Left Alone To Cry

By sebooshh

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By sebooshh

Endlich kingelte es zur Pause und alle stürmten aus der Klasse.

Alle außer mir.

Wie immer packte ich meine Sachen als Letzter zusammen und verlies auch als Letzter den Klassenraum.

Schnell suchte ich mir einen Weg durch die Schülermasse zu meinem Spind.

Dort angekommen warf ich achtlos die Bücher und Hefte der letzten Stunde rein und packte die benötigten Unterlagen für die kommende Schulstunde in meine Tasche.

Mitlerweile war der Flur fast leer, außer der einigen Schüler, die an ihren Schränken standen.

Im normalen Geh-Tempo verlies ich das Schulgebäude und begab mich auf den, viel zu großen, Schulhof.

Wie eigentlich jeden Tag, standen viele in ihren kleinen 'Gangs' und unterhielten sich.

Ach, eins muss gesagt werden, in unserer Schule gibt es eine Wiese, wo nur die 'beliebten Leute' sich hinsetzten oder entspannen können oder wie manche es sagen, dürfen.

Ja.

Die 'uncoolen' oder 'langweiligen' Schüler haben nicht das Recht sich dort aufzuhalten.

Meiner Meinung nach eher sinnlos.

Wiese ist Wiese,wenn man mich fragt, aber keiner tut es ja.

Als ich an der 'Wiese der Coolen', so wie jeder in unserer Schule nannte, vorbeikam, sah ich aus meinem Augenwinkel, wie Jack und seine 'Gang' auf mich zukamen.

Alle das gleiche, drohende Grinsen, wie ihr 'Anfürer', Jack.

Jack Haaries, um genau zu sein.

Der Junge, der es seit der 6 Klasse auf mich abgesehen hat.

Der Junge, der mal mein bester Freund war.

Ja, bester Freund.

Jack und ich waren früher unzertrennlich, aber irgendwann fing er an mich zu ignorieren und nach eiger Zeit ging es in Mobbing über.

Zugern würde ich den Grund erfahren, aber man kann nicht alles im Leben bekommen, was man will.

"Na, Williams? Wohin des Weges?",neckte er mich.

'Ignorier ihn einfach', sagte ich zu mir selber.

"Hey! Ich habe mit dir geredet, Schlampe!",rief er nun laut.

'Ignorier ihn und geh einfach weiter!'

"Ich.rede.mit.dir!",zischte er nun.

'IGBORIER IH-'

Plötztlich wurde ich grob an der Schulter gepackt und zurück gezogen.

"HÖR MIR ZU, WENN ICH MIT DIR REDE!",brüllte er agresiev.

Alle Augenpaare waren durch sein Geschrei auf uns gerichtet und beobachteten uns nun aufmerksam.

"WAS?!",antwortete ich genauso agresiev.

Ich hatte es echt langsan satt!

Ich habe ihn nichts getan und er macht mich von Tag zu Tag vor der ganzen Schule fertig.

Sichtlich überrascht und etwas geschockt von meiner Tonlage, sah er mich mit großen Augen an, wie genau alle anderen.

Seine grünen Augen durchborten meine blauen.

Sekundenlang sah er mich einfach geschock an.

Er hätte wohl nicht mit soeiner Antwort oder eher, soeinem Ton gerechnet.

Keiner hätte es wohl, da es beunruhigend Still war.

Nach einigen Sekunden fasste Jack sich wieder, der geschockte Gesichtsausdruck verschwand und wurde wieder von diesem drohenden Bilck ersetzt.

Jetzt kommts.

"Pass auf, wie du mit mir redest! Sonst könntest du es bereuen.",knurrte er ohne seine Augen von meinen zu nehmen.

Das, was sich in ihnen wiederspiegelten, war wie ein Schlag ins Gesicht.

In seinen Augen lag purer Hass.

Eigentlich sollte es mich nicht wundern, da ich mir schon lange bewusst war, dass es mich nicht leiden konnte.

Aber ihm so in die Augen zu schauen, in die Augen von meinem darmaligen besten Freund, die dich nur mit Hass ansahen, war einfach nur schmerzhaft.

Langsam aber sicher beugte er sich zu meinem Ohr runter, ohne darbei den Augenkontakt zu brechen.

"Ich weiß alles über dich. Alles, und das weißt du ganz genau. Also zwing mich nicht dazu, alles über dich, in der ganzen Schule, Preis zu geben. Und mit alles, meine ich alles Schlechte.",flüsterte er.

"Wieso?",fragte ich mit Tränen erstickter Stimme,aber eher an mich selber.

"Verschwinde nun aus meinem Sichtfeld!",zischte er nun laut genug, damit die lauschenden Schüler es alle mitbekamen.

Wie immer, wenn er mich bloßstellte, lachten einige, ohne zubemerken, wie sehr sie mich damit verletzten.

"Was ist nur aus dir geworden?",hauchte ich leise, jedoch laut genug, damit Jack es noch hörte.

Kurz bevor ich mich auf den Weg machte zu verschwinden, sah ich ihn noch einmal an, und ich glaubte, Trauer in seinen Augen gesehen zu haben.

'Nein. Nicht bei Jack.',redete ich mir ein und verschwand in der Schulbücherei.

**

Als es endlich zum Schulschluss klingelte, verlies ich als erstes die Klasse.

Schnell schmiss ich meine unnötigen Bücher in meinen Spind, packte alle Hausaufgaben zusammen und machte mich auf den Weg nach Hause.

Auf halben Weg hielt plötztlich ein schwarzes Auto mit gedunkelten Scheiben am Straßenrad, neben mir an.

Verwirrt, jedoch auch ängstlich sah ich zu, wie das Fenster vom Beifahrer runtergelassen wurde.

England eben.

Fahrer rechts, Beifahrer links.

Ein Mann, Mitte 40, schätze ich, lächelte mich an.

"Entschuldigen Sie? Könnten sie mir bitte sagen, wo ich hier das Hotel 'Droit' finde?",fragte der Mann höflich.

Langsam nickte ich und erklärte dem Mann den Weg.

"Also sie müssen erst diese Straße runter fahren, bis sie an der zweiten Lampe rechts abbiegen müssen. Dann fahren sie die erste Kurve links und an der Kreuzung wieder links.",erklärte ich.

"Ich hoffe, dass sie sich das merken können?",schmulzelte ich, als ich den ratlosen Blick von Fahrer und Beifahrer sah.

"Ja geht schon. Danke für ihre Hilfe, Miss.",antwortete der Fahrer mit einem Lächeln.

Ein Grinsen schlich sich auf meinem Gesicht.

Das Wort 'Danke' wird mir nicht oft gesagt.

"Man können wir jetzt endlich los?!",kam es plötztlich von hinten.

"Boha, Boo! Sei nicht so eine Diva!",antwortete eine amdere Stimme von hinten.

"Jungs seit leise!",sagte der Fahrer genervt und schüttelte seinen Kopf.

Plötztlich tauchte ein Junge mit braunem Haar und genervten Blick zwischen dem Fahrer- und Beifahrersitz auf.

"Zweiten Lampe rechts, erste Kurve links, Kreuzung links. So. Können wir jetzt los? Ich will die neue Folge von 'How I met your mother' nicht verpassen!",nörgelte der Junge.

"Ist ja schon gut, Louis! Man, kannst du einen nerven!",beschwerte sich der Fahrer.

"Nachmal Danke, Miss!",lächelte der Beifahrer.

"Gern geschehen.", nickte ich und erwiederte sein Lächeln.

Der braun haarige Junge stöhnte gernervt auf und lächelte mich dann plötztlich an.

"Danke für deine Hilfe! ...Paul können wir jetzt los?!",sagte er und sah nun den Fahrer an, dieser nickte nur genervt, lächelte mich an und schon verschwand das Auto, wie es gekommen ist.

'Komische Leute gibts.',dachte ich und schüttelte schmulzend den Kopf.

Mit schnellen Schritten setzte ich meinen Weg weiter, bis ich an meinen zu Haus ankam.

Schnell öffnete ich mit meinen Schlüsseln die Tür und trat in unseren Flur ein.

"Hi.",sagte ich nur knapp zu meinen Eltern, die beide in der Küche saßen und mich nochnichtmal ansahen.

Soviel zur herzlichen Begrüßung.

"Alles wie immer...",nuschelte ich leise und schlurfte die Treppen, zu meinem Zimmer, hoch.

Schon ein seltsames Gefühl von deinen Eltern ignorierst wirst.

Und das auf Dauer.

Mein Zimmer war nicht recht groß aber auch nichr klein.

Sagen wir mal so, ein Bett, Kleiderschrank, Schreibtisch und ein Klavier finden hier recht genügend Platz.

Seufzend warf ich meine Schultasche in die Ecke von meinem Schreibtisch und machte mich an meine heutigen Hausaufgaben.

Da wir heute nicht recht viel aufbekommen haben, war ich in 30min schon fertig.

Schnell packte ich alle Matrialien wieder zurück in meine Tasche.

Mein Blick hing nun an einem Bild fest.

Ein Bild von Finn und mir, als wir noch klein waren.

Wir beide grinsten in die Kamera und sahen einfach nur glücklich aus.

Darmals sind er und ich für eine Woche zu unserer Tante in die Berge gefahren, ohne unsere Eltern.

Zu gut kann ich mich daran erinnern, wie unbeschwert und glücklich wir diese 7 Tage waren.

Ein Lächeln schlich sich langsam auf mein Gesicht, als sich diese Erinnerg in meinem Kopf wiederspielte.

#Flashback

"Faith... Faith! Steh auf! Wir fahren zu Tante Luci in die Berge!",weckte mich mein großer Bruder.

Finn sah mich mit seinen leuchtenden Augen an und lächelte glücklich.

"Warum fahren wir zu Tante Luci, Finny?",fragte ich verschlafen.

"Das ist nicht so wichtig, Faith. Wir sind eine Woche von Mom und Dad weg!",sagte er und das Lächeln auf seinem Gesicht wurde größer.

"Eine Woche.. Also, 1,2,3.. 7 Tage ohne Dad und Mom?",fragte ich ungläubig und meine Augen wurden groß.

"Ja! Komm, Tante Luci wartet unten! Ich habe schon deine Sachen gepackt! Los zieh dich an!",lachte er unbeschwer und half mir dabei mich anzuziehen.

Ich hatte meinen Bruder schon lange nicht so glücklich gesehen.

Wie seine grün-blauen Augen vor Glück und Freude aufleuchteten, wie seine Lippen von einem schönem Lächeln verziehrt wurde.

Allein ihn glücklich zu sehen machte mich glücklich.

Schnell liefen wir die Treppen runter und setzten uns direkt ins Auto von Tante Luci.

"Ich verspreche euch, dass ihr die nächsten 7 Tage nur Spaß haben werdet!",begrüßte sie uns und ich quickte vor Freude auf.

Finn lachte und umarmte mich.

Der Motor fing an zu brummen und das Auto setzte sich in Bewegung.

#Flashback Ende

Tränen sammelten sich in meinen Augen, als ich daran dachte, wie viel mir mein Bruder bedeutete, wie sehr ich ihn geliebt habe und wie alles mit ihm einfacher wurde, egal wie schwierig es zu Hause war.

Er war immer der Grund gewesen, wieso ich alles ausgehalten habe, er war der Grund, weshalb ich mich nicht hab klein kriegen lassen.

Er war Beschützer gewesen.

Nun war einfach weg.

Verschwunden.

Ohne etwas zu sagen oder zu hinterlassen.

So als ob er einfach aus meinem Leben gerissen wurde.

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