~Mimi~
Nachdem ich die beiden Zettel mit den Regeln beiseite legte, musste ich noch etwas grübeln. Erst einmal schrieb ich die Namen der anwesend auf einen Zettel, nahm die Schere, die Ayaka mitgebracht hatte und zerschnitt diesen so, dass die Namen nun alle auf einen einzelnen standen. Nun musste ich überlegen, wen ich mit wen in ein Zimmer steckte und wer das Glück auf ein Einzelzimmer hatte. Eins wusste ich sofort. Sasuke bekommt ein Einzelzimmer, oder einen aus seinem alten Team. Ihm wollte ich nicht zumuten, mit jemanden in einem Bett zu schlafen, der ihm wahrscheinlich sogar die ganze Nacht ein Ohr abkauen würde. Nach einiger Zeit hatte ich eine Aufteilung. Mir viel eigentlich nur der Teil schwer, in dem ich entscheiden musste, wer sich mit wem ein Zimmer teilte. Aber dann kam mir eine Idee. Ich steckte einfach meinen Lieblingscharakter in mein Zimmer und Chiakis in ihres. Zwar hatte sie mir nie verraten, wer es war, aber ich kannte sie. Ich kannte auch ihre Reaktionen und konnte so erkennen, wer es war.
"Damit ihr wisst, wo ihr schlafen werdet, habe ich hier Zettel mit unseren Namen vorbereitet. Es wird sechs Doppelzimer geben und genauso viele Einzelzimmer. Das Zimmer für sich allein bekommen Kizame, Pain, Hidan, Kakuzu und Sasori. Die Doppelzimmer sind folgendermassen aufgebaut: Emi wird ihr Zimmer ab sofort mit Sakura teilen, Konan wird Ayaka Gesellschaft leisten. Zu Chiaki wird sich Naruto gesellen. Mein Bett wird ab sofort mit von Deidara eingenommen, also mach dich nicht zu fett, sowas kann ich nicht leiden." Bei den letzten Worten musste ich mir ein Grinsen doch schon ziemlich verkneifen. Es fiel mir doch seltsam schwer, vermutlich würde ich durch diese Gruppe doch offener werden. Sowohl mit Informationen, als auch mit meinen Gefühlen. "Itachi und Zetzu werden sich ein Zimmer teilen und Kakashi wird den Platz mit Sasuke teilen. Wer ein Problem mit der Zimmeraufteilung hat, hat Pech. Ihr werdet es mindestens diese Nacht miteinander oder alleine aushalten müssen, dann werdet ihr wissen, ob es klappt, oder nicht. Ich werde erst einmal eure Namen an die Türen anbringen und dann ins Bett gehen."
Ich stand auf, nahm die Zettel mit den Namen, besorgte mir noch schnell etwas Klebeband und ging aus dem Wohnzimmer. Das erste Gästezimmer war gleich nebenan. Hier würde Hidan seine nächte verbringen. Sein Nachbar würde der angebliche Leader-sama sein. Und das letzte Zimmer auf der rechten Seite war das von Ayaka und nun auch von Konan. Hier brachte ich ebenfalls die Namen der Bewohner an und ging nun zum Zimmer, das Gegenüber lag. Es gehörte Emi und würde nun auch Sakura einen Schlafplatz bieten. Neben ihnen hatte ich Kizame untergebracht und die Tür zwischen Küche und Kizames neuer Bleibe bekam zwei Namen. Itachi und Zetzu sollten von nun an hier untergebracht werden.
Ich schrie noch, dass die ersten ins Bett konnten, insofern sie ihren Namen in der ersten Reihe fanden und begab mich dann in das obere Stockwerk. Ich begann mit dem Zimmer neben der oberen Küche. Von nun an gehörte es Kakashi und Sasuke. Gegenüber lag das Zimmer des Maskenträgers Tobi. Ich brachte an der Tür neben Tobis Zimmer den Namen Kakuzu an und begab mich zu dem Zimmer, dass diesem gegenüber lag. Es wurde von heute an von Sasori bewohnt. Gleich daneben war das Zimmer von Chiaki und dem Chaosnin Naruto. Also blieb nur noch ein Zimmer übrig. Ich brachte den Namen von Deidara und mir an. Auch diesmal schrie ich, diesmal nur, dass die, die ihren Namen unten nicht finden konnten, oben suchen sollten.
Ich begab mich in mein Zimmer. Mein neuer Zimmergenosse schien es ja noch nicht so eilig zu haben, ins Bett zu kommen, also gönnte ich mir noch eine heiße Dusche. Ich suchte mir meine Schlafsachen zusammen, bestehend aus einem einigermasen zu großen, grauen T-Shirt und einer gleichfarbigen, bequemen kurzen Hose (Bild). Ich genoss das heiße Wasser auf meiner Haut, ehe ich mir noch die Haare shampoonierte und noch etwas Spülung benutzte. Meine Haare trocknete ich nur eingigermassen, zog mich an und kämmte mich noch etwas. Nachdem ich wieder ins Zimmer trat, sah ich Deidara, der eher unentschlossen im Zimmer stand.
"Du kannst dich auch ins Bett legen."
Ich sprach ruhig, nicht so kalt, wie ich es sonst tat, wenn es keiner meiner Freunde war. Wenn ich mich nicht irrte, hatte meine Stimme sogar etwas freundliches.
"Gibt es hier denn nur ein Bett? A-Also teilen wir uns das Bett?"
Er klang irgendwie... nervös? Ja klar, für mich war es auch seltsam, mein Bett mit einem einigermassen Fremden zu teilen. Ich ging auf mein Bett zu, in dem locker noch jemand Platz hatte, und nickte ihm nur zu. Ich beobachtete, wie er seinen Mantel auszog und dann wohl überlegte, ob er so ins Bett gehen sollte oder doch mehr ausziehen sollte.
"Leg deinen Mantel über meinen Stuhl. Dann muss er nicht auf dem Boden rumliegen."
Er tat, was ich ihm sagte. Irgendwie kam er mir total still vor. Sonst war er doch immer so laut und erzählte über alles mögliche oder jammerte seinem Danna die Ohren voll. Aer jetzt? Er hatte doch nur ein paar Worte gesprochen, seit er hier war. Vielleicht die Umstellung? Ich bezweifelte dies irgendwie. Es musste einen anderen Grund geben. Nachdem er zu meinem Schreibtischstuhl ging, der, wie sollte es auch anders sein, vor meinem großen Schreibtisch stand, auf dem noch einige Schul- und Malsachen verteilt waren, ging, um seinen Mantel dort abzulegen, begab er sich zu meinem Bett, dass unter dem Fenster in der Mitte des Raumes stand. Rechts und links vom Bett gab es jeweils noch ein kleines Nachtischchen, je nachdem, auf welcher Seite es mir grad mehr gefiel, legte ich dort mein Handy ab. Über meinem Bett hing noch eine kleine Lampe, die gerade angestellt war. Rechts vom Bett stand mein großer Kleiderschrank, in dem noch relativ viel Platz war, sodass wir dort Deidaras Sachen unterbringen konnten, die wir am nächsten Tag noch kaufen würden. Ich besass zwar ziemlich viele Klamotten, auch Schuhe hatte ich einige, aber Platz war dennoch genug. Auf der linken Seite meines Zimmers war einmal die Tür zum Bad und daneben stand auch gleich mein Schreibtisch. Auch eine kleine Kuschelecke hatte ich mir dort eingerichtet. Es war ein kleiner Haufen bestehend aus schwarzen und weissen Kissen. Auch einige Plüschtiere aus meiner Kindheit hatten dort ihren Platz gefunden. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Deidara sich langsam auf das Bett zu bewegte. Er hate sich anscheinend entschlossen, die Sachen anzubehalten. Das würde ich ihm noch abgewöhnen, wir würden ihn einfach auch Sachen kaufen, in denen er schlafen kann.
"Deidara?"
Er blickte vom Boden auf, den er bis eben sehr interessant fand und bliebt stehen. Hier hate ich einen ähnlichen Teppich, der auch im unteren Wohnzimmer zu finden war. Nur war dieser hier schwarz, genau wie meine Bettwäsche, während der unten in einem hellen Braun gehalten war. Sodass jeder Teppich zur Einrichtung passte. Mein Zimmer war in Schwarz und weiss gehalten, mein Schreibtisch in einem strahlenden weiss, genau wie mein Kleiderschrank, der übrigens die ganze Wand einnahm.
"Brauchst du immer solange, um ins Bett zu kommen? Ich beisse nicht, wirklich."
Ich lächelte ihm sanft zu. Was war bitte mit mir los? Sonst lächelte ich niemandem sanft zu. Höchstens Nee-chan, wenn sie einmal traurig war.
Er lächelte zurück und es sah wirklich süß aus. Dieses mal bewegte er sich schneller, sodass er binnen weniger Sekunden neben mir lag. Wir legten uns beide richtig hin, wünschten uns noch eine gute Nacht und schliefen dann auch ein. Ich persönlich in einen traumlosen Schlaf.