Sie lag auf dem Bauch und hielt ein Fernglas in den Händen. Von dem Hochhaus, auf dem sie lag, hatte sie eine gute Sicht auf den Arbeitsplatz ihres Opfers. Sie kundschaftete den Mann schon seit Wochen aus. Sie kannte alle seine Gewohnheiten. Heute würde sie ihn erledigen, es war nichts Persönliches, er war einfach ihr Auftrag. Sie wusste nicht wieso er Sterben musste, es war ihr auch egal. Sie würde ihn schnell und ohne Spuren zu hinterlassen Umlegen.
Er ging wie immer durch den Dunklen Park nach Hause. Niemand war in der Nähe. Sie überholte ihn und schlug von vorne zu. Erst zog sie ihm die beine unter seinem Körper weg und brachte ihn auf die Knie. Dann zog sie eins ihrer Katana und rammte ihm dieses Senkrecht in die Schulter hinter das Schlüsselbein ins Herz, er starb völlig lautlos. Ohne auch nur einen Tropfen Blut zu verlieren kippte er nach rechts um. Das ganze hatte nur wenige Sekunden gedauert. Sie hockte sich neben den Toten und nahm ihm seine Brieftasche und die Kette, die er wie einen Schatz gehütet hatte, ab. Jene Kette wollte ihr Auftragsgeber als Beweis für ihren Erfolg haben.
Sie legte ihm die Hand auf die Brust und flüsterte: „cadunt seorsum". Der Körper des Toten zerfiel zu Staub.
Dann flüsterte sie: „ventum" und der staub wurde von einer Briese davongeweht. Sie richtete sich auf und verschwand in der Dunkelheit.
Sie kletterte auf das nächste Haus und lief über die Dächer zu dem Übergabe Ort. Nach ungefähr einem Kilometer blieb sie stehen und öffnete die Brieftasche des Mannes, den sie vor nicht einmal zehn Minuten ermordet hatte. Fachmännisch durchsuchte sie sie. Sie fand ein Personalausweis, eine Visa Karte, eine EC-Karte, ein paar Stempelkarten und 159 Dollar. Sie nahm das Geld und sah sich den Personalausweiß ihres Opfers an. Der Mann hieß anscheinend Kenneth Johnson und war 50 Jahre alt. Sie zog ihr dreckiges Notizbuch, dessen Farbe man kaum noch erkennen konnte, hervor und schrieb Namen, alter, Todestag und Uhrzeit hinein. Sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht alle ihre Opfer penibel genau aufzuschreiben. Dann setzte sie ihren Weg zum Übergabe Ort fort.
Sie sprang von dem Haus und warf die blutige Kette in einen Briefkasten der in einer kleinen Gasse. Danach Kletterte sie auf das nächste Haus und lief über die Dächer ihrer Stadt bis zu dem breiten Fluss. An dem Fluss setzte sie sich auf die Dachkannte, zog ein Prepaid Handy aus ihrer Manteltasche und rief die Nummer ihres Auftraggebers an.
Eine raue Stimme meldete sich am anderen Ende: „Wer da?"
„Auftrag ausgeführt. Der Beweis ist am Übergabeort." Sagte sie bloß. Der Stimmverzerrer in ihrer Schwarzen Maske ließ ihre Stimme kalt und blechern klingen. Man konnte ihr Geschlecht nicht aus ihrer Stimme heraushören.
„Ah Shinigami, du bist es. Ich lege dir die Bezahlung morgen hin, wenn ich mich von der Echtheit des Beweises überzeugt habe." Nach dieser Info legte sie einfach auf, sie musste sich nicht mit Höflichkeiten Aufhalten. Sie war die beste, dass wusste sie und solange das Ergebnis stimmte war es egal wie nett sie war.
Jetzt war es höchste Zeit wieder zurück zu gehen. Erik wird sie bestimmt schon vermissen. Der ältere kümmerte sich zwar nicht was sie so trieb, aber wenn sie Wochenlang wegblieb würde er sie langsam vermissen. Immerhin brachte er ihr bei Dinge zusammen zu bauen und zu reparieren. Er würde wütend werden, wenn sie zu lange nicht kam, sie brachte ihm immer alle Dinge die er so brauchte. Erik hasste es die Werkstadt zu verlassen.
Sie machte sich auf den Weg zu den Slums. Dort angekommen wechselte sie auf das Dach der Werkstadt und drang durch das Dachfenster ein. Sie legte Maske, Mantel, Armee-Hose und T-Shirt ab und hinter ein paar lose Steine des Mauerwerks. Von dort zog sie ihre Jeansjacke, eine olivgrüne Cargo Hose und das Dunkelgraue T-Shirt mit der Aufschrift Ich bin Aufgestanden und Angezogen! Was wollt ihr noch? hervor. Ihre Schwarzen Handschuhe behielt sie allerdings an, sie legte sie ohnehin sehr selten ab. Nachdem sie alles angezogen hatte ging sie nach unten. Ihre blutroten Haare standen in alle Richtungen ab, sie waren verschwitzt von der Kapuze und dem vielen Gerenne. Sie trug noch eine schwarze Stoffmaske über Mund und Nase, diese legte sie nie ab.
Sie stieg die alte, Betontreppe herab. Das Hochhaus wurde schon lange nicht mehr gewartet und so musste man aufpassen wo man hintrat, damit die Treppenstufen einem nicht unter den Füßen wegbrachen. Aus dem nächsten Stockwerk -der Werkstadt- erklang wie immer laute Rockmusik. Die oberen Stockwerke betrat nie jemand, da die Treppen schon vor Jahren eingebrochen waren. Man konnte sie nur noch über das Dach erreichen. Daher störte sich auch niemand an der lauten Musik und den anderen seltsamen Geräuschen. Sie fragte sich immer wie Erik hier hochgekommen war. Auf eben jenen spielte sich sein ganzes Leben ab. Das untere hatte kaum noch innen Wände und wurde als Werkstadt benutzt. Das obere betrat nur sie und dort bewahrte sie ihre größten Schätze und die Dinge, die Erik nicht finden sollte, auf.
Sie betrat nun das Stockwerk und schrie über die Musik hinweg: „Ich bin wieder da!"
Er drehte die Musik leiser und drehte sich zu ihr um.
„Das hat aber lange gedauert", sagte er schnippisch.
„Ja, ich weiß", erwiderte sie Augenverdrehend. Der 20-Jährige zog eine Augenbraue hoch und drehte sich wieder zu seiner Arbeit um. Er stellte die Musik wieder lauter und beachtete sie nicht weiter. Sie ging ebenfalls zu ihrem Arbeitsplatz und begann mit ihrer Arbeit. Nach etwa einer halben Stunde sah sie auf ihre Armbanduhr, es war bereits 22:03 Uhr. Die 15-Jährige wurde langsam Müde, die letzten paar Wochen waren sehr Anstrengend gewesen. Bei der Beschattung hatte sie kaum Zeit zu schlafen.
Nach einer Weile sagte Erik: „Geh schlafen. In dem Zustand bringst du nichts nützliches mehr zustande." Sie nickte nur und ging in den hinteren Teil der Werkstadt und legte sich auf ihr Feldbett. Sie kuschelte sich in ihren Schlafsack und war innerhalb weniger Augenblicke eingeschlafen.
Sehr plötzlich/ Was ist mit verbunden gemeint? / Welche letzten beiden Stockwerke?
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Angel of Darkness
FantasíaEs geht um ein Mädchen was ihren weg in einer Grausamen Welt finden muss. Sie ist eine Auftragsmörderin und hat so ihre Probleme mit autoritäten. In ihrer Welt gibt es Magie ,verschiedene Diemnsionen und Engel und Dämonen. Am Anfang geht es erst nic...
