kein plan wohin

By blauescheisse

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Man kann nicht den ganzen Tag herumsitzen und darauf warten, dass jemand kommt der einen permanent glücklich... More

kein plan wohin
erster Tag
nachts
teil 4
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teil 9

teil 8

9 2 2
By blauescheisse

Hach, ein weiterer Scheißtag.

Mittlerweile mache ich alles mechanisch, mache alles was von mir verlangt wird. Stehe auf, ziehe mich an, putze meine Zähne und lächle wenn mich jemand fragt wie es mir so geht.

In mir drinnen tobt ein gewaltiger Sturm. Ich bin müde, traurig und will nicht mehr. Trotzdem tue ich als ob alles gut wäre, jap, schönes Leben.

Meine Mutter stellt mir eine randvolle Schüssel mit Müsli und Früchten vor die Nase. Ich sehe zu ihr auf, sie lächelt und ich lächle zurück. "Danke Mutti, ist bestimmt lecker."

Die hälfte bekomme ich in meinen kleinen Magen rein ohne zu kotzen.

Dann mache ich mich auf den weg zur Schule. Zweihundert Meter gerade aus, dann rechts abbiegen und bei der Bushaltestelle stehen bleiben und warten. Nach einigen Minuten kommt der Bus und ich steige ein, suche mir einen Platz und drehe die Musik auf die lauteste Stufe. Es beruhigt mich wenn alles in meinem Kopf kaputtzugehen scheint und meine Ohren dröhnen. Ich schliesse die Augen, als ich sie wieder öffne sehe ich einen Jungen. Er ist nicht sonderlich groß, hat braune Haare und grüne Augen. Er kommt immer näher und plötzlich steht er vor mir. "Ähm, entschuldigung... ist der Platz neben dir noch frei?" Er sieht mir direkt in die Augen und ich sehe verunsichert auf meine Hände, die zu zittern beginnen.

"Äh, okay.. also.... ähm.. ja natürlich"

Ich will mich töten, töten, töten. Das war ja wohl total peinlich vor dem hübschesten Typen den ich jemals gesehen hatte so blöd herumzustottern. Schnell nahm ich meine Tasche von dem Platz neben mir und ließ sie auf den Boden fallen. Anscheinend war der Verschluss nicht zu und so ziemlich alles was in der Tasche war, rollte jetzt am Boden herum. Der junge begann zu grinsen und mir wurde plötzlich heiß und kalt und mein Gesicht verwandelte sich in eine Tomate.

Hektisch versuchte ich alles aufzuheben. Der Junge half mir dabei. Oha, hilfsbereit war er auch noch. Als es geschafft war atmete ich tief aus und ein und bedankte mich leise.

Er grinste einfach nur vor sich hin und sagte nichts mehr.

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