The Order (Adventskalender 20...

By BeLeVi

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„Du wirst diesen Auftrag erfüllen, haben wir uns da verstanden?" Stumm nickte ich vorsichtig und atmete erlei... More

Adventskalender :)
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31. Dezember
Epilog
Danksagung

6. Dezember

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By BeLeVi

Nachdem ich meine Schuhe sicher in meinem Versteck verstaut habe, machte ich mich wieder auf. Ich besaß zwar eine kleine Wohnung, jedoch war ich nicht allzu oft dort, da es zu gefährlich war. Jederzeit könnte mir irgendwer auflauern und mich bis dorthin verfolgen, um mich dann im Schlaf zu töten.

Deshalb war ich es gewohnt draußen zu schlafen und mich dort auch die meiste Zeit aufzuhalten. Ich sah auf mein Nokia Handy, auf welchem ich mir zuerst einmal den Termin in zwei Tagen eingespeichert habe, um ihn nicht zu verpassen. Es zeigte mir eine neue Nachricht an, wo nur eine Adresse drin stand.

Ich seufzte, da ich wusste, was ich machen musste. So ungefähr konnte ich die Adresse orten. Es müsste nicht weit von mir entfernt sein, weshalb ich einfach los joggte. Mit einer Leichtigkeit schwebten meine Füße über den Boden und schon bald erkannte ich den Straßennamen, den ich suchte. Ich hörte auf zu joggen und lief stattdessen auf eine kleine Nische zwischen den Häusern zu.

Suchend sah ich mich um und war schon auf die Feuerleiter gesprungen, kurz nachdem ich sie gesehen habe. Ich nahm Anlauf und überbrückte den Spalt. Früher hatte ich immer Angst über Häuser zu springen, doch mit den Jahren war ich geübt und die Angst verflogen. Vor jedem Spalt guckte ich erst einmal hinunter, um irgendein Zeichen zu finden. Wenn alles ruhig war, sprang ich weiter.

Diese Routine ging noch ein paar Häuser weiter, bis ich jemanden sprechen hörte. Vorsichtig lugte ich über das Dachende und sah drei Personen, wobei die Eine durchgelassen wurde und ins Innere des Hauses verschwand. Die anderen beiden müssten wohl Bodyguard sein. Ich ging vom Rand weg und sah mich suchend um. Gleichzeitig überlegte ich mein weiteres Vorgehen. Es wäre zu leichtsinnig würde ich einfach runter gehen.

Wenn das Glück auf meiner Seite stünde, könnte ich es schaffen, hinein zu gelangen, doch 1. Die Leiter ist zu laut und würde mich sofort verraten und 2. die Gorillas würden andere Gorillas rufen und die wiederum würden mich im Gebäude verfolgen. Deshalb musste ich es also schaffen, irgendwie in das Haus zu gelangen, ohne gesehen zu werden. Mein Blick fiel auf die Dachtür und ich eilte auf sie zu.

Ich rüttelte an der Türklinke und es schien, als wäre sie zu, jedoch nahm ich einfach eine Haarklammer und öffnete die Tür auf meine Art. Im Inneren war kein Licht, doch das störte mich nicht. Draußen war es nämlich auch schon ziemlich dunkel und meine Augen sind Dunkelheit gewöhnt. Leise lief ich die Treppen runter und entschied, zuerst in den Keller zu gehen, da die Meisten dort ihre Geschäfte verhandelten. Typischer Anfängerfehler, doch sie würden es niemals lernen.

Nachdem ich die Treppen geschafft habe, bleib ich kurz stehen, horchte und atmete erleichtert durch, als ich nicht hörte. Ich ging ein wenig durch die Gänge, weil ich mir einen Überblick verschaffen wollte. Wenn ich es mir richtig gemerkt habe, würden noch zwei Räume fehlen, die hinter einer Ecke waren. Danach wäre ich hier unten fertig.

Kaum huschte ich um die Ecke, erstarrte ich für ein paar Sekunden, schaffte es aber noch rechtzeitig wieder zurück zu springen, ohne, dass sie mich sahen oder hörten. In meinem Kopf breitete sich sofort ein Plan B aus und ich lief wieder in die Richtung aus der ich gerade kam. Als ich das Schild von der Tür las, war ich beruhigt, dass ich mich nicht geirrt hatte: „Betreten verboten." Solche Schilder sind mir nämlich immer am liebsten.

Sie bedeuten, dass dort hinter der Tür etwas ist, was mir zu 90% meinen Plan erleichtern wird. Ich holte wieder meine Klammer aus meiner Tasche und vollführte den Trick, der dieses Mal länger dauerte, als ich dachte. Nachdem die Tür aufsprang, schlüpfte ich über die Türschwelle, schloss die Tür und entdeckte sofort einen Lüftungsschacht, welcher mich auf jeden Fall weiterbringen würde. Ich öffnete das Viereck und zog mich hoch.

Oben angekommen hustetet ich mehrmals, da es hier mehr als stickig war. Bald darauf hatte ich mich jedoch an die Luft gewöhnt und krabbelte los. Die Gänge waren endlos. Keiner führte mich zu irgendetwas Interessantem und ich hockte hier bestimmt schon eine Ewigkeit. Seufzend blieb ich kurz stehen und setzte mich richtig hin, um eine kurze Pause zu machen.

Plötzlich blinkte etwas auf und erstaunt sah ich in die Richtung. Eine Lichtquelle. Noch nie hatte ich mich so sehr über Licht gefreut. Denn wenn da Licht war, müsste da auch ein Raum sein. Ich krabbelte in die Richtung und stoppte, als ich hinunter gucken konnte. „Hier ist etwas faul.", einer rümpfte die Nase und lehnte sich an einem Tisch an. „Wir haben keine andere Möglichkeit.", erwidert der Andere und stellt sich vor ihm hin.

„Mist.", fluchte ich leise, als meine Nase anfing zu kribbeln. Das hatte mir jetzt noch gefehlt. Leider nieste ich tatsächlich, doch sofort danach hielt ich inne und starrte nach unten. Die beiden Typen besprachen so leise etwas, dass ich es nicht mitbekam. Daraufhin holte der eine sein Handy raus und tippte irgendetwas. Ich sollte schnellstmöglich verschwinden. Es heißt nie etwas Gutes, wenn sie so leise sprechen und danach ihr Handy benutzen. Nichts wie weg hier, bevor ich noch erwischt werde.

Ich trat den Rückweg an und wäre einmal sogar fast falsch abgebogen, jedoch schaffte ich es noch rechtzeitig, mich wieder zu erinnern, woher ich gehen musste. Noch 4 Kurven und dann nur noch eine lange Gerade. Obwohl ich versuchte so schnell wie möglich und auch leise von hier weg zu kommen, hörte ich ebenfalls irgendwen durch die Lüftungsschächte krabbeln, was mich nur noch mehr anspornte, schneller zu werden.

Zwischendurch sah ich immer wieder nach hinten, doch erst kurz vor der ersten Kurve erblickte ich endlich ein Gesicht, welches mich immer mehr einholte. Das Adrenalin pumpte in meinem Körper. Ich musste schneller krabbeln, doch ich war schon an meiner Grenze. Trotzdem durfte ich nicht aufgeben. Wenn sie mich erwischen würden, ginge das nicht gut für mich aus. So wüssten sie nur, dass jemand es geschafft hatte, hier hinein zu kommen.

Die Gerade zog sich unwahrscheinlich und ich wurde leicht panisch, da er aufholte. Verdammt wie lange war es denn noch bis zu dem Viereck, wo ich hinein gekommen war? Endlich erblickte ich es und atmete innerlich erleichtert auf, jedoch hörte ich nicht auf, mich an meine Grenzen zu treiben.

Kurz bevor ich es erreichte, spürte ich wie mir jemand mein Bein wegzog und ich mit meinem Oberkörper auf dem Metall des Schachtes landete. „Hab ich dich.", hörte ich die Stimme sagen und in meinem Kopf breitete sich sofort ein neuer Plan aus. Ich wurde immer näher zu ihm hingezogen und ich wusste, dass Wehren nichts half, weshalb ich es auch ließ. Er ließ von meinem Fuß ab und schnappte sich währenddessen meinen Unterschenkel, doch ich ließ mich nicht beirren. Ich musste den perfekten Zeitpunkt abwarten.

Vorsichtig und ebenfalls schnell zog ich mein anderes Bein, um es gleich danach sofort mit aller Wucht auszustrecken. „Du scheiß Schl*mpe.", schrie er, ließ mein Bein los, während ich die paar Sekunden nutzte, um schneller zu krabbeln, als ich es je in meinem Leben getan hätte. Hätte ich an einem Rennen für Krabbeln teilgenommen, wäre ich in das Guinness Buch gekommen, so schnell krabbelte ich.

Als ich das Viereck erreicht hatte, quetschte ich mich dort durch und sah auf den Typen zurück, dessen Gesicht ziemlich verärgert war und welcher auf mich zukam. Schnell sprang ich den Rest runter und warf den Deckel einfach durch das Loch. „Verdammt. Das bekommst du alles zurück Schlampe.", knurrte er und ich sprang von den Kartons runter. Schnell versuchte ich durch den Raum zu gelangen ohne hinzufliegen, was beinahe geklappt hätte, wäre ich nicht über etwas gestolpert.

Ich rappelte mich also wieder auf und riss die Tür auf, um sie nach mir wieder zu zuknallen. Mein Herz pochte. Normalerweise würde ich die Tür wieder irgendwie abschließen, um meine Spuren zu verwischen, doch dafür blieb keine Zeit. Ich musste weg- Schnellstens.

„Sie muss hier noch irgendwo sein.", die Stimmen hallten durch die Gänge und ich nahm meine Beine in die Hand und lief. Natürlich nicht wortwörtlich. „Da ist sie. Schnappt sie euch." Kein gutes Zeichen. Ich versuchte noch schneller zu laufen, doch mein Körper gab auch irgendwann den Geist auf. Plötzlich tauchte vor mir ein menschlicher Schrank auf und ich knallte voll gegen ihn. „Habe sie.", rief er laut und sah von oben zu mir auf dem Boden hinab. Ich schluckte.

„Wärst du wenigstens so Gentleman like und würdest mir hoch helfen?", antwortete ich zickig. Er hielt mir seine Hand hin und bückte sich ein wenig. Ich dagegen ging mit meinem Rücken zurück und traf ihn mit voller Wucht mit meinem Beinen. Er taumelte ein wenig, was mir Zeit ließ, aufzustehen. Ich rannte an ihm vorbei, doch leider war mir schon der Nächste an der Ferse, wie ich mit einem Blick nach hinten feststellte.

Die Ecke kam mir gerade gelegen, weshalb ich dort einfach stehen blieb. Die Schritte kamen näher und näher und als ich ein kleines Stück von dem Oberkörper sah, steckte ich mein Bein aus und ich sah schon vor mir, wie er flog. Innerlich tanzte ich schon meinen Freudentanz. Tatsächlich flog er auch, jedoch habe ich nicht damit gerechnet, dass er mich zum Boden riss.

Der Aufprall war hart und schmerzhaft, doch daran durfte ich nicht denken. Ich musste hier raus und das mit allen Mitteln. Der menschliche Schrank hielt mich nur leider ziemlich fest, auch wenn er selber ein wenig benebelt war, weshalb ich es irgendwann aufgab. Da half nur noch ein eins. „Du Miststück.", rief er mit schmerzverzerrten Gesicht und ich nutze meine Chance, um schnell aufzustehen und zu fliehen.

Es tat mir ja leid, dass ich ihm in seine Kronjuwelen treten müsste, jedoch war dies der einzige Ausweg. Als ich die Treppe erblickte und keine mir folgenden Schritte mehr hörte, wischte ich mir den Angstschweiß von der Stirn.

Trotzdem rannte ich weiter die Treppen nach oben, was ziemlich kraftaufwendig ist, wenn man vorher schon fast seine gesamte Kondition verbraucht hatte. Warum sind die Verstecke immer voller endloser Gänge? Ein paar Räume würden es doch auch tun, obwohl man sie dann zu schnell finden würde.

Mein Tempo verlangsamte ich erst, nachdem ich vor der Dachtür stand und sie öffnete. Ich trat hinaus an die frische Luft und schloss schnell die Tür. Dunkelheit und auch Kälte kam mir entgegen. Einen Moment genoss ich es, wieder normale Luft zu atmen.

Es waren leider nur ein paar Sekunden, da ich schon wieder Anlauf nahm, um über die Spalten der Häuser zu springen. Ab und zu sah ich mich mal um, erblickte jedoch keinen, was mich extrem erleichterte. Nachdem ich mich mindestens dreimal vergewissert habe, dass sich an mir keine Verfolger angehangen haben, kletterte ich wieder einmal eine Feuertreppe hinunter.

Ich joggte los kaum hatte ich festen Boden unter mir. Erst als ich eine Menschenmasse sah, drosselte ich mein Tempo und lief langsamer. Da ich heute zu viel erlebt hatte, überlegte ich mir, ausnahmsweise mal wieder eine Nacht in meinem wirklichen zu Hause zu schlafen. Denn ich hatte jetzt wirklich keinen Nerv mehr, mir noch eine Bleibe zu suchen.

Bevor ich mein Haus betrat, ging ich noch einen Umweg und war äußerst vorsichtig. Als ich zufrieden mit meiner Arbeit war, schloss ich meine Wohnungstür auf und war froh, wenn ich endlich in meinem Bett liegen würde.

Na, war der Nikolaus heute bei euch da? :))
Schönen Abend ❤️

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