"Was ist denn jetzt auf einmal dein Problem, Samu?", fragte mich Mikko verzweifelt. "Dir sollte doch bewusst sein, dass in deinem Job Interviews dazugehören. Du setzt dich in 3 Tagen in diesen verdammten Flieger, machst das Interview, singst noch 1 oder 2 Lieder für den Radiosender und dann fliegst du von Hamburg nach Berlin und wiederholst das ganze dort dann nochmal. Das ist doch nichts neues!" Eigentlich hatte Mikko Recht, doch ich mochte es nicht, dass ich immer alleine zu diesen Terminen musste und es dann nicht mehr um uns als Band oder die Musik ging, sondern einzig und allein um mein Privatleben. Außerdem war es alleine, so weit weg von Zuhause einfach langweilig. Auch die anderen Bandjungs sahen mich fragend an, da ich bisher immer brav Ja und Amen zu sämtlichen Interviews gesagt hatte. "Dann will ich, dass Riku mitkommt.", begann ich nun zu schmollen wie ein kleines Kind. "Himmel, Samu, du bist doch kein kleines Kind und schaffst das mit Sicherheit auch ohne Riku. Sonst brauchtest du auch keinen Babysitter. Besonders in Hamburg hatte unser Mister Frauenheld meist ganz anderes als seine Bandkollegen im Kopf. Mit wie vielen -", weiter kam er jedoch nicht, da ihm Riku mittlerweile ins Wort fiel. "Mikko, nimm mal einen Gang raus. Wir müssen ja jetzt nicht über irgendwelche alten Bettgeschichten, die Samu während der Touren hatte, diskutieren. Und du, Blondie, setzt dich jetzt verdammt nochmal zu mir. Du machst mich wahnsinnig, wenn du so durch den Raum tigerst!", befahl er und ich gehorchte augenblicklich. "Wie hast du das denn angestellt, Rajamaa? Warum, gehorcht dir unser Herr Manager und hält mal den Schnabel? Sogar Blondie hört aufs Wort wie ein Dackel!", fragte Osmo, der das ganze Schauspiel bisher schweigend betrachtet hatte, belustigt und gleichzeitig erstaunt. "Einem Gitarrengott muss man halt gehorchen. Man soll ja schließlich nicht den Zorn der Götter auf sich lenken. Nicht wahr, Rikulein?", wandte ich mich zur Beantwortung von Osmos Frage an meinen besten Freund, der den Spitznamen "Gitarrengott" mehr als nur verdiente, ihn dennoch ständig abstritt, da er auch nach all den Jahren nicht wusste, wie er mit dem Lob umgehen sollte. Zu allem Überfluss drückte ich ihn noch einen Schmatzer auf die Wange, was die anderen mit verliebten Geräuschen kommentierten. Schon immer hatten sie aufgrund unserer guten Freundschaft und den ständigen Kuscheleinheiten die Behauptung aufgestellt, wir würden irgendwann heiraten und gemeinsam alt und grau werden. "Ich gebe dir gleich Zorn der Götter, Samuleinchen.", kam es daraufhin sarkastisch von Riku zurück. "Aber um wieder zum Thema zurückzukommen... Mikko, wenn Samu doch nicht alleine fliegen will... Kriegst du mir eventuell noch die Flüge und Hotelzimmer gebucht? Dann fliege ich halt mit. Ich habe sowieso nichts vor, mich vermisst Zuhause keiner und besonders Hamburg ist ja eine schöne Stadt, da war ich schon lange nicht mehr.", versuchte Riku unseren Manager zu überzeugen, der daraufhin zum Laptop griff und ein wenig vor sich hin grummelte. Dankbar lächelte ich Riku an. "Neuer Plan steht. Samu, Riku euer Flieger geht morgen Vormittag, dann könnt ihr in Hamburg noch ein bisschen Sightseeing machen oder so. Bitte keine Kneipentour am Tag vor den Interviews. Nach dem Interview geht es nach Berlin, da habt ihr auch 3 Tage Aufenthaltsdauer. Meine Frau wartet Zuhause auf mich, wenn ihr noch Fragen habt ruft an, die Daten schicke ich euch per Mail. Riku, du passt mir bitte gut auf Blondie auf. Genießt euren "Urlaub" und kommt heile zurück. Und bringt mir ein deutsches Bier mit! Moi Moi.", erklärte er noch und war so schnell davon gerauscht, dass wir gerade noch ein "Danke Mikko." über die Lippenbringen konnten, bevor er im Auto verschwand.
"Bereit, Hamburg unsicher zu machen?", begrüßte mich mein bester Freund am nächsten Tag. "Irgendwas hab ich wieder vergessen... Ich komme nur nicht drauf, was. Ansonsten bin ich definitiv bereit für unseren Hamburg-Trip. Danke nochmal, dass du mitkommst, ich schulde dir echt was." "Denkst du echt ich hätte mir die Chance auf Hamburg entgehen lassen?", fragte er daraufhin mit gespieltem Entsetzen und ich musste schmunzeln. "Du liebst die Stadt wirklich, stimmt's?", fragte ich meinen besten Freund der daraufhin ein wenig hilflos nickte. "Ich weiß nicht warum... Schon als Kind wollte ich da immer mal hin und es war sogar noch schöner dort, als ich es erwartet hätte. Lass uns mal langsam zum Flieger gehen, sonst sehen wir diese schöne Stadt wohl doch nicht mehr. Sag mal, weiß deine Mutter eigentlich, dass du heute schon fliegst? Die nimmt doch deine Katzen.", fragte er plötzlich. "Fuck!", entfuhr es mir etwas lauter als beabsichtigt. Daran hatte ich tatsächlich nicht mehr gedacht. Auf dem Weg zum Flieger rief ich Mama an, die glücklicherweise wie immer viel Verständnis für die Schusseligkeit ihres Sohnes hatte. "Sag mal, wer redet denn da immer mit dir?", fragte Mama plötzlich, nachdem sie Riku wohl gehört haben musste. "Riku. Wir haben Mikko weichgekocht, jetzt darf er mit nach Deutschland.", beantwortete ich ihre Frage und konnte nicht verhindern, dass ich bis über beide Ohren zu strahlen begann. "Ihr zwei seid mir schon welche. Jetzt hör auf so zu grinsen und steig mit Riku in deinen Flieger.", drängte sie nun ebenfalls. "Woher weißt du -?" "Samu Aleksi Haber, so wie du gerade klingst könnte man echt meinen du bist ein Teenager, der sich gerade zum ersten mal verliebt hat. Ich freue mich, dass Riku mitkommen kann und wünsche euch ganz viel Spaß. Mach's gut, bis bald.", erklärte sie noch und legte auf, bevor ich etwas erwidern konnte. Ein wenig verwirrt schaute ich vor mich hin und hatte nicht bemerkte, dass ich stehen geblieben war. "Du olle Trödeltrulla. Beweg jetzt deinen süßen Popo zum Gate. Und zwar zügig.", meckerte er und schob mich vor sich her.
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Siku - Oneshots
FanfictionEine kleine Sammlung voll mit Oneshots (und Hotshots) über Samu und Riku... Regelmäßige Updates kann ich nicht versprechen, da Oneshots meist aus spontanen Ideen entstehen, die ich nicht erzwingen kann ;-) Viel Spaß beim Lesen!
