Cell Phone Affair

By TrueMrsHoran

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Unknown: Wie heißt du? Du: Leah und du? Unknown: Sexy Name ;) Du: ... wie lautet deiner? Unknown: Vielleicht... More

PROLOGUE: LIFE OF LEAH EASTSIDE
DUE: AND YOU ARE THE BRAD ANDERSON?
TRE: MY MOTHER TOLD ME SOMETHING ABOUT YOU
QUATTRO: SEX LESSONS
CINQUE: 'AUNT' JANE
SEI: I CAN FEEL YOU WATCHING
SETTE: ARE YOU VIRGIN?
OTTO: SHOW HIM YOUR TITS
NOVE: BADONKADONG
DIECI: MY GIRL
UNDICI: LOVELY ADAM
DODICI: DRUGS?
TREDICI: TO HER
QUATTORDICI: SHE'S KILLING MY DICK
QUINDICI: HARRY'S ALWAYS THE WINNER
SEDICI: CHAMPAGNER
DICIASSETTE: HOW'D IT BE, IF YOU JUST SUCK MY DICK?
DICIOTTO: MUM
DICIANNOVE: TOUGH SHIT, SHORTCAKE
VENTI: THE SENSE OF LIFE AKA GIN TONIC
VENTUNO: BOOKS ARE JUST AN ILLUSION
VENTIDUE: LITTLE WHITE LIES
VENTITRÉ: WHAT SIZE HAS YOUR DICK?
VENTIQUATTRO: THIS WAS THE CRUX OF THE ISSUE
VENTICINQUE: HE HATES HIM
VENTISEI: LOOK ATTRACTS - CHARACTER HOLDS FIRMLY
VENTISETTE: HOW DO YOU DO THAT?
VENTOTTO: KISS ME
VENTINOVE: SHE IS RIGHT
TRENTA: DEVOTED TO MY FEELINGS
TRENTUNO: I FELL FOR HIM
TRENTADUE: I COULD SCREAM
TRENTATRÉ: I AM FUCKED

UNO: WHO'S THAT

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By TrueMrsHoran

Unknown: Als würdest du dir nicht täglich eine Banane in deine feuchte Vagina stecken und dir vorstellen, es wäre mein Schwanz ...

Mein Stück Gurke rutschte in die falsche Röhre und somit bekam ich einen schrecklich peinlichen Hustenanfall, bei dem sich die gefühlt ganze Mensa in meine Richtung drehte und mich anstarrte, als würde ich gleich in Ohnmacht fallen. Wieso mir dann keiner half, verstand ich nicht, aber es war ja eigentlich kein Wunder, dass sich hier keiner für mich interessierte. Außer natürlich die liebe Nala, die auch jetzt fürsorglich mit der Hand meinen Rücken tätschelte.

"Hast du dich verschluckt?", fragte sie leise und musterte mich mit mitleidendem Blick. Ein zierliches kleines Mädchen, mit einem dunkelblonden Bob und dem lang erbetteltem Nasenpiercing. Ihre Eltern und sie wohnten in einem einfachen Reihenhaus, in dem jeder jeden kannte.

Nein, weißt du, eigentlich ist das meine neue Taktik, zu essen. Natürlich hab ich mich verschluckt!

Nein, das sagte ich selbstverständlich nicht, auch wenn ich gerne einmal ihr Gesicht darauf gesehen hätte. Aber ich wurde von meiner Buisness-Mommy gut genug erzogen und so brachte ich dies einfach nicht über die Lippen.

"Ja ... gucken noch welche?", meine Haare verdeckten mein rot angelaufenes Gesicht und ich starrte mit zusammengezogenen Augenbrauen auf mein Handy, das vor mir lag.

"Nein.", sie kicherte, "Aber Quil kommt direkt auf uns zu. Oh mein Gott!"

Auch ich musste grinsen und richtete meine Haltung wieder etwas, um zu kontrollieren, ob Nala auch die Wahrheit sprach. Weit und breit keine Menschenseele, die sich für meinen Anfall weiter interessierte. Ein Glück aber auch!

Quil war seit ungefähr zwei Monaten der feste Freund meiner besten Freundin hier neben mir und er war in dieser Zeit auch ein guter Kumpel meinerseits geworden. Um die 1,80 groß, schwarze wuschelige Haare und große blaue Babyaugen. Meiner Meinung nach passte er hervorragend zu Nala und diese Meinung teilte nicht nur sie, sondern auch er selbst.

"Hey Baby.", ich hörte einen schmatzendes Geräusch und musste lächeln. "Und hii Leah."

"Hallo Quil.", ich hob meine Hand in seine Richtung und nahm wahr, wie er sich neben Nala auf die unbequeme Bank fallen ließ. Sie fingen an, sich über irgendwelche Referate oder Fußballspiele zu unterhalten, aber ich hörte dem irrelevanten Gesprächsverlauf nur mit halbem Ohr zu. Meine Augen lagen immer noch auf dem kleinen Handybildschirm und versuchten herauszufinden, wer mir gerade so eine dumme Nachricht geschrieben hatte.

Als würdest du dir nicht täglich eine Banane in deine feuchte Vagina stecken und dir vorstellen, es wäre mein Schwanz ...

Urgh ... da hatte ich es aber mit einem sehr selbstbewussten Typen zu tun. Ich kannte solche ... okay, na gut, vielleicht nicht kennen, aber von den vielen Büchern, in die ich abends meine Nase steckte, wusste ich, dass es sich hier um einen ... Macho handelte. Ja, so nannte man die Typen, die von ihrer Männlichkeit überzeugt waren. Und irgendwie hegte sich in mir der Reiz ihm zu zeigen, dass er damit sicherlich nicht durchkam. Was auch immer er wollte ...

Meine Finger tippten etwas, von dem ich niemals geglaubt hatte auch nur im Entferntesten, in einer meiner nonnenhaften Gehirnzellen zu haben.

Du: Genau. Und dabei schreie ich deinen Namen so laut, dass ihn die Nachbarn niemals vergessen werden.

Ich ging auf das Profilbild dieses Typen und sah mir eine komische Aussicht auf ... ja, es müsste New York von einem sehr hohen Standpunkt aus sein. Ihn selbst nahm man nur als Schatten wahr, wie er dort am Rande des Daches stand und auf die Stadt blickte. Der Sonnenuntergang spiegelte sich in den vielen Skyskrapern und mir wurde einmal wieder bewusst, dass ich meine Stadt wirklich liebte. Natürlich war sie laut, groß und schmutzig, aber genau das liebte ich an ihr. Ebenso wie die kleinen, schönen Stellen. Ich war ein Stadtkind und schon allein deshalb war ich meinen Eltern auch dankbar, dass sie sich vor fast fünf Jahren dazu entschieden haben aus Irland hier her zu ziehen.

Als ich das Bild mit einem Fingertippen wieder schloss, stach mir eine weitere Nachricht des Fremden in die Augen und wieder verschluckte ich mich fast, aber diesmal vor Lachen und nicht Überraschung.

Unknown: Fuck, du bist nicht Chrissy oder?

Nein, ich war nicht Chrissy. Aber bevor ich ihm zurück schrieb, checkte ich mein eigenes Profilbild ab, dass aus einem Bild von mir bestand. Drew hatte es geknipst, als ich wieder einmal verträumt in ein Buch gesehen hatte, um aus der realen Welt zu fliehen. Mir gefiel es und Nala hatte auch schon erwähnt, dass es gut aussah. Also ließ ich es drin.

Du: Nein, tatsächlich bin ich das nicht.

Ich fand es lustig, mit einem Fremden zu schreiben, der mich nicht kannte und ich somit einfach eine ganz andere Person ihm gegenüber sein konnte. Seine Antwort kam sofort.

Unknown: Oops sorry, Tippfehler. Wie heißt du?

Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich einem vollkommen Fremden meinen Namen verraten sollte. Es war nicht sicher, ob man Mr. Unknown trauen konnte, aber was hatte ich groß zu verlieren? Dieser Chat versprach etwas Aufregendes, was ich schon seit langer, langer Zeit nicht mehr erlebt hatte und gerade jetzt, über kam mich wieder dieses Gefühl von Aufmerksamkeit. Es interessierte sich jemand für mich. Und dabei war es völlig nebensächlich, ob dieser Jemand unbekannt oder bekannt war.

Du: Leah und du?

Ich wartete eine Weile, aber selbst nach ein paar Minuten kam keine Antwort mehr. Fand er meinen Namen hässlich? Oder wollte er mir nicht sagen, wie er hieß? Mein Daumen kreiste über der Tastarur und wartete, bis das 'online' erschien und die zwei grauen Hacken unten in meiner gesendeten Nachricht endlich nach ein paar Sekunden blau wurden. Er hatte sie gelesen.

Unknown: Sexy Name ;)

Seit wann war mein Name...sexy?? Noch nie hatte jemand meinen Namen als sexy bezeichnet und bis heute hatte ich auch nicht gewusste, dass ein Name überhaupt sexy sein konnte.

Du: Ich weiß :D Und wie lautet deiner?

Diesmal musste ich nur wenige Sekunden auf eine Antwort warten und diese ließ mich dann aber die Stirn runzeln. Mochte er seinen Namen nicht, oder warum wollte er ihn mir nicht verraten? Vielleicht war er sich genauso unsicher, wie ich es war.

Unknown: Vielleicht werde ich deinen Namen beim nächsten wichsen stöhnen ;) Und mein Name willst du nicht wissen!

Du: Mir egal was du da stöhnst, hauptsache ich werde das nie zu hören bekommen ;)

Du: Doch will ich!

Mein Pausenbrot war mittlerweile uninteressant geworden und dem Gespräch zwischen Nala und Quil, folgte ich schon lange nicht mehr. Einzig und allein was für mich im Moment essenziell erschien war, mit diesem Fremden zu schreiben und seinen Namen herauszufinden.

Unknown: Glaub mir, du würdest es sehr gerne zu hören bekommen, Darling :*

Unknown: Ich sag ihn dir aber nicht!

Du: So langsam wirds eklig... -_-

Du: Bitte sag ihn mir...

Unknown: Ich zeig dir gleich was eklig ist ;D

Du: Steck dir dein eklig sonst wo hin und sag mir wie ich dich einspeichern soll!!

Unknown: Dazu brauche ich dich, Baby. Alleine kann ich ihn nirgendwo hinstecken ;)

Du: Das.war.eklig. Sag mir doch bitte, bitte deinen Namen.

Unknown: Speicher mich unter 'Boy almighty' ein :D

Du: Ich block dich gleich!!

Unknown: Okay, okay Ms Priss. Speicher mich unter ...

Du: ... unter ...?

Unknown: Unter 'Daddy' ein :DDD

Wieso denn Daddy? War er etwa ein alter Mann, der mich gerade versuchte zu verarschen? Oh Gott, wenn das so wäre wollte ich am liebsten im Erdboden versinken und nie wieder heraus kommen. Jesus Christus.

Du: Wieso 'Daddy'?

Unknown: WTF?? DU KENNST DADDY KINK NICHT?!

Du: Uh ... anscheinend nicht, wies aussieht ...

Unknown: Oh Fuck ... speicher mich unter Edward ein.

Du: Heißt du so? Und was ist dieses Daddy Klink?

Unknown: KINK* Babe ... Und uh joa, so nennt man mich :D

So schlimm war der Name ja gar nicht, wieso hatte er so ein Drama drum gemacht? Edward. So hieß zwar mein Großvater, aber eigentlich fand ich den Namen sogar ganz schön. Ich speicherte ihn also unter Edward ein.

Du: Mir gefällt der Name :) Und was ist das jetzt?

Edward: Mir nicht, dafür deiner umso mehr ;) Daddy Kink...willst du das wirklich wissen, Babe? :D

Du: Jeppppppppp

Edward: Das ist, wenn du beim Sex (jetzt einfach gesagt) deinen Partner nicht beim richtigen Namen, sondern stattdessen eben 'Daddy' nennst ;) So etwas, wie Rollenspiele ...

Oh Gott im Himmel.

Was war das denn für ein widerlicher Perversling? Wer wollte denn beim...Sex, seinen Partner mit 'Daddy' ansprechen? Das war doch ... unfassbar! Ich meine, fühlte er sich dann nicht so, als würde er gerade seine... Tochter ...missbrauchen? Gefiel ihm das etwa?! Okay, das war eindeutig krank!!

Du: Uh okay...? Und du machst das?!

Was hatte ich schon zu verlieren? Er kannte mich nicht, ich kannte ihn nicht. Ich konnte überhaupt nichts falsch machen!

Edward: Ich mache noch viel mehr als nur das ;) kleine Kostprobe gefällig? :*

Du: Eww...niemals!!

Edward: Wo wohnst du denn? ;)

Du: New York :DD

New York war groß. Und durcheinander. Er würde mich niemals finden und wer weiß...vielleicht kam er auch aus einem ganz anderen Land als ich es tat. Okay, dann hätte er sich bei meiner Nummer nicht vertippen können, denn jedes Land hatte eine andere 'Vorwahl'. Selbst bei Handynummern. Und sonst hätte er auch nicht dieses Profilbild drin...

Edward: Hey! Ich bin auch gerade mit Freunden in Amerika :D

Du: Freunden? Ihr macht hier Urlaub? Wir haben Schule .-.

Edward: Meinte ich doch ;) ich wohne hier.

Du: Ah ja?

Irgendwie glaubte ich ihm nicht. Ich kannte ihn zwar nicht persönlich, aber ich spürte, dass er log.

Edward: Ja, willst mich mal treffen, dass ich dir zeigen kann, wie man Daddy Kink richtig auslebt? ;)

Er hatte doch nicht mehr alle Tassen im Schrank! Warum sollte ich ihn treffen wollen und ... Sex mit ihm haben, währenddessen ich ihn 'Daddy' nannte?

Du: Danke, aber nein. Ich habe selbst sehr viel Spaß mit meinem heißen Freund.

GELOGEN! Ich hatte gar keinen Freund und wenn, wäre er mit Sicherheit auch nicht heiß. Quil war...ganz hübsch und süß, aber selbst seine eigene Freundin steckte ihn nicht in die Schublade der heißen Feger.

Edward: Laber, er bereitet dir wahrscheinlich nicht den Spaß, den du verdienen würdest ;)

Du: Er ist heiß!!

Edward: Ich zeig dir mal wer heiß ist...

Du: NEIN! ICH MÖCHT KEINE NACKTFOTOS AUF MEINEM HANDY HABEN!!

Edward: , sind coolere

Edward: *sendet 6 Bilddateien*

Du: Ernsthaft? Harry Stiles?

Edward: Er heißt Harry Styles...du kennst ihn?

Du: Ja, musste mal mit meiner Freundin auf ein Konzert von ihnen }:/

Nala war wirklich ein riesen großer Fan von dieser Band...wie hieß sie noch gleich? One Reflection? Ah nein, One Direction, stimmt. Selbst ihr Hintergrundbild war dieser Liam oder so, aus der Band. Natürlich, ich musste zugeben, sie waren alle fünf ziemlich heiß und ich würde nicht nein sagen, wenn mich einer von ihnen auf ein Date fragen würde, aber...ich war nicht so der Fangirl-Typ. Nala rastete ja schon fast aus, wenn in einem Schulbuch einmal ein Name der fünf...nein, sie hat mal erzählt jetzt wären es nur noch vier, gedruckt war. Zayn hieß derjenige, der die Band verlassen hatte...

Edward: Wie findest du sie? :D

Du: Wie soll ich sie schon finden? Ich höre ab und zu ihre Lieder im Radio, aber ich bin keines Wegs ein Fan, falls du das glaubst. Du denn etwa? :D

Edward: , meine Schwester mag sie. Besonders Harry :^D

Du: Meine Freundin vergöttert die auch... :P

Edward: Wie findest du ihn? Also Harry, er ist schon heiß, oder? :D

Du: *augenverdreh* Geht...

Edward: Komm schon, er hats richtig drauf und wahrscheinlich steht jedes weibliche Geschöpf auf ihn!!

Du: Eugh, auch Tiere?!?!

Edward: Ich geb dir gleich Tiere...gib's jetzt zu! Er ist heiß!

Du: Stehst du denn auf ihn? Bist du schwul?? :D

Edward: Halt's Maul, ich bin nicht schwul und nein, er sieht bloß gut aus, das muss selbst ich zugeben...

Du: Okay, ich als Mädchen gebe auch zu, dass er gut aussieht... :)

Edward: Siehst du, da haben wirs! Du stehst total auf ihn und mags unbedingt von ihm gefickt werden! ;)

Du: Klar! Du hast mich ertappt +_+

Edward: Schick mal ein Bild von dir, Honey ;)

Du: Vergiss es!

Edward: Ich muss mir schon die ganze Zeit auf dein Profilbild einen runter holen, ein bisschen Abwechslung wäre nicht schlecht ;)

Oh Gott!! Diesmal verschluckte ich mich an meiner eigenen Spucke und hob entschuldigend die Hände, als Quil und Nala mich verwirrt ansahen. Meine Augen wanderten zur Uhr und mir wurde bewusst, dass ich nur noch ein paar Minuten hatte, um pünklich in den nächsten Kurs zu gelangen. Ohne dem seriösen Edward zurück zu schreiben, sperrte ich mein Handy, steckte es in meinen Schulrucksack und stand eilig von der Bank auf.

"Habt ihr keinen Unterricht?", fragte ich Quil und Nala, stopfte mir dabei noch mein restliches Mittagessen in den Mund. Nala hatte ihren Kopf an Quil's Schulter angelehnt und schaute verträumt zu ihm hoch, von ihr bekam ich sicherlich keine Antwort.

"Ne, Freistunde.", murmelte Quil leise, küsste seine Freundin dann sanft auf die Schläfe und ein Stich Neid fuhr durch meinen Körper. Nicht auf meine Freundin, eher auf das was sie hatte. Eine Beziehung, einen Glücksbringer auf zwei Beinen und einen guten Zuhörer. Und Liebe. Aber an die Liebe glaubte ich schon lange nicht mehr...

"Na dann, viel Spaß euch...Ciau.", ich erwartete keine Antwort und bekam auch keine, also ging ich mit großen und schnellen Schritten durch das Schulhaus, bis zum Biosaal, in dem wir jetzt Unterricht hatten. Die Hälfte der Schüler saßen erst an ihren Plätzen also müsste ich doch noch gut in der Zeit sein. Mit einem Plumpsen ließ ich mich auf meinen Platz in der dritten Reihe fallen und packte Block und Bleistift aus, um wichtige Dinge mitschreiben zu können. Durchschnittlich in der Schule, dafür aber umso glücklicher, sie überhaupt besuchen zu können.

Mein Handy gab leise Vibrationslaute von sich, also beschloss ich nachzusehen, ob mich womöglich gerade jemand anrief. Vielleicht meine Mutter...war etwas mit Dad? Die Schule wusste über meine...Situation Bescheid, das hieß, ich könnte jederzeit aus dem Klassenzimmer rennen, um meinen Vater zu besuchen und die Lehrer durften mir keinen Eintrag verrichten. Ausgenutzt hatte ich das noch nie, aber ehrlich gesagt, würde ich das auch niemals tun.

Es war aber nur Edward.

Edward: Ich weiß, dass du das geil fandest ;)

Edward: Oder soll ich dir ein Beweisvideo senden?

Edward: Komm on!!!!

Edward: Komm on oder du kriegst ein Bild von meinem Schwanz...

Edward: Leah...? Bist du sauer?

Edward: Okay, tut mir ja leid ಠ_ಠ

Edward: Hallohoooo???????

Du: Chill ma...

Edward: Wo warstn du? ·-·

Du: Ich hab vielleicht Schule?? Bye ◎-◎

Edward: Ok, geh halt, meinetwegen, Bye...

Ich antwortete lieber nicht mehr, sondern steckte mein Handy Kopfschüttelnd in meinen Rucksack. Mich würde gerne einmal interessieren, was er so den ganzen Tag trieb. Gerade hatte er mir noch verklickern wollen, er würde in New York wohnen, aber warum ging er dann nicht zur Schule? Oder durfte man bei ihm das Handy auf dem Tisch haben?!

Naja, das musste wohl auf später warten, denn gerade betrat Mrs. Frey den Biosaal und begrüßte uns so überschwänglich wie noch nie. Das konnte ja heiter werden...

.......

Nach den zwei Biostunden, in denen Mrs. Frey davon geschwärmt hatte, dass sie bald in Mutterschutz ginge und Zwillinge bekäme, war meine Geduld mirnichtsdirnichts weggespült worden und in mir tobte nur so der Tsunami. Wieso freute sie sich Kinder zu bekommen? Sie wusste nicht, was es bedeutete sich wirklich um sie zu sorgen oder wenn der Vater behindert war. Ja, ich sprach nur die Wahrheit aus und natürlich ist die Wahrheit immer das, was die meinsten nicht hören wollten.

Deprimiert schob ich mir ein Zitronenbonbon zwischen die Lippen und lutschte nachdenklich darauf herum. Und das auch noch im Nachmittagsunterricht! Diese Frau raubte mir noch den letzten Nerv...

Meine Füße liefen den kurzen Weg bis vor meine Haustür schon wie automatisch. Nala konnte sich ihre Verabschiedung sonst wo hin schieben...ich hatte keine Lust von ihr gefragt zu werden, warum ich aussah wie Drei-Tage-Regen. Ich hasste einfach den Gedanken, dass es anderen Teenagern besser ging als mir. Natürlich war das so und gewissermaßen freute ich mich doch auch für sie (Nala inbegriffen), aber...ich fühlte mich so, als wäre ich das ärmste Mädchen auf der Erde. Nope, das war ich ganz bestimmt nicht, aber manchmal kam es mir einfach so vor und das hasste ich. Ich hasste es, mich dreckig und scheiße zu fühlen. Doch dagegen konnte ich wohl oder übel, nichts tun...

........

"Leah?!", hörte ich sofort die Stimme von Holly, der Pflegerin meines Vaters. Sie war eine liebe und nette Frau, doch leider wurde sie auch ziemlich schnell ungeduldig. Ich seufzte in mich hinein und begab mich in das große Wohnzimmer. Auf dem Weg machte mein Schulrucksack bekanntschaft mit dem harten Terakottaboden (meine Mutter hatte darauf bestanden!) und mich erleichterte es, irgendwo meine Frust auslassen zu können. Unser Haus war...groß. Ja, meine Mutter zeigte gerne ihr Geld, aber mir wäre es lieber, hätten wir etwas weniger davon. So hätte Mummy wenigstens etwas Zeit für ihre Familie, aber stattdessen überließ sie mir die Arbeit.

"Er weigert sich schon wieder, sein Mittagessen einzunehmen!", hörte ich Holly's verzweifelte Stimme und sah mir das Spektakel etwas genauer an. Der Boden, die Wände, Holly und mein Vater selbst waren nur so bekleckert mit...waren das einmal Kartoffeln gewesen?

"Hey Dad.", ich kam langsam und vorsichtig näher, stellte mich neben Holly vor den Rollstuhl und sah ihn direkt und streng an. Durch den Unfall waren auch einige Gehirnzellen abgestorben und manchmal kam es mir so vor, als würde ich mit einem Dreijährigen kommunizieren.

"Du kannst gehen, danke Holly.", meinte ich an sie gewand und sah ihren erleichterten Blick. Sie verschwand mit einem Nicken und Sekunden später hörte ich die Haustüre ins Schloss fallen. Die Kartoffelreste in ihrem Gesicht hatte sie wohl nicht entfernt...

"Schmeckt mir einfach nicht!", grummelte mein Vater und deutete auf die zermatschten Kartoffeln in einem gelben Plastikteller in seinem Schoß. Holly behandelte ihn aber auch, wie ein kleines Kind! Mein Vater war Mitte Vierzig und somit ein vollständig Erwachsener und er mochte es überhaupt nicht, wenn man ihn wie ein Kleinkind behandelte.

"Und deswegen musstest du dein Essen im ganzen Wohnzimmer zerstreuen?", meine rechte Augenbraue schoss in die Höhe und ich verschränkte die Arme vor meiner Brust.

"Bei dir klingt es so...", fing er an, aber ich unterbrach ihn sofort.

"Es ist die Wahrheit, Dad.", ein Seufzer verließ meine Lippen und ich eilte in die Abstellkammer, um Putzzeug zu holen.
Als ich zurückkam, hatte mein Dad brav die restlichen Kartoffeln aufgegessen, wie ich es vermutet hatte. Er mochte es nicht, mich traurig zu sehen und deshalb liebte ich ihn trotz seiner Behinderung auch noch so sehr. Ich schenkte ihm ein Lächeln, schickte ihn ins Bad um sich so gut er konnte sauber zu machen und fing dann mit dem Putzen hier im Wohnzimmer an.

......

Es war nun fast elf Uhr abends und meine ganzen Knochen taten so abartig weh, dass ich laut stöhnen in mein Bett fiel. Ich hatte wirklich keine Lust, meine Hausaufgaben zu erledigen, aber ich wollte auch keine schlechten Noten kassieren. Also drehte ich mich auf den Bauch, zog meinen Schulrucksack heran und packte die entsprechenden Dinge aus, die ich jetzt brauchte. Mathe, Bio (weil Mrs. Frey ja die ganze Zeit geredet hatte, mussten wir den Unterricht schriftlich nachholen!) und noch Englisch.

Drew war erst gegen Abend gekommen und das war mir nur allzu recht gewesen. Nach dem Putzen hatte ich mich noch um meinen Vater kümmern müssen, der sich anstatt sauber zu machen, nur noch mehr beschmutzt hatte. Und zwar mit MEINEN Schminksachen! Ich hatte ihn kurzerhand in die Wanne gesetzt, damit er sich entspannen konnte und aus seinem Krimi vorgelesen. Das stimmte ihn wenigstens glücklich...

Als Drew dann kam, bereitete er sich sofort bereit, mit meinem Vater Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zu spielen und so hatte ich wiederum Zeit, die Wäsche zu machen, die Post zu sotieren, die Betten zu richten, Staub zu saugen, Drew's Kindergartenrucksack zu versorgen und das Abendessen zu zubereiten.

Nach dem (einigermaßen) entspannten Essen, ging es dann damit weiter, meinen Dad ins Bett zu legen, dasselbe mit meinem Bruder zu tun, der natürlich noch auf eine Geschichte bestand und dann die Küche in Ordnung zu bringen. Anschließend duschte ich mir noch den Schweiß von der Haut und putzte das Bad, das bei Dad's Schminkversuch ganz schön geleidet hatte.

Und jetzt lag ich hier und war ENDLICH fertig mit meinen Hausaufgaben. Ich packte meinen Rucksack für Morgen, betätigte den Lichtschalter und suchte in der Dunkelheit den Weg zu meinem Bett zurück. Nun sah ich auch das grüne LED-Licht meines Handys leuchten und nahm es gleich mit, um nachzusehen, wer mir geschrieben hatte.

Neue Nachricht von Nala und Edward.

Edward: Schläfst du schon? :/

Schnell tippte ich eine Antwort.

Du: Nope :)

Dann ging ich auf Nala's Nachricht und irgendwie überkam mich ein gewisses Schuldgefühl, das ich sie einfach unwissend stehen gelassen hatte.

Nala: Was war los? :o Ist irgendetwas mit deinem Dad? Ach, noch was und ich weiß, du magst das nicht, aber...würdest du mit mir auf ein Konzert von 1D gehen? BITTE BITTE BITTE SCHATZI!! :(

∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆∆

Hier bin ich wieder :)

Souuuu, das war CHAPTER ONEEEEE, das Bild soll ihr Profil Bild auf Whatsapp darstellen btw :D

That was it :D

Lots of Love,
Eure Magda

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