Six of Crows Oneshots

By black_broken-mask

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@idcishipit06 und ich schreiben dieses Buch zusammen. Verschiedene Shippings aus Six of Crows und Shadow and... More

Asleep
Dirty Hands
Under the table
Promise
Between Make-Up and Pain
It's not your fault
Feminine
The way here
Kisses from a friend
Lost a bet
It's you
Sugar Daddy
Tired
Not exactly your boyfriend (2/2)
You are normal
The whole story
Outing
They/Them
Shaving
Focus on me
Cheating
A Chance
Birthday
Married
Dusk
Shadow and Bone
Poppy's Dress
A healthy relationship
Poppy's Dress
Something you made me
Bi
Doesn't feel right
Did(n't) work out
After all these years
It's about trust
A remedy for stress
I care about you, Idiot
You are safe now
Best Friend
Christmas
The thing with the christmas presents
His stupid face
Family
Hurt
Sleeping at the Crow Club
The Goat
A normal relationship
Why should they hate me?
Our son
No difference
Not straight
Please eat something
Tattoos
Sleeping
No reason
More like brother and sister
Just us
Safe with him
A Male Chest
Official Partner
Tell me your story
Reading
Trans
Proud of a thief
A pretty woman
I want to be good for you
A boy on his period
She
A/N

Not exactly your boyfriend

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By black_broken-mask

Wörter: 1857

Kaz pov

Ich lasse mich auf Poppys Bett fallen und strecke mich aus: "Ich will einfach nur noch sterben." Poppy kommt zu mir und setzt sich auf meinen Schoß, belastet die Seite mit dem gesunden Bein vorsichtig mehr. "Aber ich will nicht, dass du stirbst. Was war los? Musstest du Jesper wieder beim Rummachen mit Wylan zugucken?" "Auch, aber das ist nicht der Punkt. Heute wollte einfach nichts so laufen, wie es sollte. Die Pläne waren perfekt durchdacht, ich war auf alle Eventualitäten vorbereitet, aber es hat trotzdem nicht hingehauen. Ich stand zu lange und bin zu viel gelaufen, mein Bein bringt mich um." "Und der Weg hierher war einfach kürzer als der nach Hause zu dir?" "Nein, er war sogar länger, aber ich wollte dich unbedingt sehen. Du bist der Einzige, der mich heute noch zum Lächeln bringt." 

Poppy lächelt. "Also, mein Schöner, wie soll ich dich denn zum Lächeln bringen?" Ich zucke mit den Schultern: "Erzähl mir was. Wie war dein Tag? Was hast du gemacht?" "Mein Tag war okay. Ich hab mir ein neues Kleid gekauft und dann beschlossen, dass du etwas wissen musst, wenn wir weiterhin eine glückliche Beziehung führen wollen. Dann habe ich darüber nachgedacht, dass ich nie mutig genug sein werde, dir das zu sagen, also habe ich dir einen Brief geschrieben." Ich stütze mich auf die Unterarme und sehe Poppy besorgt an: "Was ist los? Gib mir den Brief." 

Natürlich hätte ich es lieber, wenn er mir persönlich sagt, was los ist, aber wenn er sagt, dass er das nicht kann, bin ich auch mit einem Brief mehr als zufrieden. "Nein... Nicht heute... Morgen früh kannst du ihn haben. Heute war dein Tag stressig genug. Du musst dich jetzt nicht noch darum kümmern." "Poppy, ich mache mir Sorgen! Gib mir den verdammten Brief, bevor ich ihn selbst suche!" "Nein." Kurz sehe ich ihn verdutzt an.

Ich vergesse immer wieder, dass er auf Dirty Hands nicht anspringt, weswegen es ihn kein bisschen interessiert, wenn ich ihm drohe oder etwas in der Art. Er kennt mich zu gut, weiß, dass ich ihn mit meinem Leben beschütze und ihm nie ein Haar krümmen würde.

"Poppy!" "Nein. Kaz, ich diskutiere jetzt nicht mit dir. Du bekommst den verflixten Brief nicht. Nicht heute. Du musst dich ausruhen." "Okay, wir machen einen Deal." Poppy zieht skeptisch die Augenbraue nach oben, scheint innerlich schon beschlossen zu haben, den Deal abzulehnen.

"Ich ruhe mich heute Abend aus, bekomme den Brief morgen und werde auch nicht mehr diskutieren, dass du ihn mir jetzt geben sollst. Unter der Bedingung, dass du mir einen Whiskey holst und ich dich in dem neuen Kleid sehen darf." Poppys Miene entspannt sich, ein Lächeln huscht über seine Lippen. "Okay, einverstanden." Ich reiche ihm meine Hand und er schlägt ein. Dann steht er von meinem Schoß auf und verlässt den Raum. Ich setze mich auf, ziehe mein Jackett aus. Meine Schuhe und meinen Mantel musste ich schon ausziehen, als ich die Wohnung betreten habe. Poppy würde mich umbringen, wenn er irgendwo Dreck, der von meinen Schuhen stammt, in seiner Wohnung findet.

Ich sehe mich in dem kleinen Zimmer um. Neben dem Bett steht ein Schminktisch und eine Kommode. In der Kommode ist Poppys Männerkleidung. Die Kleider bewahrt er in einem Schrank im Wohnzimmer auf, da dieser nicht mehr in das kleine Schlafzimmer gepasst hat. Außerdem befinden sich in der Kommode mindestens drei Sets Kleidung von mir, da ich oft hier übernachte und Poppy seinen Spaß daran hat, Kleidung aus meiner Kommode zu klauen und zu Sets zusammenzustellen und dann in seiner aufzubewahren, damit ich etwas zum Wechseln habe. 

Auf dem Schminktisch liegt alles Mögliche verteilt. Mir ist nicht mal klar, ob alles davon zum Schminken verwendet wird. Poppy hat es mir schon oft erklärt, aber irgendwie will dieses Wissen nicht in meinem Kopf hängen bleiben. 

Das Bett nimmt wohl den meisten Platz ein. Poppy liebt sein großes Bett, auch wenn ein kleines vollkommen reichen würde. Sogar wenn ich hier schlafe. Er liegt eh immer auf mir drauf oder sehr nah an meiner Seite. Den Fakt, dass ich mich beim Schlafen kaum bewege, nutzt er wirklich aus.

Die Tür öffnet sich schwungvoll. "Das ist mein Mantel." stelle ich lachend fest. Poppy trägt meinen Mantel, um das Kleid zu verdecken, damit ich es nicht sofort sehe. Er reicht mir mein Whiskeyglas, welches ich dankend annehme. "Ich sollte deine Klamotten öfter klauen, sie riechen gut." "Du hattest ein Hemd von mir an, als ich herkam." stelle ich fest, beschwere mich aber nicht.

1. Er würde sich eh nicht aufhalten lassen.
2. Meine Kleidung steht ihm und er sieht wirklich süß darin aus.
3. Er kann tun, was immer er will, weil ich ihm eh nicht böse sein kann.

Poppy stellt sich mit dem Rücken zu mir, blickt mich über seine Schulter verführerisch an. Ich muss lachen. Er kann mir kein Kleid zeigen, ohne eine Show zu machen.

Er lässt meinen Mantel ein Stück nach unten rutschen, sodass ich seine nackten Schultern sehen kenn. Um ihm seinen Spaß zu gönnen, pfeife ich einmal scharf. Das bringt nun auch Poppy zum Lachen. Er dreht sich zu mir um und öffnet dann mit einer dramatischen Bewegung den Mantel, lässt ihn über seine Arme nach unten gleiten.

Er trägt ein dunkelblaues, trägerloses Kleid mit einem Herzausschnitt - ich habe keine Ahnung, warum ich diesen Begriff kenne. Der Rock hängt bis auf den Boden. Poppy dreht sich einmal um sich selbst. Ich lächle. "Du bist wunderschön." sage ich und stehe auf. Ich gehe zu ihm und ziehe ihn an der Hüfte zu mir. Er legt seine Arme über meine Schultern, darauf bedacht, dass er meine Haut nicht berührt. 

Ich betrachte ihn liebevoll. "Du bist der schönste Mensch der Welt." sage ich sanft und wiege uns beide leicht hin und her. Dass mein Bein dabei schmerzt, ignoriere ich einfach. Dieser Moment ist jeden Schmerz der Welt wert. "Ich liebe dich, Kaz Brekker." "Ich liebe dich auch." Ich beuge mich zu ihm und hauche leicht gegen seine Lippen. Poppy streckt sich nach oben und ich senke den Kopf ein wenig, sodass er meine Haare küssen kann. Da wir dabei keinen direkten Hautkontakt haben, ist es kein Problem. 

~*~*~

Durch den Spalt zwischen den Vorhängen sehe ich, wie die Sonne aufgeht. Ich sehe auf Poppy hinunter, der mit dem Kopf auf meiner Brust liegt und ruhig schläft. Die ganze Nacht habe ich kein Auge zugetan. Ich muss bald los, will Poppy aber nicht wecken. Erst heute Abend sehe ich ihn wieder und da er ja weiterschlafen soll, hat er mir den Brief auf die Kommode gelegt und ich soll ihn einfach mitnehmen. Heute Abend will er dann darüber reden, was darin stand. Ich mache mir wirklich Sorgen, dass etwas nicht stimmt.

Vorsichtig rolle ich Poppy von mir runter, decke ihn zu und stehe auf. Schnell bin ich angezogen, habe den Brief in die Innentasche meines Jacketts gesteckt und mich nochmal von meinem schlafenden Liebsten verabschiedet. Dann verlasse ich die Wohnung und treffe mich mit meinen Krähen, um einen Auftrag durchzuführen.

~*~*~

Ich lasse mich an meinem Schreibtisch nieder und greife meinen Brieföffner. Endlich habe ich Zeit Poppys Brief zu lesen. Ich schlitze den Umschlag auf und ziehe das Papier heraus, entfalte es und beginne zu lesen:

Hey. 
Zuerst: Wenn du mir ein Wort über Förmlichkeit eines Briefes sagst, hast du kein gesundes Bein mehr, Brekker!
Jetzt zum eigentlichen Anliegen: Ich habe keine Ahnung, wie ich es dir sagen soll und ich weiß nicht, ob du es akzeptieren kannst. Bis heute bin ich mir nicht sicher, ob du den Fakt, dass ich als Drag Queen auftrete, okay findest oder ob du es nur duldest, da du mich liebst. Wenn Letzteres der Fall ist, habe ich jetzt eine gleichzeitig gute und schlechte Nachricht für dich: Ich bin keine Drag Queen.
Doch, um genau zu sein, war ich das. Aber es war nur eine Art Ausflucht oder Überbrückung. Nenn es, wie du willst.
Ich kann mich noch erinnern, als du mich zum ersten Mal deinen festen Freund genannt hast. Nichts hätte mich glücklicher machen können und ich liebe es noch immer, wenn du mich so nennst. Ich weiß, wie schwer das für dich ist und dass es mehr bedeutet, als diese zwei Worte vermuten lassen. Deswegen ist das hier umso schwerer.
Falls du diesen Brief nicht zu Ende liest, sage ich es dir jetzt: Ich liebe dich, Kaz Brekker. Du bist der wichtigste und wertvollste Mensch in meinem Leben. Du verdienst alles Glück dieser Welt und wenn du mich nicht akzeptieren kannst, dann ist das in Ordnung und ich wünsche dir noch ein wundervolles Leben und dass du glücklich wirst.
Ich weiß, wie du es hasst, wenn man herum schwafelt, aber du weißt, dass ich das nicht verhindern kann, wenn ich nervös bin. Glaub mir, ich habe es versucht, das ist der neunzehnte Brief, den ich schreibe, weil ich es immer wieder versaut habe. Jetzt gebe ich auf und der Brief wird nun mal, was er wird. Besser kann ich es eh nicht.
Aber keine Sorge, ich komme jetzt zum Punkt (hoffe ich). Ich bin keine Drag Queen und ich bin nicht dein fester Freund. Nicht immer. Kaz, ich bin genderfluid. Ich fühle mich nicht jeden Tag, wie ein Mann. Manchmal wäre ich lieber deine Freundin, als dein Freund, würde lieber mit dem Kleid auf die Straße gehen, statt nur auf die Bühne. An manchen Tagen fühle ich mich als Mann einfach nicht richtig. Ich bin mal ein Mann und mal eine Frau und mal nichts von beidem.
Ich hoffe, du verstehst das und kannst mich akzeptieren, wie ich bin.
In Liebe, 
Poppy

Ich lächle. "Mir egal, was du bist, Hauptsache du hörst auf, Briefe mit Hey zu beginnen." sage ich schmunzelnd in den leeren Raum.

Die nächsten Stunden, in denen ich warte, dass Poppy auftaucht, fühlen sich an wie Jahre. Dreimal schreie ich Jesper, einmal Wylan - welcher danach fast anfängt zu weinen, weil er so verunsichert ist - und noch einmal Inej an, welche alle vor meiner Tür auftauchten, aber nun mal nicht Poppy waren, auf welchen oder welche ich nun mal warte.

Es klopft erneut. "Herein." stöhne ich genervt, erwartend, dass es Inej ist, die ihren Auftrag, den ich ihr gegeben habe, um sie schneller loszuwerden, schneller erfüllt hat, als gehofft. Aber stattdessen schiebt sich Poppys Kopf unsicher durch die Tür und er sieht mich schüchtern an. Ein Lächeln bildet sich auf meinen Lippen: "Du bist es." "Ja, ich. Wir waren doch verabredet." "Ja, ich weiß. Nur scheinen meine Krähen heute alle Aufmerksamkeit zu brauchen. Komm rein."

Poppy kommt rein und lässt sich unsicher auf meinem Bett nieder. Er schlägt die Beine übereinander, stellt sie dann aber doch übertrieben breitbeinig hin, wie es Helvar immer tut. Dann fühlt er sich damit doch unwohl und schlägt sie wieder übereinander. Ich betrachte das Schauspiel ein wenig amüsiert. "Hast du den Brief gelesen?" Ich halte den entfalteten Brief hoch. Poppy beißt sich auf die Lippe: "Und?" 

Ich stehe auf und humple ohne die Unterstützung meines Stocks zu ihm, setze mich neben ihn und hebe ihn auf meinen Schoß. "Habe ich heute einen Freund oder eine Freundin?" Poppy sieht mich verblüfft an, dann beginnt er zu strahlen und umarmt mich fest. "Ich liebe dich. So lange du glücklich bist, bin ich es auch." flüstere ich und streichle seinen Rücken. 

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