Academy for Elementarys 1 - V...

By bibi_1410

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》„Hannah Windemear." Ich zuckte zusammen. Noch nie hatte sich mein Name so angehört, als würde ich mit Eiswas... More

Kapitel 1 - Unerwünschter Besuch
Kapitel 2 - Die Eiskönigin
Kapitel 3 - Ein neues Zuhause
Kapitel 4 - Alles verschwiegen
Kapitel 5 - Mythologische Geschichte
Kapitel 6 - Luftmagie
Kapitel 7 - Kampftraining
Kapitel 8 - Eine Ankündigung
Kapitel 9 - Katastrophen - Frühstück
Kapitel 10 - Eisige Standpauke
Kapitel 11 - Das Fest der Elemente
Kapitel 12 - Andeutungen
Kapitel 13 - Schreck am Abend
Kapitel 14 - Furchtbare Neuigkeiten
Kapitel 15 - Im Archiv der AFE
Kapitel 16 - Eine riskante Aktion
Kapitel 17 - Das nächste Unglück
Kapitel 18 - Magielos
Kapitel 19 - Ashley in Aktion
Kapitel 20 - Feen
Kapitel 22 - Eine Feder aus Saphir
Kapitel 23 - Der Weihnachtsball (1)
Kapitel 24 - Der Weihnachtsball (2)
Kapitel 25 - Silvester
Kapitel 26 - Warum sie?!
Kapitel 27 - Filmriss
Kapitel 28 - Überfallkommando
Kapitel 29 - Wächter gegen Kampflehrer
Kapitel 30 - Undercoveragent
Kapitel 31 - Verhaftung beim Frühstück
Kapitel 32 - Keine Ahnung von Architektur
Kapitel 33 - Nacht-und-Nebel-Aktion
Kapitel 34 - Alles nur Täuschung?!
Kapitel 35 - Plötzlich Nichte
Kapitel 36 - Erklärungen
Kapitel 37 - Harry Potter und Husten
Kapitel 38 - Blutrote Augen
Kapitel 39 - Ist das möglich?
Kapitel 40 - Yggdrasil
Kapitel 41 - Elara und die Sache mit der Lasagne
Kapitel 42 - Besiegt
Kapitel 43 - Silberklinge
Kapitel 44 - Wassersaphir
Kapitel 45 - Urwächter
Kapitel 46 - Happy Birthday, Hannah
Kapitel 47 - Wird sie es verkraften?
Kapitel 48 - Eiseskälte
Kapitel 49 - Furchtbare Neuigkeiten
Kapitel 50 - Mörder
Kapitel 51 - Der Beweis
Kapitel 52 - Des Amtes enthoben
Kapitel 53 - Umbridge 2.0
Kapitel 54 - Das können Sie nicht machen!
Kapitel 55 - Gierig, machthungrig, ungerecht
Kapitel 56 - Mrs. Finchs Geheimnis
Kapitel 57 - Zu weit gegangen
Kapitel 58 - Ausnahmezustand
Kapitel 59 - Der Angriff
Kapitel 60 - Verraten
Kapitel 61 - Gorgonenblut
Ende!
Neuigkeiten für 2019!
Neues 2022 / Prolog
Kapitel 1 - Erstens kommt es anders
Kapitel 2 - und zweitens als man denkt
Kapitel 3 - Neuer Tag, neue Herausforderungen
Kapitel 4 - Gorgonen-Balg
Kapitel 5 - Fest der Elemente
Kapitel 6 - Im Archiv der AFE
Kapitel 7 - Magielos
Kapitel 8 - Eskalation im Speisesaal und eine Lichtung voller Feen
Kapitel 9 - Einladung zum Ball
Kapitel 10 - Weihnachtsball mit Zwischenfall
Kapitel 11 - Kuss an Silvester
Kapitel 12 - Tränen ohne Ende

Kapitel 21 - Schock am Nachmittag

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By bibi_1410

„Wahnsinn." Ich war immer noch vollkommen überwältigt und ließ mich neben Will nieder. Dann merkte ich, dass mir überhaupt nicht mehr kalt war.

„Es ist wunderschön hier", seufzte ich zufrieden und schloss entspannt die Augen. „Aber warum zeigst du mir diesen Ort?"
Er schwieg und ich hatte schon die Befürchtung, er würde mir nicht antworten, doch nach einigen Minuten begann er zu erzählen.

„Vor ein paar Jahren sind meine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Als ich es erfahren habe, habe ich die Kontrolle über meine Kräfte verloren. Ich war so unsagbar wütend und das stachelte meine Kräfte an. Die Magie hat mich innerlich fast verbrannt und alles, was ich berührte, ging in Flammen auf. Doch ich war nicht in der Lage, mich zu beruhigen. Direktorin Frey wollte mir helfen, aber in meiner Verzweiflung war ich vollkommen blind und griff sie an. Da sie mich nicht verletzten wollte, wehrte sie sich kaum und ihre Verbrennungen waren so schlimm, dass sie trotz Erdmagie fast eine Woche im Krankenflügel lag. Die Schuldgefühle haben mich beinahe umgebracht, also bin ich gerannt und gerannt, bis ich auf diesen Ort gestoßen bin. Seitdem komme ich regelmäßig hierher. Die Feen und die Ruhe helfen mir, wenigstens für eine geraume Zeit meine Schuld zu vergessen. Ich weiß, dass die Direktorin mich für diese Tat nie verantwortlich gemacht hat, aber ich selbst tue es noch heute."

Er stockte und ich sah den tiefen Schmerz in seinen Augen. Behutsam streckte ich meine Hand aus und legte sie ihm auf den Arm. Seine Muskeln spannten sich unter meiner Berührung an und ich wollte meine Finger gerade wieder zurückziehen, als er seine Hand auf meine legte und mich direkt anblickte. Mein Herzschlag beschleunigte sich, während ein kribbelndes Gefühl meinen Arm hinaufwanderte und ich darauf wartete, dass er weitersprach.

„Ich dachte mir, ich zeige dir diesen Ort, damit du hierherkommen kannst, wenn du das Gefühl hast, die Welt wächst dir über den Kopf oder du einfach allein sein möchtest."

„Danke", flüsterte ich überwältigt. „Aber eines ist mir immer noch nicht ganz klar. Warum ich?"
„Warum denn nicht." Er zwinkerte mir schelmisch zu, doch ich wurde das Gefühl nicht los, dass mehr dahinter steckte, aber da er mir gerade einen Abschnitt seines Lebens preisgegeben hatte, der offensichtlich schmerzhaft war, wollte ich mal nicht so sein.

„Das war keine richtige Antwort", konnte ich mir jedoch nicht verkneifen zu sagen.

„Wenn du das sagst." Und da war es wieder. Dieses unverschämte Grinsen, das mir die Hitze in die Wangen steigen ließ.

„Du bist doof", stieß ich gespielt beleidigt hervor, zog meine Hand weg und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Das kann aber gar nicht sein. Mein Notendurchschnitt liegt bei eins Komma acht", erwiderte er übertrieben nachdenklich und ich kicherte.

„Wenn du mir das nicht beantworten willst, dann wenigstens meine Frage von vorhin zum Thema Anschleichen. Warum?" Ich nahm mir fest vor, nicht nachzugeben und sah ihm energisch in die Augen.

„Weil du es bist, werde ich dir diese Bitte gütiger Weise erfüllen." Seine Stimme nahm einen hochtrabenden Ton an, der mich erst recht zum Lachen brachte.
„Hör auf damit und sei einmal ernst!", verlangte ich kichernd.

„Ich bin total ernst." Er bemühte sich um ein ausdrucksloses Gesicht, doch seine Mundwinkel zuckten verdächtig und dann brach auch er in schallendes Gelächter aus. Die Feen in unserer Nähe stoben erschrocken auseinander, aufgeschreckt durch den plötzlichen Lärm. Als wir uns nach ein paar Minuten wieder eingekriegt hatten, war sein Gesicht auf einmal viel dichter an meinem und mir stockte der Atem. Sein warmer Atem streifte meine Wange und ich schauderte.
„Weil es zu süß ist, wenn du dich erschreckst und dann aufregst", raunte er und sofort spürte ich, wie mein Gesicht heiß wurde. Ich hatte das dringende Bedürfnis, den Blick zu senken, doch seine Augen hielten mich gefangen. Das Blau erinnerte mich an glitzerndes Eis im tiefsten Winter bei strahlendem Sonnenschein. Einfach unglaublich schön und ich bemerkte gar nicht, wie ich anfing, verträumt zu lächeln.

„Hannah?", riss seine Stimme mich zurück ins Hier und Jetzt und meine Wangen wurden noch um ein paar Grad heißer, denn jetzt wurde mir bewusst, dass ich ihn minutenlang einfach angestarrt hatte.

„Oh, ähm, tut mir leid", brachte ich peinlich berührt hervor und wollte mich aufrappeln.
„Das muss es nicht. Ich weiß, dass meine Augen sehr anschaulich sind."

Daraufhin zog ich nur meine Augenbrauen in die Höhe, erleichtert, dass er der Situation das Unangenehme entnahm.

„Ich denke, wir sollten langsam zurück zur Akademie gehen. Nicht dass die anderen sich Sorgen machen", schlug ich vor und Will sprang elegant auf die Füße, wobei ihm sein schwarzes Haar in die Stirn fiel. Ich unterdrückte das Bedürfnis, sie ihm zurückzustreichen und klopfte stattdessen den nichtvorhandenen Dreck von meiner Hose.

Als wir die Akademie erreichten war es bereits vierzehn Uhr und das Mittagessen hatten wir verpasst, doch der fantastische Vormittag mit Will entschädigte sogar dafür. Bevor wir uns verabschiedeten, bedachte er mich mit seinem verwegenen Lächeln und verschwand.
Gut gelaunt betrat ich mein Zimmer, schnappte mir mein Handy, das seltsamer Weise ganz woanders lag, als ich geglaubt hatte, tat es jedoch mit einem Achselzucken ab und warf mich auf mein Bett. Da ich zu faul war, mir einen PIN zu merken, hatte ich ihn einfach weggelassen, was eigentlich echt dämlich war, mich aber nicht weiter störte. Schnell wischte ich über den Sperrbildschirm und öffnete die Galerie, bereit endlich zu erfahren, was mein Vater getan hatte und wer er wirklich gewesen war. Doch als ich den Kamera-Ordner öffnete, bekam ich den Schock meines Lebens. Die Bilder waren weg! Panisch scrollte ich nach unten, doch vergebens. Das konnte doch nicht sein! Wie konnten die Fotos einfach so verschwinden?

„Verdammt!", stieß ich hervor und fuhr mir durch die Haare. Ich musste mich beruhigen und nachdenken.

„Tief durchatmen, Hannah", beschwor ich mich, doch mein Versuch, tief durchzuatmen, scheiterte kläglich. Ich versuchte, mir den Ablauf unseres „Einbruches" ins Archiv ins Gedächtnis zu rufen und kam hundertprozentig zu dem Ergebnis, die Akte mit meinem Handy fotografiert zu haben.

„Wie zur Hölle?" Vor Verzweiflung stiegen mir die Tränen in die Augen. Das durfte doch alles nicht wahr sein und erklären konnte ich es mir erst recht nicht. Fotos verschwanden doch nicht einfach so von hier auf gleich, ohne dass ich sie löschte! Zum Kuckuck mit dieser Technik! In einem plötzlich aufwallenden Anfall von Wut packte ich das Handy und hätte es am liebsten gegen die Wand geschleudert, doch da kämpfte sich meine Vernunft durch den Schleier der Wut und hielt mich in letzter Sekunde davon ab. Ich hätte es schon in der nächsten Sekunde bereut, wenn ich es getan hätte. Stattdessen klatschte ich es auf meinen Tisch und krallte mir kurzer Hand meinen Kampfanzug. Fünf Minuten später hatte ich ungestört die Turnhalle erreicht, zog mich um, schnappte mir ein Schwert aus der Waffenkammer und betrat die Halle. Mit aller Kraft schlug ich auf die Trainingspuppen ein, die zu meiner Überraschung dem Aggressivitätsausbruch meinerseits standhielten. Nach guten zehn Minuten begannen meine Arme zu brennen und Schweiß sammelte sich auf meiner Stirn.

„Das solltest du lieber nicht fortsetzen. Du schädigst damit nur deine Gelenke, auch wenn es gut tun mag."

Ich erstarrte mitten in der Bewegung, als ich Direktorin Freys klare Stimme vernahm. Schwer atmend ließ ich mein Schwert sinken und wandte mich der Direktorin zu. Ich registrierte ihre streng zurückgebundenen Haare, den glänzenden Kampfanzug und zuletzt das lange, silberne Schwert in ihrer Hand.

„Was machen Sie hier?", wollte ich verwirrt wissen.

„Normaler Weise trainiere ich jeden Samstagnachmittag", erwiderte sie und musterte mich eindringlich. „Und was tust du hier?"

„Auch trainieren", flunkerte ich und wischte mir mit dem Handrücken meiner freien Hand den Schweiß von der Stirn. 

„Aha", machte sie, doch mir war klar, dass sie mich durchschaut hatte. „Dann los."
„Wie?" fragte ich verdutzt.

„Lass uns trainieren." Leichthändig wirbelte Direktorin Frey ihre Waffe in den Händen und kam auf mich zu.
Die nächsten zwei Stunden triezte sie mich fast noch schlimmer als Derek, doch es machte mir nichts aus, denn diese Ablenkung war genau das, was ich brauchte. Beeindruckt musste ich zugeben, dass die Direktorin eine wahnsinnig gute Kämpferin war. Während ich schweißgebadet war und keuchte wie ein Langstreckenläufer mit Bestzeit nach einem Marathon, hatte sie nur leicht gerötete Wangen und atmete schnell, doch bei genauem Hinsehen erkannte ich tatsächlich einen Schweißfilm auf ihrer Stirn.

„Du bist nicht schlecht", meinte sie am Ende. „Aber du musst noch an deiner Deckung arbeiten, sonst endest du nach einer halben Minute aufgespießt auf einem Schwert." 

„Na super", grummelte ich. Was für rosige Aussichten. Erschöpft verstaute ich meiner Waffe, klatschte mir im Bad eine Ladung kaltes Wasser ins Gesicht und griff nach meinen Sachen. Umziehen würde ich mich jetzt nicht, sondern gleich unter die Dusche steigen.    

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