𝔻𝕒𝕣𝕜 𝕄𝕒𝕘𝕚𝕔

De Miss_Mina_Crowley

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♡ Wie in einer Art Parallel-Universum lernt der Junge mit den weiss-blonden Haaren seine eigenen Entscheidung... Mais

Kapitel 1 - Die Reise beginnt
Kapitel 2 - Die Malfoy's
Kapitel 3 - Die Zugfahrt
Kapitel 4 - Hogwarts, mein neues Zuhause
Kapitel 5 - Der Unterricht beginnt
Kapitel 6 - Habe ich ihn falsch eingeschätzt?
Kapitel 7 - Das Duell
Kapitel 8 - Eine schwere Zeit
Kapitel 9 - Draco's POV
Kapitel 10 - Eine neue Welt
Kapitel 11 - Auf was habe ich mich da eingelassen?
Kapitel 12 - Die Traum-Legilimentik
Kapitel 13 - In den Sternen mit dir
Kapitel 14 - Die Strategie
Kapitel 15 - Das nahende Unheil
Kapitel 17 - Ein dunkler Samstag
Kapitel 18 - Ein Geschenk von Herzen?
Kapitel 19 - Draco's POV 2 - Seine Vergangenheit
Kapitel 20 - Wir sind jetzt ein Team
Kapitel 21 - Prüfungsstress abbauen
Kapitel 22 - Die mentale Härteprobe
Kapitel 23 - Der Ball
Kapitel 24 - Weihnachtsferien
Kapitel 25 - Das Dinner
Kapitel 26 - Heimliches Treffen
Kapitel 27 - Verletzlich
Kapitel 28 - Draco's POV 3 - Kontrolle
Kapitel 29 - Neues Jahr, neuer Anfang?
Kapitel 30 - Schutz in Hogwarts
Kapitel 31 - Der Raum der Wünsche
Kapitel 32 - Dumbledore's Armee
Kapitel 33 - Schmerzhafte Erinnerungen
Kapitel 34 - Auf der Spur
Kapitel 35 - Die Duellier-Meisterschaft
Kapitel 36 - Überleben
Kapitel 37 - Vereint mit dir
Kapitel 38 - Der Obsidian
Kapitel 39 - Der heilige Kelch
Kapitel 40 - Draco's POV 4 - ein Vorgeschmack auf den Verrat
Kapitel 41 - Verlust
Kapitel 42 - Überwachung
Kapitel 43 - Sehnsucht
Kapitel 44 - Versammlung des Ordens
Kapitel 45 - Draco's POV 5 - Der schlimmste Geburtstag aller Zeiten
Kapitel 46 - Befreiung
Kapitel 47 - Trauer und Hoffnung
Kapitel 48 - Das 6. Schuljahr
Kapitel 49 - Konfrontation
Kapitel 50 - Draco's POV 6 - Das Diadem der Weisheit
Kapitel 51 - Ich beschütze dich
Kapitel 52 - Zweisamkeit
Kapitel 53 - Auseinandersetzungen
Kapitel 54 - Der Teufel trägt Rosa
Kapitel 55 - Bestrafung
Kapitel 56 - Das Bündnis
Kapitel 57 - Verborgene Herkunft
Kapitel 58 - Die geheime Neujahrsparty
Kapitel 59 - Entlarvt
Kapitel 60 - Improvisation
Kapitel 61 - Nicht ohne dich
Kapitel 62 - Das Schwert des Königs
Kapitel 63 - Der Hinterhalt
Kapitel 64 - Draco's POV 7 - 1842
Kapitel 65 - In Gesundheit, wie in Krankheit
Kapitel 66 - Unsere Kräfte sind weg
Kapitel 67 - Das Bad bei Vollmond
Kapitel 68 - Draco's POV 8 - Stimmen
Kapitel 69 - Draco's POV 9 - Zwischen den Fronten der alten Welt
Kapitel 70 - Der Schwarze See
Kapitel 71 - Das Medaillon des wahren Erben
Kapitel 72 - Die Warnung
Kapitel 73 - Die Rache von Bellatrix
Kapitel 74 - Parallel Welten
Kapitel 75 - Von Macht getrieben, von Rache verzehrt
Kapitel 76 - Zeichen und Geflüster
Kapitel 77 - Draco's POV 10 - Kraft der Natur
Kapitel 78 - Durchatmen
Kapitel 79 - Gejagt
Kapitel 80 - Albträume und Tabletten
Kapitel 81 - Draco's POV 11 - Salazar's Peak
Kapitel 82 - Das Wiedersehen
Kapitel 83 - Draco's POV 12 - Geburtstagsnacht
Kapitel 84 - Der Abgrund
Kapitel 85 - Das Dorf der weisen Frauen
Kapitel 86 - Der Blutmond
Kapitel 87 - Der Turm
Kapitel 88 - Zurück in London
Kapitel 89 - Von Mann zu Mann
Kapitel 90 - Bei Gringotts
Kapitel 91 - Uralte Aufzeichnungen
Kapitel 92 - Ängste
Kapitel 93 - Die Prophezeiung
Kapitel 94 - Draco's POV 13 - Zurück in Hogwarts
Kapitel 95 - Antworten
Kapitel 96 - Draco's POV 14 - Ich bin für dich da
Kapitel 97 - Die Ruhe vor dem Sturm
Kapitel 98 - Das letzte Mahl
Kapitel 99 - Die letzte Nacht
Kapitel 100 - Ägypten, 2'323 v. Chr.
Kapitel 101 - Die Schlacht von Hogwarts
Kapitel 102 - Draco's POV 15 - Die Schlacht
Kapitel 103 - Im verbotenen Wald
Kapitel 104 - Draco's POV 16 - Vergebung
Kapitel 105 - Der Endkampf
Kapitel 106 - Frieden finden
Kapitel 107 - Für immer dein
Epilog - Eine strahlende Zukunft
♡- Danksagung -♡

Kapitel 16 - Stolz und Eifersucht

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De Miss_Mina_Crowley

Es ist Montagmorgen und der Schulalltag beginnt. Ich freue mich auf die kleinen, normalen Dinge. Während ich mich anziehe, plaudere ich mit den anderen über die Fächer, anstehende Prüfungen und den kommenden Ball im Dezember. Jedes Jahr gibt es einen Weihnachtsball vor den Winterferien, wurde mir erzählt. Seit Cho im letzten Jahr mit Cedric dort war und sie sich verliebt haben, schwärmt sie nur noch von diesem Ball. Das neue Motto wurde vom diesjährigen Schüler-Komitee schon ausgewählt aber es wird erst heute Morgen beim Frühstück bekanntgegeben.

Voller Vorfreude begeben wir uns in die Grosse Halle für das Frühstück. Die gesamte Schülerschaft ist beim Essen versammelt und Dumbledore geht nach vorne zu seinem Rednerpult. Die meisten wissen, was jetzt kommt und die Aufmerksamkeit richtet sich nach vorne. „Liebe Schüler, liebe Schülerinnen, wie ihr bereits wisst, gibt es dieses Jahr wieder einen Weihnachtsball." Beginnt er zu verkünden. Die Menge klatscht und jubelt. Dumbledore fährt mit seiner Rede fort, sobald sich die laute Freude etwas gelegt hat. „Dieses Jahr lautet das Motto: Casino & James Bond!" Der Jubel und das Pfeifen werden lauter. Wir klatschen alle und freuen uns über das spektakuläre Motto. Dumbledore wartet erneut ab, bis sich die Menge beruhigt hat, um weiterzureden. „Auch diese Jahr ist es gestattet einen Partner zum Ball mitzubringen. Getraut euch jemand Besonderen zu fragen. Den Mutigen gehört die Welt! Einen guten Wochenstart wünsche ich allen!" Mit diesen Worten geht Dumbledore zum langen Bankett-Tisch mit den anderen Lehrern zurück.

Cho, Padma, Luna, ich und ein paar andere vom Ravenclaw-Tisch diskutieren über den Ball und was wir anziehen werden. „Was wirst du tragen?" Fragt Padma über den Tisch zu Cho. „Keine Ahnung. Das Motto für uns wäre ja ‚Bond-Girl' nehme ich mal an?" Und gibt die Frage damit zurück in die Runde. „Es muss sexy sein!" Schlägt Padma vor. „Meine Mutter darf einfach nichts davon erfahren, wenn ich am Ball zu viel Haut zeige." Fügt sie grinsend an. „Gibt es nicht in Hogsmeade ein Bekleidungsgeschäft?" Erkundige ich mich aufgeregt. „Ja klar, ‚Gladrags Wizardwear'. Die haben sich extra ein schickes Abendsortiment zugelegt und du kannst auch Kleider aus ihrer Hauptfiliale in London hierher bestellen lassen." Erklärt uns Luna mit Freude. „Ich habe mein Ballkleid schon lange vorbestellt." Bringt sie überzeugt hervor. „Aber Luna, wir haben das Motto des Balls doch gerade erst jetzt erfahren." Entgegne ich verwirrt. Padma grinst. „Luna hat... ihren ganz eigenen Kleidungsstil. Das wirst du noch sehen." Alle lachen herzlich. Luna stört das nicht. Im Gegenteil. Sie lächelt ebenfalls mit uns.

Wir gehen nach dem Frühstück kurz zurück ins Zimmer und holen unsere Schulsachen. Dann laufen wir durch die Gänge zum Klassenzimmer für Zaubertränke. Und da passiert es. Ich sehe Draco beim Vorbeigehen. Er ist umzingelt von Mädchen, hauptsächlich aus Slytherin. Ist er so beliebt? Das ist jetzt aber nicht wahr? Und ihm gefällt die Aufmerksamkeit. Er flirtet einfach drauf los. Und bemerkt hat er mich nicht einmal! Ich kann das nicht länger mitansehen und ich laufe schneller. Leider hat sich diese Szene bereits in mein Gehirn gebrannt.

Angekommen in den Katakomben von Snape's Klassenzimmer, beginnen wir mit der Herstellung von Zaubertränken. Den ganzen Tag lang haben wir heute einen Intensivkurs. Zum Glück bin ich nicht mit Draco in einem Team. Ich bin sauer auf ihn. Die Szene kreist die ganze Zeit in meinem Kopf. Ich versuche mich abzulenken und ihn krass zu ignorieren. Ich hoffe er bemerkt es. Die Gruppen werden wild durcheinander gewürfelt und so bin ich mit Dean, Hannah, Neville und Harry in einem Team. Wir müssen Lose ziehen und bereiten jetzt einen gewöhnlichen Skele-Trank zu. Neville und ich holen die Zutaten und Hannah, Dean und Harry lesen das Rezept und klären Fragen. Ich plaudere mit Neville und er erzählt mir einen Witz. Ich muss anfangen zu lachen. Draco schaut jetzt von seinem Tisch auf und wirft mir einen stechenden Blick durch den Raum zu. Ich ignoriere ihn gekonnt und unterhalte mich weiter mit Neville. Draco hackt genervt die Zutaten für den Trank seiner Gruppe. Er ist mit Padma, Seamus, Goyle und Susan in einem Team. Ich sehe, dass sie den Amortentia-Trank auf ihrem Los gezogen haben. Das ist ja passend. Harry und ich können uns ein fieses Grinsen nicht verkneifen. Padma wirft mir manchmal einen genervten Blick zu. Ihr passt das Team überhaupt nicht. Snape hat eine verzauberte Taschenuhr am Laufen und gibt uns ein Signal, wann wir fertig sein sollten. Das Endprodukt wird von Snape analysiert und bewertet. Wir müssen uns Notizen dazu machen.

Draco's Gruppe hat das grosse Pech mit Amortentia, dem Liebestrank. Ich bin mir sicher, dass Draco den auch alleine perfekt herstellen könnte. Das Probieren des Trankes ist natürlich verboten. Es gibt jedoch einen anderen Weg, um zu überprüfen, ob er funktioniert. Der Duft allein ist, wenn richtig gebraut, betörend und man soll angeblich die Dinge, die man mag riechen. Alle in seiner Gruppe notierten sich, was sie riechen. Ach, was würde ich jetzt darum gegeben zu wissen, was er gerade für Düfte wahrnimmt. Ich platze fast vor Neugierde und meine Pläne ihn zu ignorieren, werfe ich somit gleich über den Haufen. Draco scheint plötzlich ungewöhnlich unruhig zu sein. Er kaut auf seiner Unterlippe herum und schaut nach Links und Rechts, um zu sehen, ob ihn jemand beobachtet hat. Als er beginnt in meine Richtung zu schauen, wende ich mich sofort wieder meiner Gruppe zu. Ich werde mich wohl damit abfinden müssen, dass ich es nie erfahren werde. Der Skele-Trunk gelingt meiner Gruppe recht gut. Ganz perfekt ist er leider nicht, da wir ein bisschen zu wenig Baldrian hinzugefügt haben. Snape drückt aber ein Auge zu, denn der Trank wäre durchaus im Stande einen Knochen wieder zusammenwachsen zu lassen.

Die Mittagszeit ist gekommen und ich sitze in meiner gewohnten Gruppe beim Essen. Padma hat ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Keine Ahnung was mit ihr los ist. Vermutlich hat sie zu viel Amortentia eingeatmet. Doch dann stupst sie mir mit ihrem Fuss an mein Bein unter dem Tisch. Ich drehe mich zu ihr. „Was?" Spreche ich leise aber sichtlich genervt zu ihr. Padma deutet mit ihrer Kopfbewegung an, ich solle unter den Tisch schauen. Sie übergibt mir einen Zettel, den sie aus ihrem Notizbuch gerissen hat. Die anderen sind zum Glück in ihre eigenen Gespräche vertieft und dadurch genügend abgelenkt. Ich öffne den Zettel langsam unter dem Tisch. Ich kann es nicht glauben. Padma hat es geschafft einen Blick auf Draco's Notizen zu werfen und seine Antworten abzuschreiben. Ich beginne sofort zu lesen:


𝒜𝓂𝑜𝓇𝓉𝑒𝓃𝓉𝒾𝒶

𝒦𝑜𝓃𝓈𝒾𝓈𝓉𝑒𝓃𝓏 - 𝓁𝑜𝒸𝓀𝑒𝓇 𝓊𝓃𝒹 𝒻𝓁𝑜𝒸𝓀𝒾𝑔

𝐹𝒶𝓇𝒷𝑒 - 𝒫𝑒𝓇𝓁𝓂𝓊𝓉𝓉 𝒷𝒾𝓈 𝓋𝒾𝑜𝓁𝑒𝓉𝓉 𝓈𝒸𝒽𝒾𝓂𝓂𝑒𝓇𝓃𝒹

𝒮𝓅𝒾𝓇𝒶𝓁𝒻ö𝓇𝓂𝒾𝑔, 𝑒𝓃𝓉𝓌𝑒𝒾𝒸𝒽𝑒𝓃𝒹𝑒𝓇 𝒟𝒶𝓂𝓅𝒻 𝓋𝑜𝓇𝒽𝒶𝓃𝒹𝑒𝓃

𝒟𝓊𝒻𝓉: 𝐿𝒶𝓋𝑒𝓃𝒹𝑒𝓁, 𝒫𝒻𝒾𝓇𝓈𝒾𝒸𝒽, 𝒥𝒶𝓈𝓂𝒾𝓃 𝓊𝓃𝒹 𝐻𝑒𝓇𝒷𝓈𝓉𝓇𝑒𝑔𝑒𝓃


Ich schaue mit geschocktem Gesicht zu ihr auf. „Gern geschehen." Flüstert mir Padma frech und aufgeregt zu. „Ist das echt wahr, was da draufsteht?" Frage ich sie, immer noch mit ungläubigem Gesichtsausdruck. „Ja klar, jedes Wort davon." Versichert mir Padma. „Wenn ich das so lese, kommst mir dabei eigentlich nur du in den Sinn." Redet sie mit einem verschmitzten Ausdruck weiter. Sie hat Recht. Das bin ich. Mein Shampoo riecht nach Pfirsich. Mein Parfüm enthält Duftnoten von Lavendel und meine Gesichtscreme etwas Jasmin. Und der Herbstregen... unser erster Kuss. Genau, das ist es! Es passt einfach zusammen. Mein Herz fängt vor Aufregung schneller an zu schlagen. „Danke, Padma!" Ich falle ihr um den Hals und drücke sie ganz fest. Padma ist etwas überrascht von meiner überschwänglichen, positiven Reaktion aber sie scheint sich auch für mich zu freuen.

Die anderen am Tisch werden aufmerksam auf uns. „Über was freut ihr euch denn so?" Fragt Cho mit grosser Neugierde über den Tisch. Ich zögere und werfe Padma erst einen unsicheren Blick zu. Sie nickt mir zu und signalisiert mir damit, dass ich es ihnen ruhig erzählen kann. Ich erkläre die Situation von vorhin und zeige Cho den Zettel. „Nicht dein Ernst?!" Ruft Cho erstaunt aus. Sie fängt an zu kichern und hält sich die Hand vor den Mund. Padma, Cho und ich drehen unsere Köpfe langsam rüber zum Slytherin-Tisch. Draco ist gerade dabei einen Bissen mit der Gabel zu seinem Mund zu führen. Er fühlt sich beobachtet, lässt die Gabel wieder sinken und dreht seinen Kopf in unsere Richtung. Wir drehen uns blitzschnell weg aber das auffällige Gekicher können wir uns einfach nicht verkneifen.

Nach dem Mittagessen stosse ich im Gang per Zufall auf Anthony. „Hey Mina, wie gut, dass ich dich hier treffe." Beginnt er das Gespräch. „Hey Anthony, wie geht es dir?" Frage ich etwas nervös, in Anbetracht der Tatsache, dass ich den ganzen Duellier-Probetag zum Erliegen gebracht habe. „Hey gut, danke. Wie geht's dir? Alles klar?" Fragt Anthony mit Besorgnis in der Stimme. „Ja, ich denke schon." Antworte ich etwas unsicher. Anthony wirft mir einen Blick des Mitgefühls zu. „Hey, wenn du Probleme hast, dann sag es mir einfach. Wir finden eine Lösung, okay?" Er legt mir tröstend eine Hand auf die Schulter.

„Ich wollte dich eigentlich fragen, ob du wieder bei uns ins Duellier-Team willst?" Spricht er dann plötzlich das besagte Thema an. Ich strahle ihn an. „Ja, sehr gerne! Ich dachte das wäre nicht mehr möglich und ich werde gesperrt, nach allem was passiert ist." Erzähle ich ihm mit Verwunderung. „Es war schon heftig, muss ich zugeben aber Malfoy hat dich eindeutig provoziert. Das haben wir im Nachhinein im Team besprochen und wir sind uns einig geworden, dass du wieder dazukommen darfst, wenn du das möchtest." Erklärt Anthony mir in verständnisvollem Ton. Ich nicke und umarme ihn kurz. „Dann ist das also ein Ja, nehme ich an?" Sagt er lächelnd. „Natürlich!" Entgegne ich freudig. „Sehr gut! Das hätte ich bereut, wenn wir eine so gute Duellantin fürs Team verloren hätten." Wir tauschen kurz die nächsten Trainingsdaten aus, verabschieden uns herzlich voneinander und Anthony spaziert davon.

Ich stehe noch einen Augenblick da und freue mich darüber wieder im Team zu sein. Meine Freude sollte jedoch nicht von langer Dauer sein. Ich drehe mich um, mit der Absicht noch einmal kurz ins Zimmer zu gehen, bevor der Unterricht am Nachmittag beginnt. Da sehe ich ihn an einer Steinsäule angelehnt und die Arme verschränkt. Draco hat alles aus der Ferne beobachtet. Er wirkt angepisst. Mein Gehirn schaltet schnell. Er hat unsere Konversation sehr wahrscheinlich nicht gehört. Er hat nur gesehen, wie wir geredet haben, wie wir uns anlächelten und... Anthony mir die Hand auf die Schulter gelegt hat. Und... die Umarmung. Verdammt! Denke ich nur.

Ich gehe nervös auf ihn zu. „Draco, es ist nicht, wonach es aussieht!" Rufe ich ihm zu. Doch er hat sich schon von der Säule abgestossen und biegt jetzt beinahe stampfend in einen Korridor ab. „Draco, warte!" Rufe ich ihm zu, während ich versuche seinen grossen Schritten hinterher zu kommen. Ich folge ihm bis in den Slytherin-Gemeinschaftsraum. „Draco, bitte, hör mir doch zu!" Rufe ich ihm keuchend entgegen. Ich bin noch ganz ausser Atem von dem ganzen Gerenne.

Der Gemeinschaftsraum ist leer, da der Unterricht bald wieder anfängt. Draco steht mit dem Rücken zu mir und stützt sich mit seinen geballten Fäusten auf einem Tisch ab. „Du kannst mit ihm hingehen. Es ist okay." Sagt er auf einmal mit gefühlskalter Stimme. Damit habe ich jetzt gar nicht gerechnet. „Moment mal, was?!" Das Fragezeichen steht mir deutlich ins Gesicht geschrieben. „Was genau meinst du? ...Nicht etwa den Ball oder?" Frage ich dann vorsichtig nach, als es mir zu dämmern beginnt. „Was sollte ich sonst meinen!" Faucht mich Draco gleich darauf mit seiner tiefen Stimme an. Er dreht sich währenddessen zu mir um. Er lehnt sich an die Tischkante und gibt mir einen seiner typischen Eis-Blicke. Seine Augen durchbohren mich wie ein Pfeil. „Draco... er hat mich nicht gefragt, ob ich mit ihm zum Ball gehe." Starte ich mit leiser Stimme einen Erklärungsversuch. „Was wollte er denn dann?" Grummelt er mir mit angespanntem Kiefer zu. „Er... ähm. Er will mich wieder im Duellier-Team." Antworte ich rasch, um das Missverständnis aus der Welt zu schaffen.

Ich kneife meine Augen sofort danach zusammen, weil ich nicht weiss, wie er darauf reagieren wird. Innerhalb eines Augenblicks ist er bei mir, packt mich bei den Schultern und wirft mich auf das grosse Sofa vor dem Kamin. Draco beugt sich über mich und greift mit einer Hand nach meinem Kinn, so dass ich ihn direkt ansehen muss. „Ich will nicht das dich ein anderer Typ anfasst, verstanden?" Redet er mit rauer, ernster Stimme auf mich ein. Ich schaue ihn nur an und bringe kein Wort heraus. Meine Lippen zittern. Er bemerkt, dass er mich erschreckt hat und er zu weit gegangen ist. Sein Blick besänftigt sich etwas und er lässt mein Kinn los. „Ich ertrage es einfach nicht, dich mit einem Anderen zu sehen." Gibt er mit unterschwelliger Wut in der Stimme zu. Ich nicke leicht. „O-okay, ich verstehe." Gebe ich noch etwas perplex zurück.

Er legt seine Stirn jetzt sanft auf meine und schliesst seine Augen. Seine gesteigerte Atemfrequenz beruhigt sich allmählich wieder. Er öffnet seine Augen und löst sich langsam von mir. Ich richte mich noch ziemlich durcheinander, in eine sitzende Position auf. Draco streckt mir seine Hand entgegen. Ich nehme sie und er hilft mir langsam auf. Er legt seine Arme um mich und hält mich fest: „Mina, du gehörst zu mir. Vergiss das nicht." Flüstert er mir mit tiefer Stimme ins Ohr. Ein Schauer läuft mir über den Rücken. Er wird mehr und mehr besitzergreifend. Was genau habe ich nur in ihm ausgelöst? Und warum... gefällt mir das irgendwie? Draco hält mit einer Hand meinen Nacken, betrachtet mein Gesicht und streichelt mir mit seinen Fingern über die Wange. Ich schaue ihn verträumt an. „Wir sollten langsam zum Unterricht." Erinnert er mich mit einem schiefen Lächeln daran. Mein Verstand wird in die Realität zurückgeschleudert. Wir laufen los und schaffen es knapp noch pünktlich ins Klassenzimmer. Die ganze Klasse starrt uns an, als wir als Letzte einlaufen. Professor Snape wirft uns einen finsteren Blick zu aber weil wir noch pünktlich sind, scheinen keine weiteren Konsequenzen darauf zu folgen.

Wir bereiten in den Gruppen vom Vormittag weitere Tränke zu. Die Mitglieder meines Teams verhalten sich etwas komisch in meiner Gegenwart. „Alles klar bei dir?" Fragt Harry nach und deutet mit einer komischen Kopfbewegung zu Draco's Tisch. „Ehm, ja alles prima." Antworte ich knapp und hoffe nicht weiter darüber debattieren zu müssen. Auch Dean und Hannah hören gespannt zu. „Was ist in letzter Zeit nur los mit euch zwei?" Fragt Neville voller Sorge. Er kann es nicht ertragen, wenn andere leiden. Er ist ein echt guter Kerl. Manchmal frage ich mich, warum ich mich nicht in jemand weniger kompliziertes verlieben konnte. In einen braven Kerl.

Als ich Neville gerade antworten will, übernimmt das plötzlich Hannah für mich. „Sie ist mit Draco zusammen, Neville." Neville verzieht sein Gesicht und blinzelt ein paarmal. „Ist das echt war?" Fragt er mich mit grossen Augen. Ich gebe Hannah einen Kick mit meinem Arm. „Aua!" Stösst sie einen leisen Schrei aus. „Es fragen sich eh schon alle in der Klasse. Es ist kein Geheimnis mehr, Mina." Erzählt sie in flüsterndem Ton. Ich nicke nur und gebe mich geschlagen. Sie hat mal wieder Recht. Wir haben in den letzten Wochen für zu viel Aufregung gesorgt. Wie könnte es jemandem nicht aufgefallen sein.

Der Intensivkurs in Zaubertränke geht vorüber und der Abend verläuft ruhig. Ich denke viel nach und ich bin daher nicht besonders gesprächig. Wie kann das nur sein? Seine Eifersucht ist beängstigend und doch fühlt es sich zugleich berauschend an. Ich glaube mein Herz kommt nicht mehr von ihm los. Ich denke alles mehrmals durch und komme zum Schluss, dass das nicht gesund sein kann.

Ein paar Tage verstreichen und nichts wirklich Besonderes geschieht in Hogwarts. Mein Herz beginnt sich zu erholen und ich kann gut schlafen.


- 2589 Wörter

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