Bad Girl {ON HOLD}

By LilaLena

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Roxana, auch Roxy genannt, ist nicht brav. Sie ärgert alle Lehrer, schreibt miese Noten, raucht, betrinkt sic... More

Kapitel 1
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6

Kapitel 2

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By LilaLena

Kapitel 2

Roxy's POV

Da war ich also. Mit meinen Koffern hinter mir herziehend stückelte ich auf das Gebäude zu. Es sah aus wie aus dem 19. Jahrhundert, was vermutlich auch stimmte! Unsicher ging ich die Gänge entlang und suchte das Sekretäriat. Als ich es endlich fand, klopfte ich und trat wenig später ein. An einem Schreibtisch saß eine junge Frau, die aufsah, als ich mich räusperte. "Hallo. Ich bin Roxana Davan und gerade hier angekommen", stellte ich mich brav vor. Am liebsten jedoch wäre ich schreiend wieder raus gerannt. "Aja...Hier stehen Sie. Hier sind die Hausordnungen, Ihr Gebäudeplan und Ihr Stundenplan! Kommen Sie mit, ich zeige Ihnen Ihr Zimmer", sagte sie, drückte mir einen Stapel Papiere in die Hand und zeigte mir, ihr zu folgen. Ich ging ihr nach und sie blieb vor einer Tür stehen mit den Ziffern 148. Sie sperrte die Tür auf und ließ mich vorbei. Das Zimmer war viel moderner eingerichtet, als der Rest des Schulgebäudes.

Das Wohnzimmer war rießig. Es hatte eine weiße Ledercouch, einen weißen Couchtisch, einen Flachbildfernseher, eine Stereoanlage, zwei große Regale und hier und da standen ein paar Topfpflanzen. Die erste Tür, die ich öffnete führte ins Badezimmer. Es war schlicht und weiß.

"Und hier ist Ihr Zimmer. Das Zimmer nebenan gehört Ihrer Mitbewohnerin Rachel O'Sullivan" Ich öffnete meine Zimmertür und fühlte mich sofort wie zu Hause. Es hatte große Fenster, an denen lilane Vorhänge hingen, ein großes Himmelbett, einen Begehbaren Kleiderschrank und einen Schreibtisch samt Schreibtischsessel. Die Sekretäring verabschiedete sich von mir, drückte mir den Schlüssel in die Hand und verschwand. Hoffentlich war diese Rachel nett. Der Name hörte sich aber eher nach typischer Zicke an. Naja wollen wir einfach mal hoffen.

Ich fing an, meine Klamotten in den Schrank zu räumen. Anschließend stellte ich meine Schminksachen auf das kleine Nachtkästchen neben dem Bett und warf mich aufs Bett. Ich vermisste meine Freunde jetzt schon! Ich beschloss, sie anzurufen.

Wir telefonierten über eine Stunde und zu meinem Glück waren alle meine Freunde gerade zusammen. Irgendwann musste ich doch auflegen und warf mein Handy aufs Bett. Plötzlich hörte ich eine zufallende Tür und zuckte zusammen. Zögernt schlich ich ins Wohnzimmer und sah ein blondes Mädchen, das mich jetzt verwundert ansah. "Hi. Ich bin Roxana, aber du kannst mich Roxy oder Rox nennen!", stellte ich mich vor. Rachel sah mich wortlos an und sagte dann: "Ich bin Rachel, aber du kannst mich Rach nennen. Ich bin so froh, nicht mehr alleine sein zu müssen!" Erleichtert atmete ich aus. Sie war anscheinend nett.

"Kommst du mit mir mit abendessen? Dann stell ich dich auch meinen Freundinnen vor!", lud sie mich ein. "Klar. Ich mach mich nur noch schnell frisch!", willigte ich glücklich ein. Ich zog mir einen Minirock, welcher mir gerade so über den Po reichte, an mit coolem Gürtel und ein kurzes Top. Dann schminkte ich mich neu und steckte meine Frisur zu einem Dutt hoch. "Wir können gehen!"; verkündete ich. Ich zog meine schwarzen High-Heels an und Rachel zog mich ungeduldig hinter sich her. In der Mensa angekommen nuschelte Rach: "Willkommen in der Hölle!" Das brachte mich zum lachen und ich folgte ihr zu einem Tisch, an dem schon 3 andere Mädchen saßen.

"Hi. Das ist Roxana, oder auch Roxy! Roxy das sind Rosé, Emély und Anne!", stellte sie uns gegenseitig vor und wir lächelten uns an. Rosé hatte dunkelrote Haare, die ihr bis zur Schulter gingen, braune Augen und war nicht sehr groß. Emély hatte blonde kurze Haare, viele Sommersprossen und grüne Augen. Anne hatte braune Locken, die ihr bis zur Taille gingen, war mittelgroß und am meisten faszinierten mich ihre Augen. Sie hatte gelbe Augen und sah so ein wenig aus wie eine Katze. Sie alle schienen nett zu sein und ich war glücklich, bereits jetzt so nette Mädchen gefunden zu haben.

"Hey, Rox! Collin starrt dich an!", flüsterte Rosé. "Wer ist Collin?", wollte ich neugierig wissen. "Der da hinten. Blond, hamma braune Augen, hamma Lächeln!", sagte Anne und zeigte auf einen Jungen. Tatsächlich starrte er mich an. Er scannte mich richtig mit seinen Blicken von oben bis unten ab. "Ich hol mir was zu essen! Kommt wer mit?", fragte ich und Emély nickte. Als wir an einem Tisch mit lauter Jungs vorbei gingen, pfiffen sie laut. "Das galt dir!", wisperte Emély mir zu und grinste mich an. "Ach was! Wer sollte mir schon hinterher pfeifen?! Ich meine, was hab ich, was andere Mädchen nicht haben?!", blockte ich ab.

"Hm...Du bist schlank, deine Augen funkeln wie Sterne und dein Lächeln haut jeden Jungen um!", zählte sie auf und grinste mich an. "Danke. Aber es hätte auch dir gelten können!", widersprach ich und sie schüttelte amüsiert den Kopf. Wir holten uns zu essen und gingen zu unserem Tisch zurück. Dort redeten wir alle noch und gingen dann alle auf unsere eigenen Zimmer. Emély, Rosé und Anne teilten sich ein Zimmer, direkt neben uns. Rachel und ich gingen in unser Zimmer und ich schmiss mich auf die Ledercouch und machte den Fernseher an. Es lieb How I Met Your Mother. Ich liebte diese Serie und Rach setzte sich neben mich. Zusammen sahen wir Fern und machten uns gegen 23 Uhr fertig fürs Bett. Ich war noch müde vom Flug und schlif deshalb schnell ein.

~~~~

Aufstehn! Aufstehn! Aufstehn! Aufstehn! Aufstehn! Aufstehn! Aufstehn!", brüllte mir jemand ins Ohr. Mit einem Schrei flog ich vom Bett. Böse sah ich Rachel an, welche sich vor Lachen am Boden krümmte. Sauer schmiss ich ein Kissen nach ihr, was sie am Kopf traf. Ich schob sie zur Tür raus und knallte sie anschließend zu. Dann zog ich mich um, schminkte mich und machte meine Haare zu Locken. Dann ging ich aus meinem Zimmer und wartete auf meine Mitbewohnerin, die sofort kam. Zusammen trafen wir uns mit den anderen Mädels in der Mensa  um zu frühstücken. Dann gingen wir zurück in unsere Zimmer und holten die Schulsachen. Ich hatte jedes Fach mit mindestens einer meiner neuen Freundinnen gemeinsam, worüber ich wirklich froh war.

Zuerst mit Emély und Anne...SPORT! Argh! Am liebsten hätte ich geschwänzt, doch das erste mal konnte ich nicht schwänzen. Vielleicht mein nächsten Mal. Ich sagte zwar, ich würde mich nicht ändern, aber die erste Woche würde ich mal nicht schwänzen. Zusammen gingen wir zum Sportsaal und zogen uns um. Da heute ein so schönder Tag war, turnten wir draußen. Zuerst liefen wir 20 Runden um den Hartplatz und ich musste aufpassen, dass ich nicht umkippte. Ich sollte echt mehr trainieren! Als nächstes spielten wir Basketball. Zuerst wärmten wir uns mit Ballübungen auf und mussten versuchen Körbe zu schießen. Meine Würfe gingen immer knapp daneben. Einmal rollte er sogar am Korb, doch fiel dann doch runter.

"Dieser Korb mag mich nicht!", motzte ich Emély und Anne kindlich an und sie lachten mich aus. Beleidigt schob ich die Unterlippe vor und verschränkte trotzig die Arme vor der Brust. Nach den Übungen wurden wir in zwei Mannschaften eingeteilt. Dann fingen wir an zu spielen. Einmal bekam ich den Ball, doch knapp vor dem Korb stellte mir jemand ein Bein und ich knallte der Länge nach auf  den Boden. Natürlich lachten alle und ich fluchte leise vor mich hin. Als mir eine Hand hingehalten wurde, griff ich dankend danach. Als ich aufsah, sah ich in zwei strahlend braune Augen.

Collin!

Ich bedankte mich bei ihm und klopfte mir den Dreck von der Hose. Dann schländerte ich zurück zu Emély und Anne und sah sie böse an. "Was denn?", fragten sie scheinheilig. "Ihr seid so...Argh! Wehe, ihr lacht mich nochmal aus!", regte ich mich auf und sie lachten nur los. Als der Unterricht endlich vorbei war, zog ich mich um und sah auf meinen Stundenplan. Religion! Da konnte ich wenigstens schlafen! Ich verabschiedete mich von Em und Anne und machte mich auf den Weg zu Raum 427, den ich nach einigem Suchen auch fand. In der Klasse saß bereits Rachel und ich ging zu ihr.

"Hi, Rach! Ist hier noch frei?", wollte ich wissen und sie erklärte: "Klar. Hier haben wir keine Sitzordnung. Nur in Englisch, Mathe, Geschichte, Chemie und Physik. Ansonsten können wir sitzen, wo wir wollen!" Ich nickte und ließ mich neben sie fallen. Religion war das lanweiligste Fach von allen und ich bekam nichts mit.

~~~~

"Hey, Roxy! Wach auf!",weckte mich eine Stimme und ich schreckte hoch. Rachel grinste mich an und mit einem Blick um mich, erkannte ich, dass hier keine Schüler mehr waren. "Du bist irgendwann im Unterricht eingepennt. Aber keine Sorge, du schnarchst nicht!", erklärte sie mir lachend und ich stieg mit ein. Dann gingen wir in den nächsten Raum, wo wir zusammen mit den anderen drein Französisch hatten. Ich liebe Französisch! Wir setzten uns und der Unterricht begann

~~~~

Da heute Freitag war, beschlossen wir zusammen shoppen zu gehen und anschließend in die Disko. Wir klapperten alle Läden ab, bis jeder ein passendes Kleid gefunden hatte. Meines war schwarz und glitzerte und ging bis zur Mitte der Oberschenkeln. Im Internat machten wir uns gegenseitig fertig und zogen um 18.24 Uhr los. Die Disko war schon zum Platzen gefüllt, was natürlich kein Wunder war, schließlich wurde das Wochenende gefeiert! Sofort setzte ich mich an die Bar und bestellte einen Drink. Nachdem ich den geleert hatte, ging ich auf die Tanzfläche und wurde sofort von einem Jungen angetanzt. Und natürlich verschwanden wir nach einer Weile und machten eine wirklich, wirklich schnelle Nummer in der Toilette. Dann richtete ich mein Kleid und Frisur wieder und suchte die anderen.

Die waren auf der Tanzfläche und gingen richtig ab. Ob sie betrunken waren, oder immer so drauf sind, wusste ich nicht. Vermutlich beides. Ich ging ebenfalls ab und als ich mich drehte, erblickte  ich Collin.

Er saß mit 4 anderen Jungs in einer Ecke und beobachtete mich. Jede meiner kleinsten Bewegungen. "Ich hol mir noch was zu trinken!", benachrichtigte ich meine Freundinnen und drängte mich durch die Menschenmasse an die Bar. Sofort bekam ich den nächsten Drink, welchen ich ebenfalls in einem Zug leerte. Plötzlich setzte sich wer neben mich und bestellte auch was. Ich drehte meinen Kopf und erkannte verschwommen Collin. Nun bemerkte ich den Alkohol doch schon langsam. "Hi, Collin! Was machst du denn hier?", lallte ich. "Na tanzen! Was denn sonst?", gab er lachend zurück.

Ich kicherte und sagte: "Ich geh tanzen!" Ich stand auf, jedoch zu schnell. Um mich drehte sich alles und ich viel nach Hinten. Doch bevor ich auf dem Boden landen konnte, fing mich jemand auf. Als ich auf sah, blickte ich in braune Augen. Collin lächelte mich an und zog mich hoch. "Es ist wohl besser, wenn du nicht tanzen gehst. Du bist schon ziemlich betrunken!", redete er auf mich ein. "Nein!!! Isch will tansen", lallte ich, stand wieder auf, schnappte Collins Hand und zog ihn auf die Tanzfläche. Ich kuschelte mich eng an ihn und schlang meine Arme um seinen Nacken. Ich sah in seine Augen, die trotz dem Dämmrigen Licht leuchteten.

Bevor ich wusste, was ich tat, drückte ich meine Lippen auf die meines Tanzpartners. Perplex sah er mich an. "Was war das?", fragte er verdattert. Ich kicherte nur und küsste ihn nochmal, aber diesmal vordernder. Er löste sich von mir und nuschelte: "Süße, du bist betrunken! Du weißt nicht, was du tust. Wenn du nüchtern wärst, dann würdest du sowas mit Sicherheit nicht tun" Bei seinen Worten blitzte Traurigkeit in seinen schönen Augen auf. Wild schüttelte ich den Kopf, doch er löste sich von mir und ließ mich auf der Tanzfläche alleine.

"Roxyyyy! Wir wollen gähän!", lallte Rosé und zog wie ein Kleinkind an meinem Kleid. Taumelnd folgte ich ihr zu den anderen und wir fuhren mit dem Taxi ins Internat zurück. Dort ging ich sofort ins Bett. Das letzte was ich dachte, bevor ich einschlief war:

Wieso habe ich Collin geküsst?

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Hey Ho Matrosen! Hats euch gefallen? Würd mich über Kommentare und Votes freun!

Love ya

LilaLena

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