertrauen ohne Angst zu haben du plauderst was aus. Du los etwas in mir aus, dass ich mir nich erklären kann", öffnet er sich mir und ich werde etwas rot. Er beschreibt schließlich genau das was ich auch empfinde. Zwischen uns fühlt es sich an, als kennen wir uns schon ewig. " Geht mir genauso", antworte ich knapp, woraufhin wir beide lachen. Raf legt vorsichtig einen Arm um mich, weshalb ich meinen Kopf auf seine Schulter lege als wir stehen bleiben....

// 2 WOCHEN SPÄTER//

Ich treffe mich sehr oft mit den Jungs. Seit etwa einer Woche geht die Uni wieder weiter und ich bin wieder in meinem Studententrott angekommen. Heute ist Freitag und ich werde am Abend wieder mit den Jungs in einen Club gehen.
Jenny wollte, als ich wieder zur Arbeit kam, natürlich alles wissen. Sie ist der festen Überzeugung, ich verheimliche ihr, dass ich mit Raphael geschlafen habe. Was totale Quatsch ist. Vielleicht kommt sie aber auch auf den Quatsch, da die Jungs immer häufiger im Laden einkaufen kommen und mich wie kleine Kinder umarmen sobald sie mich sehen.
Nach den Vorlesungen über Anklagen und Rechte fahre ich mit der S-Bahn zu meiner Wohnung, in der Hoffnung dort noch etwas schlafen zu können. Als ich die Wohnungstür aufschließe piept mein Handy: John!

John: Naaa angehende Anwältin? Die Kriminellen holen dich um 20 Uhr ab. Dann gehen wir was Essen und schließend in den Club ok?

Ich will gerade eine Antwort tippen, als eine weitere Nachricht eintrudelt:

John: Raf sagt, du sollst was heißes anziehen! Was kurzes und enges! XP

Jetzt muss ich Lachen, besonders als Raf mir von seinem Handy aus schreibt:

Raf: John lauert Quatsch! Er will das! Obwohl das gerne ein kurzes, enges Kleid anziehen kannst wenn du willst

Ich schmunzle und versuche mich auf eine Antwort zu können, erst antworte ich John:

Leonie: Geht klar :) Raf kennt meine Adresse!

anschließend Raf, welchen ich etwas provoziere:

Leonie: Ach ja? Du willst mich also nicht in einem kurzen, hautengen Kleid sehen? Bin ich dir peinlich? Vielleicht sollte ich heute Abend eher mit John tanzen?...

Das mache ich gerne, ich weiß auch, dass man mit ihm solche Witze machen kann. Auch wenn wir uns eigentlich echt noch nicht lange kennen.
Sekunden später bekomme ich eine Antwort:

Raf: Du bist wundervoll! Ich würde ich gerne so sehen -aber nur wenn du mit dem alten Raphael tanzt?

Jetzt lasse ich ihn zappeln und antworte nicht, stattdessen lege ich mich hin und stelle einen Wecker auf 18:00...

RAF // HAMBURG

Wieso macht John das? Er versucht mich vor Leonie zu blamieren!
" Bruder warum machst du das? Was meinst du was sie jetzt von mir denkt?! Jetzt denkst du ich will sie knallen!", mache ich meinem Ärger Luft. Klar war es nicht wirklich schlimm was er geschrieben hat, und es stimmt ja auch, aber trotzdem ist es unangenehm. " Ich war nur ehrlich? ! Außerdem willst du sie doch flachlegen! Wieso also verleugnen was Wahrheit ist?", entgegnet John und lacht, während ich rot werde. Jonas und Max sitzen neben uns und lachen sich kaputt. Ich geb auf,, sollen die doch machen was sie wollen. Leicht genervt hole ich mir ein Bier aus dem Mini Kühlschrank im Studio. " Raffi!! Och jetzt sei doch nicht so!!", bemuttert mich John mit der größten Ironie, "Sie weiß was du für eine Person bist und außerdem will sie dich doch auch? Man merkt das!"

Ich ignoriere seine Aussage, sollen die alle doch einfach machen was sie wollen. Ja, vielleicht überreagiere ich auch, kann aber auch an der Unmenge Gras liegen die ich in den letzten Tagen konsumiert habe...

LEONIE // HAMBURG

Mein Handy-Wecker klingelt mich um 18:00 aus dem Schlaf, da ich leichten Hunger habe trinke ich einen Smoothie und gehe anschließend duschen. Vor meinem Kleiderschrank stehend, entscheide ich mich tatsächlich für ein enges Cocktailkleid:

Ehrlich gesagt, habe ich dieses Kleid in der 13. gekauft, da all meine Freund mit mir in einen Club gehen wollten und es irgendein Event mit schwarzer Kleidung war. Dieser Abend war uh tatsächlich der einzige Tag andem ich es anhatte, ich wollte damit auch mal etwas mehr Haus zeigen um nicht so stark von allen aufzufallen. Rückblickend was es total bescheuert und die Party bzw. dieses Event war langweilig.
Unter das Kleid ziehe ich schwarze Heels, obwohl ich erst meine Vans drunter ziehen wollte. Meine Intention heute Abend ist es, nich von den ganzen Frauen angegafft zu werden, da ich underdressed mit den Jungs unterwegs bin.
Bei unserem ersten Abend zusammen, war ich zwar hacke dicht, aber habe ihre verabscheuen Blicke trotzdem mitbekommen...
Mein Make-Up lasse ich dennoch natürlich, um nicht zu extravagant zu wirken, während ich meine Haare am Ende leicht locke.

Gegen 20:10 höre ich den Motor von Rafs Auto aufheulen und anschließend eine Klingel. " Ja, ich bin sofort unten!!", sage ich durch die Gegensprechanlage und packe die letzten Sachen in meine, ebenfalls schwarze, Clutch.
Dann laufe ich die Treppe herunter und sehe John und Raf bereits rauchend neben dem Auto stehen.
"Heeey! Du sieht hammermäßig aus!", begrüßt mich John und schließt mich in eine feste Umarmung, welche ich erwidere. Seine Hand liegt dabei etwas zu weit unten.
Bei Raphael ist das ganze nicht anders, auch er umarmt mich, mit einer Hand die etwas zu weit unten ist und einem Kuss auf der Stirn: "Fuck Amore, du hast ja wirklich ein enges, kurzes Kleid angezogen. Dann muss ich ja heute Abend auf dich aufpassen", flüstert er nach der Umarmung in mein Ohr. Auf seinem Gesicht hat sich ein breites Grinsen ausgebreitet, woraufhin ich verlegen lächle. Im Wagen sitzt außerdem noch Max, welcher mir zur Begrüßung ein High-Five gibt.  "Kommt der Rest der Jungs noch?", Frage ich neugierig, während Raf eine Tiefgarage ansteuert. "Vielleicht. Jonas muss wegen seiner Tochter schauen und der Rest hat sich nicht wirklich gemeldet", antwortet John, während er sich einen Joint dreht. Jonas hat ein Kind? Wieso wurde mir das nie erzählt? "Er hat eine Tochter?", frage ich neugierig nach, woraufhin alle lachen. "Hat er. Aber er hält sie der Öffentlichkeit fern. Weißt du wer noch eine Tochter hat?", antwortet Raf und ich schaue ihn teils verwirrt, teilweise positiv überrascht an, bevor ich den Kopf schüttle und Raf seine Hand auf Johns Schulter legt. "Der gute John Moser, besser bekannt als Bonez MC", fügt er hinzu, woraufhin John grinst.

Auf meinem Gesicht breitet sich ein Grinsen aus, ich freue mich wirklich, dass die Jungs Kinder haben. Auch wenn ich es ihnen nicht zugetraut hätte. John beginnt wenig später von seiner Tochter zu erzählen und zeigt mir Fotos, während wir zum Club laufen. "Sie ist wirklich zuckersüß! Hast du gut hinbekommen", entgegne ich lächelnd und spüre Raphaels Blick auf mir...

_________________

Zwei kurze Fragen:
1) gefällt euch die Geschichte bisher oder wollt ihr, dass ich auf irgendwas näher eingehe?
2) Ist die länger der Kapitel angemessen? Sind immer um die 2000 Wörter okay?

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