Nach kurzer Zeit schliefen Tim und Ich dann doch noch ein.
Am nächsten morgen richteten wir den Tisch wieder her, um frühstücken zu können. Kim und Marcel schliefen noch, darum erledigten Tim und Ich alles alleine. Wir deckten auch für Kim, obwohl wir uns sicher waren, dass sie nicht mit uns am selben Tisch isst.
Dadurch, dass Tim und ich andauernd durch den Wohnwagen gingen um Frühstückssachen zu holen, wurden die beiden anderen natürlich schnell wach.
"Morgen", begrüßte ich die zwei.
Doch sie antworteten nicht.
Und beide schmierten sich nur ein paar Brote, die sie draußen aßen, während Tim und Ich im Wohnwagen waren. Das war ja zu erwarten.
Aber es musste doch eine Möglichkeit geben, Kim davon zu überzeugen, dass wir nicht ihre Entführer sind.
Als ich mein Brot fertig gegessen hatte, stand ich auf und ging nach draußen zu Kim und Marcel.
"Kim, ich will jetzt mal mit dir reden", sagte ich.
"Ich aber nicht mit dir", erwiderte sie.
"Es ist aber wichtig! Du musst doch so langsam kapieren, dass Tim und Ich nicht deine Entführer sind. Ich mein, ich bin 16 und Tim ist 15. Glaubst du wirklich, in dem Alter haben wir das Zeug dazu, jemanden zu entführen?".
"So verkorkst, wie die Jugend heute ist, glaube ich, dass sogar 13-jährige dazu in der Lage sind. Immerhin fangen die meisten schon mit zwölf an zu saufen und kurz danach kommt dann das Rauchen".
"Andere Jugendliche tun das! Aber Ich hab noch nie geraucht und saufen tu ich auch nicht. Bei Tim kann icz mir auch niczt vorstellen, dass er raucht. Vielleicht trinkt er gerne mal eins über den Durst, aber mehr auch nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Marcel der Entführer ist, ist höher als bei uns. Denn er raucht und säuft gerne! Ich weiß zwar, dass er nicht der Entführer ist, aber ich wollte es einfach mal gesagt haben!"
"Wenn du nicht der Entführer bist, woher weißt du dann, dass ich rauche und auch mal trinken gehe?", fragte Marcel jetzt.
"Ganz einfach: Du stinkst nach Zigaretten. Da liegt es dann nicht fern, dass du auch trinkst".
Kim roch an Marcel und sagte dann leise: "Du stinkst wirklich nach Zigaretten".
"Glaubt ihr mir jetzt, dass ich kein Entführer bin? Was hätte ich denn auch davon, euch zu entführen, und mich gleich miteinzusperren?", fragte ich.
"Natürlich glauben wir dir immer noch nicht!", sagte Kim wütend.
Ich ging wieder rein zu Tim. Es hatte keinen Zweck. Ich konnte nur hoffen, dass wir hier wieder herauskommen und Kim sich dann wieder an ihr sltes Leben erinnert.
Wir verbrachten den Tag wieder genauso, wie den davor: Kim und Marcel spielten gemeinsan ohne Tim und mir.
Da war es klar, dass Tim und Ich uns abends wieder den Tisch als Bett teilen mussten. Nicht, dass ich ein Problem gehabt hätte, aber der Tisch wird auf Dauer halt doch etwas ungemütlich...
"Nacht, Daniel", flüsterte Tim, als wir alle im Bett lagen.
"Gute Nacht".
Wie schon in der Nacht zuvor, konnte ich auch diese Nacht nicht so schnell einschlafen.
Ich lag mit dem Gesicht in Richtung zum Bett von Kim und Marcel. Dadurch konnte ich sehen, was Marcel gerade machte. Die Decke war heruntergezogen. Er schob seine Hand in die Hose... Allerdings nicht in seine eigene, sondern in Kims Hose. So etwas ist pervers!
Ich stand auf. In diesem Moment zog Marcel seine Hand schnell aus Kims Hose.
Wortlos packte ich seinen Arm und zog ihn aus dem Bett.
"Ey! Was machst du da?", fragte Marcel.
"Perverse haben hier nichts verloren", sagte ich nur.
Ich zerrte ihn aus dem Wohnwagen. Alsbwir draußen waren schloss ich die Tür, damit Kim und Tim nicht wach wurden.
"Alter, was willst du von mir!?", Marcel wurde laut.
"Ich weiß nicht, wie weit du gehen würdest, wenn ich dich nicht hier raus gezerrt hätte", sagte ich und ging wieder rein. Dabei passte ich aber auf, dass Marcel nicht vor mir durch die Tpr hüpfte.
Ich schloss die Tür ab. Marcel war jetzt ausgesperrt.
"Daniel? Was hat Marcel gemacht?", fragte Kim leise. Sie hatte mich erschreckt, da ich erwartete, dass sie noch schlief.
"Er hat... Seine Hand in deine Hose gesteckt...".
Kim schaute mich geschockt an. Ich legte mich neben Tim.
"Danke", hörte ich Kim flüstern.
Von draußen klopfte Marcel gegen die Tür. Ich ignorierte es. Einschlafen konnte ich trotzdem noch nicht. Ich lag noch eine ganze Weile wach rum.
Irgendwann hörte Marcels Klopfen auf, und ich schlief auch irgendwann noch ein.
Als ich wach wurde, war Tim schon auf den Beinen. Auch Kim war schon wach.
"Ist Marcel noch draußen?", fragte ich.
Kim nickte.
"Warum ist Marcel überhaupt draußen?", wollte Tim wissen.
"Marcel ist ein Arschloch, deswegen", antwortete Kim schnell.
Ich nickte ihr zu, als Zeichen, dass ich verstand. Sie wollte nicht, dass jemand erfährt, dass sie beinahe vergewaltigt wurde.
"Darf er wieder reinkommen?", fragte ich Kim.
"Deine Entscheidung. Du hast ihn rausgeworfen. Ich hab die Tür extra nicht aufgemacht, weil ich nicht wusste, ob er wieder rein darf".
Ich stand auf und öffnete die Tür. Kaum war sie offen, sprang mir Marcel entgegen. Er packte mich am Hals und würgte mich. Ich röchelte, weil ich kaum noch Luft bekam.
"MARCEL!!", brüllte Tim und versuchte seine Hände von meinem Hals loszureisen.
Jetzt sprang auch Kim Marcel an. Sie packte ihn von hinten an den Hals und zog ihn zurück. Marcel ließ mich los. Kurz danach ließ auch Kim ihn los.
"Alter, was soll das!? Warum seid ihr alle gegen mich?! Er hat mich ausgesperrt!", brüllte Marcel. Ich konnte nicht reden, da ich imner noch nach Luft schnappte.
"Weil du es verdient hast!", antwortete Kim.
Plötzlich knallte wieder das Tor.
Schnell rannten wir raus, um zu sehen, wer jetzt noch entführt wurde.
Aber es war keine neue Person da, bis auf Marc. Er hielt einen Briefkasten in der Hand
"Hi Daniel, wir haben uns ja schon lange nicht mehr gesehen", sagte er.
"Warum grüßt du eigentlich immer nur mich und nie die anderen Entführten?".
"Weil wir doch sowas wie alte Freunde sind".
"Meine Freunde würden nicht immer wieder versuchen mich umzubringen".
"Wie dem auch sei... Der Grund warum ich hier bin ist der, dass ihr euch wohl alle nicht so super versteht... Daher muss jemand sterben. Und ihr dürft entscheiden wer. Ich komme heute Abend wieder. Bis dahin sollt ihr jemanden von euch auf einen Zettel schreiben. Jeder von euch schreibt einen Namen auf ein Zettel und steckt ihn in den Briefkasten. Heute Abend wird der sterben, dessen Namen am öftesten aufgeschrieben wurde. Wenn heute Abend keine vier Zettel im Briefkasten sind, sterben alle. Bis dann", Marc winkte und ging. Am Tor blieb er stehen und klopfte gegen. Es wurde ein Spalt weit geöffnet und Marc schlüpfte hinaus.
Kurz danach knallte das Tor zu.
Wir gingen wieder zurück in den Wohnwagen und kramten dort nach Blättern und Stiften.
Als wir vier Zettel und Stufte gefunden hatten, schrieb aber niemand einen Namen auf.
Ich auch nicht. Welchen Namen sollte ich denn auch draufschreiben? Wenn ich Marcel auf den Zettel schreibe und er dann heute Abend stirbt, könnte ich mir das nie verzeihen. Ich will nicht, dass jemand wegen mir stirbt.
Wahrscheinlich dachten auch die anderen so. Ich fing also einfach mal an, den Frühstückstisch zu decken. Zum ersten mal, saßen wir alle zusammen an einem Tisch. Sogar Marcel hatte sich noch zu uns gesetzt, wenn auch zögerlich.
Wir sprachen nicht, während wir aßen.
Nachdem wir alle gegessen und den Tisch abgeräumt hatten, saßen wir nutzlos am Tisch. Niemand sagte etwas, niemand bewegte sich.
"Ich geh grad mal aufs Klo", unterbrach Tim plötzlich die Stille.
Er stand auf und ich konnte sehen, dass er sich heimlich einen Zettel und Stift mitgenommen einsteckte.
Er wollte also nicht, dass wir mitbekamen, dass er einen Namen aufschreibt.
Ich wollte kein Geheimniss daraus machen, dass ich einen Namen aufschreiben wollte: "So. Ich schreib jetzt einen Namen auf", sagte ich und schnappte mir Stift und Papier. Damut aber niemand sehen konnte welchen Namen ich aufschrieb, ging ich nach draußen. Ich legte mich auf den Boden, den Zettel direkt vor mir.
Ich überlegte noch eine Weile, welchen Namen ich aufschreiben sollte, und kam dann zu dem Entschluss, dass es nur einen Namen gab, den ich aufschreiben konnte: Meinen eigenen.
Ich schrieb also meinen Namen auf's Papier und steckte den Zettel in den Briefkasten.
Ich hätte den anderen sagen können, dass jeder seinen eigenen Namen draufschreibt, aber Marcel hätte wahrscheinlich nicht mitgemacht. Außerdem hatte ich ja keine Bestätigung, dass wir dann alle nicht sterben.
Marc kam Abends wieder. Er hatte nun eine Pistole in der Hand.
"Zeit für die Abrechnung", sagte er und holte einen Schlüssel aus seiner Hosentasche. Mit diesem, öffnete er den Briefkasten und holte unsere Zettel heraus.
"Ich les die Namen jetzt vor", sagte Marc.
"Mach endlich", drängelte Marcel.
Langsam las Marc die Namen vor: "Marcel... Daniel... Daniel... Und... Marcel. Dann werden wohl zwei Leute sterben", Marc richtete seine Pistole auf Marcel und drückte sofort ab. Marcel schrie. Jetzt richtete Marc seine Waffe auf mich. Er schoss. Fast gleichzeitig, drei Schreie.
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Zu guter letzt, endlich mal mehr Spannung.
Fieser Cliffhanger, ich weiß :D
Ich bin aber froh, es geschafft zu haben, dass Kapitel noch zu beenden. Ich danke euch vielmals fürs Lesen, und für eure Votes ;D
Bis Demnächst
BrixLomax