Ein Tag wie immer. Rappelnd fährt der Zug über die Schienen. Die Türen öffnen und schließen sich. Menschen steigen ein oder aus, manche schneller als andere.
Oft ist der Zug sehr voll; trotzdem setzt sich niemand zu Aone. Deshalb döst er neben einem leeren Platz, der lediglich von seiner Sporttasche beansprucht wird und hört Musik über seine Kopfhörer. Plötzlich tippt jemand an seine Schulter. Träge und ungläubig öffnet er seine Lider und erblickt ein Mädchen. Es trägt die Schuluniform der Date Tech High, doch gesehen hat er sie in diesem Zug noch nie. Er nimmt die Kopfhörer von den Ohren.
"Kann ich mich zu dich setzen?" Es bildeten sich Grübchen an ihren Mundwinkel, als sie sprach. Aone schaut sich um; es sind genug andere Plätze frei.
Er steht auf, nimmt seine Tasche hoch und lässt sie durchrutschen, sodass seine Mitschülerin am Fenster sitzt. Zunächst schaute sie nur hinaus und beobachtete, wie die Abendröte über den Horizont langsam verschwand. Auf dem Schoß lag ihr Rucksack, er war wie ihrer Haare Kastanienbraun.
Aone wollte den Blick nicht von ihr abwenden, fürchtete jedoch, er könnte starren und zwang sich geradeaus zu schauen.
"Du bist im Volleyballteam?", drang es zu seinen Ohren. Er schaute sie aus dem Augenwinkel an. Mit einem Nicken bestätigte er die Aussage, woraufhin sie zu reden anfing. "Weißt du, ich musste mich, als ich klein war, zwischen Volleyball und Tischtennis entscheiden. Damals habe ich Tischtennis gewählt, weil ich für Volleyball leider zu klein bin. Dabei hätte ich lieber Volleyball gespielt, aber Tischtennis ist auch in Ordnung, man hat nur kein richtiges Team, mit dem man spielen kann." Ihr Gesichtsausdruck betrübt sich ein wenig. "Es ist übrigens das erste Mal, dass ich alleine Zug fahre. Sonst hat mich mein Vater immer zur Schule gebracht, aber der meinte, es wäre Mal an der Zeit, dass ich mich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auseinandersetze." Während sie das sagte, blähte sie ihre Wangen auf, zog eine Schnute und kreuzte die Arme vor der Brust. Aone wusste wenig damit anzufangen, doch die verspielte Übertreibung erheiterte ihn.
"Ach übrigens, ich heiße Asuka. Asuka Kohana." Asuka streckte ihm ihre Hand entgegen und lächelte begeistert. Aone war überfordert und wirkte leicht verdutzt, was sie nicht zu bemerken schien. Er griff ihre Hand sanft. "Aone Takanobu."
"Freut mich!", sagte sie mit einem noch breiteren Lächeln und einem festen Händeschütteln. "In welche Klasse gehst du? Ich bin in der 2-C." Aone antwortete kurz und knapp: "2-A."
"Komisch, dass wir uns dann noch nie gesehen haben, obwohl du so groß bist. Ich habe übrigens schon von eurem Team gehört, euer Spitzname ist doch die 'Eiserne Mauer', nicht wahr?" Aone nickte stumm, lauschte was Asuka erzählte, denn sobald würde sie nicht damit aufhören. "Das ist doch ein echt cooler Spitzname."
Asuka schwelgte noch ein wenig vor sich hin und wackelte mit den Beiden. Der Weißhaarige beäugte sie nur mit runzelnder Stirn. Sie erschien ihm sonderbar. Kurz darauf wurde die nächste Station angesagt. "Oh, hier muss ich raus."
Aone stand auf, um ihr den Weg freizumachen. Als sie an ihm vorbeiging, wurde beiden der Größenunterschied vor Augen geführt, sie waren über zwei Köpfe auseinander.
Zum Abschied klopfte Asuka Aone leicht auf die Brust. "Wir sehen uns." Als sie ausstieg, brachte er nur ein schüchternes Winken hervor.
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Das Herz hinter dem Eisen | Haikyuu!! | Fanfiction
FanfictionWenn Aone Takanobu Zug fährt, möchte sich keiner neben ihn setzen. Doch plötzlich tippt jemand an seine Schulter.
