Die Eisrosenkönigin

By Fioniii

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Manchmal kann es echt schwer sein, nichts von seiner Gabe und unglaublichen Kreaturen zu wissen, die es tatsä... More

1. Kapitel
Entschuldigung
2. Kapitel
3. Kapitel
4. Kapitel
5. Kapitel
6. Kapitel
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
!!!Große Ankündigung!!!
Und noch eine Ankündigung!!!

Prolog

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By Fioniii

Athena

Die heiße Sommersonne brannte auf die australische Steppe. Eine schwarze Stute ließ sich sanft auf den Boden nieder. Ihr dicker Bauch störte dabei ein wenig. Sie wieherte schmerzerfüllt. Alle anderen Pferde der Herde sahen mitleidig zu ihr.

Die Rappstute legte ihren Kopf auf den Boden und presste. Sie presste mit aller Kraft und spürte, wie langsam Stück für Stück ein kleiner Körper aus ihrem herausglitt. Ganz langsam zog sich die Geburt hin. Der Schmerz war kaum auszuhalten. Aber es gab kein Zurück mehr.

Eine schmerzvolle Stunde später lag ein winzig kleines, rot-weiß geschecktes Stutfohlen neben der erschöpften Mutter. Das Fohlen öffnete die Augen, suchte sogleich die Zitzen und trank gierig die Muttermilch. Trotz der Erschöpfung stand die Stute auf, damit ihre Tochter auch gleich das Laufen lernte. Tatsächlich erhob sich das Fohlen. Ein paar Mal fiel es wieder in das vertrocknete Gras, doch irgendwann stand es auf seinen spindeldürren Beinen. Etwas wackelig taumelte die kleine Stute auf ihre Mutter zu. Diese stupste ihr Fohlen sanft an und schnaubte aufmunternd.

Plötzlich hallte das Wiehern der Leitstute durch die heiße Luft. Die Herde setzte sich sofort in Bewegung. Auch das kleine Fohlen und seine Mutter fingen an zu laufen. Das Fohlen erst zaghaft, dann immer und immer schneller. Dem Sonnenuntergang entgegen, galoppierte die wilde Herde zum nächsten Platz, an dem sie in Ruhe weitergrasen konnten.


Inzwischen war es Herbst geworden. Das kleine, rot-weiß gescheckte Fohlen schnaubte. Wo war seine Mutter? Die Herde war sehr groß. Um das Fohlen herum standen ein paar andere Fohlen und ein paar Stuten. Alles sah friedlich aus. Das kleine Stutfohlen sah sich um. Auch die Leitstute und der Leithengst schienen ruhig.

Ein leises Wiehern erfüllte die warme Luft. Das Fohlen wieherte zurück. Eine Stute wich zur Seite und die Mutter des Fohlens trat zu ihrer Tochter. Alles war perfekt. So sah es allerdings nur das Fohlen. Denn im nächsten Moment wieherten der Leithengst und die Leitstute gleichzeitig los. Die gesamte Herde wurde aufgeregt und galoppierte in rasantem Tempo den Leitpferden hinterher. So schnell waren sie noch nie unterwegs gewesen. Allerdings rannten einige Pferde auseinander. Das kleine Stutfohlen erkannte den Ernst der Lage erst, als ein Dingo (ein australischer Wildhund) nur knapp sein Ziel verfehlte und hinter dem Fohlen landete. Erschrocken machte es einen Sprung zur Seite. Seine Mutter wieherte wild, als der verhasste Feind erneut das Fohlen anvisierte. Die harten Hufe der Mutterstute wirbelten durch die Luft. Jetzt legte der Dingo sich mit ihr an. Das kleine Fohlen hatte Angst. Angst um sich und Angst um seine Mutter. Doch ehe sie sich versah, wurde die kleine Stute zur Seite gerammt und der Leithengst schoss an ihr vorbei, direkt auf die Stute und den Dingo zu. Der Feind wurde panisch und biss und kratzte um sich. Schließlich sprang er auf den Rücken der Stute und rammte seine scharfen Zähne in ihre Kehle. Sie schrie vor Schmerz und fiel auf die Erde. Der Dingo ließ von ihr ab und floh vor dem Leithengst.

Das kleine Fohlen trottete auf seine Mutter zu. Diese öffnete die Augen, hob den Kopf und stieß ein leises Wiehern aus. Dann legte sie den Kopf wieder auf die Erde und blies sanft Luft aus, bevor sie die Augen wieder schloss und sich für immer von ihrem Fohlen und dem Rest der Welt verabschiedete. Der Leithengst senkte seinen Kopf zu dem Fohlen und deutete ihm, mit der Herde weiter zu ziehen. Doch die kleine Stute legte sich entschlossen zu ihrer toten Mutter und wieherte dem Braunen leise einen Abschiedsgruß zu. Der Leithengst blies das Fohlen sanft an, wendete sich zu seiner Herde und trabte zu der Leitstute. Die beiden galoppierten voran, die Herde hinterher. Ein einziges Fohlen, der Cousin des kleinen Stutfohlens, blieb kurz stehen und wieherte voller Sehnsucht zu seiner Cousine zurück. Diese wieherte ebenfalls und legte ihren Kopf auf den Boden. Ihr Cousin wendete sich wieder der Herde zu und galoppierte hinterher.

Ein paar Stunden später wachte die kleine Stute auf. Sie hatte längst noch nicht gemerkt, das ihre Mutter nicht mehr lebte. Doch der Körper der schwarzen Stute wurde trotz des kühlen Windes heiß. Sehr Heiß. Und dann geschah etwas, das das kleine Fohlen noch nie erlebt hatte. Der Körper seiner Mutter fing an zu glühen. Dann leuchtete er Rot auf und der Körper erhob sich langsam von der Erde. Er fing an sich zu drehen und leuchtete immer heller. Und ehe das Fohlen sich versah, bildete das Licht einen Strahl und schoss direkt auf es zu. Vor Schreck gelähmt sah es den Strahl auf sich zusausen. Es spürte ein leichtes Kitzeln und im nächsten Moment wurde der Körper des Fohlens mit dem seltsamen roten Licht erfüllt. Die kleine Stute sah erst wieder etwas, als das Licht erlosch. Ihre Mutter galoppierte den Himmel hinauf. Als die kleine Stute wieherte, blieb ihre Mutter endlich stehen.

Plötzlich hallte ein Kreischen durch die Luft. Ein besonders großer und eleganter Adler schoss aus den Wolken auf die Mutter des Fohlens zu und umkreiste sie, bis sie sich auflöste. Der Adler kreischte erneut und das Fohlen galoppierte dem großen Tier hinterher. In einem rasantem Galopp folgte das Fohlen seinem neuen besten Freund.

--

Ich hoffe, dass euch mein Prolog nicht zu sehr verwirrt. Es gibt in diesem Buch verschiedene Sichten. Einmal aus der Sicht des Pferdes (Athena) und dann aus der Sicht der Hauptperson (Justine). Ich versuche natürlich regelmäßig zu updaten. Sollte es Komplikationen geben, werde ich rechtzeitig Bescheid sagen. Ich sag euch gleich, es geht nicht NUR um Pferde. Vielen Dank fürs Lesen! :D

Ps: Lasst mir doch ein Kommentar da, wie es euch gefällt. (Auch, wenn man jetzt noch nicht durchsieht) ;D

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