The Hitchhiker

Por Danny_Bruce

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In einer stürmischen Nacht ist Leonard auf dem Heimweg. Mitten in der düsteren Finsternis sieht er eine Perso... Más

The Hitchhiker

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Por Danny_Bruce

Samstag Nacht. Es stürmt. Leonard war bei seinen Freunden Filme schauen. Nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, stieg der 18-jährige in sein Auto und fuhr los. Leonard war nicht gerade für seine Ordnung bekannt. Vor ein paar Wochen hat er sogar seinen Geldbeutel verloren. Aus diesem Grund verstaute er sein Geld in seiner Jackentasche. Der Umhang der Nacht lag schwer auf den Straßen, sodass kaum noch etwas zu erkennen war. Sofort schaltet Leonard das Fernlicht ein. "Seltsam, normalerweise ist diese Straße stark befahren, selbst nachts. Warum ist weit und breit kein einziges Auto zu sehen? Naja, muss das Sauwetter sein.", dachte sich Leonard. Er schloss sein Handy an das Auto an, um Musik zu hören. 'Car Radio' von Twenty-One Pilots, seiner Lieblingsband. Doch er konnte sich nicht lange dem Song zuwenden, da er in der Ferne eine Gestalt am Straßenrand entdeckte.
Ein dunkel gekleideter Mann mit einer Kapuze auf dem Kopf, eine Tasche in der einen Hand und die andere zu einer Faust geballt, aus der ein Daumen herausragt.
"Ein Anhalter also... nagut. Ich will mal nicht so sein."
Leonard hält an, macht die Musik leise und lässt das Fenster runter.
"Na, Kumpel? Wo soll's hingehen?" Fragte Leonard enthusiastisch.
"... Eigentlich immer der Straße entlang... ca. 30 Minuten."
Antwortete der Mann nach kurzer Überlegungszeit mit einer tiefen Stimme.
Leonard ließ ihn seine Tasche auf den Rücksitz legen und auf der Beifahrerseite einsteigen.

"Wie heißt du wenn ich fragen darf?"
"...Chris..."
"Ich bin Leonard. Na hast du ein Glück, dass ich hier vorbeigekommen bin, nicht?"
...
Chris schien nicht sehr gesprächig zu sein, weshalb die meiste Zeit unangenehme Stille im Auto herrschte. Leonard wurde ein wenig nervös und wollte die Musik wieder an machen, als Chris seine Hand packte. "Es wäre mir lieber, wenn die Musik ausbleibt. Da komm ich nicht so leicht mit meinen Gedanken durcheinander" ,erklärte er ohne seinen Kopf in Leonards Richtung zu drehen.
"Okey... wie du meinst."
Die Nervosität wurde immer stärker. Sie schlich nun durch seinen ganzen Körper. Sämtliche Gedanken schossen durch Leonards Kopf.
"Er ist vor 10 Minuten eingestiegen und hat immer noch seine Kapuze auf... Ich hab nicht einmal sein Gesicht gesehen... Was, wenn er ein Vergewaltiger ist?  Ein Mörder? Oder doch nur ein komischer, harmloser Kauz? Ich muss aufhören immer sofort das schlimmste im Menschen zu..."
Da wurde sein Gedankenstrom unterbrochen.
Leonard fühlte etwas an seinem Kopf...
...kein Zweifel... Es war der eiskalte Lauf einer Pistole, die Chris auf ihn gerichtet hatte.
Leonard wurde panisch. Er wusste nicht was er tun sollte. Er ist doch noch zu jung zum sterben. Er hat es nicht verdient. Er war immer so hilfsbereit. Nur würde ihm dieses mal seine Hilfsbereitschaft möglicherweise das Leben kosten.
"...Halt an! Ich muss etwas aus meiner Tasche holen. Und steig aus! Ich will nicht, dass du davon fährst... Ich brauch' dich noch!", befahl Chris wütend.
Leonard war vor lauter Angst wie gelähmt... Dennoch schaffte er es zu fragen: "Wo...wofür brauchst du mich?"
Wie erwartet kam keine Antwort.
Beide stiegen aus. Chris ,immernoch mit der Waffe auf Leonard gerichtet, ging langsam zur Hintertür des Wagens um etwas aus der Tasche zu holen. Den tödlichen Blick immer auf Leonard gerichtet, der nur auf eine Fluchtmöglichkeit wartet. Jetzt konnte er auch endlich ein Teil seines Gesichtes erkennen. Er war nicht viel älter als Leonard, um die 20 herum. Eine riesige, tiefe Narbe erstreckte sich von Chris rechtem Auge über seine Nase, bis hin zu seiner linken Wange. Leonard hatte nun noch mehr Angst als zuvor.
Chris öffnet die Hintertür und greift in seine Tasche. Er holt ein Handy heraus und schließt die Tür wieder.
"Wen ruft er an? Was hat das zu bedeuten?", fragt sich Leonard.
"Hallo?...
Ja ich hab' ihn.
...
Nein, wir stehen am Straßenrand."
Mit wem auch immer Chris telefoniert, Leonard wusste, dass er etwas tun muss oder es wird etwas schlimmes passieren.
Plötzlich erinnert sich Leonard! Das Geld! 
Leonard sieht sich um... Auf dem Boden liegen Steine. Er hat einen Plan. Während Chris in sein Gespräch vertieft ist, nimmt Leonard eine Handvoll Münzen aus seiner Jacke... unaufällig... unauffällig und leise... er soll es ja nicht bemerken. Leonard nimmt seinen ganzen Mut zusammen und wirft das Geld so fest er kann in Chris' Gesicht!
Ein lauter Schuss. Vorbei an Leonards Arm. Die Fensterscheibe der Beifahrerseite wurde von dem Geschoss zerstört. Nun muss es schnell gehen!
Leonard rennt auf seinen Entführer zu und wirft ihn zu Boden. Voller Adrenalin packt er einen etwa faustgroßen Stein und schlägt bedenkenlos zu. Wieder und wieder. Er wollte Chris nicht nur außer Gefecht setzen... er wollte ihn töten.
Handelte er aus Angst? Oder tat sich sein gesamter Hass auf und überwältigte ihn? Fester... Er schlug immer fester zu, bis nicht mehr viel unter der schwarzen Kapuze von Chris zu erkennen war. Nicht einmal die grässliche Narbe. Blut...überall... Das war das einzige, was Leonard noch sah. Er fühlte sich erleichtert...lebendig. Zuzusehen wie das Leben aus Chris entwich bereitete Leonard eine solche Freude, wie er sie schon zu lange nicht mehr erlebt hatte. Er raffte sich schwungvoll auf, schmiss die Mordwaffe tief in den Wald hinein, wo er auch Chris begrub, und steckte die Pistole, mit der er bedroht wurde, ein.
Nur eine Sache ließ ihm keine Ruhe...
Er ging zum Auto und blickte auf die Tasche, welche Chris dabei hatte.
Er sah hinein. Er musste wissen, was sonst noch in der Tasche war.
Ein Haufen Fotos... Es waren Bilder von Leonard. Bilder von seinem ganzen Leben... Von der Geburt bis zu seinem Abschlussball...alles dabei.
Er verbrannte die Tasche...mit Inhalt.
Er wollte nicht an seine Vergangenheit erinnert werden.
Leonard stieg in sein Auto. Fährt los. Musik an -"And now I just sit in Silence..." Ihm war klar, dass Chris weder der Erste, noch der Letzte war.

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