Irina PoV.:
Endlich geht es wieder nach Hause! Die Jungs haben uns überredet noch 2 Tage länger mit ihnen in Brasilien zu bleiben und uns auch noch die beiden Konzerte in Sao Paulo anzuschauen. Ich war von ihren Shows so begeistert wie beim ersten Mal und hab jedes Mal mit Sia meinen Spaß gehabt. Den Rest der Zeit haben wir entweder am Strand, beim Shoppen oder Sightseeing verbracht, wobei wir nicht nur einmal von Fans umzingelt wurden, aber zum Glück war Paul mit seiner Truppe stets bereit und hat uns befreit. Jetzt ist es 2 Uhr in der Nacht und wir sind endlich am Flughafen, wo bereits der Privatjet der Jungs wartet, ein Grund warum wir hier geblieben sind. Harry schleppt netterweise unseren Koffer, während ich eine maulende Sia hinter mir herziehe. Es geht nur langsam voran, teils weil wir alle hundemüde sind, bis auf Louis, der warum auch immer überdreht durch die Gegend läuft, und teils weil wir alle Rücksicht auf Niall nehmen, der sich mit seinen Krücken abmüht, da er bei dem Konzert vorher ausgerutscht ist und es jetzt seinem Knie wieder schlechter geht. Zum Glück ersparen wir uns lange Schlangen zum Anstehen und müssen nur einen Sicherheitscheck machen, bevor wir auch schon in unseren Flieger können. Der Privatjet ist klein, hat aber große und gemütliche Sitze im Gegensatz zu Linienfliegern. Sobald wir drinnen sind, wirft sich Sia auf einen breiten Sitz. Ich werfe ihr ein Kissen und eine Decke hin, die ich beim Einsteigen bekommen habe und nach einem leisen "Danke" ist sie auch schon eingeschlafen. Ich flüstere ihr ein leises: "Träum süß oder besser von wem Süßen." zu, bevor ich mich abwende und nach dem blonden Iren suche, der sich direkt am Eingang in den ersten Sitz geworfen hat. Ich setze mich zu ihm: "Wie geht's dir?" "Gut?", versucht er es, während er mich schwach anlächelt und ich sehe genau, dass er weiß, dass die Antwort nicht ausreicht. Wir liefern uns ein kurzes Blickduell, bis er seufzend nachgibt: "Okay, meinem Knie geht es nicht gut, aber das wird schon wieder." "Niall!", meine ich warnend und er scheint zu verstehen: "Ich hab mein Knie bei diesem blöden Sturz leicht verdreht und naja jetzt ist es angeschwollen und tut weh." "Brauchst du irgendetwas?", frage ich besorgt, aber zufrieden mit seiner Antwort nach. "Nei-.", er stoppt sich selber Mitten im Satz und scheint meine Hilfe heute einmal anzunehmen. Wahrscheinlich liegt es an seiner Müdigkeit, aber ein kleiner Teil in mir meint es liegt an mir und dass er mir einfach vertraut. "Wie kann ich helfen?", frage ich nach. "Kannst du in meinen Rucksack greifen? Im vordersten Fach sollten Schmerzmittel sein." Ich nicke einfach und stehe schnell auf, froh ihm irgendwie helfen zu können. Den Rucksack zu finden ist leicht, aber die Pillen sind schon schwerer auffindbar, da sein Rucksack ein einziges Chaos ist. Es wirkt als hätte er in der Eile alles einfach nur in die Tasche hinein geworfen und gestopft. So finde ich vordersten Fach zum Beispiel erst einmal seinen Pass, dann ein Deutsch-Englisch-Wörterbuch. Was macht er bloß damit? Ich gehe die letzten paar Tage noch einmal durch, genauer gesagt die deutschen Konversationen zwischen Sia und mir. Wir haben hauptsächlich über Männer auf Deutsch geschwärmt und einmal hat sie mich aufgezogen, dass meine Träume gerade in Erfüllung gehen, da ich Niall näher gekommen bin, wie ich es doch immer wollte. Die Aussage habe ich nur mit einem Schlag auf ihren Hinterkopf bedacht, während sie lachend erwidert hat, dass es doch stimmt und ja es stimmt auch, ich habe, bevor wir die Jungs kennen gelernt haben, hin und wieder vielleicht davon geträumt und Imagines mit Niall gelesen. Jetzt erinnere ich mich auch an Nialls Lächeln danach, das sehr selbstgefällig gewirkt hatte. Ich suche schnell nach den Tabletten und setze mich dann wieder neben den Iren, wo ich beiläufig frage: "Seit wann lernst du denn Deutsch?" Niall wirkt plötzlich ziemlich ertappt und schluckt einfach leise eine Pille ohne mir zu antworten. So leicht gebe ich allerdings nicht nach, weswegen ich es anders versuche: "Kannst du denn schon ein bisschen Deutsch?" "Nicht wirklich, ich versuche erst einmal euch zu verstehen, aber ihr redet einfach viel zu schnell.", kommt seine leicht verlegene Antwort. Uns verstehen? Ohje, ich hoffe nur er hat dieses eine Gespräch zwischen Sia und mir nicht verstanden. Diesen Gedanken weit in den Hinterkopf schiebend, wende ich mich lieber anderen Vorteilen seiner neuen Sprachkenntnissen zu: "Sag doch einmal was auf Deutsch! Bitte!" "Nein, ich kann nichts.", meint er kopfschüttelnd. Der Gedanke wie sein irischer Akzent wohl auf Deutsch klingen mag, lässt mich nicht locker lassen und so bettel ich Niall noch weiter an, bis er irgendwann nachgibt und nach langem Zögern endlich auf meiner Muttersprache spricht, oder es zu mindest versucht: "Du haben schone Auge." Ich kann mir meinen kurzen Kicheranfall nicht verkneifen, da es einfach zu süß klingt. "Es heißt: Du hast schöne Augen.", bessere ich ihn aus. "Du hast schone Augen.", versucht er es noch einmal, was in erneutem Kichern meinerseits endet. "Nein. Schööööne Augen." Ich betone besonders das ö. Der Ire versucht mir nachzusprechen, doch will das ö nicht so ganz hinhauen. Er versucht es immer wieder, doch es haut einfach nicht hin. Mich amüsiert das Ganze köstlich, doch irgendwann fällt mir Nialls Blick auf, der nichts von meiner Begeisterung zeigt, was mich innehalten lässt: "Ist alles okay?" Der Ire scheint überrascht von meinem plötzlichen Sinneswandel: "Ja, warum?" "Weil du nicht so aussiehst. Also spucks aus? Ist es wieder dein Knie?" Sofort wandert meine Hand unbewusst zu seinem Knie und er zuckt zusammen, doch schüttelt er gleichzeitig seinen Kopf: "Nein, es ist nichts." "Das klingt aber nicht so.", meine ich noch, bevor ich mich aus meinem Sitz erhebe. Der Blondschopf beäugt mich verwundert, als ich mich vor ihm hinknie. Seine Lippen umspielt ein schmutziges grinsen und ich weiß schon an was er gerade wahrscheinlich denken muss. "Freu dich nicht zu früh.", warne ich ihn grinsend, bevor ich auch schon vorsichtig nach seinem verletzten Knie greife und es langsam zu massieren beginne. Erschrocken und mit leicht schmerzverzerrtem Gesicht versucht er meine Hände wegzuschlagen. "Keine Panik. Mein Bruder hatte schon zwei Knie-OPs. Nach dem anfänglichen Schmerz sollte es besser werden." "Sollte?", kommt seine leicht panische Antwort, doch ich verdrehe einfach meine Augen und mache weiter. Und siehe da: nach zwei Minuten entspannen sich langsam seine Züge. Sein Blick ruht die ganze Zeit auf mir, während sich Stille über uns senkt. Erst jetzt fällt mir auf, dass das einzige Geräusch im Flieger leises Schnarchen und hin und wieder ein verschlafenes Murmeln ist. Alle anderen müssen also schon schlafen. "Du hast scho-öne Augen.", unterbricht Niall die Ruhe, als er noch einmal versucht auf Deutsch zu reden und dieses Mal klingt es schon richtig gut. "Du wirst besser.", meine ich grinsend. Unerwarteterweise erstirbt das schwache Lächeln auf seinen Lippen, bei meinem Lob. "Was ist?", frage ich besorgt. Anstatt mir zu antworten, legt er einen Finger unter mein Kinn und richtet somit meinen Blick von seinem Knie weg und auf sein Gesicht. Ich schaue ihn verwundert an, als er sich wiederholt: "Du hast schone Augen." Ich bemerke, wie sich langsam ein kribbelndes Gefühl in meinem Inneren ausbreitet und ich flüsternd antworte: "Danke."
Sia PoV.:
Ich erwache, als das Flugzeug durch leichte Turbulenzen fliegt und das Innere zum Ruckeln beginnt. Sobald es vorbei ist, kann ich eine raue Stimme neben mir vernehmen: "Willst du auch einen Kaffee?" Liam steht neben mir und reibt sich müde über die Augen. Ich nicke einfach und beobachte wie er weiter in seiner tiefsitzender Jogginghose den Gang entlang geht. Kurz darauf kommt er mit zwei Bechern Kaffee in der Hand wieder und reicht mir einen, während er sich auf den Sitz neben mir fallen lässt. Ich mustere sein verschlafenes Aussehen und muss zugeben, dass ihm die zerstrubbelten Haaren und das verrutschte Tanktop richtig gut stehen. Er nippt einmal an seinem Kaffee und seufzt zufrieden, während er dabei die Augen genussvoll schließt. Langsam kommt das Blut in mir in Fahrt und ich verfluche mich selbst von so etwas angetörnt zu sein. Kopfschüttelnd widme auch ich mich meinem Kaffee und stelle zu meiner Zufriedenheit fest, dass er besser schmeckt als erwartet. "Ist sonst noch wer wach?", frage ich in die Stille ohne aufzublicken. In seiner unerwartet tiefen und rauen Morgenstimme antwortet mir Liam: "Nein. Alle schlafen noch. Nur du und ich sind wach." Ich schaue mich kurz um und tatsächlich, alle anderen scheinen trotz der Turbulenzen noch tief und fest zu schlafen. "Was machen wir jetzt?", frage ich leise. Er schaut mich für einen Moment an und im nächsten liegen seine Lippen schon auf meinen. Ich bin für einen Moment erstarrt und vollkommen überrascht. Doch irgendetwas and diesen sanften Lippen lässt mich sein Drängen erwidern und bevor ich mir dessen bewusst bin vergrabe ich meine Hände in seinen Haaren und intensiviere den Kuss. Irgendwo in meinem Hinterkopf habe ich zwar das Gefühl, dass ich sauer auf Liam sein sollte, aber meinem immernoch nicht ganz wachem Hirn will es einfach nicht einfallen, bis eine kleine Stimme in mir erklingt und seine Worte wiederholt: "Musst du dich eigentlich jedem an den Hals schmeißen?" So plötzlich wie er mich geküsst hat, ziehe ich mich zurück und verpasse ihm eine Ohrfeige: "Was fällt dir eigentlich ein?!" "Jetzt tu nicht so, als hätte es dir nicht gefallen, immerhin hast du den Kuss nicht gerade zaghaft erwidert.", entgegnet er mir mit verführerischer Stimme. Ich kann nur dunkel Lachen: "Wer schmeißt sich jetzt anderen an den Hals?" Er sieht mich verblüfft an, bis ihm das Lächeln vergeht und er einfach aufsteht und sich wieder woanders hinsetzt. Das nenn ich einmal einen guten Start in den Tag, denke ich mir sarkastisch, während ich aus dem Fenster blicke. Unter uns sind nur die endlosen Weiten des Ozeans zu sehen und ein Blick auf meine Uhr verrät mir, dass es noch weitere 3 Stunden bis zur Landung sind. Also greife ich in meine kleine Tragetasche und ziehe erst einmal meinen iPod hervor und dann noch ein Buch.
Nach einer halben Stunde höre ich leises Rascheln und kurz darauf sehe ich, wie sich Louis im Halbschlaf zur Toilette bewegt, er scheint seine Umwelt kaum wahrzunehmen und schläft wieder tief und fest, sobald sein Kopf den Polster berührt. Für die nächste Stunde ist es wieder ruhig, bis Harry zu sich kommt. Als er mich mit offenen Augen erblickt, schenkt er mir ein Lächeln und ein kaum hörbares: "Guten Morgen." Er braucht seine Zeit, aber nach 10 Minuten setzt er sich mit einem Tee neben mich und beginnt mit mir zu Tratschen. Über mein Buch, unsere kleine Reise, das Jetlag das wir ziemlich sicher haben werden und noch einiges mehr. Irgendwann gesellt sich auch Louis zu uns. Er hat ein Grinsen im Gesicht, das eindeutig zu breit ist. "Riall scheint Fortschritte gemacht zu haben." Ich werfe ihn einen fragenden Blick zu aber er deutet nur über seine Schultern. Neugierig erhebe ich mich und blicke um die Ecke. Ganz Vorne im Flugzeug ist Niall zu erkennen auf dessen linker Seite Ria sitzt. Sie hat sich an seine Seite gekuschelt und ihr Kopf rastet auf seiner Schulter, während er sie mit einem Arm festhält und sein Kopf auf ihrem rastet. "Mach ein Foto!", flüstere ich Louis aufgeregt zu, der mir gerne Folge leistet.
London hat sich bei unserer Ankunft einmal wieder von seiner schönsten Seite präsentiert. Es hat geschüttet, wie aus Eimern und somit war der Landeanflug auch nicht der sanfteste. Nichts desto trotz haben wir es jetzt endlich geschafft und wir eilen schnell durch die verschiedenen Terminals am Flughafen um zu dem Van vor dem Haupteingang zu kommen. Gott sei Dank, erwarten uns nicht hunderte kreischender Fans, sondern nur eine Gruppe von 10 Mädchen für die sich die fünf Jungs gerne etwas Zeit nehmen. Draußen werden wir sogar auf den 3 Metern bis zum Van nass, was uns allen die Haare im Gesicht kleben lässt. Harrys Anblick lässt mich laut lachen, denn ohne seine typischen Locken sieht er einfach kahl aus. Der Rest stimmt schnell mit ein und so herrscht eine aufgeweckte Stimmung im Wagen, bis wir vor Zayns Wohnung halten. Er umarmt uns alle zum Abschied und springt dann schnell aus dem Wagen. Als nächstes wird Louis abgesetzt, er geht allerdings nicht heim, sondern trifft sich gleich mit Eleanor, weshalb wir ihm schöne Grüße an sie ausrichten. Mit einem dramatischen Handkuss verabschiedet auch er sich und wir lassen ihn im Regen zurück. Der nächste Stopp ist unserer Wohnung. Ria will schon aus dem Wagen springen, als sie Niall zurückhält. Er greift unter seinen Sitz und zieht einen Regenschirm hervor: "Ich begleite dich noch mit rauf." "Ich nehm euren Koffer.", kommt Harrys Stimme und kurz darauf hört man auch noch Liam: "Dann gehen wir also alle." Bevor ich auch nur widersprechen kann eilen alle schon zu unserer Wohnung und ich bleibe alleine im Regen stehen. Paul lächelt mir aufmunternd zu und reicht mir einen Schirm den ich dankend annehme.
Irina PoV.:
Ich bin damit beschäftigt den Regenschirm von dem ganzen Wasser zu befreien und drehe ihn vor mir, sodass der Boden im Flur nass wird. Niall beobachtet mich lachend und eilt etwas vorraus um nicht von den herumfliegenden Tropfen getroffen zu werden. Ein Klappern lässt mich erschrocken von dem Spiel der Tropfen aufsehen. Dort steht Niall, Stirn an Kinn mit meinem 1,95 Meter großen Bruder, der mit einer wenig erfreuten Mine auf den Iren herunterblickt. "Alex!", rufe ich erfreut und stürme vor um ihn zu umarmen. Bevor Niall allerdings zurücktreten kann um Platz für mich zu machen, ertönt noch in der mir vertrauten Stimme ein gefährlich klingendes: "Pass beim nächsten Mal gefälligst besser auf." Der Blondschopf nickt nur kurz und bückt sich dann umständlich nach seiner Krücke, während ich meinen Bruder nun endlich in meine Arme ziehe. Ich drücke mich an seine Brust und genieße das kurze Gefühl der Sicherheit, bevor ich mich wieder von ihm löse. "Ich freue mich ja so, dass du da bist, aber versteh mich nicht falsch: Was machst du hier in London? Solltest du nicht in Wien sein und studieren?" "Du hast doch gemeint ich soll vorbei kommen und dich besuchen, oder erinnerst du dich nicht mehr an unser Gespräch vor 4 Tagen?" Ich nicke nachdenklich. Ich habe den Wunsch zwar ernst gemeint, aber nie erwartet, dass er wirklich hier aufkreuzen würde. Lächelnd ziehe ich ihn noch einmal in meine Arme: "Ich hab dich vermisst, Bruderherz." "Ich dich auch.", murmelt er, bevor er mir die Haare zerwuschelt, was mich sofort zurückspringen lässt. Ich blicke ihn vorwurfsvoll an, während ich versuche meine Frisur zu retten, was allerdings, nach einem 12-stündigen Flug, dem Regen draußen und seinen Händen eben, ein Ding der Unmöglichkeit ist. Jetzt werde ich mir wieder meiner Umgebung und auch meinen Höflichkeiten bewusst: "Alex das sind Liam, Niall und Harry. Liam, Harry, Niall das ist Alex, mein Bruder." Mein Bruder wirkt wenig beeindruckt von den beiden kleineren Männern: "Das sind also die berühmten One Direction-Jungs von denen du immer schwärmst?" Ich werde leicht verlegen: "Ich schwärme doch nicht von ihnen... Wie wärs, wenn wir erst einmal in die Wohnung gehen?" Mein schneller Themenwechsel scheint Alex zu amüsieren, doch er macht auch nichts dagegen, weshalb ich erleichtert unsere Eingangstür aufsperre und alle einlasse. Jetzt kommt endlich auch Sia um die Ecke und, während auch sie durch die Tür huscht meine ich: "Du erräts nie wer vor unserer Tür auf uns gewartet hat." "Dein Bruder?", rät sie. "Ja! Woher weißt du das?", frage ich erstaunt. "Intuition.", meint sie misteriös, während sie sich ihrer Schuhe entledigt. "Du solltest Wahrsagerin werden.", stelle ich ziemlich beeidruckt fest. "Ria, du Idiot! Ich hab ihn gesehen bevor er durch die Tür ist", erklärt sie kichernd, bevor sie schon ins Wohnzimmer eilt und meinen Bruder kurz zur Begrüßung umarmt. "Was gibt's Neues in Österreich?", frage ich neugierig. "Eigentlich das Übliche... Dad spielt immernoch Handball, Mum hat begonnen öfter Fahrrad zu fahren, Leo ist bissiger denn je und ich musste kochen lernen." "Du und kochen? Ohje... Steht unser Haus noch?" Mein Bruder verdreht einfach seine Augen: "Danke für dein Vertrauen in meine Kochkünste." "Ich sag nur die Wahrheit.", antworte ich breit grinsend. "Mal abgesehen von unserem alten Familienleben, was ist hier so passiert?" "London ist großartig! Du kannst es dir kaum vorstellen. Und dank den Jungs hier und ihren beiden netten Freunden konnten wir auch Brasilien etwas erkunden." Der Blick meines Bruders wandert bei der Erwähnung der Drei Burschen in ihre Richtung. "Das ist aber nett von ihnen.", kommt Alex höfliche Antwort. "War uns eine Freude.", meint Liam. Beim Beobachten der Drei, muss ich mein Lachen unterdrücken, da sie alle so eingeschüchtert von meinem Bruder wirken, während sie täglich tausenden von kreischenden Mädchen mit einem Lächeln entgegentreten. "Aber wenn London so großartig ist, dann führ mich doch rum.", grinst er mich dann an. "Bei dem Wetter?", frage ich, als wäre er geisteskrank. "Natürlich nicht jetzt sofort, aber heute am Abend könnten wir doch in eine nette Bar gehen oder so und uns einmal so richtig unterhalten." "Du hast dich eindeutig nicht verändert. Denkst immernoch nur ans trinken.", wirft Sia kichernd ein. "Also wo gehen wir heute hin?", fragt er mich erneut, doch ich sehe nur ratlos in die Runde, da mir keine gute Bar auf die Schnelle einfällt. "Wie wärs mit der Shisha-bar 'Hey ho' ein paar Querstraßen weiter. Die ist ganz gut.", hilft mir Niall aus und ich hauche ihm ein "Danke." zu. "Perfekt, dann treffen wir uns 6 dort heute Abend?" Die drei Jungs blicken wie auf Kommando gleichzeitig fragend auf und ich sehe schon das diabolische Grinsen auf Alex Lippen: "Kommt schon Jungs! Ich muss doch die neuen Freunde meiner Schwester kennenlernen." Auch Sia grinst nun amüsiert, da in der Stimme meines Bruders ein bestimmter Unterton liegt. "Ich kann heute leider nicht, ich treffe mich mit meiner großen Schwester, Gemma." Mein Bruder nickt nur zustimmend und wendet sich dann erwartungsvoll an die anderen Beiden. "Ihr beide habt hoffentlich nocht nichts vor." Sein Ton passt so gar nicht zu seinen Worten und ich sehe wie Sia leicht zu kichern beginnt, da er sein bestes gibt die Jungs einzuschüchtern und das auch ziemlich gut hinbekommt. Niall und Liam nicken schnell, woraufhin mein Bruder breit grinst, was allerdings eher an ein Zähnefletschen erinnert, und sich dann erhebt und meint: "Na dann sehe ich euch heute Abend um 7.00 in der Bar. Ich freue mich schon!" Das scheint wohl das Zeichen zu sein für die Jungs zu gehen und so verabschieden sie sich schnell, bevor sie auch schon zur Tür hinaus sind. "Du hättest sie doch nicht gleich so aus der Wohnung schmeißen müssen!", kichert Sia sarkastisch, die ziemlich belustigt zu sein schein. Mein Bruder dreht sich einfach mit einem breiten Grinsen zu uns um. "Also was gibts neues?", fragt er nun, mit demselben gefährlilchen Unterton wie zuvor, bereit jede Kleinigkeit aus uns rauszuquetschen.
Sia Pov.:
Grinsend betrachte ich Ria, wie sie nun in einem perfekten Outfit aus dem Bad kommt und zu mir ins Zimmer. "Niall wird verrückt werden!", meine ich grinsend, während ich mich nun daran mache mein Outfit bereit zu legen, nachdem ich erst noch ihres perfektionieren musste. Sie wird etwas rot und will schon sagen, dass Niall und sie nur Freunde sind, doch ich werfe ihr ein Grinsen zu und sie ist still. "Selbst wenn ihr 'nur Freunde' seid, das Outfit würde jeden verrückt machen!" Sie kichert kurz und lässt sich dann auf mein Bett fallen, knapp neben mein Outift. "Es ist schlimm, ich hab bei diesen Röcken immer das Gefühl unten ohne rumzurennen." Ich muss erneut über ihren Kommentar kichern. "Ja, das ist komplett anders, als wenn man einen eng anliegenden Minirock trägt." Ich gehe zurück zu meinem Kasten und suche nach dem Top, das perfekt zu meinem karierten Rock passt. Nach ein paar Minuten komme ich mit meinem schwarzen, mit Steinchen besetzten Top zurück, dessen Träger zur Verzierung über die Brust führen. Ria dreht sich nun auf den Bauch und grinst mich breit an, doch bevor sie etwas sagen kann scheint ihr was einzufallen: "Oh Gott, ich muss noch meine blaue Handtasche finden und dann ist sie auch schon aus dem Raum verschwunden, während ich mein Shirt und meinen BH ablege und das Bustier anlege. Danach ziehe ich mir den Rock über und suche noch nach meiner dünnen Lederjacke. Als ich sie endlich finde, stehe ich bereits unter Zeitdruck und so gebe ich mir schnell ein paar schwarze Ohrringe rein, schiebe ein Armband über mein zweites Handgelenk, zudem ich jetzt nicht mehr mit meinem Make-Up komme und eile dann in meinen High Heels in den Gang. Im Gegensatz zu Ria benötige ich zu diesem Outfit nämlich hohe Schuhe, da es sonst zusammengestaucht wirkt und ich nicht groß genug bin. Gleichzeitig mit Ria komme ich im Gang an, wo Alex schon auf uns wartet. "Du siehst heiß aus!", grinst mich meine beste Freundin und ich gebe ihr das Kompliment grinsend zurück. "Seit ihr noch nicht fertig?" Stirnrunzelnd drehen wir uns zu Alex. "Mir kommt es so vor als würde die Hälfte eures Outfits noch in euren Zimmern warten. "Sehr lustig.", meine ich während Ria ihm die Zunge rausstreckt. "Ich mein das ernst! Ich hoffe ihr zieht euch noch was über, denn so geht ihr sicher nicht aus dem Haus." Grinsend beobachte ich, wie sich Ria nur noch ihre Jacke nimmt und dann meint: "Schau zu!" Und mit diesen Worten geht sie aus der Haustür, während Alex sie verblüfft ansieht, zeige ich ihm nun die Zunge und folge meiner besten Freundin aus der Wohnung.
Die zwei Blocks bis zu der kleinen Bar gehen wir zu Fuß, während sich Alex immer noch über die kurzen Outfits aufregt, doch zu meiner Überraschung ignoriert ihn Ria einfach wie ich und lässt sich nichts von ihm sagen. Grinsend trete ich den Zwei voran in die Bar ein und meine Mundwinkel ziehen sich noch mehr nach oben, als ich Liam und Niall bereits in einer Ecke sitzen sehe. Ich werfe Ria noch einen vielsagenden Blick zu, bevor ich auch schon zu den Beiden an den Tisch gehe und sie begrüße. "Hey Jungs!", grinse ich sie sexy an, um dann näher zu Liam zu treten, um an ihm vorbei auf den leeren Platz neben ihm in der Ecke der Bank zu kommen. Während ich mich zwischen Liam und dem Tisch durchquetsche, lasse ich dezent meinen Hintern über seinen Schoß streifen, schließlich muss ich ihn ja irgendwie für seine Überheblichkeit im Flugzeug bestrafen. Als ich Liams Blick in meinem Rücken spüre, muss ich mir mein Schmunzeln echt verkneifen, während ich mich neben ihn auf die etwas erhöhte Bank setze. Aus dem Augenwinkel erkenne ich, wie Niall wirklich nur unter größter Anstrengung seine Augen auf Rias Gesicht lässt, doch immer wieder zucken sie nach unten, wo er ihren Körper in dem knappen Outfit mustert. Ich weiß nicht ob sie es absichtlich macht, aber meine nette Freundin beugt sich für einen Moment zu Boden um ihre Schuhe zu richten und nur Alex Reaktion verhindert, dass sie beinahe ihren ganzen Hintern entblößt, als ihr Rock hochrutscht. Sein böser Blick veranlasst Ria sich dann endlich neben Niall zu setzen, während sich ihr Bruder einen Stuhl heranzieht. Bevor wir mit Small Talk oder Sonstigem beginne können, kommt schon ein Kellner zu uns und fragt was wir gerne hätten. Ria und ich beginnen wie üblich erst einmal mit einem Cocktail, sie mit einem süßen und ich mit einem etwas stärkerem, man will ja auch ein bisschen von dem guten Alkohol schmecken. Niall entspricht dem typischen Iren und bestellt sich ein Bier, während Liam ein Barcardi-Cola bestellt. Alex ist der Letzte und bedankt sich bei dem Kellner nachdem er sich ein Wodka-Redbull bestellt hat. Für einen Moment herrscht Stille, bis überraschenderweise Liam sich traut etwas zu sagen: "Wie war denn dein erster Eindruck von London so?" Alex, der gerade noch Ria einen vielsagenden Blick zugeworfen hatte, wendet sich nun dem Briten neben mir zu: "Verregnet, aber man sollte sich doch nichts anderes von England erwarten oder?" "Hey, es scheint sehr wohl auch Sonne hier.", wirft seine Schwester ein, was ihn nur die Augen verdrehen lässt, bevor er sich ausbessert: "Wie es scheint hat es meine kleine Schwester und meine 2.-Schwester etwas freizügiger gemacht, als mir lieb ist, weshalb ich es bis jetzt noch nicht als sehr prickelnd empfinde, aber vielleicht können mich die britischen Leute ja anders belehren." Ria und ich werfen ihm einen genervten Blick zu. "Ich bedecke, doch meinen Hintern und meine Brust, also kein Grund zum Meckern.", beschwert sich meine Freundin, während ich zustimmend nicke und beobachte wie vor mir ein kleiner Geschwisterstreit losgeht. Wie in alten Zeiten eben. "Ja und was ist mit deinem Bauch? Deinen Beinen? Deinem Dekolleté?" "Was soll damit sein? Soll ich mich etwas dafür schämen?" "Nein, natürlich nicht... Aber man muss trotzdem nicht alles so zur Schau stellen." Ria zuckt einfach mit den Schultern. Alex scheint es nicht fassen zu können, so beinhart von ihr ignoriert zu werden, doch Gott sei Dank kommt gerade der Kellner mit unseren Getränken und beendet somit die Konversation zwischen den Beiden. "Auf einen schönen Abend!", proste ich den Anderen zu und sie erwidern es alle, bevor jeder einen Schluck trinkt und sich die Stimmung merklich lockert. Jetzt achte ich zum ersten Mal bewusst auf die Musik in der Bar seit wir hier sitzen und muss sofort grinsen: "Ich wusste gar nicht, dass man eure Songs sogar in Bars wie dieser spielt." Alle halten für einen Moment inne und lauschen, während ich schon miteinsteige und leise Midnight Memories mitsinge, worin Ria natürlich gleich mit einsteigt. "Apropos euer Song. Wie ist denn das Leben als Star so? Ich meine es muss doch toll sein wenn einem Tausende von Mädchen zu Füßen liegen?", wirft Alex unerwartet ein. "Es ist großartig, außer dass man seine Familie und Freunde nicht so oft sieht wie man gerne will.", erklärt Niall, wobei er den Teil mit den Mädchen dezent auslässt, doch Alex lässt sich nicht so leicht abschütteln: "Und die Mädchen? Wie viele Fans hattet ihr schon?" Die beiden Jungs scheinen überrascht von der direkten Art von Rias Bruder, aber Liam schreckt nicht vor einer Antwort zurück: "Ich, für meinen Teil, würde diesen Fan-Wahn niemals ausnutzen um jemaden ins Bett zu bekommen. Und ich vertraue auf meine Bandkollegen, dass für sie dasselbe gilt." Niall nickt zustimmend und plötzlich breitet sich auf Alex Gesicht ein Lächeln aus. Die Beiden scheinen Prüfungsrunde 1 überstanden zu haben. Kopfschüttelnd unterbreche ich kurz ihr Gespräch: "Will wer mit mir Shisha rauchen?" Von Liam und Alex kommt ein "Ja.", während Ria nur mit den Schultern zuckt und Niall bleibt überhaupt stumm. Also winke ich den Kellner wieder heran und bestelle eine. Während wir auf die Shisha warten geht das Verhör weiter: "Wenn ihr den Fan-Wahn nicht ausnützt, wie kommt ihr dann auf einer so langen Tour zurecht. Ich meine ein Mann hat doch Bedürfnisse." Liam und Niall haben plötzlich große Augen und sind sprachlos. Bei dem Anblick ihrer dummen Gesichter kann ich mir mein Kichern einfach nicht verkneifen: "Oh Gott, nehmt ihn doch nicht so ernst. Er zieht euch nur auf." "Ich und Leute auf den Arm nehmen? Was denkst du von mir Sia?", mein Alex gespielt entsetzt und löst die Spannung wieder. Dann wendet er sich wieder von mir ab: "Aber im Ernst. Ich nehme jetzt einmal an, ihr hattet in den letzten vier Jahren eine Freundin, wie ist es dann auf Tour zu gehen." "Nicht leicht.", meint Liam nachdenklich, während sich Niall zurückhält. "Man sieht sich manchmal für einen ganzen Monat nicht und dann vielleicht auch nur für sehr kurze Zeit. Diese Treffen sind dann zusätzlich noch mit sehr viel Aufwand verbunden. Dann kommt noch die ganze Aufmerksamkeit der Fans dazu die wir bekommen, da nicht eifersüchtig zu werden ist schwer. Außerdem gibt es dann noch diese extremen Directioners die irgendwie besitzergreifend werden und unsere Freundinnen angreifen. Vor allem meine letzte Freundin Danielle musste darunter leiden und naja was soll ich sagen, die Beziehung ist daran zerbrochen. Daran und an dem Mediendruck. Ich meine, wer mit uns liiert ist, wird in diese Welt der Presse mit hineingezogen und vor allem am Anfang von Paparazzi verfolgt. Zum Schluss kommen noch diese ganzen grässlichen Gerüchte in den Tratschmagazinen, die man lernen muss zu ignorieren. Man muss lernen wem man vertrauen kann." Nach dieser kleinen Rede ist es still und selbst Alex scheint ihn etwas zu bemitleiden: "Das heißt dieser ganze Trubel um euch färbt dann auch auf eure Freundinnen ab? Ich meine, ich bin sogar schon auf Artikel über meine Schwester und Sia gestolpert und ihr kennt euch jetzt wie lange? Ein oder zwei Monate?" "Drei Monate.", bessere ich ihn aus, bevor Liam antwortet: "Ja, leider ist es so. Ich habe versucht Danielle von der Presse fern zu halten, aber das war einfach nicht machbar." "Danielle war deine letzte Freundin?" "Ja, wir haben vor etwa einem Jahr Schluss gemacht." "Wie lange hielt denn die Beziehung." "Zwei Jahre." "Und über die Jahre hat sich die Situation nicht verbessert?" "Naja, am Anfang ist es natürlich immer am schlimmsten, bis sich die Leute eben langsam daran gewöhnen, aber ganz aufgehört hat es nie." "Intressant.", meint Alex nun viel versprechend und wirft mir und Ria einen vielsagenden Blick zu, bevor er noch einmal nachhackt: "Warum tust du dir dann den ganzen Stress an?" "Man tut halt so einiges für die Liebe.", antwortet Liam selbstbewusst. "Ja, wenn das nur was nützen würde, aber Liebe ist, wie man sieht nicht so einfach." Ria nickt mir zustimmend zu. "Stimmt, das ist sie sicherlich nicht, aber wenn man sich dafür einsetzt kann man es schaffen." Ich sehe ihn kurz an und meine dann: "Für immer?" Dann schüttle ich den Kopf. "Liebe ist nichts bleibendes, sie ist flüchtig. Klar muss man auch etwas Kämpfen, aber man muss auch wissen, wenn eine Beziehung nur noch aus Kämpfen besteht und man es besser sein lassen sollte. Vor allem sollte man die guten Seiten genießen und gehen, wenn es an der Zeit ist." Liam sieht mich nun Stirnrunzelnd an. "Und was sind für dich dann die guten Seiten einer Beziehung, wenn es anscheinend nicht die Treue des Partners und die Sicherheit, die daraus folgt ist?" Ich nehme noch einen einen weiteren tiefen Zug von der Shisha, um mich dann an Liam neben mir zu wenden. "Sex.", antworte ich unverblümt, während ich zeitgleich den Rauch in sein Gesicht puste. Der Brite sieht mich ganz perplex an, während ich nun weiterrede: "Natürlich sind auch noch die Vorstufen gut: Flirten, küssen, rummachen, Vorspiel, Blowjobs,.." Schief grinsend nehme ich das Mundstück der Shisha wieder in den Mund, nur um besonders anzüglich daran zu saugen, um den Briten etwas zu ärgern. Auf meine sexieste Art und weise lasse ich dann auch noch, mit meinem schiefen Grinsen aufgesetzt, den Rauch aus meinem Mundwinkel raus. Zufrieden beobachte ich wie er mich mit großen Augen anstarrt, was mich dazu bringt belustigt zu lachen. "Du suchst also nach einer Beziehung? Auf meinem Herflug hab ich was von dir und diesem Mädchen, Sophia glaub ich, gelesen, wird sie deine neue Freundin?", lenkt Alex die Aufmerksamkeit wieder von dem Thema ab, während er mir einen bösen Blick zuwirft, den ich mir wahrscheinlich mit meiner vulgären Art verdient habe. Liam schüttelt den Kopf. "Nein, wir sind alte Freunde und es tut immer wieder mal gut sich mit Leuten zu umgeben, die einen vor dem Ruhm kannten." "Hat euch der Ruhm denn so viel verändert?", geht die Unterhaltung weiter, während Alex auch einen Zug von der Shisha nimmt. "Das Leben verändert einen immer, aber der Ruhm lernt einem eine Sache ganz sicher: Wahre Freunde sind eine Seltenheit." "Wahre Freunde? Du meinst also Menschen wie Sophia?" "Leute, wie meine Bandkollegen oder Andy." Alex scheint wenig beeindruckt von der Antwort und stürzt sich einfach ins nächste Thema. Gott wann ist dieses Verhöhr bloß vorbei, das ist ja kaum zum Aushalten. "Was macht ihr fünf eigentlich immer wenn ihr so auf Tour seid? Ich meine da gibt es sicher auch Freizeit." "Das was jeder andere in unserem Alter auch macht. Fußball spielen, trainieren, Videospiele spielen, im Internet surfen und solche Sachen eben.", antwortet Liam und dann kehrt kurz Stille ein, die ich ausnutze: "Ich unterbreche euer Gespräch wirklich nur ungern, aber ich brauch jetzt eine richtige Zigarette und nicht nur Shisha. Also bin ich dann mal weg." Dann mach ich mich auch schon wieder daran über Liam drüber zu rutschen und dasselbe Spiel wie vorher mit ihm zu spielen. Ich lasse meinen Hintern über den Stoff seiner Hose wandern und kann spüren, wie er sich unter mir anspannt. Als ich stehe erklingt ein leicht ersticktes: "Warte, Sia! Ich komm mit." Mit einem Grinsen bemerke ich, dass mir Liam folgt, was mein Herz augenblicklich etwas zum Flattern bringt. Mit einem kurzen "Viel Spaß noch." verabschiede ich mich von den verbliebenen Drei. Der Brite folgt mir durch die Bar und zur Hintertür hinaus. Wir finden uns auf einem verlassenen und dreckigen Innenhof wieder, wo sichtlich der Müll der umliegenden Häuser gelagert wird. Im Moment ist mir das allerdings egal, da ich nur erleichtert bin Alex Verhör entkommen zu sein, langsam ist das echt langweilig. Bei dem Gedanken an Niall und Ria, die nun alleine dort drinnen mit ihm sitzen muss ich lachen. "Was ist so lustig?", fragt eine Stimme neben mir. "Ich musste nur gerade an Niall denken, wie er sich jetzt ganz alleine Alex stellen muss." Liam stimmt in mein Lachen mit ein. Von den kahlen Wänden hallt es wie ein leise Echo wider und wirkt fast unheimlich. "Willst du auch eine?", frage ich nach einem Moment der Stille, während ich ihm ein Zigarettenpackerl hinhalte, das ich eben aus meiner Tasche gezogen habe. Er schüttelt stumm seinen Kopf, weshalb ich nur eine Zigarette herausziehe und sie mir zwischen die Lippen stecke. Zum dritten Mal versuche ich jetzt schon meine Tschick anzuzünden, wobei ich mich jedes Mal in eine andere Richtung gedreht habe, doch ich kann dem Wind nicht entkommen und so geht auch diesmal wieder die Flamme aus, bevor meine Zigarette glüht. "Lass mich dir helfen.", murmelt Liam mir zu und kommt auch schon einen Schritt näher, was wieder dieses Flattern in meiner Brust verursacht. Er wirft mir ein sanftes lächeln zu, bevor er sich etwas hervorbeugt und mit seinen großen Händen einen Windschutz um das Ende der Zigarette bildet. Ich schenke ihm auch kurz ein Lächeln und verliere mich schon fast wieder in seinen braunen Augen, bevor ich den Blick abwende und einen erneuten Versuch starte die Tschick in meinem Mund anzuzünden. Ich versuche mich darauf zu konzentrieren einen tiefen Zug zu nehmen, anstatt auf seinen großen, warmen Körper, der mir in meinem knappen Outfit in diesem kleinen Hinterhof die einzige wärmespendende Quelle bietet. Ich bedanke mich bei Liam für die Hilfe, doch er weicht nicht mehr zurück und so hauche ich ihm den Rauch ins Gesicht, was ihn nur dazu bringt seine Mine kurz zu verziehen, bevor er mich wieder mit diesem schiefen Lächeln ansieht. Argh dieses schiefe Lächeln und seine Augen haben mich sofort wieder und so ist es mir unmöglich den Blick abzuwenden. Langsam bereue ich mein kurzes Outfit doch ein bisschen, denn jetzt beginne ich vor Kälte zu bibbern und ich bin Liam unendlich dankbar, als er mich näher an sich zieht und mir so mit seinem Körper Wärme spendet. Ein plötzlicher Windstoß weht meinen Rock hoch und da ich nicht vorhabe mich zu entblößen lasse ich meine Tschick achtlos fallen, während ich ihn schnell unten halte. Liam scheint dieselbe Idee gehabt zu haben und so sind seine Hände schnell von meinem Rücken auf meinen Hintern gewandert, um meine Kleidung dort zu halten, wo sie hingehört. So stehen wir also da, bis der Wind endlich wieder abflaut und ich einen Blick hoch in die Augen des Briten wage. "Alex hatte Recht, du hättest dir mehr anziehen sollen!", sagt er mit einem dicken britischen Akzent. Trotzig verschränke ich meine Arme und sehe zu ihm auf, doch er lasst sich nicht beeindrucken und lehnt sich einfach runter, bis seine Lippen mein Ohr berühren und mir eine Gänsehaut über den Rücken jagen. "Hab ich schon erwähnt, dass mich dieser Rock wahnsinnig macht?", flüstert er, während seine Finger, hinten knapp unter meinem Hinter, am Saum meines Rockes entlangfahren. Seine Lippen geistern kurz über meinen Hals, knapp an meinem Dekollté vorbei zu meinem anderen Ohr. "Und dieses Top erst!", stöhnt er schon fast, bevor er auch schon meinen Mund erobert und eine Hand zu dem Streifen Haut zwischen Top und Rock hinaufwandert, wo er dann entlangfährt. Fuck it, denke ich mir und so vertiefe ich den Kuss noch indem ich mich auf meine Zehenspitzen stelle, was meinen Rock wiederum höher rutschen lässt und mit ihm seine Hand, sodass diese nun schon die Haut am Ansatz meines Hinterns berührt. Ich will auch nackte Haut unter meinen Händen und so lasse ich eine unter sein Hemd wandern, während die andere sich noch immer in seinem Nacken befindet. "Hey! Dieser Hinterhof ist nur für Anrainer und nicht für betrunkene Bargäste, also verschwindet! Und sucht euch einen anderen Ort!", ertönt plötzlich eine gereizte Stimme und lässt uns auseinanderschrecken. Am Eingang zur Bar steht ein Kellner, der einen Sack Müll mit sich rumschleppt und uns wütend mustert: "Na los! Oder muss ich euch eigenhändig hier rausbefördern." "Schon gut. Wir gehen ja schon.", meint Liam und wir drücken uns an dem Mann vorbei wieder zurück in die Bar.
Irina Pov.:
Während Alex so Liam löchert merke ich, wie Niall neben mir immer wieder sein Gesicht verzieht. "Tut dein Knie schon wieder weh?", erkundige ich mich besorgt, allerdings leise, damit mein Bruder sich weiterhin eher auf Liam konzentriert, der die Situation recht gut handhabt. Der Ire nickt nur leicht aber winkt ab, um einen Schluck von seinem Bier zu machen. Kurzerhand lasse ich meine Hand auf sein Knie wandern und beginne wieder es so wie bereits im Flugzeug zu massieren. Niall versteift sich sofort und verschluckt sich fast, als er meine Hand wegschiebt und meint: "Sag mal spinnst du?" Trotzig sehe ich ihn an. "Was soll die Frage denn jetzt, ich will dir doch nur helfen, heute Morgen im Flugzeug hat das super gegen den Schmerz geholfen!" Mit den Worten lasse ich meine Hand wieder über seinen Oberschenkel zu seinem Knie wandern, wo er sie sogleich wieder wegschieben will. "Ja es hilft ja auch super, aber jetzt wird es mir womöglich nur mehr Schmerzen bereiten als es mir nimmt! Das schaut nämlich nach was ganz anderem aus und wenn dein Bruder das sieht bringt er mich um." Ich muss etwas kichern über Nialls Panik. "Das sieht er nicht, die Tische sind höher als die Bänke, sodass es nur so aussieht, als würde ich mich auf der Bank abstützen oder hätte meine Hand in meinem Schoß liegen.", meine ich sicher, während ich meine Finger über sein Knie tanzen lasse und er nach Kurzem sofort erleichtert aufatmet. Ich lehne mich leicht zu Niall rüber und lasse meine Lippen, wie unabsichtlich, über sein Ohr wandern, während ich flüstere: "Außerdem ist der gerade viel zu abgelenkt von Liam und Sia." Ich sehe, wie ihm der Atem kurz stockt und lehne mich selbstgefällig zurück. Genau als ich das gesagt habe, erhebt sich Sia plötzlich und entschuldigt sich, um eine rauchen zu gehen, wobei Liam sich anhängt. Mein Bruder verzichtet komischerweise auf die Zigarette und wendet sich nun Niall zu. Schnell versucht der Ire meine Hand von seinem Knie zu bekommen, während mein Bruder fragt: "Und was ist mit dir so? Warum so still?" Verwirrt sieht er auf Nialls Hände, die jetzt gerade unter dem Tisch über meiner liegen. Schnell nimmt er sie hervor und legt sie auf den Tisch. "Niall wurde vor ein paar Monaten am Knie operiert und hat es sich gestern am Konzert etwas verdreht, weshalb er jetzt wieder etwas Schmerzen hat.", springe ich schnell für den Iren ein. Sofort grinst mein Bruder mitfühlend und lacht etwas. "Ohja, das kenn ich. Da ich Fußball spiele habe ich mir schon einmal das Kreuzband völlig durchgerissen und ein anderes Mal nur eingerissen. Ist eins der beschissensten Dinge die dir passieren können." Nervös nickt der Ire und stimmt ihm mit einem kleinen ja zu. Kurz darauf fragt mein Bruder auch schon: "Spielst du auch Fußball?" Niall stimmt nickend zu, meint aber eher nur aus Spaß und amateurhaft. Dann beginnt mein Bruder ihn auch schon über verschiedene Teams auszufragen. Fast schon muss ich kichern, da Niall noch immer ziemlich eingeschüchtert sein dürfte von meinem Bruder. Aufmunternd drücke ich leicht Nialls Oberschenkel, damit er die Nervosität etwas ablegt und höre den Jungs dann gedankenverloren zu, doch dank dem Thema wird mir eher langweilig und so lasse ich meine Hand langsam Nialls Schenkel hinaufwandern, was den Iren gleich wieder ins Stottern bringt. Ich kann hören, wie er scharf die Luft einzieht, als ich nun immer höher hinaufkomme, bis meine Hand Muster auf den Stoff über seinem Schritt zeichnet. Dummerweise deutet er gerade etwas und so wäre es mehr als auffällig, wenn er plötzlich unter den Tisch greifen würde und so habe ich zu seinem Pech freie Hand. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich muss leicht grinsen, als ich nun etwas mit ihm spiele, während er alles tut um cool zu bleiben. Gerade spüre ich, wie er unter meiner Hand etwas härter wird, als auch schon Sia und Liam lachend an den Tisch zurückkommen und als Alex kurz die Beiden mustert schiebt Niall meine Hand schnell weg. Als ich aufsehe, fange ich den vielsagenden Blick von Sia ein die mich dreckig angrinst, weshalb ich leicht rot werde. "Was ist denn so lustig?", erkundigt sich mein Bruder und Liam erzählt von dem genervten Kellner, während sich Sia mit einem schiefen Grinsen an mich wendet und mir bedeutet mich vorzulehnen, wobei sie kurz nach unten sieht. Ich verstehe den Wink und so lehne ich mich über Niall zu meiner besten Freundin, wobei ich mich ganz dezent mit meiner Hand auf seinem Oberschenkel, nahe seinem Schritt abstütze, was ihn wieder die Luft einziehen lässt. "Was hast du nur mit dem kleinen Iren angestellt, dass er uns angesehen hat, als wären wir der Messias höchstpersönlich?", fragt sie belustigt, nur um dann noch schnell ein "immer weiter so" dranzuhängen und sich mit einem Zwinkern wieder normal hinzusetzen. Dann bestellt sie auch schon eine neue Shisha, die ich sobald sie da ist zu meinen Gunsten nutze, denn ich stehe leicht auf und beuge mich rüber, um den Schlauch zu bekommen, wobei ich darauf achte, dass meine Brüste direkt vor Nialls Gesicht sind. Nachdem ich ein paar Züge gemacht habe setze ich mich wieder hin, wobei ich meinen Fuß bei Nialls Bein lasse und so bewusst mit ihm in Berührung bleibe.
Sia PoV.:
Ich lächle über Rias offensichtlich Anmache und wie Niall einfach nicht widerstehen kann ihr in den Ausschnitt zu schauen, was ein lautes "Das sind nicht ihre Augen." von Alex zur Folge hat. Der Ire muss einmal Schlucken bevor er sich wieder Alex zuwendet, der uns alle mit einem ernsten Blick bedenkt, bevor er aufsteht: "Ich bin gleich wieder da." Dann verschwindert er auch schon irgendwo in der Bar. Neben mir höre ich sofort Niall: "Ria. Du hast mich gerade fast umgebracht!" "Ich hab doch nichts gemacht.", meint diese mit Unschuldsmine. "Nichts gemacht? Das war doch deine Hand, oder?" "Mh... Vielleicht.", grinst sie ihn frech an, bevor sie einen Schluck von ihrem Drink nimmt. Kichernd wende ich mich von den beiden ab und sehe mich in der Bar um, während ich einen weiteren Zug von der Shisha nehme. Ich verschlucke mich fast am Shisharauch, als ich Ria's Bruder wiederentdecke, der gerade bei einem Mädchen steht, das ihm vollkommen zugetan scheint. "Dein Bruder ist so ein verdammter Heuchler!", lache ich und deute auf Alex, als Ria mich nur verwirrt ansieht. Beleidigt zieht sie ihre Stirn in Falten und meint: "War ja klar, Hauptsache bei mir immer so bitzlig sein, aber selbst sich einfach irgendeine aufreißen." Ich muss wieder etwas kichern, dann wende ich mich grinsend an Ria und meine: "Immerhin gibt er jetzt eine Ruhe und hört mit der nervigen großer Bruder Masche auf, die hab ich schon genug mit Thomas durchgemacht." Liam lacht nun leicht. "Ja, er war anfangs echt einschüchternd!" Lachend piekse ich Liam in die Seite. "Er will mich hald vor großen bösen Jungs beschützen."
Was haltet ihr von den Outfits??Wie findet ihr Alex so ??
Lasst uns Votes & Kommentare da ;)
xx s&i