Mit dem Fahrstuhl fahren wir schließlich hoch, betreten das Apartment, als Freya die Tür aufgeschlossen hat und schon erwartet mich Elijah, der mit verschränkten Armen nur wenige Meter von mir entfernt steht und mich ernst ansieht.
Ich schlucke meinen Kloß, der sich in meinem Hals gebildet hat herunter und sehe zu Freya. "Du weißt wo das Gästezimmer ist?", frage ich sie, worauf ein schnelles nicken von ihr folgt, dann greift sie nach Josh seine Hand und will hoch gehen. "Das Bettbezug liegt im Schrank.", rufe ich ihr noch hinterher, doch ihre Antwort verstehe ich nicht mehr, da sie für meinen betrunkenen Zustand zu weit weg ist. Dann richte ich meinen Blick auf Elijah, der immer noch in seiner selben Position verweilt. "Es tut mir Leid okay?", fange ich an und stolper einen Schritt auf ihn drauf zu, doch er schüttelt nur stumm den Kopf. In seiner Pyjama Hose und dem weißen T-Shirt mit dem V-Ausschnitt sieht er so verdammt gut aus, dass ich merke wie ich feucht werde. "Können wir darüber reden?", nuschel ich da sich meine Zunge irgendwie taub anfühlt. Der Alkohol wirkt zu gut. Elijah nickt und geht die Treppenstufen hoch zu unserem Schlafzimmer, weshalb ich schnell aus meinen High Heels schlüpfe und ihm hinterher stolpere. Jap ich werde es so was von bereuen so viel getrunken zu haben. Im Schlafzimmer angekommen, schlage ich die Tür einen ticken zu laut zu, weshalb ich mich selbst erschrecke und zusammen zucke. "Bist du sauer auf mich oder enttäuscht von mir?", sehe ich ihn an und versuche aus seinem Gesicht irgendwas ablesen zu können, aber er ist ein Anwalt und hat sein Pokergesicht perfektioniert über die Jahre. Keine Regung, keine Emotionen sind aus seinem Gesicht abzulesen, weshalb ich innerlich verzweifeln könnte. Als ein Seufzen sein Mund verlässt, sehe ich ihn mit großen Augen abwartend an. "Ich bin nicht sauer oder enttäuscht von dir. Ich bin einfach nur froh, dass du heil nach Hause gekommen bist.", redet er zum ersten Mal in dieser späten Stunde mit mir, weshalb ich einfach nur nicke. "Aber du hättest dich nicht betrinken dürfen. Freya ist immer noch jünger als du und du musst auf sie aufpassen und nicht anders herum.", fügt er hinzu und setzt sich auf seine Bettseite und zieht die Bettdecke über seine Beine. "Du hast ja Recht.", lasse ich mich auf meine Bettseite plumsen und sehe ihn reumütig an. "Es ist ja nicht, so dass du kein Alkohol trinken sollst, aber du lagst deswegen schon einmal im Krankenhaus.", erinnert er mich daran, weshalb ich an diese schlechte Erinnerung das Gesicht verziehen muss. Damals musste mir der Magen ausgepumpt werden und ich lag eine Woche mit einem tierischen Kater und heftigen Schmerzen im Krankenhaus, da ich mich so ausgeknockt habe. "Aber ich habe dadurch Taylor kennengelernt.", erinnere ich ihn dieses mal daran. Taylor ist meine beste Freundin und arbeitet hier in New Yorker Krankenhaus als Krankenschwester. Apropos Taylor. Sie müsste ich auch mal wieder besuchen gehen, aber sie arbeitet meistens wenn ich frei haben und wenn ich arbeite hat sie frei, weshalb das mit dem Treffen immer so eine Sache ist. Ich denke, dass ich sie mal in paar Stunden anrufen werden, wenn ich es bis dahin nicht schon wieder vergessen habe.
"Wer ist eigentlich der Typ gewesen?", holt mich Elijah aus meinen Gedanken heraus. "Ähm.", muss ich überlegen, da sich das Thema für mein Gehirn viel zu schnell gewechselt hat. Wahrscheinlich Qualmt es schon vor lauter Anstrengung. "Ach das ist nur der große Bruder von Freya.", fällt es mir wieder ein, weshalb ich mir einmal selbst zu nicke. "Er heißt übrigens Joshua.", füge ich noch hinzu, aber Elijah wird es wahrscheinlich sowieso nicht interessieren. Mein Blick gleitet zur Digitaluhr, die auf meinem Nachttisch steht und ich weite meine Augen, da wir schon fast 5:00 Uhr morgens haben. "Müsstest du nicht eigentlich schon längst schlafen?", sehe ich zu Elijah und fühle mich direkt schlecht, da ich ihm seinen Schlaf geraubt habe. "Ich muss dieses mal erst um 10:00 Uhr in der Kanzlei sein.", versucht er mein schlechtes Gewissen zu vermindern, aber es macht es nur noch schlimmer. Ja okay normalerweise geht er sonst viel früher in seine Kanzlei, aber er hat nur noch weniger als 5 Stunden zu schlafen und das nur wegen mir. "Ach verdammte es tut mir so leid Elijah.", schlage ich meine Hände vor mein Gesicht und am liebsten würde ich in den Erdboden versinken oder in dem Fall nur eine Etage tiefer, dies würde schon reichen. "Es ist wirklich nicht schlimm Selena.", löst er meine Hände von meinem Gesicht und sieht mich sanft an, weshalb ich langsam nicke. "Du müsstest mir beim Kleid helfen.", murmel ich immer noch beschämt und knie mich mit dem Rücken zu ihm aufs Bett. Schnell hat er meinen Reißverschluss runter gezogen und ich klettere aus dem Bett, um mein Kleid auf den Boden fallen zu lassen. Irgendwie schaffe ich es meine Feinstrumpfhose auszuziehen ohne diese kaputt zu machen, dann ziehe ich meinen BH aus, um ein T-Shirt von Elijah drüber zu ziehen. Eigentlich habe ich meine eigene Nachtkleidchen, aber in denen fühle ich mich immer so beengt und die Spitze, die bei meinen Brüsten als Verzierung dient, kratzt mich nur. Schnell klettere ich zu Elijah ins Bett und kuschel mich an ihn. Froh darüber, dass Elijah nicht sauer auf mich ist und auch nicht enttäuscht, beobachte ich ihn dabei, wie er die Nachttischlampe ausschaltet und runter in sein Kissen rutscht. Dementsprechend rutsche ich mit ihm, da ich an seiner Brust gekuschelt liegen möchte. Mein Kopf ruht auf seiner Brust, während ich raus zum Fenster sehe. Wir haben komischerweise nie oder eher selten den Vorhang geschlossen, da wir meistens sowieso mit der Sonne aufstehen, also lohnt es sich nicht. Der dunkle Sternenhimmel fällt bei den vielen Lichtern von New York eigentlich kaum auf, aber ich beobachte in solchen Momente gerne die Sterne. Sie haben etwas magisches und ruhiges an sich. Seit ich hier in New York bin hat sich einiges geändert und ich sehe manche Dinge mit anderen Augen. Ich sehe die Schönheiten die die Welt zu bieten hat und die Sterne sind eine Sache von vielen Schönheiten.
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Habt ihr damit gerechnet? Ich wollte keinen Streit, also tut es mir leid wenn ihr einen erwartet habt. Zum Streiten werden die zwei noch oft genug kommen, also lasst uns solange die Harmonie bewahren. Aber Elijah kann Selena ja auch keinen Vorwurf machen, da er wusste das sie feiern geht. Also gibt es auch keinen großartigen Punkt zum streiten. Jaaa ich habe Taylor Swift hier in die Story als (wer hätte es gedacht) Selena's beste Freundin eingebaut. Gut oder nicht gut? [ich weiß nicht ob es euch interessiert, aber ich persönlich mag Taylor Swift nicht wirklich. Sie macht zwar richtig gute Musik, die ich auch selbst höre, aber als Person mag ich sie nicht. Natürlich kenne ich sie nicht persönlich und kann somit nicht behaupten sie sei dies und jenes und ich will auch keine Vorurteile aufstellen, aber es gibt's für mich Punkte wo ich mit ihr als Person anecke. Ist meine Meinung ihr könnt sie natürlich mögen/ liebe, aber wie schon erwähnt sie macht wirklich richtig gute Musik] okay sonst gibt es nichts zum Kapitel zu sagen, außer das es mir ein ticken zu langweilig ist, aber Ich wollte ja unbedingt die Harmonie bewahren. ❤
*CrAzYMonstaaa*