Ich schaute die Umzugskartons, die sich in meinem neuen Zimmer stapelten, böse an, doch davon verschwanden sie auch nicht. Ich seufzte. Mal wieder hatte meine Mom beschlossen umzuziehen, um, wie sie sagte, den trüben Gewitterwolken zu entkommen. Immer, wenn ich ein paar Freunde gefunden hatte, war es wieder an der Zeit, uns eine neue Stadt anzuschauen. Aber irgendwie gehörte das zu meinem bisherigen Leben. Diesmal hatte Mom uns ein altes, geheimnisvolles Backsteingebäude rausgesucht, wo ich das Zimmer unter dem Dachboden mit der dachschräge und den türkisenen Wänden beschlagnahmt hatte. Erst wollte ich aufstehen und mir die erste Kiste vornehmen, doch dann ließ ich es doch bleiben. So dringend war es nun auch nicht, die wichtigsten Sachen hatte ich schon bei mir. Ich zückte mein Handy und sah, dass ich schonwieder ein paar neue Follower auf meinem Blog bekommen hatte. Dann schaute ich mir mein letztes Video an, in dem ich meinen Fans berichtete, dass ich wieder umziehen werden würde. Ich führte eine Art Bücherblog, in dem ich viele Bücher rezensierte, um anderen meine Meinung dazu zu erzählen. Ich hatte sogar schon ein paarmal etwas Geld für Werbung bekommen, wodurch ich jetzt ziemlich bekannt bin. Ich schloss die Seite wieder und schaute auf Instagram vorbei. Auch da kannten mich manche wegen meines Blogs, weshalb ich auch in neuen, kleineren Schulen meist schon bekannt war. Nur hier hatte Mom sich den kleinsten Ort der Welt gesucht, um nicht zu sagen, dass kleinste Kaff. Aber solange Mom zufrieden ist, will ich nicht meckern. Seit Dad verschwunden ist, war sie manchmal nicht mehr sie selbst und war sogar mal bei einer Psychologin, weshalb ich hoffte, dass sie nie wieder so rückfällig werden würde. Nach kurzem anschauen neuster Posts legte ich mein Handy wieder weg und nahm mir ein Buch. Es ging, wie so oft, um eine Liebesgeschichte zwischen einem fremden, geheimnisvollen Dämon und einem normalen Menschenmädchen. Ich liebe Fantasy Geschichten, weshalb ich meinen Blog in die Richtung gestaltet habe.
Eine gefühlte Ewigkeit später rief meine Mom mich zum Abendessen. Sie ist eine große, schlanke Frau, die selbst in den schrillsten Sachen noch gut aussehen kann. Mom hat halblanges, blondes Haar und strahlend blaue Augen. Ich sehe ihr sehr ähnlich, nur von der Größe habe ich nicht ganz so viel abbekommen. Außerdem sind meine Augen eher wie ein stürmisches Meer, ihre hingegen ein ruhiges, sanftes Schaukeln der Wellen. Mein Kleiderschrank ist voll mit den schrillsten Farben, die meine Mutter für mich ausgesucht hatte. Nun stand sie am Herd und lächelte mich schief an. Meistens kochte ich, denn wenn Mom etwas versuchte in der Küche versuchte, ging es meistens schief. Ich sah das Drama schon von Weitem, obwohl es bloß ein bisschen Rührei war. Natürlich angebrannt und verklebt! Ich versuchte zu retten, was zu retten war, doch am Ende kam eine angebrannte Pampe heraus, die so gar nicht appetitlich aussah. Wir versuchten, das Essbarste daraus zu essen, aber richtig satt wurden beide nicht, daher machte ich schnell noch Cornflakes für uns beide fertig. Meine Mom sah echt fertig aus, sie arbeitete auch echt viel in ihrem Job der neuen Tierarztpraxis. Zum Glück hatte sie hier schnell eine brauchbare, passende Arbeit gefunden und mich konnte man noch in eine Klasse abschieben. Die meisten Sachen, die ich da können musste, hatte ich schon in anderen Klassen gelernt. Nachdem wir fertig gegessen hatten räumte ich schnell das Geschirr weg und verließ die Küche. In meinem Zimmer ließ ich mich aufs Bett fallen und schaute der Sonne beim Untergehen zu. Irgendwann bin ich wohl eingeschlafen
BIEPP BIEPP BIEPP der schrille Ton meines Weckers riss mich unsanft aus dem Schlaf. Beim Aufspringen stieß ich mir den Kopf. Stöhnend rieb ich an der neu entstandenen Beule. Blöde Dachschräge! Verschlafen schaute ich auf die Uhrzeit und stöhnte erneut. Bald würde ich (mal wieder) neue Leute kennenlernen. Wenn wieder welche über meine Blogeinträge lästern würden, könnte ich mich nicht beherrschen und müsste wohl oder übel bis wir wieder umziehen alleine in der letzten Ecke sitzen. Ich ließ mich fallen und versank in meinen weichen Kissen, während ich noch kurz nachdachte. Dann ging ich zu Schrank und legte mir Sachen raus. Ich trug eine aufgepimpte Boyfriend Jeans mit einem kurzen Top, obwohl Mom von sowas nie sehr begeistert war. Aber am ersten Schultag musste ich einen guten Eindruck hinterlassen, um den Rest überleben zu können. Schlurfend stieg ich die Treppe nach unten und kippte mir Schokomüsli in eine Schüssel. Mit der Schüssel ging ich dann in Moms Zimmer und weckte sie auf. Sie grunzte und drehte sich um, doch auch ich ließ nicht locker. Irgendwann hatte ich es dann geschafft, auch wenn ich sie mehr aus dem Bett gezehrt hatte als dass sie selbst aufgestanden ist. Sie nahm sich ihr Toast aus dem Toaster und murrte eine Weile vor sich hin, bis ihr einfiel, was für eine Bedeutung dieser Tag für uns hatte. Sie sprang auf und kreischte zu mir: Ich muss diesen Job pünktlich betreten, sonst macht das einen schlechten Eindruck! Und du musst auch unbedingt pünktlich in die Schule!!! Und dann murrte sie irgendwas über meine Kleidung, aber das ignorierte ich einfach. Immer noch schimpfend rannte sie in ihr Zimmer und zog sich in Bestzeit ihren Arztkittel an. Ich grinste sie an und zeigte ihr kichernd, dass sie ihn falschrum anhatte. Sie grinste zurück und wir kicherten beide los. Nach unserem Anfall schnappte sie sich noch schnell ihre Tasche und wir gingen raus. Ich lehnte ihr Angebot, mich zur Schule zu fahren, schnell ab und düste mit dem Fahrrad los. Vor der Schule machte ich eine grandiose Vollbremsung und ein Junge in meinem Alter fuhr fast in mich rein. Er schrie: Spinnst du?? und raste knapp an mir vorbei. Ich schaute ihn spottend an und ließ mein Fahrrad gegen einen Baum fallen. Abschließen und los gehts. Erst im Sekretariat melden und mir schnell erklären lassen, wo ich hinmusste, dann konnte das Drama beginnen. Ich streifte mir meinen Rucksack über die Schulter und spurtete los. Aber wo musste ich hin? Vor mir befand sich ein altes, graues Backsteingebäude mit Moos an den Wänden und mir war klar, dass das wohl meine Schule darstellen sollte. Die Wände zierten verschmierte Graffitis und die Betonwände liefen in der Innenseite zu einem übersichtlichen Schulhof zusammen, der mich an einen Gefängnishof erinnerte. Suchend schaute ich mich nach einem Hinweis zu einem Sekretariat um, doch man sah nichts außer Schülermassen, die im Betonklotz verschwanden. Der Junge, mit dem mein Fahrrad fast Bekanntschaft gemacht hätte, lief eilig an mir vorbei, blieb aber dann stehen. Ich schaute mir ihn kurz an. Blonde Locken, breite Schultern und, whoa, ein echt hübsches Gesicht. Überraschung funkelte in seinen grünen, ausdrucksstarken Augen, darüber geschwungene Augenbrauen, außerdem noch markante Wangenknochen und weiche, schwungvolle Lippen. Diese fragten: Ich kenn dich gar nicht bist du die Neue? Oh man, jetzt war ich offiziell die Neue. Leider ja. Wo ist denn hier das Sekretariat?, fragte ich leicht genervt zurück. Da sprach ein echt süßer Junge mit mir und ich musste nach dem Sekretariat fragen. Toller Start! Er lächelte verschmitzt und antwortete: In Teil B, linke Treppe und dann 2. Tür rechts. Aber Achtung! Frau Leiter ist echt bösartig! Aber heute ging es noch! Ein knappes Danke und weg hier. Doch er ruft mir noch hinterher: Warte!! Ich drehe mich halb um und schaue ihn abwartend an. Er schaut mir direkt in die Augen (seine Augen Glitzern interessiert) und sagt: Ich heiße übrigens Jack! Und du? Lu, sagte ich, um nicht blöd dazustehen. Er lächelt wieder (ich gebe zu, echt sexy) und verschwindet im Kreis seiner Kumpels. Ich folgte seiner Weganweisung und befand mich vor einer Tür. Klopf! Ich trat ein und schaute mich unauffällig um. Der Raum war nicht viel anders als an anderen Schulen, überall Regale voller Schülerakten und Dingen, nach denen manche Schüler fragten. In der Mitte befand sich ein Tisch, wo zwei Frauen dransaßen. Die, nennen wir sie mal kurvigere Frau, schaute mich gelangweilt an. Ich sah, wie sie die Stirn kräuselte und mich auch noch mürrisch anschaute. Ich biss mir auf die Lippe um den Spruch, der mir auf der Zunge lag, wieder runterzuschlucken. Ich setzte mein mühsam einstudiertes, freundliches Gesicht auf und sagte, ich sei die Neue und sollte mir hier etwas abholen. Sie schob mir mehrere Anmeldeformulare hin und murmelte irgendwas vor sich hin. Mein freundliches Gesicht würde nicht mehr lange halten, daher verabschiedete ich mich schnell. Ich schlug die Tür etwas hinter mir zu, was meine Mom niemals gutheißen würde, aber das war mir in dem Moment egal. Mir fiel wieder der Satz von Jack wieder ein. War das Frau Leiter? Auf jedem Fall stand auf ihrem Namensschild Amalia Leiter. Das sollte ihr guter Tag gewesen sein??Mit den Papieren in der Hand lief ich los, bis ich merkte, dass ich keinen Plan hatte, wo ich hinmusste. Ich durchwühlte die Unterlagen und las es kurz durch, dann lief ich in die richtige Richtung. Ich betrat meinen künftigen Klassenraum und ließ meinen Blick schweifen, bis ich Jacks Gesicht erkenne. Das war ja so klar! Er war von seinen Kumpels umringt und lächelte mir verschmitzt zu, als er merkte, dass ich in ansah. Ich merkte, wie ich leicht errötete und wandte mich schnell ab. In einer Ecke war die typische Mädchenclique. 4 Mädchen umringen eine, die ich als ihre Anführerin bezeichnen würde. Hübsche lange, blonde Haare und Modelfigur. Außerdem sieht man ihr an, dass sie sich den hübschesten Typen angeln möchte. Sie schaut besitzergreifend zu Jack und wirft ihr Haar mit Schwung nach hinten. Die Mädchen um sie herum schauen sie ehrfürchtig an und ich kann mir ein Glucksen nicht verkneifen. Der Blick von Model (ich habe ihr diesen Spitznamen direkt verpasst) wanderte zu mir und ich machte ein ernstes Gesicht. Sie schritt auf mich zu, gefolgt von ihren Bewunderern. Abfällig schaute sie mich an und sagte: Die Neue ist also auch da. Sieht recht armselig aus Ich legte mein kaltes Lächeln auf und antwortete ruhig und kalt: Ahh, da haben wir also meine letzte Ansprechpartnerin getroffen. und drehte mich weg. Das Model schaute mich ungläubig an und ich schritt erhobenen Hauptes an ihr vorbei. Da eilte ein anderes Mädchen auf mich zu und flüsterte zu mir: Lass dich von Rose nicht ärgern, die ist sowas nicht wert! Aber coole Reaktion! Gefällt mir! Von hinten höre ich Rose alias Model mit ihrem Gefolge tuscheln. Jetzt nimmt Lizzy sie unter ihre Fuchteln. Passt ja!, meinte sie kichernd. Ich verdrehte die Augen in dem Moment, in dem Lizzy es auch tat. Ich lächelte (diesmal echt) und fragte: Du heißt Lizzy? Ich heiße Lu!. Wir quatschten etwas und sie bot mir den Platz neben ihrem an. Ich setzte mich und nahm sie genauer unter die Lupe. Sie trug ein kurzes Top, so wie ich und eine enganliegende Hose, die ihr aber perfekt passte. Sie betonte genau die richtigen Stellen. Mir gefiel ihr Style sofort! Ihr hübsches Gesicht mit den dunklen Rehaugen wurden von rötlichen Locken umrahmt, die ihr einen wilden Look verleihen. Ihr Lächeln hatte etwas Warmes und ich beschloss, zu versuchen, nett zu ihr zu sein. Als ich mit der Musterung fertig war, sah ich, dass auch sie mich untersucht hatte. Nun lag ein erstaunter Ausdruck in ihrem Gesicht und sie fragte: Bist du etwa? Ich wusste was sie meinte und sagte: Jo, die Lu mit dem Bücherblog. Sie staunte und raunte mir dann zu: Wenn Rose das bemerkt hätte, wärst du 1000x besser davongekommen. Sie ist ein riesiger Fan von dir! Ich hob erstaunt eine Augenbraue und lachte leicht. Da begann ein Plan in mir zu gedeihen und ich drehte mich zu Rose um. Hey! Rose! Ich bin übrigens Lu! Nett dich kennenzulernen!, sagte ich leicht spöttisch. Sie drehte sich auch um und begann, mich näher anzuschauen. Als ihr dann ein Licht aufging, zuckte sie zusammen und lief rot an wie eine überreife Tomate. Ich verkniff mir ein Grinsen und schob hinterher: Kennen wir uns irgendwoher oder warum? ich ließ den Satz unbeendet und drehte mich wieder nach vorne zu Amy und schaute in ihre entzückten braunen Augen. Sie fiel mir um den Hals und meinte, dass es Rose endlich mal peinlich war, wie sie andere behandelte. Durch die Aufmerksamkeit meiner Klassenkameraden wurden meine Wangen rosig, bis ich Jacks Blick bemerkte. Da wurden sie zu meinem Leidwesen knallrot. Ich senkte den Blick, da erlöste mich mein Mathelehrer. Aber da kam schon die nächste Lappalie. Ich sollte mich ernsthaft vorstellen! Ich hasste es, vor anderen zu stehen. Schnell ratterte ich die einstudierten Wörter runter, den Blick ließ ich durch die Leute durchblicken. Ich heiße Lu, bin bald 16 und lese gerne. Außerdem habe ich einen Bücherblog und laufe Rennen. Wenn jemand ne gute Strecke kennt, bitte Bescheid sagen!, sagte ich, erneut gelangweilt und setzte mein künstliches Lächeln auf. Nach ein paar Fragen des Lehrers und der Schüler, durfte ich mich endlich setzen. Ich weiche den fragenden Blicken aus und machte mich über die Aufgaben lustig. Was für ein Glück, diese Aufgaben hatte ich schon in den alten Schulen angefangen und war dadurch weiter als die anderen. Als ich bemerkte, dass Lizzy Schwierigkeiten hatte, schob ich ihr unauffällig mein Heft zu. Sie lächelte mich dankbar an und ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück. Mein Blick schweifte raus und ich schaute mir den knorrigen, alten Baum im Schulhof an. Den jungen neben mir ignorierte ich, obwohl er mich anstarrte, als hätte er noch nie ein Mädchen gesehen. Er räusperte sich, doch auch darauf reagierte ich nur mit einem unechten Lächeln und einem leisen Alles klar?. Er schaute mich erschrocken an und bejahte. Tja, damit hatte er nicht gerechnet. Ich holte mir die Namensliste aus meinem Rucksack und schaute nach, wie der Junge neben mir hieß. Er heißt Elias. Ich legte sie wieder weg und ließ meine Finger über den Tisch tanzen. Das trippelnde Geräusch hypnotisierte mich und ließ mich glücklich lächeln. Als ich das bemerkte, setzte ich schnell meine gleichgültige Miene auf. Nicht, dass noch jemand dachte, es würde mir hier gefallen. Nur Lizzy gefiel mir. Ich beschloss, sie Liz zu nennen. Sie war fertig mit ihren Aufgaben und gab mir mein Heft wieder zurück. Ihr erleichtertes Lächeln ließ mich glucksen und auch sie kämpfte mit dem Lachen. Dann gongte es und ich musste raus und mich mit den Schülerscharen mischen. Gleich danach Bio, da freue ich mich immer drauf. Tiere sind fast schon mein ganzes Leben, aber es gibt bei mir einen absoluten Favoriten!!! Füchse sind das Tollste, was es jemals gegeben hat! Sie sind treu, süß und haben ein einzigartiges, wunderbares Herz. Da ihre Erzfeinde Wölfe und Greifvögel sind mag ich solche nicht, obwohl das ja nicht so fair ist, aber was soll ich tun? Hoffen wir mal es geht um etwas in der Art. Ich kann mit solchem Wissen immer gut punkten, dass ist in einer neuen schule oft sehr gut. Ich rannte fast in einen stehenden Jungen rein und wollte erst Liz weiter folgen, bis ich merkte, wer da vor mir stand. Na super! Wird das Umrennen jetzt eine neue Art, um uns zu begrüßen?, fragte Jack und schaute schmunzelnd auf mich runter. Hahaha wie witzig, da habe ich glatt vergessen, zu lachen., gab ich trocken zurück und sein Lächeln wurde, wenn möglich, noch etwas breiter. Ich rollte mit den Augen und während ich weiterstolperte spürte ich seine bohrenden Blicke noch auf mir. Daraufhin schoss mir (mal wieder) die Röte ins Gesicht. Mann, was war nur los mit mir? Schlitternd blieb ich vor Liz stehen und scannte sie erwartungsvoll. Was muss ich so über die Klasse wissen?, fragte ich atemlos. Ich war nämlich echt gespannt, wie die meisten so drauf waren. Sie begann zu erklären: Also, es gibt wirklich ganz unterschiedliche Typen in unserer Klasse, aber manche sind echt schräg. Kalle ist zu jedem nett, aber richtig an sich ranlassen, ne dass lässt er keinen Amber ist so zickig und mit niemandem befreundet, sie macht sich eher viele Feinde... Halte dich also bloß von ihr fern! Sie stand allein in der Ecke! Jack führt sich auf wie ein Alpha, obwohl er auch ganz nett sein kann. Was aber auch meist überheblich erscheint, also mach dir nix draus. Rose kann echt eine miese, falsche Schlange sein, nur zu denen, die sie verehren, ist sie nett. Aber trotzdem behandelt sie die wie Diener. Jacks Kumpel Jason passt irgendwie nicht zu ihm, aber trotzdem kommen sie gut miteinander aus. Jason ist stark und hat eine faszinierende Intelligenz, womit er Pläne überdenken kann. Daher frage ich ihn immer, wenn ich mich mit jemandem anlege. Er ist mein Vorbild, aber verrate ihm das nicht. Jimmy, auch Jim genannt, ist ein knuffiger, kleiner, spielfreudiger Junge, der nicht so in die harte Welt passt. Jane passt sich immer allem an. Laureen ist leicht und hat einen Körperglanz, den man nicht beschreiben kann, aber das ist dir sicher schon aufgefallen. Ich ließ es mir durch den Kopf gehen. Jetzt wo sie es sagte, fiel mir vieles davon auch auf. Sie holte Luft und erzählte weiter: Coco ist verrückt, kann nicht stillhalten und klettert super gerne. Sein bester Freund Tingo ist größer und stärker als er, aber ansonsten ähneln sie sich sehr. Cooper ist klein und unauffällig, aber trotzdem ist sie mit ihrer Vorliebe zu Käse und zu Klauen oft schon aufgefallen. Die Lehrer fanden das aber nicht so schlimm wie befürchtet. Kriya ist sehr intelligent und kommt sogar mit Jack super gut klar, aber sie ist auch oft bei Rose. Izzy liebt Glitzerschmuck und stiehlt zusammen mit Cooper, sie teilen sich danach ihre Beute immer. Sie ist wohl oder übel meine Zwillingsschwester Mike ist klein und unscheinbar, genau kenne ich ihn nicht. Elias ist neutral und ein treuer Freund, versteht sich mit vielen gut, aber hatte noch nie so richtig gute Freunde. Ich verstehe mich mit ihm meist sehr gut, aber er vertraut mir nichts Privates an. Und dann ist da noch Zoe Außenseiterin, aber schleimt viel um die Besten rum. In diesem Fall Jack und Rose. Ja, sie hatte ich vorhin allein um Jack scharwenzeln sehen. Aber mehr als ein paar verächtliche Blicke hatte sie nicht bekommen. Sie tat mir leid, aber es schien, als hätte sie es sich selbst ausgesucht. Und das Izzy Lizzys Zwilling ist, sah man schon von weitem. Auf gewisse Weise war ich fasziniert von dem Zusammenleben verschiedenster Charakter, aber das war von Natur aus wohl so. In solch einer Sicht ähneln wir den Tieren sehr. Selbst Lizzy und Izzy ähnelten sich kaum. Jane, Kriya und Mike sind mit Rose befreundet. Die Klingel ließ meinen Gedankenfluss unsanft abreißen und ich machte mich mit Lizzy auf den Weg zur Biostunde. Beim Eintreten fielen mir die fehlenden ausgestopften Tiere auf, die in Dokus immer zu sehen sind, ich aber in keinen Schulen bisher gesehen habe, was ich aber eher gut fand. Ein ausgestopftes Tier verursachte bei mir immer einen gewissen Brechreiz, bei ausgestopften Füchsen konnte ich für gar nichts mehr garantieren. Als die Lehrerin reinkam, dachte ich, es käme ein Elefant rein. Sie war wirklich dick, ihre Haut wirkte alt und ledrig, auch ihre aufgefächerten Ohren erinnerten mich an die eines Elefanten. Ihre gestampften Schritte spürte ich bis ins Mark und der Knall der zugeknallten Tür ließ mich aufschrecken. Daran wirst du dich irgendwann gewöhnen!, meinte Lizzy flüsternd zu mir. Dann erhob sie sich und ich sprang auch schnell auf, bis mir bewusstwurde, dass eigentlich nur Liz aufstehen sollte und ich am liebsten im Erdboden verschwinden wollte. Dann wandte sich unsere Biolehrerin zu mir und meinte: Im Biounterricht duzen wir uns, ich heiße Ava!
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Lunfox-Fox World
FantasyLuna zieht oft um, doch diesmal ist es anders. Sie lernt, dass sie etwas Besonderes ist und muss (wie in so vielen Geschichten) ihre Vorgängerin befreien, die verschwunden ist. Es gibt viele Unterstützungen von Mensch und Tier;) !!!ACHTUNG!!! DIESER...
