Ich drehe mich gerade zur Seite, bis ich spüre, wie sich Kälte in meinem Körper ausbreitet.
Why the fuck ist mir kalt?! Hab ich denn nicht die Heizung letzte Nacht vorm schlafen gehen aufgedreht?!, frage ich mich in Gedanken. Scheiß Technik!
Verärgert versuche ich aufzustehen, bis ich merke, dass ich mich nicht in meinem Bett befinde.
Ich öffne panisch meine Augen und wünsche mir sogleich, dass ich sie zugelassen hätte, denn in meinem Zimmer bin ich nicht.
Wo.. bin ich..?, frage ich und mustere dabei die Umgebung und muss zugleich feststellen, dass ich mich nicht bewegen kann. Alles ist von Dunkelheit umhüllt. Alles bis auf die Sachen vor mir. Oder eher die Kreaturen vor mir.
Verwirrt schaue ich zu meiner linken, wo sich ein gelbes-, schnabelartiges Wesen befindet, was höchstwahrscheinlich eine Ente oder ein Huhn darstellen soll und strikt geradeaus schaut. Automatisch schaue ich in die selbe Richtung wie das gelbe Wesen und sehe ein weiters Etwas. Dieses mal ist es lila und soll wahrscheinlich so eine Art Hasen darstellen.
Was zur Hölle mache ich hier?! Ich will wieder nach Hause!
„Aber du bist doch zu Hause.", höre ich eine fremde Stimme sagen.
Was?! Wo bist du? Und vor allem: Wer bist du?!, versuche ich mich in Gedanken mit dem Unbekannten zu unterhalten.
„Wo und wer ich bin spielt keine Rolle. Zu mindestens jetzt erstmal nicht. Wir werden uns schon bald treffen. Dann werde ich dir alles erzählen... Alles~", antwortet er und betont dabei ziemlich komisch das letzte Wort. Plötzlich fängt alles an zu verblassen.
Was?! Was willst du von mir?!, frage ich es mit einer nicht zu überhörenden Angst im Unterton.
„Hab noch ein wenig Geduld~", höre ich die Stimme noch sagen und finde mich nassgeschwitzt in meinem Zimmer wieder.
Ich seufze. „Gott sei Dank... Es war nur ein Traum.."
Daraufhin reibe ich mir die Augen und gehe ins Badezimmer, wo ich auch gleich auf meine Mutter treffe.
„Na Schatz? wirs- Was ist denn mit dir passiert?!", fragt sie mich, als auch sie die Hinterlassenschaft meines schlechten Schlafes bemerkt.
„Nichts. Ich hatte nur schlecht geträumt.", antworte ich ihr und stelle mich vor das Waschbecken.
Sie grinst leicht und schubst mich mit der Schulter an. „Und du hattest auch sicherlich kein Besuch heut Nacht, hmm?"
Ich fange an lautstark zulachen. „Ja klar. Besuch und ich."
Auch sie fängt an zulachen. Ich stecke mir meine Zahnbürste in den Mund und putze mir die Zähne, als unser Lachflash die Kurve kratzte.
Sie schaut mich an und strahlt dabei über das ganze Gesicht. „Komm in fünf Minuten runter, okay? Essen ist dann nämlich fertig."
Ich nicke und sie verlässt anschließend das Badezimmer.
Sie ist ziemlich Ruhig im vergleich zu gestern.. Ob sie es vergessen hat?, überlege ich und spüle meinen Mund aus.
„Noch fünf Minuten.. Ach! Eine kurze Dusche schadet nicht!", sage ich zu mir selbst und steige in die Dusche.
*Paar Minuten später*
Ich setzte mich gerade auf den Stuhl, als meine Mutter uns einen Teller voller Toasts auf den Tisch stellt.
„Was willst du drauf haben?", fragt sie mich.
Ich lege den Kopf schief. „Gute Frage.. Wie wäre es mit (Irgendwas, was du drauf haben willst)!"
Sie lächelt. „Ok." Sie geht zum Kühlschrank und kommt nach ein paar Sekunden mit dem gewünschten Zeugs wieder.
„Lass es dir schmecken!"
„Danke, gleichfalls!", sage ich und fange an mir meinen Toast zu belegen.
Sie hat es tatsächlich vergessen... Nice!, freue ich mich in Gedanken, doch als könnte sie diese lesen fragt sie: „Schatz.. Du weißt doch noch, was wir heute Nacht besprochen haben, oder?"
Ich seufze genervt. „Ja, weiß ich.", sage ich und beiße genüsslich in meinen Toast.
„Gut. Wenn wir fertig mit dem essen sind, rufst du sofort dort an und-", erneut schneide ich ihr das Wort ab.
„Aber Mama! Wieso soll ich da überhaupt kündigen? Das ist der perfekte Job für mich! Ouuuh und sag mir jetzt nicht, dass es an der Uhrzeit liegt! Ich bin alt genug!"
Genervt von meinen Protesten verengt sie ihre Augen. „Doch! Es liegt an der Uhrzeit! Das kann es doch nicht sein! Wer zum Geier stellt denn so eine Arbeitszeit auf?!"
„Na und?! Tagsüber bin ich dafür zu Hause! Ich versteh dich einfach nicht!", wütend lasse ich meinen Toast auf den Teller fallen.
Da sie anscheinend keinen Streit will, atmet sie kurz tief ein und aus um sich zu beruhigen. „Ich will doch nur das Beste für dich Schatz. Bitte, kündige da.", bittet sie mich und schaut mich erwartungsvoll an.
Ich seufze erneut. „Nagut.. ich kündige...", gebe ich nach und nehme meinen Toast in die Hand.
Daraufhin strahlt sie übers ganze Gesicht und tut es mir gleich.
Grinsend beiße ich in meinen Toast. Nicht
??? Sicht
Bald ist es soweit.
Bald wird sie hier sein.
Bald wird sie in meinen Händen sein.
Wie ein ungeduldiges Kind, welches sich auf seinen Geburtstag freut, fliege ich Hände reibend umher, bis mich einer dieser Schrotthaufen aus meinen Gedanken reißt.
Geschwind drehe ich mich in dessen Richtung. „Was willst du hier?!"
Er will gerade etwas sagen, doch dass ist mir egal. Wütend gebe ich ihm eine Kostprobe meiner Power und lassen ihn nicht zu Wort kommen.
„Habe ich euch denn nicht strengstens untersagt, mich mit eurer Unwissenheit zu nerven, hm?", als hätte es ihm nicht gereicht, gebe ich ihm noch eine mit, sodass er dieses mal zusammenbricht.
Ich fliege zurück zu meinem Sitz und lasse mich in diesen zurückfallen. „Was willst du?"
Er steht auf und schaut mich mit einem Schmerzerfülltem Gesicht an. Daraufhin fragt er mich: „Glauben sie wirklich, dass er für diese Aufgabe geschaffen ist?"
Er hat Bedenken? Wenn er nur wüsste.
„Was willst du mir damit sagen?", frage ich. Mein Blick aus Desinteresse in die Dunkelheit gerichtet.
„Ich will damit sagen, dass wir besser sind als er! Wir würden ihr Leben sofort zur Hölle machen und er?! Er schafft es nicht mal einer Ameise etwas anzutun!". Voller Wut tretet er das abgebrochene Ohr weg, welches, als es an der Wand abprallt, ein lautes Geräusch von sich gibt und in ein paar Stücke zerspringt.
Ich schließe meine Augen und fange an zulachen, was er anscheinend aber nicht so amüsant findet wie ich.
„Was ist daran so lustig?!", motzt er mich an.
Ich drehe mich zu ihm und höre auf zulachen.
Er hat anscheinend selbst gemerkt, wie dumm er war und geht mit erschrockenem Blick einige Schritte zurück.
Ich öffne schlagartig meine Augen.
„Ah!". Ein lauter Schrei geht von ihm aus, während er zusammenbricht.
„Wie lautet die erste Regel?", frage ich ihn und teleportiere mich zu ihm hin.
Immer noch auf dem Boden liegend schaut er zu mir auf. „Bitte.... Hören sie... Argh.. Auf."
„Die Regel will ich wissen!", schreie ich und schaue ihn weiterhin an, wodurch ich ihm noch mehr Schmerzen verleihe.
„VERÄRGERE NIEMALS DEN BOSS! NIEMALS!", schreit er vor Schmerz und fleht mich daraufhin an: „BITTE! Argh! Hören sie auf!"
Ich schaue ihn weiterhin an.
„Zu schade, dass ihr schon tot seit."