Seitdem ich diesen Test gemacht habe, war meine Nervosität gar nicht mehr zu bändigen. Eine ganze Weile überlegte ich, wer der Vater sein könnte. Ich grübelte über betrunkene One Night Stands und malte mir aus, ob ich vielleicht sogar vergewaltigt wurde, woran ich mich natürlich nicht erinnere. Schließlich schoss es mir durch den Kopf und ich erinnerte mich an das eine Mal mit Jiyong. Das kann unmöglich wahr sein! Innerlich wünschte ich mir, dass es ein schlechter Traum wäre und nur noch aufwachen bräuchte. Leider war dies nicht der Fall. Trotzdem konnte ich mich mit dem Gedanken von einem Idol schwanger zu sein von ein Mal Sex nicht anfreunden. Dazu stiegen noch die nächsten Zweifel in mir auf. Was passiert, wenn Jiyong davon erfährt? Wie wird er reagieren? Sicherlich will er dann nichts mehr mit mir zu tun haben und will bestimmt auch nichts von dem Baby wissen. Immerhin ist er ein Star. Er kann es sich bestimmt nicht leisten Vater zu werden.
Meine pessimistischen Gedanken machten mich völlig verrückt, weswegen ich beschloss, Jiyong vorerst nichts zusagen. Die Angst war zu groß, dass er nach dieser Schock-Info nichts mehr von mir wissen will.
Das Klingeln meines Handys unterbrach meinen Pessimismus. Ich wühlte es aus meiner Tasche hervor und nahm mit gelangweilter Stimme ab.
Hyunae: "Yeoboseo?''
Chaeya: "E-e-e-e-er .... ''
Hyunae: "Was ist los?''
fragte ich genervt, da ich wirklich keinen Nerv für dieses Gestotter hatte.
Chaeya: "Er..... e-er.... hängt......''
Hyunae: "hängt. [...] Hängt? HäNGT?!! Chaeya wo bist du?''
Chaeya: "zu Hause''
Hyunae: "Ich bin gleich da.''
Ich legte auf, steckte das Handy in meine Hosentasche, zog meine Schuhe an und rannte raus, schmiss dabei meine Tür zu.
-
Es dauerte nicht lange, da kam ich vollkommen außer Atem bei Chaeya an, die mir zögerlich die Tür öffnete. Ihr war der Schock noch buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Ich nahm sie erst Mal in den Arm und strich ihr behutsam über den Rücken, um sie zu beruhigen. Vorsichtig fragte ich sie, was denn nun passiert sei. Sie sagte kaum hör bar, dass ich ihr folgen sollte und führte mich in den Garten. Es schien niemand da zu sein.
Hyunae: "Bist du alleine?''
Sie nickte.
Hyunae: "Wo ist dein Bruder, Soo Hyun?''
Chaeya: "Geschäftsreise''
Chaeya drehte sich weg von irgendwas. Als ich neben ihr stand, bekam ich ein ähnliches Gefühl wie im Lift bei SM. Diesesmal war es schlimmer. Der Alptraum wollte heute kein Ende nehmen. Ich hatte Mühe mich auf den Beinen zu halten. Auch meinem Magen schien dieser Anblick nicht zu gefallen und gab einen Würgereiz von sich. Ich setzte mich zu Chaeya, die von dem hängenden Mann weggegangen war.
Chaeya's Augen ließen Tränen über ihre zarte Haut kullern. Ich musste mich selbst zusammenreißen, nahm Chaeya's Hände in meine und fragte sie was los sei. Eigentlich ist es eine dumme Frage, da in ihrem Garten gerade eine Leiche hängt und somit klar war, was los ist, aber egal. Schluchzend sagte sie mir, dass sie ihn geliebt hat. Gut, das kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen, da ich diese Person auch kenne und das nicht gerade von seinen besten Seiten. Ein schlechter Mensch war er nicht, nur unter Dara's Einfluss eben. Aber wie kam es, dass Chaeya ausgerechnet einen wie ihn liebte? Ich glaube, das ist gerade zweitrangig. Ich nahm sie erneuert in meine Arme und erklärte ihr, dass wir die Polizei verständigen sollten - wenig später standen sie nach meinem Anruf vor der Tür. Da Chaeya nicht wirklich in der Lage war, mit den Uniformierten Menschen zu reden, übernahm ich das.
Polizist: "Kannten Sie das Opfer?''
Hyunae: "Jang Hyun Seung war ein Bekannter.''
Polizist: "Welche Beziehung hatten Sie und Ihre Freundin zum Opfer?''
Hyunae: "Soweit ich weiß, waren Chaeya und Hyunseung ein Paar. Ich selbst kenne ihn nur, durch Freunde.''
Der Polizist schrieb sich irgendwas nebenbei auf.
Polizist: "Ich muss mit Frau Kim reden''
Hyunae: "Muss das sein? Ich meine, es geht ihr wirklich nicht gut und ... naja''
Der Polizist sah mich skeptisch an, als ich versuchte ihn aufzuhalten. Ein anderer Mann kam angejoggt und versuchte zu flüstern, dass es sich wieder um einen vorgetäuschten Selbstmord handelt. Außerdem hörte ich meinen Namem und Verhör in einem Satz und wurde gleich darauf von dem Polizisten, der mir eben schon Fragen gestellt hatte, gebeten, ihn doch auf's Revier zu begleiten. Langsam komme ich mir echt wie eine Kriminelle vor.
Auch Chaeya sollte die Herren in Uniform begleiten, doch als wir das Haus verlassen wollten, stand dort der Chef von YG mit seiner Security höchstpersönnlich. Er versuchte den Polizisten klar zu machem, dass diese sich an ihn zu wenden haben und wir nichts mit der Sache zu tun hätten. Er wäre bereit für ein Gespräch, allerdings unter zwei Bedingungen. Erstens: Das Gespräch findet im Entertainment statt. Zweitens: Die Männer sollen in Zivilkleidung erscheinen.
Damit verabschiedete er sich und nahm uns mit. Mich störte die Frage, warum er ausgerechnet mir hilft. Er hatte doch etwas gegen mich, oder etwa doch nicht? Etwas vom Tatort entfernt, stand ein schwarzer Geländewagen in den wir einsteigen sollten. Drinn sah ich Jiyong sitzen und musste sofort an diese Baby-Sache denken.
Als alle im Wagen saßen, fuhren wir los. Da ich als erste eingestiegen war, hatte ich den Platz neben ihm. Er wendete sich mir zu.
Jiyong: "Na, mein Mädchen mutiert doch nicht etwa zu einem Bad Girl, dass mit Polizisten viel in Berührung kommt?''
Fragte er schmunzelnd und fügte ein 'Wie geht es dir?' hinzu.
Hyunae: "Ganz Gut soweit... und dir?''
Jiyong: "Auch... Was passieren dir nur für Sachen? Absofort kümmer ich mich um die lästigen Fragen der Polizisten, okey?''
Er drückte mir ein Kuss auf die Schläfe, woraufhin ich ihn überascht ansah. Warum war ich so überascht? Eigentlich sollte ich mich freuen, ihn endlich wieder zu sehen. Automatisch legte ich meine Hand auf meinen Bauch und verhandelte mit mir, ob ich es ihm nicht doch sagen sollte. Wobei dieser Zeitpunkt wäre bessonders wegen der Anwesenheit anderer - unter anderem Chaeya, die ihren Freund verloren hat- nicht ganz optimal.
Jiyong: "Ist alles okey?''
Besorgt sah er mich an und streichelte über meinen Kopf. Ich nickte leicht und deutete auf Chaeya, was er anscheinend verstand. Zwar nutzte ich sie gerade als Ausrede, aber was besseres fiel mir eben auch nicht ein.
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Für Chaeya wurde eine vorläufige Unterkunft gesucht, woraufhin ich mein Apartment anbot.
Jiyong: "Wieso bei dir? Sie kann doch auch ein Hotelzimmer nehmen, oder?''
Entsetzt stieß ich ihm leicht in seine Seite. Was sollte diese Frage? Wenn eine Freundin Hilfe braucht, hilft man ihr, ohne wenn und aber. Jiyong sah man an, dass es ihm nicht passte.
Hyunae: "Wo liegt das Problem?''
Statt auf meine Frage einzugehen, legte er fest, dass Chaeya absofort in meinem Apartment wohnen kann, bis ihr Bruder zurück ist und ich solange bei ihm wohne.
Hyunae: "Denkst du nicht, jemand sollte bei ihr bleiben?''
Jiyong: "Wenn DU bei ihr bist, wer ist dann bei MIR?"
Irgendwie war die Frage süß und lies mich schmunzeln.
Wie Jiyong es beschlossen hatte, wurde es dann auch gemacht. Chaeya wohnte erst Mal bei mir und ich bei Jiyong. Ich stand mit meinem kleinen Köfferchen an Wechselkleidung in seinem Zimmer und überlegte, ob ich meine Sachen wirklich in seinen Schrank legen sollte - zumindest was die Unterwäsche betrifft. Ich überwand mich ind legte alles in die extra freigemachten Fächer. Als ich fast fertig war, kam er rein und schlug seine Arme um mich.
Jiyong: "Jetzt können wir wieder mehr Zeit miteinander verbringen.''
Dies raunte er mir ins Ohr, nachdem er mein Haar zur Seite genommen hatte und küsste meinen Hals. Seine Hände glitten über meinen Bauch zu meiner Hose, wo ich seine Hände wegnehmen wollte, doch er flüsterte.
Jiyong: "Keine Sorge, Baby. Ich hab Kondome da.''
Toll, die brauchen wir nun auch nicht mehr ging es mir durch den Kopf. Da ich nochimmer etwas übelkeit verspürte, hatte ich wirklich keine Lust.
Hyunae: "Jiyong.... nicht..''
Er lies von mir ab und fragte mich, was los sei. Bevor ich antworten konnte, rannte ich nur noch zum Klo und übergab mich. Jetzt musst du dir was gescheites einfallen lassen, Hyunae. Jiyong war mir gefolgt. Er half mir, mein Haar hinter zu halten und strich mir über den Rücken. Als alles raus war und ich auf dem Boden vor dem Klo saß, hockte er sich neben mich. Mit einem besorgten Blick sah er mich an und nahm mein Gesicht in seine Hände.
Jiyong: "Ist wirklich alles okey, Hyunae?''
Was sollte ich nur antworten?
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Annyeong !!
Mal wieder ein Kapitel (^0^)
hoffentlich gefiel es euch - auch wenn Hyunseung zum Opfer wurde
Lasst doch bitte wieder so liebe&motivierende Kommi's daa:3 Danke fûr votes/comments/reads
Mianhae wegen Grammatik-&RSfehler
PS. Das Bild ist Hyunseung