Kapitel 1

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Marthas Sicht

Hey Sibel weißt du wo Till ist fragte ich und schütte mir gerade Milch in meine Müslischüssel.
Wollte er nicht zu seinen Eltern fahren gab Sibel mit einem Schulterzucken zurück. Pawel hatte mir sogar erzählt, dass er vielleicht gar nicht mehr ans Einstein kommt. Er soll sich angeblich für dieses Jahr abgemeldet haben. Aber frag mal  lieber Frau Schiller die weiß da bestimmt mehr als ich. Aber seit wann interessierst du dich was mit Till ist? Mit diesen Worten stapfte Sibel aus der Küche.
Da stimmt doch irgendwas nicht, Till würde nicht einfach so abhauen ohne Tschüss zu sagen...oder doch? Naja egal ich war eh schon spät dran.

In der Pause

Frau Schiller, Halloo? Ey warum ignoriert die mich denn. Sorry Martha, die neuen Einsteiner rauben mir echt die Nerven. Aber deswegen bist du bestimmt nicht hier. Was kann ich für dich tun?

Ich hoffe sie können mir meine Frage beantworten. Stimmt es, dass Till nicht mehr am Einstein ist? fragte ich mit zittriger Stimme. Ja, da habe ich eine gute Nachricht für dich. Till ist nicht mehr am Einstein. So wie du es immer wolltest. Die Arbeit ruft...wenn noch Fragen da sind , bin ich wie immer irgendwo im Internat.

Für einen kurzen Moment drückte etwas auf meinen Brustkorb. Warum freute ich mich nicht? Nein eher das Gegenteil war der Fall. Er ist so wie ich. Schlagfertig und immer für einen Spaß zu haben. Ich vermisse seine Art und... Martha komm mal wieder in die Realität zurück, ermahnte ich mich selbst. Ich bin in einer glücklichen Fernbeziehung mit Kasimir und jeder wusste, dass Till und ich niemals auf eine Wellenlänge kommen würden.  Damit wäre das Thema erstmal gegessen, hoffte ich zumindestens.

In der Zwischenzeit bei Till

Warum war ich wieder so naiv und habe geglaubt, dass es dieses Mal klappen würde. Wie sollte ich das nur den anderen Internatsschülern beibringen. Immerhin hatte Martha was zu lachen.  Ich ging die Treppe zu  meinem Zimmer hoch. Warum gibst du Versprechen, die du nicht halten kannst schrie ich meiner Mutter auf der Treppe entgegen. Ich riss meine Zimmertür auf und zerrte meinen Koffer und meine Reisetasche aus meinem Schrank. Ich wollte nicht immer der sein, den man leicht wieder ins Internat abschiebt wenn es schwierig wird.

Ich würde keine Sekunde länger mehr mit dem Neuen von meiner Mutter unter einem Dach bleiben.Immer ist der Älteste der Sündenbock, wenn es Eltern nicht auf die Reihe kriegen für 3 Kinder zu sorgen. Immer noch unwissend, was ich den anderen sagen sollte , nahm ich meine Sachen ging die Treppe wieder runter und rief mir ein Taxi. Jetzt hatte ich 5 Stunden Zeit mir eine Geschichte zu überlgen.


TillarthaWhere stories live. Discover now