Wer bin ich?

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Heute ist der erste Mai. Mein Geburtstag. Eigentlich ein Tag zum Feiern doch in meinem Fall hätte es noch locker 5 Jahre dauern können bis zu meinem 16. Geburtstag. Du denkst jetzt bestimmt, wieso? 16 ist doch ein cooles Alter. Aber nicht in meinem Fall. Meine Familie hat darauf gewartet, dass dieser Tag endlich kommt. Warum? Nun ja, dass erkläre ich gleich. Erst Mal möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Tascha. Ich bin die zweite Tochter von Lucy und Paul und die kleine Schwester von Gwendolyn. Die Namen kennst du? Nun ja, sie sind Zeitreisende und haben sich bereits einen Namen gemacht und nun bin ich an der Reihe, dieses Gen fortzuführen. Jeder dachte, dass Gwen, die letzte mit dem Zeitreisegen ist aber dem war nicht so. Jetzt bin ich da, doch was es für mich heißt, weiß ich leider selber noch nicht. Ich weiß nur eines: Ich hatte mich in den letzten Tagen, vor diesem Moment gefürchtet. Um ehrlich zu sein, vor dem kompletten Tag und was in Zukunft auf mich zu kommt. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, in der Zeit rum zu springen. Wenn ich einen Fehler mache, steht die komplette Gegenwart auf dem Kopf und so wie ich mich kenne, ist das vorprogrammiert. Mein bester Freund Ben nennt mich nicht umsonst "Chaosqueen" Egal wo ich bin geht irgendwas schief. Der Wecker auf meinem Nachttisch fängt laut an zu schrillen. Seufzend schließe ich noch einmal kurz meine Augen. "Okay Tascha, reiß dich zusammen. Es wird schon gut werden." versuche ich mich zu beruhigen und schwang meine Beine aus meinem Bett. Unten in der Küche höre ich das klappern von Geschirr. Meine Tante Grace deckt wohl gerade den Tisch für das Frühstück. Sie ist eine tolle Frau. Sie zog Gwen als ihre eigene Tochter auf, da unsere Eltern sich damals auf der Flucht befanden und in die Vergangenheit reisten. Gwen wusste sehr lange nicht, dass sie das Gen in sich trug und nur durch einem Zufall dahinter kam, als sie "ausversehen" für einen kurzen Moment in eine andere Zeit sprang. So bekam sie nach einer Zeit auch heraus, das Grace gar nicht ihre leibliche Mutter war. Eine verrückte Geschichte, wenn du mich fragst. Ich gehe ins Bad, um mich für meinen ach so großen Tag fertig zu machen. Normalerweise brauche ich dafür nicht lange. Waschen, anziehen, Zähne putzen und fertig. Doch heute lass ich mir extra viel Zeit. Ich bin einfach viel zu nervös. "Tascha!!" Gwen ruft ungeduldig zu mir hoch. "Tascha, beeil dich bitte etwas. Wir müssen in einer Stunde los" Ich schaue in den Spiegel, verdrehe die Augen und gehe langsam die Treppe runter in die Küche. Meine Mutter und Grace saßen schon am Tisch und Gwen riss mich in ihre Arme. "Alles gute zum Geburtstag, Schwesterchen" Auch meine Mutter und Grace nahmen mich in ihre Arme und gratulierten mir. Ich lass mich auf die Bank fallen und nahm mir ein Brötchen aus dem Brotkorb. "Wo ist Papa?" fragte ich und sah meine Mutter an. "Er ist schon zur Loge gefahren." entgegnete sie mir abwesend. Sie sieht aus, als wäre sie gedanklich weit weg. Sie bemerkt, dass ich sie an starre und änderte schnell ihre Haltung. "Nun Liebes, heute ist es wohl so weit." sie sah mich lächelnd an. Als ob ich das nicht selber wüsste doch ich will sie in keinem Fall kränken also lächelte ich nervös zurück. Nach dem Frühstück helfe ich Grace, das Geschirr zu spülen und wieder einzuräumen. "Grace? Darf ich dich was fragen?" Ich sehe fragend zu meiner Tante. Sie sah mich an und nickte. "Natürlich Tascha. Was immer du möchtest." "Wie war es für dich damals, als Gwen das erste Mal in die Zeit sprang? Warst du genauso nervös?" Grace überlegte kurz bevor sie mir antwortete. "Ich hatte eine große Wut auf alle. Auf die Loge, auf das Gen, auf meine Familie, die das Gen vererbten und auf mich selbst, da ich Gwen so lange angelogen hatte. Ich hatte Angst, das die Loge sie verändern würde. Doch zum Glück ist das nicht passiert." Grace nahm meine Hände und schaute mir in die Augen "Tascha, auch du musst dich für niemanden verbiegen. Bleib einfach so wie du bist. Du musst keine Angst haben. Die Loge ist nicht mehr so, wie sie früher einmal war aber das wird dir noch erklärt." Die Worte meiner Tante, erfüllen mich mit neuem Mut. "Danke Grace." sagte ich und umarmte sie. Draußen vor der Türe höre ich ein lautes Hupen. Es war wohl an der Zeit. Das Auto, was uns zur Loge bringen soll, ist da. Ich zog mir meine Jacke und meine Schuhe an und schnappte meine Tasche. Gwen und meine Mutter warten schon vor der Türe. "Tascha, bist du so weit?" Gwen sah mich lächelnd an. Ich nicke ihr zu. "Ja Gwen, ich bin soweit."

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⏰ Last updated: Oct 01, 2021 ⏰

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