Kapitel 1

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Die Sterne leuchteten wie kleine Lämpchen am Himmel und der Mond tauchte alles in ein weiches Silber. Er erhellte das kleine Dorf, das von Bäumen umringt war und spiegelte sich in dem kleinen See, der direkt daneben lag, wieder.

Obwohl ich schon oft, in einer wolkenlosen Nacht wie diese, hier am See war, faszinierte mich dieser Anblicck doch jedes mal zum Neuen. Die Sterne, der Mondschein und der würzige Duft des Waldes hatten etwas beruhigendes an sich und doch spürte ich, dass heute etwas anders als sonst war. Es war so ein Gefühl, das mich nicht mehr loslassen wollte. Ein unangenehmes Gefühl, das mir sagte, dass ich nicht alleine hier war.

Ich sah mich langsam um. Mein Blick streifte über den dunklen Wald, doch ich konnte niemanden entdecken. Unsicher drehte ich mich wieder um und schloss die Augen, um mich nur auf mein Gehör zu konzentrieren. Ich hörte das leise Rascheln der Blätter im kühlen Nachtwind und im Wald rief eine Eule.

Alles ganz normal. Aber das war Jemand, das Gefühl liess mich einfach nicht mehr los. Angespannt lauschte ich, noch immer mit geschlossenen Augen. Plötzlich lässt mich ein leises Rascheln hinter mir aufspringen. Blitzschnell drehte ich mich um und durchforschte den Wald mit zusammengekniffenen Augen.

Hatte sich da nicht etwas bewegt?

Langsam machte ich ein paar Schritte auf den Waldrand zu. Da raschelte es wieder und da gab es für mich keinen Zweifel mehr. Mein Gefühl hatte mich nicht geteuscht, obwohl mir das eigentlich lieber gewesen wäre. Denn Irgendetwas war jetzt vor mir im Wald, nur darauf wartend, dass ich, wie ein ängstliches Reh wegrannte, ein Etwas, dass mich dann verfolgen und zerreissen würde....

Im silbernen MondscheinHistorias para obsesionarse. Descúbrelo ahora