Swot

By SweetHoney91

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Von keinem bemerkt und beachtet. Das ist Serena Fray. Ihr Aussehen entspricht auch ihrem Innern. Es gibt nic... More

Darum geht's
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
#Trailer <3
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kleines Gewinnspiel :)
Kapitel 32
Die Gewinner sind:
Kapitel 33

Kapitel 18

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By SweetHoney91

„Okay, ich komme mit! Aber nur kurz!  Und ich werde ganz sicher keinen Alkohol trinken!“, grummelte ich.

Viola sah mich einen Augenblick verwundert an, dann eroberte ein breites Grinsen ihr Gesicht.

„Du bist ein Schatz!“, quietschte sie.

„Hoffentlich werde ich das nicht bereuen!“, murmelte ich.

„Ach Quatsch mit Soße! Was soll schon schief gehen? Wir gehen da hin, zeigen unsere Einladung, haben Spaß und gehen Jessica aus dem Weg. Das kann doch nur gut werden!“, grinste sie.

„Dein Wort in Gottes Gehörgang!“, meinte ich.

So sicher wie sie sich war, dass nichts Schlimmes passieren würde, so sehr war ich vom Gegenteil überzeugt.

Der Braten fing bereits an zu stinken!

„Bist du dir sicher, dass wir nicht mehr shoppen müssen?“, fragte Viola mich zum zwanzigsten Mal und wühlte sich zum ebenfalls zwanzigsten Mal durch ihren Kleiderschrank.

„Ja, Viola, ich bin mir sicher! Wir haben beide Klamotten an und im Schrank! Es ist nur eine Studentenparty und keine Einladung zum Dinner mit der Queen und glaub mir, die Queen wäre mir lieber als ein Haufen betrunkener Studenten!“

„Okay!“, gab sie etwas beruhigter zurück.

Mal sehen, wie lange es dieses Mal anhalten würde.

„Ich nehme jetzt einfach das schwarze Kleid!“

Unheimlich! Nach einer weiteren halben Stunde hatte sie endlich einen Entschluss fassen können. Wir hatten also nur knappe drei Stunden für die Auswahl des Kleides gebraucht.

Während sie ihren Entschluss bezüglich des Kleides gefällt hatte, beschloss ich auch etwas. Nämlich stand für mich jetzt fest, dass ich mich niemals wieder dazu bereit erklären würde, auch nur anwesend zu sein, wenn sie sich für etwas das richtige Outfit aussuchen musste.

„Was ziehst du an oder bleibst du so?“, fragte sie nun.

„Ich wollte eigentlich nach dem Duschen etwas anderes anziehen, aber ich habe so eine leichte Befürchtung, dass ich heute nicht mehr vor der Party ins Badezimmer komme“, zog ich sie auf.

„Sehr witzig!“, rief sie, griff nach ihrem Kopfkissen und warf es mir schließlich ins Gesicht.

Ich sah sie gespielt schockiert an.

„Na warte!“, rief ich grinsend und warf das Kissen zurück.

„Serena Fray! Ich bin schockiert! Wie können Sie es wagen?“, lachte sie und schon flog das Kissen erneut auf mich zu.

„Och, ich weiß nicht, Viola McCartney, vielleicht, weil Sie es nicht anders verdient haben!“

Ich warf ihr ihr eigenes Kissen entgegen und lief mit meinem auf sie zu.

Was dann folgte war eine wahre Kissenschlacht, die nicht endete, bis tatsächlich die Federn flogen.

Tränen lachend und schwer atmend ließen wir uns auf unsere Betten fallen.

„Das war…“, keuchte Viola.

„…befreiend!“ Ich atmete genauso schwer ein wie sie.

So viel Sport war für mich wirklich eine Anstrengung.

„Witzig! Das war eigentlich das Wort, das ich verwenden wollte! Aber befreiend trifft es auch! All der Stress wegen der Party ist von mir gefallen“, meinte Viola nach einer Weile in der sie sich wieder erholt hatte.

Ich lag noch immer keuchend auf meinem Bett. Wenn ich es recht betrachtete, musste ich wirklich mehr Sport machen, wenn mich eine einfache Kissenschlacht schon so aus der Puste bringen konnte.

„Ja, geht mir genauso!“, lachte ich schwach.

„Dann werde ich jetzt duschen gehen, danach kannst du!“, grinste sie, stand auf, schnappte sich ihre Sachen und verschwand ins Bad.

Sie war wirklich eine Nummer für sich. Eine ganze Statistik für sich, wenn ich genau war.

Es war einfach nur erstaunlich, wie sehr sie mich doch veränderte.

Vor gerade mal einer Woche war ich hier eingezogen.

Eine Woche war es her, dass ich sie kennen gelernt hatte.

Nicht einmal eine Woche war vergangen, seit sie mich zum Sprechen gebracht und mich vor Jessica verteidigt hatte.

Und heute würde ich bereits mit ihr auf eine Party gehen.

Eine Party, zu der uns Jessica eingeladen hatte.

Eine Party, von der ich wusste, dass sie nichts Gutes bedeutete.

Dennoch würde ich gehen.

Viola zuliebe würde ich dort auftauchen.

Es war einfach erstaunlich, wie sehr mich dieses Mädchen verändert hatte.

Ich war ihr für so vieles dankbar, dass ich für sie durch die Hölle gehen würde. Die Party- und Jessica-Hölle, die an diesem Abend stattfinden würde. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es genau genommen nur noch zwei Stunden waren, bis ich mich an Violas Seite in den Teil des Lebens wagen würde, den ich niemals erleben wollte.

Zwei Stunden Zeit hatte ich noch, ehe ich die zwei Dinge erleben würde, von denen ich bis vor einer Woche noch nicht einmal gedacht hätte, dass sie in meinem Leben auch nur in Erwägung gezogen würden. Niemals hätte ich gedacht, Jessica erneut zu begegnen und noch weniger hätte ich erwartet, mich einmal auf einer Party zu finden.

Ich hörte, wie Viola das Wasser der Dusche abstellte. In einigen Minuten würde sie ihr Kleid angezogen haben und ich wäre an der Reihe zu duschen. Das bedeutete, von jetzt an würde die Party immer näher rücken. Geduscht würde die Zeit nur noch davonrennen.

Seufzend stand ich auf und ging zu meinem eigenen Kleiderschrank. Ich öffnete die Schranktür und ließ meinen Blick ein paar Sekunden auf meinen Kleidungsstücken ruhen.

Blaue Jeans, weißes Shirt und Unterwäsche waren schließlich das, was ich herausnahm.

Wieso hatte Viola nur so lange überlegen müssen, was sie anziehen würde?

Wir gingen einfach nur auf eine Studentenparty. Da war es doch wirklich egal, was man trug.

Zumindest, wenn man keines dieser nuttigen Mädchen sein wollte und in der kürzesten Hose, die zu finden war und dem durchsichtigsten und engsten Oberteil der Welt auftauchen würde. Das ganze natürlich umrandet von Schuhen, auf denen nicht einmal ein gelerntes Topmodel laufen konnte.

Automatisch musste ich an Jessica denken. Wenn jemand dem Klischee einer typischen blondierten nuttigen Kuh entsprach, dann sie.

Die Badezimmertür öffnete sich und Viola kam heraus.

„Du kannst rein!“, meinte sie und ich nickte, ehe ich mit meinen Sachen an ihr vorbei und ins Bad ging.

Ich verschloss die Tür hinter mir, streifte meine Kleidungsstücke ab und stieg in die Duschkabine. Ich stöhnte erleichtert auf, als das Wasser der Duschbrause auf mich hinabprasselte. Es gab doch wirklich nichts was mehr entspannte, als eine warme Dusche.

All der Stress, all die Angst und die Anspannung wurden mit dem Schmutz von mir gewaschen.

Ein wenig länger als nötig stand ich mit geschlossenen Augen einfach nur unter dem Wasser und befreite mich von all der Anspannung. Doch früher oder später würde ich aus dem Bad kommen müssen, das wusste ich. Also wusch ich mich letztendlich doch und stieg wieder aus der Duschkabine.

Wenn ich nicht vorhatte, nackt auf die Party zu gehen, müsste ich mich wohl oder übel beeilen und fertig werden, also beeilte ich mich und schlüpfte in meine Kleidungsstücke.

Als ich das Badezimmer verließ, griff ich nach meiner Brille und atmete noch einmal tief durch.

„Dann lass uns starten!“, sagte ich schließlich und sah, wie sich auf Violas Gesicht das breiteste Grinsen, das ich je von ihr gesehen hatte, ausbreitete.

„Yay! Das wird ein Spaß!“, quiekte sie auf, ehe sie aus dem Zimmer stürmte.

„Ooookay!“, murmelte ich mir selbst zu. „Sie hat es überhaupt nicht eilig, nein! Sie ist ganz und gar nicht aufgedreht und schon dreimal nicht guter Dinge!“

Ich beschloss mir eine Scheibe des McCartney-Optimismus’ abzuschneiden und folgte ihr aus dem Zimmer.

Wir liefen den Gang entlang zur Treppe.

Und mir fiel auf, dass mir nichts auffiel.

„Seltsam!“, murmelte ich.

„Was ist seltsam?“, fragte Viola, die mich wohl trotz meines Gemurmels verstanden hatte.

„Hier ist kein Mensch! Hier ist nicht einmal jemand zu hören! Müssten hier nicht Studenten durch den Gang wuseln oder in ihren Zimmern Lärm machen?“ Es war mehr eine Feststellung als eine Frage und doch sah ich sie mit gerunzelter Stirn fragend an.

„Stimmt. Die sind wohl auch alle auf der Party oder sind nach Hause gefahren. Wer weiß das schon? Und wen interessiert es?“, lachte Viola.

„Du hast Recht!“, gab ich zu und folgte ihr die Treppe hinunter.

Doch es wurde immer seltsamer. Die ganze Uni schien wie ausgestorben.

Kein Mensch war hier. Weder in den Gängen, noch in den Stockwerken. Selbst in der Mensa schien niemand zu sein.

Wir verließen das Gebäude und auch das Universitätsgelände schien wie ausgestorben zu sein. Ein einziges Pärchen saß auf einer Bank und war damit beschäftigt, sich gegenseitig die Mandeln herauszulecken.

In meinem Magen machte sich das ungute Gefühl wieder breit und mit jedem Schritt, den wir uns dem Verbindungshaus, in dem die Party stattfinden sollte, näherten wurde es stärker.

„Bist du dir sicher, dass das eine gute Idee ist?“, fragte ich Viola.

„Natürlich! Wie ich schon sagte, was soll schief gehen? Es ist nur eine Party!“, grinste Viola und mein Blick viel auf das vom Weiten erkennbare Verbindungshaus.

„Sieht ziemlich voll aus!“, meinte ich, als ich sah, dass selbst um das Haus herum dutzende Menschen standen.

„Was dann wohl die Abwesenheit der Studenten in den Wohntrakten erklärt!“, nickte Viola.

Mein Magen begann langsam sich zu verkrampfen, doch ich ignorierte es und folgte Viola weiterhin.

Noch knappe fünfzig Meter trennten mich von meiner ersten Studentenparty und ich war nicht einmal nervös wegen der Party an sich, sondern nur, weil ich wusste, dass Jessica uns eingeladen hatte.

Man konnte mich gewiss paranoid nennen, doch das war mir egal. Ich kannte Jessica und wusste, wie weit ich ihr trauen konnte. Der Spruch jemandem so weit zu trauen, wie man ihn werfen konnte, passte wie die Faust aufs Auge. Bei meiner Sportlichkeit konnte ich Jessica nicht einmal zwei Zentimeter weit werfen, weil ich beim Heben schon mit ihr gemeinsam umfallen würde.

Ich traute ihr also nicht allzu weit.

Dreißig Meter trennten uns noch von dem Haus und mein Magen verkrampfte sich immer weiter.

Ein ungutes Gefühl war es schon lange nicht mehr. Es war kein Kribbeln mehr, es war ein Reißen.

Zwanzig Meter und ich erkannte den ersten Affen.

Nein, ich war nicht beleidigend oder litt an Halluzinationen, da war tatsächlich ein Affe!

Kein echter, kleiner, süßer Affe, nein, ein echter Mensch in einem Affenkostüm.

„Warum macht sich hier jemand buchstäblich zum Affen?“, fragte ich Viola, als uns nur noch zehn Meter vom Haus und somit drei vom menschlichen Affen trennten.

„Das wüsste ich auch gerne! Zu viel Alkohol, nehme ich an!“, meinte sie und sah den Typen im Affenkostüm mit gerunzelter Stirn an.

Wir erreichten das Haus und der Affenmann und alle um ihn herum begannen uns eigenartig anzusehen.

„Warum starren die denn alle so?“, flüsterte ich Viola zu.

„Keine Ahnung…“

„Und warum steht hier keiner vor der Tür und fragt nach Einladungen?“ Das war doch alles mehr als seltsam!

„Ist doch egal! Komm, lass uns reingehen und Spaß haben!“, meinte sie.

„Ich weiß nicht, mir gefällt das ganz und gar nicht!“, gab ich zurück.

„Serena, hier ist niemand, der uns kennt! Warum sollte das eine Falle sein? Jessica wollte sich entschuldigen, lass uns nicht so respektlos sein und es ausschlagen!“, antwortete Viola.

Sie war wirklich noch naiver als ich.

Viel naiver als ich!

Aber wer konnte es ihr verübeln? Sie kannte Jessica nicht. Und sie kannte wahrscheinlich nicht einmal Spielchen, wie die von Jessica.

Vielleicht war ich ja auch wirklich paranoid. Vielleicht war es wirklich Jessicas Absicht, Frieden zu schließen und ich war einfach nur zu ängstlich, es, ohne es zu hinterfragen, anzunehmen.

Ich atmete noch einmal tief durch, ehe ich nickte und Viola über die Türschwelle folgte.

Ich hoffe, das Kapitel hat euch gefallen :D

Ihr seid ja alle ziemlich geteilter Meinung, was die Party angeht, aber alle sind sich einig, dass Jessica nicht ganz zu trauen ist. Im nächsten Kapitel wird dann deutlich, ob ihr richtig liegt :)

Heute geht die Widmung an Lolly1314. Noch einmal lieben Dank für all die Votes *O*

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