Care •Taekook Os•

By A_pinch_of_Suga

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Zwei Menschen zerbrochen am Tod der Familie. Ein Friedhof und eine Begegnung. Liebe auf den ersten Blick und... More

Care

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By A_pinch_of_Suga

Die Zeiger der Armbanduhr drehten sich unaufhörlich. Nur Jungkooks Welt stand still. Der Körper seiner Mutter eingehüllt in wunderschöne Kleider die dank des dunkelbraunen Sarges nicht zu sehen waren, sollte nun in die Erde gelassen werden. In der Kirche ein Zeichen für das Loslassen, doch dazu war er noch nicht bereit.

Sie war alles für ihn, sein Anker, sein Lebenssinn. Er Arbeitete um Geld für die Therapie seiner Mutter zu bekommen. Er ging zur Schule um eine Arbeit mit viel Gewinn zu bekommen. Er kaufte nur das Lieblingsesse seiner Mutter. er lebte für sie, er Atmete für sie. Sie war seine Sonne.

Seufzend nah er die keine Schaufel, die seiner Meinung nach komplett Sinnlos war, in die Hand und schmiss etwas der Erde auf den Deckel des fast schwarzen Sarges. Ein Blick noch, der Letzte bis in alle Ewigkeit, dann trat er zurück.

Er würde sie nie mehr sehen. Niemand würde nun da sein um den Jungkook sich kümmern muss, doch das war ein Fakt der ihn nervös werden ließ. Was würde jetzt passieren? Würde er allein sein? Freunde hat der vierundzwanzig jährige nicht. Für so etwas hatte er keine Zeit gehabt. Doch nun war er Planlos. Arbeiten lohnte sich nicht mehr, die Zahlungen die er im Vorraus für die Therapie gegliefert hatte würden lange reichen.

Vielleicht würde er seinen Job als Türsteher sogar komplett kündigen und etwas neues Probieren. Etwas was er schon immer mal machen wollte. Das Fotografieren vielleicht, oder Zeichnen, beides Dinge die er laut seiner Mutter sehr gut konnte.

In Gedanken versunken verließ Jungkook die noch nicht beendete Beerdigung. Die ganzen entfernten Verwandten seiner Mutter die er nie kennengelernt hatte, interessierten ihn nicht. Alles nur reich Nichtsnutze, die sie einen Dreck um seine Mutter gekümmert hatten.

Gerade wollte er durch das große Eiserne Tor des Friedhofs treten als er einen Jungen erblickte, der ganz in der Nähe an einem kleinen Grab stand und zu beten schien. Seine Haare waren in einem fast schon schimmernden Schwarz und seine Kleidung bunt, ganz anders als man es von einem Trauernden dachte. Vor allem Wenn das Grab so frisch ist, wie dieses.

Schnellen Schrittes ging Jungkook auf ihn zu und tippe ihn auf die Schulter. Doch schien sein Auftauchen dem Fremden nicht zu stören da er seelenruhig den Kopf hob und sich langsam, sehr langsam umdrehte.

Das wunderschöne Kinn erhoben und die plumpen Lippen etwas geöffnet. Die Haare hingen ihm leicht gewellt in die Stirn und dunkle Augen blinzelten darunter hervor. Eine Blick traf ihn der Jungkook erzittern ließ, auch wenn er als Türsteher eines kleinen Clubs schon weitaus mehr erlebt hatte.

Denn dieser Blick zeigte eine wunderschöne aber gleichzeitig abschreckende Mischung aus Trauer, Wut, Lust und Arroganz der jeden auf die Knie gezwungen hätte. Auch Jungkook wich zurück. Doch der Fremde fing sogleich an zu lächeln was dem Blick einiges an Schärfe nahm. Gott sei Dank, denn sonst hätte sich Jungkook wirklich noch verbeugt und das wäre wirklich sehr peinlich gewesen...

Doch der Andere hatte anscheinend bemerkt dass sein Blick die gewünschte Wirkung zeigte, da sein Lächeln durchaus als Siegessicher einzuordnen war.

Dann passierte etwas womit Jungkook niemals gerechnet hätte, die Hände des Schönlings wurden gehoben und begannen komplizierte Muster in die Luft zu malen. Nicht Verständlich für jemanden der keine Gebärden verstand, doch Jungkook hatte sein Leben lang mit einer Taubstummen Mutter verbracht. Damit war dies für ihn keine Herausforderung.

Als er die Gebärden für die Frage nach seinem Namen erkannte bildete sich ein kleines Lächeln auf seinem Gesicht, das erste nach dem Tod seiner Mutter. Es gab jemanden der sich für ihn interessiert, etwas das Jungkook nicht oft passiert war.

Schnell hob er ebenfalls die Hände und begann seinen Namen zu buchstabieren. Auch wenn der andere überrascht schien von seinem schnellen Handeln, wurde das Lächeln langsam zu einem Grinsen. Es gab jemanden mit dem er reden konnte.

Ein schneller Wechsel von Gebärden später, wussten beide den Namen das jeweils anderen. Sowie das Alter und jegliche Hobbys. Etwas war Taehyung selten herausfand, da fast keiner der Menschen die er traf etwas mit seiner ganz besonderen Sprache anfangen konnten.

Doch auch Jungkook fand Gefallen an seinem Gegenüber. Taehyung schien offen und nett zu sein auch wenn der erste Blick nicht der Freundliche gewesen war. Die Sympathie gegenüber des anderen verleitete ihn dazu ein waghalsiges Angebot zu machen. Taehyung wurde gefragt ob er mit zu Jungkook kommen wollte. Das, obwohl er komplett Fremd war und keine wirklich privaten Daten preisgeben hatte.

Auf dem Weg zu Jungkooks Wohnung blieb es still, selbst die vorher nie enden wollende Zeichenfolge und Handgesten waren zum Stillstand gekommen. Doch es war angenehm, beide in ihrer eigenen Euphorie gefangen, darüber des es jemanden gab, mit dem sie sich verständigen konnten, der Interesse zu Angelegenheiten des jeweils anderen zeigte.

An der kleinen Wohnung angekommen schloss Jungkook die Türe auf und betrat den Flur, den er vorher nicht hatte anschauen können, da seine Mutter dort gelaufen war, weil er Zuviel Erinnerung besaß. Doch gerade dachte er weder an die Vergangenheit noch an seine Mutter. Sein Fokus lag auf Taehyung, dem Wunderschönen Koreaner mit dem Bären ähnlichen Auftreten.

Bei dem Vergleich musste er leicht kichern, ein Geräusch das sich in Jungkooks Ohren ungewohnt anfühlte, lange war so ein Geräusch nicht Mal in die Nähe seiner Gehörgänge gekommen und nun tat er es zum zweiten Mal.

Taehyung sah wie der Adamsapfel und die Lippen seines Gegenübers sich minimal bewegten, doch er konnte nicht ganz einschätzen was dieser Tat. Als Jungkook darauf aufmerksam wurde stoppte er sofort und erklärte Tae Was das gerade war.

Er wollte seinem Tae so viel zeigen, vielleicht konnte er ihm sogar Sprechen beibringen auch wenn der junge Mann es bis jetzt offensichtlich noch nicht versucht hatte.

Soviel Pläne mit der Person die ihm einen Platz im Herzen versprochen hatte. Egal in wie dieser Platz aussah Jungkook würde ihn nehmen. Er würde alle Art von Liebe die Taehyung ihm zeigte annehmen. Hauptsache seinem neuen Schützlinge ging es Gut. Denn dieser war schon jetzt der neue Herrscher über Jungkooks Herz.

☆☆☆

Danke für's lesen ich freue mich über jeden einzelnen.

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