My New Life

ly_melody

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Anila Stew, ein ganz normales 17jähriges Mädchen. Von einem trostlosen Internat auf eine klischeehafte High... Еще

Prolog
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 24
Epilog
Danksagung

Kapitel 23

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ly_melody

Heii :):)

Wieder einmal ein neues Kapii :D 

Ich muss euch leider sagen, dass das das 2.letzte Kapitel ist. :( Danach folgt noch Kapitel 24 und der Epilog. Ich habe keine Ideen und eine zu kleine Motivation, um noch viel mehr zu schreiben. Ausserdem finde ich, dass das Ende irgendwie passt und dass es gar nicht mehr Kapitel braucht :) Lieber ein gutes Ende als viele Kapitel, nicht? ^^ Ich hoffe zumindest, dass es euch gefällt ;) Es ist ein komisches Gefühl, das erste Buch zu beenden. Das habe ich bisher noch nicht geschafft. :') Aber jetzt ist es ja noch nicht so weit und ich hoffe, euch gefällt Kapitel 23 :) ich bin mir nicht so sicher, ob es gut ist oder nicht :// Sagt es mir doch, ja? ^^

Luv ya' 

Lydia <3 

_____________________________________________________________________________

Kapitel 23

Die Kälte droht mir die Luft abzuschnüren. Meine Hände haben aufgehört zu zittern, dafür fühlen sie sich an, als ob sie nächstens absterben würden. Obwohl sie ‚fühlen sich’ nicht so an, denn mein Gefühl ist schon vor einer gefühlten Stunde verschwunden.  Der Sturm hat sich mitlerweile ein wenig gelegt. Es regnet lediglich noch ein wenig, mehr nicht. Doch das genügt um meine persönliche Hölle noch schlimmer zu machen. Seit über einer Stunde knie ich auf dem Stein, mein Gesicht in meinen tauben Händen verborgen um sie mit meinem Atem zu wärmen. Immer in der Hoffnung, es könnte endlich jemand kommen und mich retten. Doch mit jeder Minute wird diese Hoffnung kleiner...

Dylans Sicht

Seit beinahe zwei Stunden laufen wir durch den Wald und suchen sie. Doch Anila ist unauffindbar. Die Kälte macht die Suche nicht einfacher. Obwohl wir dicke Jacken haben, im Gegensatz zu Anila, wird sie mit der Zeit unerträglich. Unsere Sorge um Anila wächst stetig. „Was wenn sie erfriert?“ Steve ist in der Zwischenzeit zu einer riesigen Heulsuse mutiert. (Nicht negativ gemeint, natürlich.) Immer wieder wimmert er vor sich hin und gibt sich die Schuld, dass Anila weggelaufen ist. Doch ich kann es ihm nicht vergelten, meine Nerven sind auch beinahe am Ende und ich muss mich stark zusammenreisen, nicht selber so zu enden wie er. Als das Wimmern beinahe unerträglich wird, frage ich etwas, das mir schon lange auf der Zunge liegt: „Du liebst sie, stimmts?“ Sein Wimmern wird leiser und seine Schritte langsamer. „Ja,“ antwortet er schlicht. Ich wünschte, mir würde es auch so einfach fallen, meine Gefühle zu offenbaren. „Und sie dich?“ Ein Kloss bildet sich in meinem Hals. Das Gefühl in meinem Magen droht mich innerlich zu zerreissen. Wenn er jetzt ja sagt, war alles umsonst... „Nein.“ Meine Augen schnellen in seine Richtung. Seine Stimme ist kaum ein Flüstern und ich hoffe inständig, ich habe ihn richtig verstanden. Doch seinem Blick zu urteilen ist dem so. Ein kleines Gefühl der Hoffnung breitet sich in mir aus. Sie liebt ihn nicht.

Anilas Sicht

„Anila! Bitte antworte!“ Ich schrecke augenblicklich aus meinem Halbschlaf. Schnell blicke ich um mich und hoffe inständig, dass mir meine Ohren keinen Streich gespielt haben. „Anila!!“ Dylan? Das muss er sein, die Stimme würde ich unter tausenden erkennen! Ich raffe mich mit letzter Kraft auf und versuche der Stimme entgegenzugehen. Doch das ist gar nicht nötig. Neben einem der vielen Bäume erscheinen zwei Siloutten. „Dylan?“, meine Stimme droht zu brechen und ich hoffe, er hat mich gehört. Wenn nicht, bin ich überzeugt davon, hier zu erfrieren. Die Silouetten begeben sich weiter nach links, immer weiter weg von mir und Panik steigt in mir auf. Sie hören mich nicht, sie können mich nicht sehen. Wenn sie weiterlaufen, werde ich hier erfrieren, dank meiner eigenen, mehr als nur dummen Idee. Die zwei Gestalten sind schon fast nicht mehr zu erkennen zwischen den ganzen Bäumen und dem Regen. Das Wasser in meinem Mund vermischt sich mit meinen Tränen. Sie brennen heiss auf meinen Wangen, schmerzen auf meinen spröden Lippen. Bitte Dylan. Bitte Steve. Kommt zu mir. Die Kraft, ihnen nachzurennen fehlt mir ebenso wie ihnen zu rufen. Mit letzer Kraft greife ich nach einem Ast, der beim Sturm abgebrochen ist und werfe ihn nicht einmal einen Meter weit. Doch die Chance, dass das jemand gehört hat ist fast unmöglich. Ich bin verloren.

Steves Sicht

Wir werden sie verlieren, wir werden sie nicht finden. Sie wird sterben. Mein Magen droht zu platzen, meine Eingeweide wenden sich in meinem Körper und eine ungeheure Übelkeit übermannt mich. Ich habe sie umgebracht. Sie ist wegen mir weggelaufen, alles meine Schuld. „Steve, bitte! Wir werden sie schon finden, mach dich nicht selbst fertig.“ Dylans Worte holen mich wieder zurück in die Gegenwart, ins hier und jetzt. Und mir wird klar, dass nur eines zählt; nämlich Anila zu finden. Ich raffe mich das letzte Mal auf und starre in die Dunkelheit. Es ist fast unmöglich, hier etwas zu erkennen. Doch plötzlich höre ich ein leises Wimmern. Zuerst glaube ich, es mir nur eingebildet zu haben und wir laufen weiter. Erneut ertönt ein Wimmern, gefolgt von einem Knacksen. Und dann wieder Ruhe. Hektisch fahre ich zu der Richtung aus der die Töne gekommen sind herum. Meine Augen fixieren einen noch heilen Baum. Darunter ist ein grosser Stein zu sehen und eine Gestalt... „Anila!!“ Ich haste über alle umgefallenen Bäume und Äste zu dem Baum. Dylan folgt mir dicht und scheint die Gestalt auch zu bemerken, denn auch er ruft laut ihren Namen. Doch die Gestalt, Anila, regt sich nicht und sackt in sich zusammen. In diesem Moment kommen wir beide bei ihr an und Dylan kniet sich sofort zu ihr nieder. Er flüstert ihr irgendwelche Worte zu, die ich nicht verstehen kann. Ich knie mich ebenfalls herunter und streiche ihr sanft über die Stirn. Sie ist eiskalt. „Wir müssen einen Krankenwagen rufen!“, meint Dylan verzweifelt und eine einzelne Träne glitzert auf seiner Wange. „Bringen wir sie zum Auto, hier haben wir keinen Empfang,“ versuche ich ruhig zu bleiben. Doch innerilch drohe ich immernoch zu platzen. Dylan hebt sie vorsichtig auf, als wäre sie aus Porzellan. Ihre Augen flackern und sie brabbelt undeutliche Worte vor sich hin. Ich gehe näher ran und lausche. „Dylan...“ Das reicht mir schon um schnell zurückzufahren und zu versuchen, mich nicht zu verkrampfen. Dylan. Dylan, Dylan, Dylan. Immer nur Dylan. Jedes Mädchen läuft ihm nach wie ein Schosshündchen. Jetzt sogar noch seine eigene Schwester...

Ich laufe in die Richtung, aus der wir gekommen sind und zwinge mich, mich nicht nach den beiden umzusehen. Es würde nur schmerzen. Doch nach einer Weile Stille, wobei man nur Dylans beruhigende Worte hört, gleiten meine Augen automatisch zu ihnen. Anilas Arme sind um seinen Hals geschlungen, ihr Kopf ruht auf seiner Brust. Ihre Augen sind immernoch halb geöffnet und blicken in die von Dylan. Er wiederum blickt nach unten und klammert sich schon beinahe an sie. Und wie erwartet schmerzt es. Es schmerzt unheimlich. Mein Herz droht zu zerreisen und mein Magen zeiht sich einmal mehr zusammen. Es tut weh, zu sehen wie gut sie zusammen passen. Wie gut sie sich verstehen und wie stark ihre Verbindung ist. Es scheint als ob sie mit unsichtbaren Fäden verbunden wären. Jeder Blinde würde merken, dass sie mehr als nur Freundschaft füreinander entfinden. Ausser die beiden selbst natürlich. Und das Ganze tut mehr weh, als ich je gedacht hätte.

Anilas Sicht

„Sie wird keine bleibenden Schäden von sich tragen. Ein, zwei Tage Bettruhe sollten reichen.“ „Ich danke Ihnen.“ Ich höre wie eine Tür ins Schloss fällt und wie sich mir Schritte nähern. Verwirrt blinzle ich ein paar Mal und starre dann an die altbekannte, so verhasste weisse Wand. Eine Krankenhauswand. Sofort setze ich mich ruckartig auf und sehe mich um. Was ist passiert? Das Letzte an was ich mich erinnern kann war Dylans Stimme...

Eine Person neben  mir schreckt ebenfalls hoch, sie muss geschlafen haben. Meine Augen müssen sich ersteinmal an die Helligkeit gewöhnen. Ich blicke zu der Person und erkenne Dylan. Vor ihm steht Mrs. Janks, 'Mum'. „Schätzchen! Du bist wach!“ Ich blinzle sie einmal verwirrt an und nicke dann langsam. Hab ich auch bemerkt. Sie kommt auf mich zu und nimmt mich in den Arm, drückt mir einen Kuss auf die Stirn. „Wir sind so froh, ist dir nichts passiert! Was machst denn du für Sachen.“ Immernoch ein wenig verwirrt blicke ich zu Dylan, der mich aufmerksam mustert. Er scheint meinem Zustand nicht ganz zu trauen. Ich lächle ihn an und er lächelt augenblicklich zurück, auch wenn ein wenig unsicher. „Was ist denn passiert?“, frage ich nach und ‚Mum’ überhäuft mich mit Informationen. Jetzt kommt auch die Erinnerung wieder. Der Wald, die Kälte...

„Ich gebe Steve Bescheid, dass du wach bist,“ meint sie plötzlich und verlässt das Zimmer. Stille herrscht. Dylan starrt mich immer noch ungläubig an. „Was?“, grinse ich um meine Unsicherheit zu überspielen. Habe ich etwa noch eine neue Narbe im Gesicht? Oder Kältebeulen? Er schüttelt nur den Kopf und fragt unsicher: „Im Wald... Als wir dich gefunden haben. Warst du da bei Bewusstsein? Hast du gehört, was wir geredet haben?“ Verwirrt ziehe ich die Augenbrauen zusammen und schüttle langsam den Kopf. Die Erinnerungen reichen nur bis dahin, wo ich den Ast geworfen habe. Weiter nicht. „Warum meinst du?“ Dylan scheint erleichtert, aus welchem Grund auch immer. Und anstatt es mir zu erklären schüttelt er nur den Kopf und murmelt: „Ach egal...“

In diesem Moment platzt Jason, Tiffany, Katy, EJ und Steve in das Zimmer und stürmen alle auf mich los. Ich werde beinahe in einer Gruppenumarmung zerquetscht. Dylan bleibt wo er ist und mustert mich immernoch besorgt. Was hat er bloss? Hab ich was verpasst in den paar Stunden, in denen ich weg war? Ich beschliesse das erstmal auf der Seite zu lassen und meine Freunde zu geniessen. In Katys Augen sind Tränen zu sehen, in Steves pure Erleichterung. Jason grinst mich breit an und mir kommt ganz plötzlich ein Gedanke, wie aus dem Nichts: „Jason! Die Wette!“ Zuerst schaut er ziemlich verwirrt rein, doch dann scheint er zu verstehen und lacht laut los. „Dein Ernst? Du wärst beinahe erfroren und denkst an die Wette? Du bist echt genial, An’.“ Die anderen stimmen in sein Lachen ein und ich will auf beleidigt spielen, ich wollte doch nur die Stimmung lockern! Ich hasse dieses Mitleid, vorallem wenn dann noch jemand beginnt zu weinen. Niemand sollte meinetwegen weinen. Doch bei ihrem Lachen muss ich fast auch mitgrinsen und ich murmle undeutlich: „Dann bekommt du eben keinen Kinoeintritt.“ Alle lachen noch mehr und es scheint alles wieder beim Alten. Ich muss mich ein paar Tage ausruhen und gut ist, danach kann ich all die schlimmen Dinge vergessen und mein Leben geniessen. Oder es zumindest versuchen, so einfach wird das nicht werden.

Und da wäre noch das Problem mit Mum und Dad.

Und Dylan. 

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