7.
Cro – Papa schüttelt seinen Kopf
Dieses Lied verbinde ich mit... öhm kp. Ausgewählt habe ich es wegen dieser einen bestimmten Zeile, wer sie findet: Schrrrreibts als Review! ;D
Lily umsorgte mich.
Mmmh... Ja richtig: Lily Evans umsorgte MICH!
Dieses Neue zwischen uns. Diese... Diese... FREUNDSCHAFT! war gelinde gesagt seltsam.
»Möchtest du noch etwas zu trinken haben?«, fragte sie mit einem Lächeln, das mich irgendwie ängstigte.
»Ähm nein, Lily, danke. Ich... wenn es dir nichts ausmacht schlafe ich noch ein wenig?«
»Aber natürlich, ich Dussel hätte daran denken sollen, dass du nach dem Apparieren sehr erschöpft sein musst.«
Ich versuchte mich an einem normalen Grinsen. Vermutete allerdings, dass es doch eher gequält als alles andere herüberkam.
Ich strich mir durchs Haar. Seit ich aus der Dusche bei den Longbottems gekommen war, hatte Lily sich so aufgeführt. Ich hatte überlegt ob sie sich vor Augusta gut benehmen wollte und es ihr einfach durchgehen lassen, dieses widerliche Verhätscheln. Aber zurück in der WG war es, wenn möglich, noch schlimmer geworden. Vielleicht war wenn ich eine Runde schlief alles wieder normal. Jedoch zweifelte ich daran.
Und tatsächlich war Lily auch am Abend noch etwas komisch. Als sie mir dann anbot noch ein paar Plätzchen zu backen platzte mir der Kragen.
»Lily Evans! Hör endlich auf damit!«
Als sie mich mit geweiteten Augen ansah, in die sofort Tränen schossen, bekam ich sofort ein schlechtes Gewissen.
»Oh Mann. Lilybell, ich wollte nur sagen, dass... naja. Ich meine, du bist... Hör auf so nett zu sein! Das passt nicht zu dir.« Sie verzog ihren Mund zu einer Schnute. »Nein! Nicht weinen! Ich wollte dich nicht verletzten. Also hör zu, du bist nicht du selbst, wenn du mich so bemutterst. Ich fühle mich unwohl. Ich will-«
Da begann sie haltlos zu Lachen. Ich starrte sie nur mit großen Augen an. Was zur Hölle...?
»Endlich Bambi! Endlich! Weißt du wie schwer es mir gefallen ist, auch nur eine Minute lieb und nett zu dir zu sein und nicht patzig oder sarkastisch?«
Ich kniff die Augen zusammen. »Und wieso genau hast du das getan?«
Glucksend sagte sie, »Augusta hat mich gebeten »nett« zu dir zu sein, weil du doch so nett zu mir warst und mich beschützt hast.«
»Das hat sie gesagt?«
»Das hat sie gesagt.«
Ich grinste. »Verdammt Evans, mach das nie wieder! Ich habe echt Angst bekommen!«
Schulterzuckend meinte sie, »Ich wollte nur, dass du Augusta sagst, dass ich dich wohlwollend umsorgt habe.«
»Du hättest mir das vorher sagen können, ich hätte dich-«
»Mich gelobt? Das glaubst du doch wohl selber nicht! Du hättest ihr gesagt ich wäre mit dir umgesprungen, als wärst du ein knallrüpfiger Kröter«, kicherte sie.
Ich setzte schon an um zu protestieren, doch dann hätte ich mich selber wohl belogen. Wo sie recht hatte, hatte sie nun mal recht. Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht.
»Also wenn du mal Kinder hast... Ich bemitleide die kleinen Gören jetzt schon.«
»Na danke«, sagte sie lächelnd und schlug mich.
Gedankenverloren rieb ich mir den geschundenen Oberarm. »Lass uns baden gehen.«
»Wie bitte?«, fragte sie konsterniert.
»Ins Schwimmbad. Ich meine, wieso nicht? Es ist Samstag. Morgen ist Ostern. Lass uns baden!«
»Aber erstens lagst du noch vor ein paar Stunden flach, ohnmächtig wohlgemerkt. Und zweitens ist es schon nach 20 Uhr.«
Ich seufzte und überlegte, ob das alles mit meinem Zeitplan hinhaute. Aber ich hatte mich erst zum Abendessen bei meinen Eltern am nächsten Tag eingeladen, also schlug ich vor, »Dann halt Morgen. Vielleicht wollen Juli und Susi ja mitkommen.«
Wollten sie.
Nachdem wir gefragt hatten, bestellten wir per Lieferdienst chinesisches Essen und fläzten uns, bis es kam, zusammen auf die Couch. Meinerseits mehr als widerwillig! Ich erinnere gerne noch einmal an Couchfickerarsch, das wird wohl für immer das größte, traumatische Erlebnis in meinem Leben bleiben.
»Weißt du noch Lily? Im Bus nach Rom? Da hast du gesagt, dass du nie im Leben mit mir befreundet sein willst.«
»Nun, die Zeiten ändern sich.«
»Ja, das stimmt.«
Es war wieder eine Zeit lang still. Nur die Protagonisten im Fernseher schrien wild durcheinander. Ich hatte nicht viel von dem Film mitbekommen. Meine Gedanken lenkten mich derzeitig zu sehr ab.
Lily schien dies zu bemerken und stieß mich an. »Was ist los?«
»Du gibst dir doch nicht noch immer die Schuld an Romis Tod, oder?«
Sie schwieg.
»Du bist nicht an ihrem Tod schuld!«, sagte ich mit Nachdruck.
Erneut antwortete sie nicht. Starrte nur auf die Matschscheibe. Ich streckte die Hand aus und zog ihr Kinn mit sanftem Druck in meine Richtung, dadurch war sie gezwungen mich anzusehen.
»Wer hätte es ahnen können? Romi? Sirius? Ich? Nein, und du genau so wenig. Es war mehr als ein unglücklicher Zufall, dass sie genau zu diesem Zeitpunkt vor dem Hotel war. Und wenn sie nicht so tapfer gekämpft hätte stünde eventuell das Gebäude nicht mehr. Ich wäre nicht mehr am Leben«, ich zog einen Mundwinkel hoch und tat bei ihr dasselbe. Dann strich ich mit dem Daumen über ihre volle Unterlippe und fuhr fort«, du wärest nicht mehr am Leben. Und alle anderen genau so wenig.«
»Willst du damit sagen, dass es gut ist, das Romi gestorben ist?«, fragte sie mit viel zu ruhiger Stimme. Sie kam mir vor wie ein Vulkan, der unter der Oberfläche brodelte und nur auf seinen Ausbruch wartete.
»Nein, natürlich nicht und das weißt du auch! Niemand hätte sterben dürfen. Aber dank Romi, sind die Opferzahlen weit geringer. Sie ist als eine Heldin gestorben, was doch weitaus besser ist, als im Schlaf überrascht zu werden. Es mag herzlos klingen«, sagte ich schnell, bevor sie irgendein Argument diesbezüglich hervor bringen konnte. »Aber blick den Tatsachen ins Auge!«
Unbewusst hatte ich nach ihren Haaren gegriffen und flocht sie gerade zu zwei Zöpfen.
»Wieso genau kannst du eigentlich flechten?«, fragte sie aufgewühlt.
Ich zuckte die Schultern. »Mom hat mich immer mit ihren Haaren spielen lassen, bis sie eines Tages genug hatte und mir zeigte, wie man flechtet. Es beruhigt mich irgendwie... Romi hat in dieser Nacht einen Fehler gemacht, nicht du. Sie hat sich betrunken.«
»Aber ich war ihre beste Freundin. Ich hätte einfach mit ihr gehen müssen und sie nicht wie ein ungezogenes Kind darauf aufmerksam machen, dass sie jetzt ins Bett zu gehen hat. Freunde stehen zueinander, egal in welcher Situation.«
»Egal wie viel Mühe du dir in Zukunft geben wirst, du kannst nicht alle retten. Weil wir alle nur Menschen sind. Unberechenbar. Manchmal hat man einen Schutzengel. Kingsley war unserer, als ich vor zwei Tagen solch einen Mist gebaut habe. Irgendwann wirst du deinen Schutzengelpflichten auch nachkommen. Aber es war nicht an dem Tag als Romi starb. Ich bin verdammt glücklich, dass du in kein Loch gefallen bist, als ich dich kurz darauf auch noch so verletzt habe. Du bist so eine starke Persönlichkeit und das bewundere ich an dir. Wenn du jemals zerbrichst, dann ist der Weltuntergang nahe.« Ich versuchte mich an einem schwachen Grinsen und es schien soweit zu klappen, dass sie es mit den Zähnen tief in die Unterlippe vergraben erwiderte.
Ich strich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr, die ich beim flechten nicht erwischt hatte und-
Da klingelte es an der Tür...
Fluchend riss ich mich los und bezahlte den Typen, der uns unser Essen in dem ungünstigsten Moment aller Zeiten brachte mit einem gequälten Lächeln.
Lily griff nach ihrem Chop Suey und murmelte, »Nur Freunde, James. Vergiss das nicht!«
Am nächsten Tag stand Lily tropfnass und ans Geländer des 5 Meter Turms geklammert vor mir. Ein sexy Bikini umschmeichelte ihre Kurven und ihre Haare hingen in Wellen bis knapp zu ihrer Taille.
»Ich kann nicht!«, rief sie atemlos. »Ich kann wirklich nicht, James! Ich muss hier wieder runter!« Ihre Stimme war immer höher geworden.
»Ach, sei nicht so ein Weichei, Evans und spring einfach!«
»Nein! Nein, nein, nein! Es geht einfach nicht!«
»Muss ich dich erst schubsen?«
»Wenn du das tust, Potter, ich schwöre, ich ertränke dich!«
»Dann lass mich durch und ich springe zuerst. Du wirst sehen, es wird lustig werden!«
Lily überlegte einen Moment lang und dann stimmte sie nickend zu. »Aber wehe, du reißt mich mit nach unten!«
Ausnahmsweise tat ich das nicht. Mein Magen schien sich beim Sprung anzuheben. Es war als fiele ich unendlich lang, doch im nächsten Moment war schon alles wieder vorbei. Das Wasser schlug vielleicht gerade einmal 2 Sekunden später über mir zusammen. Der Druck auf den Ohren wurde fast unangenehm hoch. Ich schwamm mit kräftigen Zügen wieder an die Oberfläche und schüttelte mir die Haare aus dem Gesicht.
Ich grinste zu Lilybell hinauf, die mich ängstlich über die Kante des Sprungbrettes beobachtete und dann rief, »Ich glaube, ich nehme lieber die Leiter!«
»Spring jetzt endlich, oder ich schmeiße dich runter!«
»Ach, und das kannst du?«, fragte sie spöttisch.
Da war ja die alte, wunderbar sarkastische Lily wieder. Ich grinste und rief dann, »Möchtest du es wirklich riskieren?!«
Sie schüttelte langsam den Kopf. Ich streckte die Arme nach ihr aus. »Los Lilybell! Wenn du springst hast du einen Wunsch bei mir frei!«
Langsam löste sie ihre Hände von der Brüstung. Dann trat sie in kleinen Schritten zur Kante und atmete noch einmal tief ein – ich sah es an ihren Brüsten, die sich leicht hoben -, bevor sie doch noch sprang.
Ein kurzer Schrei übertönte für einen Moment den Lärm der anderen Badegäste, brach dann jedoch abrupt ab, als sie die Wasseroberfläche durchbrach.
Kurz darauf tauchte sie prustend wieder auf und versuchte sich die nassen Strähnen aus dem Gesicht zu wischen. Als sie es dann doch geschafft hatte, drehte sie sich suchend im Wasser hin und her und kam, als sie mich sah, rasch auf mich zu geschwommen.
Schon drei Meter, bevor sie mich erreichte, fing sie an zu schreien, »Bambi! Wir müssen das noch einmal machen! Jetzt! Das war sooo cool!« Sie strahlte mich ganz ungeduldig an und schlang dann keuchend vor Aufregung die Arme um meinen Hals. Ein bisschen perplex legte ich meine Hände um ihre Taille. »Hör nicht wieder auf mit den Füßen zu paddeln!«, kicherte Lily und legte dann die Beine um mich.
Allerdings wurde unsere... nun... angenehme Zweisamkeit sehr schnell wieder unterbrochen, als wir in eine unerwartete und verdammt hohe Wasserdusche gerieten. Lily quietschte mir ins Ohr. Ich wischte mein Gesicht ärgerlich trocken und musste dann dummerweise lachen, als ich das hohe Gekicher von Julia hörte. Wie eine Meerjungfrau kam sie auf uns zugetaucht, Lily hatte sich schon längst wieder von mir gelöst, leider. Ich seufzte tief und wandte mich dann dem Pixie zu. Pardon, ich wandte mich Juli zu.
»Oh, habe ich euch gestört?«, fragte sie mit einem bösen Grinsen.
»Nein, wobei denn?«, fragte ich sarkastisch.
Lily schlug mich. Mal wieder. »Wir sind Freunde, nichts weiter. Du hast uns nicht gestört, wirklich.«
Sie zwinkerte uns zu. »Kommt ihr mit zur Rutsche? Susi und ich wollen in Kolonne mit euch rutschen. Das wird bestimmt suuupi!«
»Wo ist Susi überhaupt?«, wollte Lily wissen.
»Ähm... Die sitzt sozusagen noch im Whirlpool und weiß noch nichts von ihrem Glück«, grinste sie.
Ich verdrehte grinsend die Augen und folgte dann den beiden Grazien. Am Blubberbecken angekommen, ließ ich mich ohne Umschweife in das Becken gleiten und Lily folgte mir.
»Hey!«, protestierte Julia sofort, »Wir wollten doch rutschen gehen, schon vergessen?«
»Komm her, Mäuschen«, lächelte Susi. Mit ausgestrecktem Arm winkte sie ihre Freundin zu sich.
Seufzend aber leichtfüßig hüpfte sie neben uns in den Pool. Sofort zog Susi sie an sich und die beiden begannen zu knutschen.
Ich warf Lilybell einen anzüglichen Blick zu und machte einen Kussmund in ihre Richtung. Sie verdrehte die Augen und spritzte mir etwas Wasser ins Gesicht, kam aber zu meiner Verwunderung auf mich zu gerutscht, um sich dann auf meinen Schoß zu setzten. Nun hatte ich ihren durchaus hübschen Rücken vor mir, den ich allerdings etwas irritiert musterte.
»Äh...?«, machte ich.
»Na los!«
Ich war ein ganz kleines bisschen verwirrt. Man beachte die Ironie.
»Massier sie!«, zischte mir Susanna zu.
Frauen! Woher sollte Man(n) das denn wissen?! Ich begann also mit den Daumen in ihren Nacken Kreise zu ziehen. Lilys Mund entkamen kleine Stöhngeräusche. Und ich musste sie schon bald darauf erwidern. Meine Güte, ich fühlte mich, wie ein rattiger 15-jähriger. Und zu meinem Unglück kam mir dieser Zustand nur alt zu bekannt vor. Zwei Jahre zuvor hatte ich es noch auf meine Jugend schieben können. Nun allerdings war das nicht mehr ganz so einfach.
»Verdammt Evans, was tust du bloß mit mir?«, fragte ich und biss ihr in die Schulter.
»Leute, wir sind hier im Schwimmbad, haltet euch mal ein bisschen zurück!«
Ich warf meiner Mitbewohnerin einen bösen Blick zu, sie wandte sich einfach lächelnd ab.
Peinlich berührt kletterte Lily wieder von meinem Schoß herunter.
»Und jetzt gehen wir rutschen, ja?«
»Ihr könnt ja schon mal vorgehen, ich brauche noch eine Minute«, sagte ich brummig.
»Entschuldige«, sagte Lily, jedoch mit solch einer Betonung, dass sie es unmöglich ernst meinen konnte. Sie gab mir, als sie aufstand, einen Kuss... auf die Stirn. Ich kniff die Augen zusammen und ihr dann in den kleinen, knackigen, süßen Hintern, als sie sich zum weggehen umdrehte.
»Hey!«
»Spiel nicht mit mir Evans. Entweder du ziehst dieses Freundschaftsding durch oder...«
»Oder?«
»Oder du küsst mich jetzt.«
Sie seufzte, »Tut mir leid, ich halte mich ab jetzt zurück.«
Ich nickte kurz, schloss die Augen und lehnte mich nach hinten. Entspannt schloss ich die Augen und versuchte meine Gedanken auf harmlose Dinge zu lenken.
Frage der Woche: Habt ihr eine absolute, super duper Lieblingsfanfiktion, die ihr mir empfehlen würdet, Harry Potter betreffend?
Danke:
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