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Bye bye, bye bye meine Liebe des Lebens
Und ja, wir beide werden uns nie wieder sehen
Kann schon sein, dass man sich im Leben zweimal begegnet
Doch es beim zweiten Mal dann einfach zu spät ist
(Cro - Bye Bye)
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Graue Wolken hingen mal wieder über Köln und ein Schauer lies sich über die Straßen nieder. Normalerweise blieb man bei solchem Wetter lieber zuhause, doch da Geld nicht auf Bäumen wächst, radelte eine hübsche Blondine mit einer Pizza im Gepäck, in einem zum Glück wasserdichten Behältnis, durch die Stadt. Denn ihr Job war es, das Essen so schnell wie möglich zum Kunden zu bringen, egal bei welchem Wetter. Auch wenn sie sonst immer versuchte positiv zu bleiben, musste sie sich erstmal beruhigen, als sie endlich bei der richtigen Hausnummer ankam, um nicht unfreundlich zum Kunden zu sein, denn auch er konnte nichts für dieses bescheidene Wetter.
Nach dem sie auf das Klingelschild mit dem Namen "Patrick Maier" drückte und kurze Zeit später auch das Surren kam, um sie hereinzulassen, ging sie mit der Pizza in der Hand zum richtigen Stockwerk und versuchte dabei ein nicht allzu gequältes Lächeln aufzusetzen.
Im richtigen Stockwerk angekommen, lächelte ihr schon ein hübscher junger Mann entgegen. Ihre schlechte Laune war wie weggeblasen und der strömende Regen schien plötzlich unwichtig. Kurz blieb ihr Blick an seinen braunen Augen hängen, doch dann wurde ihr wieder bewusst warum sie hier war und sie versuchte ihr schneller schlagendes Herz zu ignorieren.
"Hallo, Sie haben eine Pizza bestellt?"
"Ja, vielen Dank. Ich sterbe schon fast an Hunger. Aber..."
Der junge Mann ließ kurz seinen Blick an dem durchnässten Mädchen schweifen und führte seinen Satz dann fort:
"Aber wenn ich mir Sie so ansehe, bin ich mir nicht sicher, ob es die Pizza wert war."
Damit entlockte er der schönen Blondine ein Lachen und sie antwortete:
"Keine Sorge, immerhin werde ich dafür bezahlt und jetzt genießen Sie Ihre Pizza. Schönen Tag noch."
Er schien kurz überrascht, wie schnell ihre Konversation endete und es wirkte so, als würde er darüber nachdenken, sie aufzuhalten. Doch stattdessen brachte er nur ein kurzes "Ihnen auch" heraus, während er wie versteinert dastand und zusah wie sie aus seinem Blickfeld verschwand. Er blieb noch eine Weile so stehen, bis er wieder in seine Wohnung ging und seine langersehnte Pizza aß und als er schon halb fertig mit der Pizza war, fiel ihm auf, dass er vergessen hatte, Trinkgeld zu geben.
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Nicht nur ihm ging ihr Aufeinandertreffen nicht mehr aus dem Kopf, auch sie musste ihren ganzen restlichen Arbeitstag nur an seine wunderschönen Augen denken. Sie musste sich sogar wirklich konzentrieren, dass sie keine anderen Aufträge vermasselte. Als ihre Schicht dann zu Ende war und sie endlich die Türe zu ihrer Wohnung aufschließen konnte, war sie einerseits erleichtert endlich zuhause zu sein, doch andererseits fiel ihr auf, wie leer und einsam ihre Wohnung war. Normalerweise hatte sie kein Problem nach einem langen Arbeitstag alleine zu sein, doch an diesem Tag fühlte sie sich in ihren eigenen vier Wänden wie eingesperrt und schrieb daher ein paar ihrer Freundinnen eine Nachricht, ob sie nicht mit ihr etwas trinken gehen wollen. Immerhin war es ein Samstag Abend. Nachdem von einigen eine Zusage kam, begab sie sich in ihr Bad und begann sich fertigzumachen für eine Night-Out in Köln.
In einem anderen Stadtteil in Köln, nicht allzu weit entfernt, beendete Patrick gerade seinen neuesten UFO-Vlog. Da der Himmel über Köln mittlerweile wieder aufgeklärt und der Regen aufgehört hatte, beschloss er nämlich einen Abstecher in das bekannte Youtuber Büro zu machen und den anderen Mitgliedern des UFOs etwas auf die Nerven zu gehen. Denn auch er hielt es nicht weiter alleine in seiner Wohnung aus und auch wenn er es nicht gerne zugab, brachten ihn Rewis Ausraster oder Freddies verrückte Art immer zum Lachen und ließen ihn alles andere für einen Moment vergessen. Doch auch wenn er es gerne würde, kann er nicht für immer im Büro bleiben und machte sich daher auf den Weg nachhause. Natürlich nicht ohne sich vorher von den anderen zu verabschieden. (und natürlich auch nicht ohne Donald Trump einen Tritt zu geben.)
Als er dann aus dem Bürogebäude trat, hatte sich die Sonne schon verabschiedet und die Straßenbeleuchtung war eingeschaltet. Da er den Weg zwischen dem UFO und seiner Wohnung schon gefühlte tausend Mal gegangen war, musste er nicht wirklich darüber nachdenken und seine Füße gingen wie von allein in die richtige Richtung. Jetzt wo er nicht mehr von Rewis Schreien umgeben und an der frischen Luft war, waren seine Gedanken wieder bei der hübschen Blondine, die ihm heute sein Essen gebracht hatte. Er kam nicht darauf was es war, aber irgendetwas an ihr faszinierte ihm. Auch wenn er sonst kein Mensch war, der Sachen bereute, wünschte er sich, dass er sie nicht einfach so hätte gehen lassen.
Als er gerade versuchte die wunderschönen blauen Augen aus seinen Gedanken zu verbannen, blieb sein Blick an einer Frau auf der anderen Straßenseite hängen. Sie war in ihr Handy vertieft und ging schnellen Schrittens in die Richtung aus der Patrick gerade kam. Zuerst dachte er seine Augen würden ihm einen Streich spielen und er würde sich das nur einbilden, doch nachdem er seine Augen kurz schloss und dann nochmal zu der Frau sah, war ihm klar, dass es die gleiche Person war, die ihm schon den ganzen Nachmittag nicht mehr aus dem Kopf ging. Kurzerhand kam er zu dem Entschluss die zweite Chance, die ihm das Schicksal zu geben schien, nicht ungehindert zu lassen, nahm seine Beine in die Hand und lief über die Straße. Vermutlich wäre es besser gewesen, wenn er davor nach links und rechts gesehen hätte, denn er wurde dabei fast von einem Auto überfahren und der Autofahrer, der gerade noch bremsen konnte, schien nicht gerade erfreut darüber, doch dies war Patrick in diesem Moment ziemlich egal. Alles was für ihm zählte, war es diese Frau zu erreichen. Durch das Quietschen der Bremsen wurde nun auch sie darauf aufmerksam, was um sie geschah und auch ihr wurde nun bewusst, dass gerade der Mann, der ihr nicht mehr aus dem Kopf ging, nun auf sie zukam. Als er dann etwas aus der Puste bei ihr ankam, sahen sie sich erstmal ein paar Sekunden nur schweigend an, denn beide konnten es nicht fassen, dass sie sich so schnell wiedersahen. Bis Patrick dann endlich ein "Hallo" herausbrachte.
"Hi"
"Wie heißt du eigentlich?"