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 Müde, und ohne eine wirkliche Motivation schleppte ich mich die Gänge durch meine Schule bis ich letztendlich vor dem Raum 178 stand. Hier würde ich meine AG haben. Zauber AG. Kinderkram, meiner Meinung nach. Dich ich hatte den Zettel für die Wahlen nicht abgegeben und nun war ich nunmal hierzu gezwungen. Genervt klopfte ich und Julian, ein Junge aus der parallel Klasse öffnete. Er machte ein würggeräusch und ließ mich dann rein. Jeder hasste mich hier und war angeekelt von mir. Ich war die unbeliebte. Aber gewöhnt hatte ich mich schon lange daran. Ich betrat den Raum und setzte mich schweigend auf einen Platz. Ich hörte dem Lehrer desinteressiert zu und irgendwann mussten wir uns Partner suchen. Mein Blick viel auf ein braunhaariges Mädchen. Sie sah nett aus. Ich bin eigentlich nicht so der Typ der auf andere zu geht, aber in diesem Moment musste ich es einfach tuen. Vielleicht war es die Tatsache das sie mich an meine frühere beste Freundin erinnerte, weil sie leicht gelocktes Haar hatte, vielleicht war es aber auch ein Zeichen Gottes (an den ich nicht glaube) das mir den Mut verlieh, jedenfalls sah ich sieh an und sagte einfach das sie eine schöne Kette hätte. In wahrheit fand ich ihre scheißen hässlich aber naja. "Danke, deine ist auch schön" antwortete sie mir lächelnd. Sie hatte mir geantwortet.. ohne Hass in der Stimme! Ohne Ekel oder dergleichen... so als würde sie mich akzeptieren! Vielleicht hatte Marius ja Unrecht? Vielleicht brauchte ich ihn ja bald nicht mehr? Nein, jetzt übertrieb ich es aber! Nur weil sie mir antwortete hieß das nicht das wir gleich Freunde wurden! Aber schön wäre es ja.. 

An diesem Tag arbeiteten wir zusammen. Sie zeigte mir Musik von sich, der Künstler den sie hörte hieß zate, und er schrieb sehr traurige Lieder. Ich mochte jene Lieder die nur so vor Schmerz trieften. Es war mal was anderes als dieser ganze andere scheiß, den alle anderen so hörten. Ja, ich sagte immer wie sehr ich diese Musiker liebe, aber das war stets gelogen um von der Gesellschaft angesehen zu werden. 


Ich rannte mit meiner letzten Kraft durch den Wald, der mir trotz der warmen Nachmittagssonne Schatten bot. Meine Lunge brannten doch ich durfte nicht anhalten! Er war direkt hinter mir..  ich hatte keine echte Chance zu entkommen,  doch ich wollte die Hoffnung noch nicht aufgeben.  Nur noch ein kleines Stück..  dann wäre ich auf der Wiese und mich würden Menschen sehen.. Ich stolperte über eine Wurzel, und lies es weinend über mich ergehen. Warum lebte ich überhaupt noch? Ich wollte es dich damals schon tun, wie konnte ich mich hierfür entscheiden? Es war die falsche Entscheidung und das wurde mir in diesem Augenblick klar. 

Aber ich wollte nicht aufgeben,  noch nicht! Ich hatte Hoffnung, Hoffnung die mir jemand geschenkt hatte, Anna , das Mädchen aus der AG.  


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⏰ Last updated: May 25, 2020 ⏰

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